Kopfschmerzen und Schmerzmittel – Teil 2

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So heute der zweite Teil zum Themenbereich Schmerzmittel. Teil 1 gab es gestern. Was ist nun von Kombinationspräparaten zu halten? Es gibt viele Kombinationen, die ich mal anführen will.

ASS wird bei Erkältungskrankheiten oft mit Vitamin C (L-Ascorbinsäure) kombiniert. Hier ist die fiebersenkende Wirkung der ASS von Bedeutung. Prostaglandine regulieren auch die Körperkerntemperatur. Die Kombination mit Vitamin C erfolgt aber wegen der guten Beleumundung des Vitamins. Vitamin C ist wirksam, um vor Erkältungen zu schützen: Es gewährleistet mit anderen Substanzen, dass das Immunsystem nicht geschwächt ist. Hat man eine Erkältung, so nützt es nichts mehr. Die Kombination bringt also keinen zusätzlichen Nutzen. Continue reading „Kopfschmerzen und Schmerzmittel – Teil 2“

Kopfschmerzen und Schmerzmittel – Teil 1

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So, heute wieder ein Thema das etwas umfangreicher ist. Wie üblich in diesem falle in mehreren Teilen nämlich zwei. Heute geht es um die Wirkstoffe, morgen um Kombinationspräparate, Risiken und Alternativen.

„Es gibt 37 Arten von Kopfschmerzen, die sie alle selbst therapieren können“. So heißt es in der Werbung. Auf den heutigen Blogeintrag gekommen bin ich eher dadurch, dass ich gestern Abend Kopfschmerzen hatte, die Nacht nicht schlafen konnte und als mein normales Mittel (Minzöl) nicht half eben doch eine Tablette mit Acetylsalicylsäure genommen habe. Ich gehöre zu denen, die eher weniger Tabletten schlucken und auch nicht den Arzt besuchen, wenn’s nicht unbedingt notwendig ist.

Aber das brachte mich auf das heutige Thema – wie wirken Kopfschmerztabletten oder allgemein Analgetika. (Schmerzmittel)

Das Älteste und auch heute noch am meisten eingesetzte Präparat ist die Acetylsalicylsäure. Sie ist in Aspirin enthalten, aber auch vielen Nachahmerpräparaten, dann meistens unter ASS abgekürzt. ASS entsteht durch Acetylierung der Salicylsäure, die natürlicherweise in der Weidenrinde vorkommt. Diese ist stark magenreizend und wird langsam abgebaut. Sie ist als Analgetikum nur schwach wirksam. Acetylsalicylsäure ist magenschonender und wirkt besser. Continue reading „Kopfschmerzen und Schmerzmittel – Teil 1“

Der überflüssigste Nobelpreis

wurde gestern verlieren. Wie man sich denken kann ist es der Wirtschafts-Nobelpreis. Eigentlich ist schon die Bezeichnung eine Unverschämtheit, denn der Preis wurde nicht von Alfred Nobel, sondern der schwedischen Reichsbank ausgeschrieben. Wenn er aber nicht als Wirtschafts-Nobelpreis“ tituliert würde und zeitnah zu den Nobelpreisen für Chemie, Physik Medizin und Frieden verliehen würde.

Wer meinen Blog liest weiß, dass ich recht wenig von den Wirtschaftswissenschaften halte. Schon die Bezeichnung „Wissenschaften“ ist eine Unverschämtheit. Aber das gilt meiner Meinung nach auch für andere Disziplinen die sich „XXXX-wissenschaften“ taufen wie Erziehungswissenschaften oder Sozialwissenschaften. Wissenschaften impliziert in meinen Augen, dass es Gesetze gibt, die man verifizieren kann oder noch besser die man nutzen für eine Anwendung kann. Das ist bei chemischen Gesetzen so, die genutzt werden um Wirkstoffe gegen Krankheiten zu berechnen aber auch so etwas komplexes wie die Allgemeine Relativitätstheorie, die heute jeder nutzt wenn er ein GPS Navi sein Eigen nennt. Ohne sie würds nicht funktionieren. Weder das Sozialverhalten von Menschen, noch das Verhalten von Kindern und erst recht nicht welche Erziehung die beste ist, ist als Gesetz feststehend und vorhersagbar. Continue reading „Der überflüssigste Nobelpreis“

Das Aufkommen der Massiv Parallelen Rechner – Teil 2

Neuere Entwicklungen

In neuerer Zeit bekommen die Prozessoren selbst wieder Konkurrenz. Vor einigen Jahren brachte IBM den Cell Prozessor auf den Markt: Ein Verbund einer Power-PC-CPU und acht einfachen Recheneinheiten die jeweils 4 Zahlen einfacher Genauigkeit parallel verarbeiten konnten. IBM konnte einen Achtungserfolg verbuchen, jedoch nicht die Spitzenposition erreichen. Danach besannen sich die Grafikkartenhersteller NVidia und ATI dieses Marktes. Geht es nur nach purer Rechenleistung, so sind schon seit über 10 Jahren Grafikkarten viel leistungsfähiger als PC-Prozessoren. Während diese Mitte 2012 zwischen 2 und 16 Kerne haben, hat der aktuell schnellste Chip im HPC Umfeld (High-Performance Computering) GK-104 „Kepler“ 1536 Recheneinheiten. Jede ist primitiver als ein PC-Prozessor, der Speicher auf den Graphikkarten ist zwar schnell, aber vergleichsweise klein und die Shader können auch keine große und komplexe Programme abarbeiten, doch sie können schnell rechnen. Die GK-104 CPU erreicht 1900 GFlops, während Intels leistungsfähigstes Exemplar bei rund 100 GFlops alt aussieht. Aufgrund der Einschränkungen in der Programmierung, die doch deutlich von dem normaler Prozessoren abweicht und des relativ kleinen Speichers auf den Grafikkarten werden sie heute vorwiegend als Coprozessor eingesetzt. ATI und NVidia haben jedoch viel getan um Mängel zu beseitigen. So war vor einigen Jahren die Geschwindigkeit in doppelter Genauigkeit, dem Standardformat für Rechnungen im wissenschaftlichen Bereich (15-16 Stellen Genauigkeit) sehr niedrig und lag bei einem Achtel der Geschwindigkeit bei einfacher Genauigkeit. (7-8 Stellen) Inzwischen ist sie halb so groß. Auch der Speicher für die „Shaderprogramme“ und deren Komplexität wurde erhöht. Continue reading „Das Aufkommen der Massiv Parallelen Rechner – Teil 2“

Das Aufkommen der Parallelrechner – Teil 1

In den Achtziger Jahren war der Begriff „Supercomputer“ praktisch simultan belegt mit der Architektur eines Vektorrechners. Diese von Seymour Cray und seinen Nachfolgern bei Cray Research entwickelte und eingesetzte Architektur, erlaubte es pro Takt eine Registeroperation durchzuführen. Im Normalfall besteht die Ausführung eines Befehls aus drei Operationen:

  • Dem Holen aus dem Speicher (Fetch)
  • Dem Dekodieren (was soll eigentlich gemacht werden, Decode)
  • Dem Ausführen (Execute)

Bei einer Vektoroperation fielen die ersten Schritte nur einmal an, lediglich pro Registeroperation gab es einen weiteren Ausführungszyklus. So war die Ausführung natürlich deutlich beschleunigbar, wenn die Anwendung so gestrickt war, das ein und dieselbe Rechnung bei sehr vielen Zahlen durchgeführt wird. Das war bei vielen Simulationen gegeben, bei denen man in Tausenden oder Millionen von Zellen immer mit denselben Gleichungen rechnete. War dies nicht der Fall, so waren Vektorrechner deutlich langsamer. Continue reading „Das Aufkommen der Parallelrechner – Teil 1“