Home Site Map Sonstige Aufsätze Weblog und Gequassel counter

Web Log Teil 148 : 19.1.2010-

Dienstag den 19.1.2010: Nakedeis

Gestern habe ich mir mal ein paar Filme angetan die auf der Platte schlummerten und die ich irgendwann mal aufgezeichnet habe. Darunter "Barfuss bis zum Hals", letztes Jahr auf SAT-1 gekommen. Das ganze ist eine mittelmäßige Klamotte die wohl etwas höhere Zuschauerzahlen durch mehr nackte Haut erzielen sollte, denn es geht darum, dass ein FKK Club überleben will, obwohl ein Textilfabrikant sein Gelände gepachtet hat. Weils um FKK geht sieht man allerlei nackte Leute. Was mir dabei auffällt ist dass die einzige Darstellerin/Darsteller die jünger als so etwa 40 ist, nur kurz mal nackt zu sehen ist und dann entweder ein Tablett oder ein Buch vor den Brüsten hat.

Das hat mich dann irgendwie ans Schwimmen erinnert. Ich gehe dreimal in der Woche schwimmen und egal ob ich schon in der Dusche bin oder erst reinkomme - Kinder und teilweise Jugendliche duschen immer in der Badehose. Genauso habe ich reagiert als ich noch jung war. Inzwischen macht es mir nichts aus nackt zu Duschen auch wenn Fremde anwesend sind. Das hat jetzt nicht so direkt was mit dem Film zu tun, weil da ja die Schauspieler nicht entscheiden können ob sie nun sich ein Buch vor dem Oberkörper tragen oder nicht, aber in gewisser Weise doch: Denn in dem Film geht es auch um eine Liebesromane zwischen dem Sohn des Clubvorsitzenden und der Tochter des Textilfabrikanten und dem Sohn gehen die Eltern mit ihrer Freikörperkultur ziemlich auf den Sack. Ich weiß nicht ob FKK auch so viele junge Mitglieder hat.

Ich denke mit dem Alter ist man da nicht so genierlich. Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht Abstumpfung durch viele Nackte, die man im Leben gesehen hat oder Veränderung der Einstellung oder Altersweisheit, dass man auch nicht anders aussieht als andere. Dabei gäbe es bei den meisten wohl eher mehr zu verstecken wenn man älter ist - Gravitation und Alter hinterlassen nun mal ihre Spuren. Viele Dinge hängen, sind zu füllig oder nicht mehr so knackig. Die Jugend könnte da wohl eher ihren Körper herzeigen, vielleicht ist das aber ein Grund ihn besser zu verhüllen.

Das leitet mich zu einem anderen aber verwandten Thema, das mir auch aufgefallen ist: Hollywood und US-Serien und ihre Einstellung zur Nacktheit. Spätestens seit "Notting Hill" wissen wir ja das es da für Nacktszenen Körperdoubles gibt. Auch das Bestreben zwar Sex- oder Nacktszenen zu zeigen aber dann doch nicht zu zeigen wird immer unfreiwillig komisch. Da wird Sex unter der Bettdecke betrieben oder sie hängt just über gewissen Körperteilen oder meine absolute Libelingsprüderieszene - beim Aufstehen aus dem Bett umklammern die Darsteller immer die Bettdecke und steigen mir der auf. Wahnsinnig realistisch! In der Wirklichkeit würden sie das wohl schon deswegen nicht machen, da fliegt man nämlich leicht auf die Schnauze. Ach ja und nach dem Sex ziehen sich natürlich beide wieder Pyjamas an. Reizwäsche ist übrigens in Hollywood auch unbekannt.

Wenn wundert es dann noch wenn für den Film "Herby fully loaded" Lindsay Lohans Brüste digital um zwei Körbchengrößen verkleinert wurden. Es ist schon komisch. Da gelten noch immer Brustvergrößerungen als die beliebtesten Schönheitsops und dann wird umgekehrt bei einem Star eine Brustverkleinerung durchgeführt....

So das wars schon. Heute nur ein paar Gedanken ohne viel Tiefsinn, aber vielleicht hat der eine oder andere ja trotzdem was dazu zu sagen. Ich habe derzeit wenig Zeit. Ich muss für meinen Lehrauftrag wieder etwas am Skript basteln und bin gerade beim ersten Korrekturlesen des ATV Buchs und just heute kam das Gemini Buch vom Korrekturleser zurück dass ich auch mal durchgesehen habe und es dünkt mich so gut, dass ich auf einen zweiten Korrekturleser wohl verzichten werde, so dass es bald erscheinen könnte.

Mittwoch: 20.1.2010: Doku45 und Elitepartner.de

Gestern sah ich durch Zufall auf ndr die Dokumentation Doku45 gesehen. Mein Eindruck ist zwiespältig. Es ging dabei um Supermärkte und den Verkauf von Lebensmitteln. Zum einen ist es recht kurzweilig anzusehen. Im Reportagestil aufgemacht, wechselt die Handlung mal von Interviews über die Verfolgung der Eröffnung eines neuen Edeka Marktes über Marktforschungstechniken bis hin zum Eichamt und zur Untersuchung von Lebensmitteln. Das ist die positive Seite. Auf der anderen Seite frage ich mich wobei es eigentlich ging. Ging es um Supermärkte und die Tricks oder Techniken, (je nachdem wie man dazu steht) wie sie Ware verkaufen oder geht es um Lebensmittel und ihre Zusammensetzung, denn es geht auch um Packungsverkleinerung nach dem neuen Verpackungsgesetz, Lebensmittel die mit einer "Extraportion Milch" werben und Kalorienbomben sind, Mogelpackungen und die Ampelkennzeichnung. Das alles quer Beet gemischt und mit subjektiven Kommentaren.

Ein Beispiel: Da werden mit "versteckter Kamera" Lebensmittel eingekauft und dann sollen diese untersucht werden. Dreizehn Labors lehnen ab, angeblich weil sie befürchteten Aufträge von der Industrie zu verlieren. Der Eigentümer des vierzehnten bestätigt das ein billiges Pesto kaum Olivenöl und Pistazien enthält und Kalbsleberwurst keine Kalbleber. Dann Schnitt: Ein Päckchen kommt von England, dort soll alles besser sein, dank der Ampelkennzeichnung.

Was ist daran subjektiv oder besser gesagt suggestiv: Muss ich ganz normale Lebensmittel mit versteckter Kamera kaufen, nur weil ich keine Drehgenehmigung bekomme? Ändert dies etwas an den verpachten Fertigprodukten? Das nächste: Warum lehnten die dreizehn Labors ab eine Vollanalyse durchzuführen. Wegen der Lebensmittelindustrie? Oder vielleicht weil die Analysen teuer sind und der NDR nichts zahlen wollte und als Kompensation versprach, der Laborleiter dürfte das Ergebnis verkünden? Das Ergebnis verwundert nicht. Liebe Leute Kalbleberwurst enthält keine Kalbleber, der Name kommt von der Verwendung von Kalbsfleisch und das war schon immer so. Das gleich bei dem Pesto: Wie kann man erwarten das ein fertiges Pesto billiger ist als wenn ich die Zutaten dafür selbst kaufe? Da muss der Hersteller doch irgendwo sparen. In allen Fällen war es so, dass die Angaben auf der Verpackung korrekt waren. Die Analyse hätte man sich sparen können, wenn man das Zutatenverzeichnis gelesen hätte. Das die Angaben auf den Verpackungen immer verwirrender werden und sich hier einiges verschlechtert hat ist nichts neues. Seit die EU mitspielt wird es immer schlimmer. Doch in England ist es nicht besser. Es gibt dort mit der (übrigens freiwilligen) Ampelkennzeichnung nur ein weiteres Element auf der Verpackung. Von der Zusammensetzung sind die Lebensmittel garantiert nicht besser. England hat in Europa mit das laxeste Lebensmittelrecht. In der EU Zusatzstoffliste sind zahlreiche Stoffe aufgeführt die exklusiv nur in England verwendet werden. Insbesondere wird dort gerne gefärbt. Slles eine recht subjektive Meinungsmache.

Schade, so kann ich das neue Format nur eingeschränkt empfehlen. Wer trotzdem interessiert ist jeden Dienstag um 22:30 auf NDR Fernsehen.

Das zweite ist die TV Werbung von Partnerschaftssuche über das Internet. Mir ist da der Spot von "Eliterpartner.de" aufgefallen. Da haben attraktive Firmeninhaber oder Rechtsanwälte ihren Partner fürs Leben gefunden Beworben werden "Akademiker und Singles mit Niveau". Ich meine jeder sucht nach einem Idealpartner. So im Stil: Aussehen wie Shakira, mit ihr reden können wie mit Sandra Maischberger, gleiche Interessen und reich sollte sie sein.

Was natürlich auffällt: Haben Akademiker andere Interesen als andere. Und sind sie automatisch "Singles mit Niveau"? Ich glaube, dass es vielleicht kleinere Unterschiede gibt, aber keine größere. Akademiker müssen viel lernen bis sie so 25, 30 sind. Ich würde daher annehmen dass dies sich auf die Interessen auswirkt. Ich würde tendenziell annehmen, dass sie mehr lesen, sich mehr informieren. Aber nur tendenziell. Mein Bruder ist auch Akademiker und besitzt gerade mal ein Buch - und das ist mein erstes eigenes Werk. Was Akademiker und vielleicht auch Selbstständige, die ja auch beworben werden von anderen unterscheidet sind vielleicht zwei Dinge. Das eine für die Partnervermittlung interessante: Das Einkommen dürfte höher als der Durchschnitt sein. Das zweite: Bedingt durch das Studium oder bei Selbstständigen der Beruf, kommt lange Zeit das Privatleben zu kurz. Ich erinnere mich noch an den Anfang meines Studiums wo eröffnete wurde, dass wohl Partnerschaften und Studium oder zeitintensive Hobbys nicht vereinbar sind. Das hat Einflüsse. Ich denke wenn man längere Zeit alleine ist wird man "faul" oder besser gesagt, man will immer weniger an sich selbst ändern je älter man wird. Umgekehrt steigen die Ansprüche an den Partner. Grundsätzlich ist es aber wichtig sich zusammen zu raufen und jeder muss von seinen Lieblingsangewohnheiten und Eigenheiten ein paar aufgeben damit es klappt. Viele Ehen scheitern weil einer der Partner den anderen "umerziehen" wöllte.

Je älter man wird, desto schwieriger wird dass Ich denke es ist kein Zufall, dass in Gesellschaften, wo heute noch Zwangsehen geschlossen werden, die "Ehepartner" sehr jung sind, meistens noch im jugendlichen Alter. Da ist die Anpassungsfähigkeit noch höher und vielleicht auch die eigenen Bedürfnisse noch nicht so ausgeprägt. So gesehen sind Akademiker wohl ein schwierigeres Klientel.

Im Allgemeinen halte ich nichts von Partnersuche über Internet auch wenn immer wieder Erfolgsstorys hervorgehoben werden. Die umgekehrte Frage ist: Wie oft hat es nicht geklappt? Die große Gefahr von Kontakt über Telefon und Chat ist, dass man sich im Geiste einen Partner backt denn es so in Wirklichkeit nicht gibt. Es ist ja nicht nur das Aussehen. Es sind Verhaltensweisen, die man erst im persönlichen Kontakt bemerkt. Die Sprache, Gestik, die Lebensweise, Hobbys, Interessen. Das alles ist der Partner und nicht nur was er schreibt oder gerade sagt. So ist die Gefahr von Enttäuschungen vorprogrammiert.

Samstag 23.1.2010: Der neue Wedel und die Model WG

Das sind zwei völlig unterschiedliche Programme die derzeit laufen. Wedel gilt ja als so was wie der Titan des Fernsehfilms und nimmt auch kein Blatt in den Mund wenn es um das Verdummungssfernsehen geht. Er ist rar im Fernsehen und diese Woche lief sein letztes Werk "Gier". Ich muss sagen ich war etwas enttäuscht. Es ist ein typischer Wedel Film. Im ersten Teil wie üblich etwas konfus, weil Ereignisse bruchstückhaft zusammengesetzt wurden, aber ich fand ihn diesmal zu sehr vorhersehbar. Im Prinzip wusste man recht schnell wie es ausgeht. Vor allem fand ich ihn schlecht eingeteilt - anstatt über die Hälfte des Films eine Spannung aufbauen, die auf das hinleitet, was jeder wusste - das Geld sehen die Anleger nie wieder war es praktisch schon nach 30 Minuten so, dass sich Dieter Glanz nur noch vor seinen Anlegern schützen musste.

Vor allem fand ich ihn nicht neu, er erinnerte mich an andere Wedel Filme, besonders an den Schattenmann, und die Szene wo Glanz Ehefrau in der Dusche ist und Dieter dazu kommt habe ich auch irgendwo schon mal gesehen. Ich habe dann mal geschaut wie andere den Film beurteilen und dabei fiel mir die Kritik vom Stern auf, der es als Trauerspiel ansah. Ganz so schlimm würde ich es nicht formulieren. Es ist immer noch ein handwerklich guter Film, aber eben nicht das was einen vom Hocker reist. Wie ich dabei erfuhr entgingen mit sogar seine letzten beiden Werke. Wahrscheinlich lässt Wedel wohl wirklich nach.

Fernsehen der ganz anderen Art ist die Model WG, die derzeit auf Pro 7 läuft. Das ganze ist vergleichbar mit Heidi Klums Topmodell Suche, nur etwas anders. Diesmal sind 7 Modells in einer WG und jede Woche fliegt eine raus und eine neue zeiht ein. Das ganze wird dann moderiert von dem Modell-Agenten Peyman (der nicht nur so heißt wie ein Zuhälter, sondern auch so aussieht). Also wie immer ist der tiefere Sinn nicht sichtbar: Da er die Kandidatinnen schon kennt (alle bis auf ein neues Gesicht Verliererinnen der letzten Topmodell Staffeln) sollte er ja wissen wenn er vermitteln kann und wen nicht und wenn er Chancen sieht braucht er keine Sendung dafür.

Nein, der Reiz liegt darin zu beobachten wie sich Möchtegern-Modells in freier Wildbahn verhalten. Natürlich sucht man sich geeignete Kandidatinnen wie Tessa und Larissa - Erzfeindinnen aus der letzten Staffel von GNTM, Sabrina (die nicht gerade die hellste ist). Die anderen drei kenne ich nicht, weil ich das Format erstmals letztes Jahr ansah, aber Denise hat wohl das Zeug Tessa als Oberzicke abzulösen.

Was lernt man? Modells leben am liebsten im Schweinestall, regen sich auf wenn ihr Parfüm gestohlen wurde als wäre das eine Katastrophe, feiern durch nach dem ersten Shooting - egal ob am nächsten Tag das zweite ansteht: Arbeitsmoral gleich 0. Ach ja und den Pass bewahrt man am besten unter dem Kopfkissen auf. Das schönste ist aber der Zickenkrieg, schon alleine wegen diesem hofft man, dass Tessa und Denise möglichst lange in der Weg bleiben. So schlimm Zickenkrieg ist, wenn man persönlich involviert ist, so nett ist er doch anzusehen. Echtes Trash-Fernsehen vom feinsten.

Ich frage mich allerdings ob Bedingung für das Modell sein auch Dummheit ist. Anders als die neuen Kandidaten bei GNTM wissen diese ja, wie sie im Fernsehen rüber kommen, welches Bild die Öffentlichkeit von ihnen hat oder was gezeigt wird. (Das muss nicht der Wirklichkeit entsprechen, doch denke ich ist dem so, da ich mich nicht mal in mehreren Jahren so bescheuert aufgeführt habe wie Tessa in zwei Folgen). Also mache ich dann nochmal bei einem solchen Zirkus mit? Wohl kaum. Offensichtlich geht es nur darum ins Fernsehen zu kommen, denn mit Modeln selber hat das ganze ja nur am Rand zu tun. Warum auch Larissa erst anreist, wenn sie doch keine Zeit hat oder es den Konflikt mit der Schule gibt und dann nach zwei Folgen (Wochen?) wieder aufhört spricht auch nicht gerade für viel Intelligenz. Offenbar bekommt man in Österreich das Matura (Abi) auch nachgeschmissen....

Besonders peinlich: Diese Art von Fernsehen wird nun ja von Wetten dass geadelt, indem dort auch noch als Saalwette nach weiteren Kandidatinnen für dieses Format gesucht wird. Besonders symptomatisch fand ich ja Klums Satz, als man sich schon auf 3 Kandidatinnen beschränkt hatte "eigentlich würden wir ja euch alle drei mitnehmen, aber wir dürfen ja nur eine". He wer ist der Chef von der Serie? Wer sollte sie daran hindern jemanden mitzunehmen auf die Tour den sie für talentiert hält?

Soviel zu diesem seichten Thema heute. Ich konnte heute die zweite Auflage des Gemini Programms abschließen. Diesmal leistete der Erstkorrektor so gute Arbeit, dass ich auf einen zweiten Korrekturleser verzichtet habe. Schlussendlich sind es 128 Seiten geworden, 60 mehr als bei der ersten Auflage aber immer noch kompakt und für weniger als 10 Euro zu haben. Mehr darüber wenn es in etwas 2 Wochen erhältlich ist.

Sonntag 24.1.2010: Politik auf Bestellung

So langsam habe ich das Gefühl wir sind im Taka-Tuka Land. Beim Rüstungslobbiisten Schneider sollen ausgerechnet die Tatbestände die politisch brisant sind verjährt sein, die FDP macht Lobbypolitik nach Spenden und die Bundeskanzlerin drückt sich so präzise aus wie unser neuer Wirtschaftsminister Brüderle deutlich spricht.

An und für sich eine tolle Sache. Einen Minister den man nicht versteht weil er jede zweite Silbe verschluckt, kann man nicht festlegen. Genauso wie eine Bundeskanzlerin die nur Phrasen drischt und inzwischen sogar Kohl im Aussitzen von Problemen und Hochtreiben der Staatsverschuldung geschlagen hat (warum der CDU mehr wirtschaftlicher Sachverstand attestiert wird ist angesichts der Bilanz von 16 Jahren Kohl und 4 Jahren Merkel absolut unverständlich). So gewinnt man Wahlen, mit unangenehmen Reformen wie sie Schröder anleierte verliert man Wahlen. Tja und das nötige Kleingeld für den Wahlkampf bekommt man recht einfach über Spenden wenn man entsprechende Gesetze nachher beschließt.

Doch das kann man doch ausnutzen. Nehmen wir mal an wir wollen ein anspruchsvolles nationales Raumfahrtprogramm. Dazu sollte der Raumfahrtetat verdoppelt werden. Das sind also 1,8 Milliarden Euro pro Jahr mehr. Was kostet uns das? Nun die Hoteliers haben mit 1 Million Euro eine Reduktion des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 % bekommen. Der Tourismus setzt bei uns 140 Milliarden Euro pro Jahr um, nehmen wir mal an 25 % der Summe bleibt in Hotels hängen (Wirtschaften, Ferienwohnungen und Häuser, Ausflugsbetriebe etc. sind ja nicht befreit) so sind das Einnahmeausfälle von rund 3,5 Milliarden Euro pro Jahr für den Staat.

Also wenn alle Raumfahrtfans in Deutschland mal zusammenlegen und 500.000 Euro zusammen bekommen, so 5000 Fans also jeder 100 Euro spenden (oder vielleicht EADS?) so müssten wir doch bald ein tolles Raumfahrtprogramm hinbekommen. Das ist doch eine tolle Möglichkeit für viele genau die Gesetze zu bekommen die man gerne hätte. Leider nicht für die, die nichts haben wie Harz-IV Empfänger. Nicht wegen dem fehlenden Kleingeld, sondern weil diese nicht zur Klientel der FDP zählen. Aber die Reduktion des Mehrwertsteuersatzes hatte ja auch die CSU mit befürwortet vielleicht versuchen es die bayrischen ALG-II Empfänger bei der CSU. Es lohnt sich in jedem denn FDP Politik ist ja billig zu haben. Wenn man für 1 Million die Reduktion von 3,5 Milliarden bekommen kann, so ist das eine Rendite von 340.000 %. Also ich zahle auch gerne einen Obolus von 1/3500 meiner Steuerbelastung während meines Lebens für eine vollkommene Steuerfreiheit. Das ist weniger als ich sonst in einem Monat zahlen müsste.

Ach ist unsere Regierung nicht schön? Eine Kanzlerin der leeren Worte, einen Außenminister der nicht englisch spricht (trotz akademischem Abschluss als Jurist was auch ein Trauerspiel ist), einen Wirtschaftsminister den man nicht versteht, einen Entwicklungsminister, der vor der Wahl eben dieses Ministerium abschaffen wollte und eine Familienministerin, die ledig und kinderlos ist. Was kommt als nächstes? Ein Politiker der eine Million an Spenden entgegen nahm und die vergessen hat als Wirtschaftsminister? Oh Entschuldigung, den haben wir ja schon.

Wie ich schon sagte "Taka Tuka Land".....

Montag 25.1.2010: Nur ein Verteilungsproblem?

Immer wieder wenn es um Hungerkatastrophen geht egal ob verursacht durch die Natur (Dürre, Missernten) oder den Menschen (Krieg) kommt irgendwann das Argument: "Der Hunger wäre auf der Erde lösbar, wenn nur die Agrarüberschüsse einfach gerecht verteilt werden würden". Ich habe da meine Zweifel, auch wenn ich zugeben muss, dass ich da in früheren Jahren gedacht habe, das wäre eine Lösung.

Insbesondere für Europa: Die EU garantierte ja lange die Agrarpreise und kaufte Überschüsse auf um sie zu vernichten oder einzulagern. Wer in meinem Alter (also den besten Jahren ist), der kann sich noch erinnern wie zu Weihnachten immer die Butter billiger wurde, weil die EU Butter billig auf den Markt warf um ihre Überschüsse abzubauen. Doch dem ist schon lange nicht mehr so. Man mag ja gerne auf die EU schimpfen und ich tue das auch gerne, weil die EU Verordnungen unser Lebensmittelrecht wirklich kaputt gemacht haben. Aber in der Agrarpolitik hat die EU es fertig gebracht die Überschüsse rapide zu reduzieren, auch weil nun es anders läuft: Wer zu viel produziert bekommt einen geringeren Preis und da in ganz Europa teurer als im Durchschnitt der Welt produziert wird bekommt man die Überschüsse auch nicht auf dem Weltmarkt los.

Heute gibt es kaum noch Überschüsse, aber selbst die wenigen richten noch Schaden an.

Sie werden nach Nordafrika verkauft und führen dazu dass dort bestimmte Bereiche der Landwirtschaft unwirtschaftlich werden. In einigen Staaten lohnt sich Hühnchenzucht und Milchwirtschaft nicht mehr. Anstatt lebendiger Hühner gibt es auf dem Markt Hühner in Kleinportionen zu kaufen und noch perverser anstatt frischer Milch Milchtrockenpulver. Das übrigens Hühner als Überschuss produziert werden, daran trägt der Verbraucher mit Schuld: Der kauft nur noch selten ganze Hühner oder Hähnchen sondern möchte nur noch Schlegel oder Flügel - der Rest wandert nach Afrika.

Für die EU ist es die billigste Möglichkeit ihre Überschüsse loszuwerden, da selbst wenn sie sie verschenkt sie noch Geld spart - Lagerung kostet auch Geld. Man kann nur froh sein, dass es nur noch geringe Überschüsse sind. Trotzdem scheinen die Folgen gravierend zu sein und zur Verelendung in den Ländern beizutragen.

Es kann noch schlimmer kommen. So fischen Fischer vor dem Senegal Fisch für die EU oder verkaufen ihre Fischrechte an EU-Schiffe die dann dort den Fisch holen, denn es in Nordsee und Mittelmeer nicht mehr gibt. Fisch ist seit jeder Fernsehkoch von der Wirkung von Omega 3 Fettsäuren schwärmt ja so beliebt. Ist ja auch echt gesund. (Dass der meiste verkaufte Fisch Magerfisch ist und somit kaum fett und kaum Omega-3 Fettsäuren entgeht den Fernsehköchen wohl). Bald wird wohl dann noch in Afrika Palm- und Palmkernöl angebaut, damit bei uns die Autos angeblich ökologisch fahren können. Deswegen wird ja schon in Indonesien und Brasilien der Urwald gerodet. Der Export von Überschüssen in Ländern in denen es regelmäßig Hungersnöte gibt würde auf Dauer nur eine totale Abhängigkeit von diesen Überschüssen schaffen. Manche Länder kommen seit Jahrzehnten immer wieder in die Schlagzeilen wie Äthiopien, da vermute ich eher, dass es zu viele Menschen oder zu wenig landwirtschaftlich nutzbare Fläche gibt.

Welche Lösung gibt es?

Ich glaube keine, zumindest nicht eine mit der alle zufrieden sind. Man könnte nun einfach sagen: Die EU zahlt nichts mehr für Überschüsse - Europa soll die auf dem Weltmarkt verkaufen. Wobei ich mit "Europa" die Landwirte meine, nicht die EU. Sicher ist es sinnvoll nicht mehr zu produzieren als man verbraucht, doch bei Landwirtschaft ist das nicht so leicht möglich. Man möge sich nur mal an den Sommer 2003 mit Hitzewellen zurückerinnern oder an das letzte Frühjahr, das dazu führte dass wir z.B. von unseren vier Apfelbäumen nur gerade mal die Hälfte vom Vorjahr geerntet haben. Wenn Überschüsse nicht mehr verkaufbar sind oder nur zu einem geringen Preis, dann führt es dazu dass langfristig eher weniger produziert wird als Europa für die Selbstversorgung benötigt. Das scheint ja schon heute weitgehend der Fall zu sein wie ich diesem Spiegel Bericht entnehme.

Man darf sich auch nicht damit trösten, dass die EU hier noch ein kleines Licht ist und die USA mit ihrer industriell betriebenen Landwirtschaft und billigen Lebensmitteln wahrscheinlich viel größeren Schaden anrichtet. Zumindest könnte die EU anfangen das Zeug so zu verkaufen, dass es in Afrika nicht billiger als einheimische Erzeugnisse ist, auch wenn sie nicht alles losbekommt. Der Rest kann dann für Wohltätigkeitsaktionen in Europa (siehe Spiegel Bericht) oder bei akuten Hungersnöten verschenkt werden, aber eben nur der Rest und nicht als Dauerversorgung.

Dienstag 26.1.2010: Glutamat

Am Wochenende bekam ich eine Mail, in der ich auch darauf hingewiesen wurde, dass auch Metzger nahe des Wohnortes viel Glutamat einsetzen und er nur Biowurst kaufen könnte. Zeit einmal das ganze genauer zu beleuchten. Anders, als uns ein norddeutscher Quizmaster mit abgebrochenem Medizinstudium weismachen möchte, in seinem Werbespot für einen Wursthersteller, der versucht kritische Äußerungen über seine Werbung durch Drohungen aus der Welt zu bekommen, gibt es keine Allergie gegenüber Glutamat.

Allergien sind charakterisiert durch eine Immunreaktion und die konnte nicht bei Glutamatempfindlichen nachgewiesen werden. Es gab auch Humanstudien, bei denen Personen bis zu 40 g Glutamat pro Tag aufgenommen haben - ohne irgendeine negative oder toxikologische Wirkung. Auch ob es eine Nahrungsunverträglichkeit ist, dass ist umstritten. Es gibt zwei wesentliche Einwände dagegen. Das eine sind die sehr untypischen Symptome für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Die betroffenen Personen haben keine Verdauungsprobleme sondern Rötungen, Schwellungen und Hitzegefühl im Rachen und Halsraum. Also typische Kontaktallergiesymtome, anders bei einer Allergie benötigt man größere Mengen an Glutamat, während Allergien schon durch kleinste Spuren ausgelöst werden.

Das zweite ist, dass die Empfindlichkeit nicht umsonst  im Westen als "China Restaurant Syndrom" bekannt sind. Obgleich Glutaminsäure schon recht lange als Zusatzstoff üblich ist  wurde die Überempfindlichkeit vor allem beim Besuch der gleichnamigen Restaurants diagnostiziert. Die asiatische Küche enthält aber nicht nur viel Glutamat, sondern auch andere bekannt allergieauslösende Stoffe wie biogene Amine. Wenn die dann auch noch mit Alkohol zusammen konsumiert werden, dann braucht man sich nicht über die Folgen wundern: Selbst beim gesunden Menschen wird das Abbauenzym Monoaminoxygenase (MAO) durch Alkohol gehemmt, da Alkoholdehydrognase und MAO um dasselbe Substrat konkurrieren.

Verglichen zur asiatischen Küche wird bei uns viel weniger Glutamat eingesetzt, auch wenn der Zusatzstoffe inzwischen auch außerhalb des Bereichs "Fleisch" zu finden ist (schon immer war Glutamat in Soßen und Suppen drin, aber die gehören zu dem Bereich mit dazu, inzwischen findet man es vereinzelt auch in Snacks wenn diese irgendwelche Fleicharomen aufweisen wollen z.B. nach gebratenem Speck schmecken sollen).

Was gerne vergessen wird: Viele Lebensmittel enthalten natürlicherweise freie Glutaminsäure (das Natriumsalz wird als Glutamat bezeichnet, in der chemischen Wirkung und Reizwirkung sind aber beide austauschbar). Fleisch und Käse enthalten natürlichweise diese Aminosäure in freier Form. (Sie ist auch eine der am häufigsten vorkommenden Aminosäuren in den Eiweißen, aber nur die freie Form scheint die Symptome zu verursachen). Auch der Hefeextrakt dürfte größere Mengen an Glutaminsäure enthalten, wird er doch durch enzymatische Spaltung und Heißextraktion aus Hefe gewonnen. Selbst wenn eine Suppe kein Glutamat enthält findet man unter Garantie Hefeextrakt.

Dazu passt auch, dass bei den meisten betroffenen Personen eine Besserung eintritt wenn diese gezielt Lebensmittel meiden denen Glutamat zugesetzt wurde. (Was de Fakto ein Leben ohne fertigsuppen und Soßen bedeutet). Das interessante daran: Selbst diese Personen reagieren jedoch nicht auf die gleiche Menge an Glutamat das isoliert zur Nahrung hinzugefügt wird. Das ganze ist also etwas mysteriös. Entweder spielt ein Placeboeffekt auch eine Rolle oder andere Nahrungsbestandteile.

Ansonsten: Der "Raumfahrtfreie" Blog diesen Monat fällt mir selbst schwer, da mir eigentlich immer wieder Ideen für Blogs habe. In anderen Gebieten fühle ich mich nicht so sehr zu haus, oder mir fallen nur spezielle Themen ein. So habe ich gestern schon mal den Blog für den 1.2. geschrieben, es wird ein ziemlich langer Blog. Man kann ja raten worum es geht.

Mittwoch: 27.1.2010: Chemoautotrophie

Gemäß Wunsch heute mal ein Artikel über ein spezielles Thema, in dem ich mich auch nicht so zuhause fühle (es gehört zum Grenzbereich Biologie/Biochemie, wahrscheinlich gibt es sogar ne eigene Wissenschaft dafür). Chemoautotrophie erklärt sich aus den Bestandteilen der Worte - Chemie, Auto und Trophie. Gemeint sind damit Organismen die ihre Energieversorgung aus chemischen Reaktionen beziehen und dabei unabhängig sind. Genauer sollte man sagen, unabhängig von organischen Substanzen. Pflanzen werden übrigens als photoautotroph bezeichnet. Das Licht ist ihre Hauptenergiequelle,

Chemautotroph sind nur niedere Organismen, keine Pflanzen und Tiere. Die Oxidation organischer Materialien gehört übrigens nicht dazu, sonst wären auch viele Gärungen als chemautotroph anzusehen.

Die Stoffwechselkreisläufe von chemautotrophen Organismen unterscheiden sich bei den meisten Formen von denen anderer Organismen nur wie die Energie bereitgestellt wird, d.h. die energielieferenden Moleküle (ATP, NADH/H+, FADH2) erzeugt werden. Die anderen Kreisläufe für den Abbau und Aufbau von Substanzen sind dagegen meist die gleichen. Eine Ausnahme bilden die Archaebakterien, bei denen der Clavin- oder Citratyclus fehlt.

Von den Reaktionen gibt es mehrere Subtypen zu unterscheiden:

Nitrifikation

Die Nitrifikation bezieht ihre Energie aus der Oxidation von Stickstoffverbindungen. Stickstoff kommt in verschiedenen Oxidationsstufen vor. -3,+3 und +5. Bei der Nitrifikation wird zuerst Ammonium zu Nitrit oxidiert, dann Nitrit zu Nitrat. Interessanterweise werden die Reaktionen durch zwei Organismen durchgeführt:

Nitrosonomas führt die Reaktion

2 NH4 + 3 O2 + 2 H2O 2 NO2 + 4 H2O

durch und

Nitrobacter die Reaktion

2 NO23- + O2 - 2 NO33-

Beide Bakterien kommen vergesellschaftet im Boden vor und oxidieren das Ammonium das durch den Abbau organischer Substanz im Boden entsteht. Dies ist notwendig, da das entstehende Nitrit giftig ist, aber auch instabil. Nitrosomonas liefert somit die Nahrungsgrundlage für Nitrobacter und Nitrobacter befreit Nitrosomonas von dem giftigen Nitrit.

Diese beiden Bakterien sind von großer ökologischer Bedeutung, da sie praktisch den gesamten Stickstoff der bei der Verrottung entsteht recyceln, denn Pflanzen können in der Regel nur Nitrat aufnehmen.

Schwefeloxidation

Schwefel kommt ebenfalls in mehreren stabilen Oxidationsstufen vor, die häufigsten sind -2, +4 und +6. Zahlreiche Organismen haben sich auf die Oxidation von Schwefel spezialisiert. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Stämmen, z.B. Cyanobakterien, Thiobazillen und Thiotrix

Es gibt zwei Wege. Der größte Teil der Bakterien oxidiert Sulfid (das nach faulen Eiern riecht) zu elementarem Schwefel:

2 H2S + O2 2 S + 2 H2O

Der Schwefel wird in den Bakterien eingelagert und meist beim Tode freigesetzt. Andere Bakterien können ihn auch freisetzen.

Die Bakterien der Gattung Thiobazillus oxidieren dagegen Schwefel bis zur Schwefelsäure und vertragen auch daher p.H werte von bis zu 0 (1 Mol Schwefelsäure/l). (Müssen sie auch, denn sonst würde die entstehende Schwefelsäure bald zum Tode führen).

2 S + 2 H2O + 3 O2 2 H2SO4

Die Schwefelbakterien haben große Bedeutung bei der Reinigung kommunaler Abwässer, aber auch Industrieabwässer. Sie können aber auch Probleme machen, wenn z.B. Kohle längere Zeit gelagert werden oxidieren sie den darin enthaltenen Schwefel und die Säure kann Schäden verursachen, es soll unter widrigen Umständen auch so zu Kohlebränden gekommen sein. Auch die unfreiwillige Oxidation von Schwefel und due durch die Schwefelsäure entstehende Korrosion kann ein Problem sein.

Einige Schwefelbakterien gehen auch den umgekehrten Weg: Gibt es keinen Sauerstoff, so reduzieren sie Schwefel zu Schwefelwasserstoff. Pyrodictum occules tut dies z.B. Dieser Organismus gehört zur Familie der Archaebakterien, bei denen man auch Organismen findet die Schwefel oxidieren aber auch organische Substrate oxidieren. Sie alle tolerieren hohe Temperaturen (Temperaturoptimum 59 Grad Celsius und aktiv bis 110 Grad Celsius und kommen in heißen Schwefelquellen z.B. auf Island vor).

Eisen/Mangan Oxidation

Mit Sicherheit gehören diese Bakterien zu den ältesten der Welt. Sie oxidieren zweiwertiges zu dreiwertigem Eisen:

4 Fe2+ +4 H+ + O2 4 Fe3+ + 2 H2O

Eisen ist in unserer Sauerstoffatmosphäre immer in dreiwertiger Form vorliegend (rostrote Farbe - deswegen ist Rost rot), zweiwertiges Eisen werden die meisten daher nur aus dem Chemieunterricht kennen (hellgrüne Farbe). In der Uratmosphäre gab es noch keinen Sauerstoff und nahezu das gesamte Eisen lag in zweiwertiger form vor. der Großteil der Raseneisenerzlagerstätten wurde durch diese Bakterien gebildet die das gelöste Eisen aus dem Meerwasser ausgefällt haben (Eisen zwei löst sich gut im Wasser, Eisen drei nicht).Sie gehören zur Gattung Ferrobacillus und sind auch an den "Black Smokern" in der Tiefsee aktiv, denn aus dem Erdinneren kommt auch Eisen meist in metallischer Form oder als Eisen 2.Die Bakterien haben wegen der geringen Energiesausbeute aus dem Eisen einen enorm hohen Substaratumsatz.

Pedomicrobium oxidiert analog Mangan-II zu Mangan-IV und soll die berühmten Mangan Knollen erzeugen.

Knallgas und Manganbakterien

Diese letzte Gruppe bildet zugleich die Grenze: Sie sind nicht mehr vollständig autotroph. Wenn sie keine organischen Substanzen zur Verfügung haben so oxidieren sie alles was sie so bekommen, ansonsten bevorzugen sie leichter abbaubare und energieliefernde Substanzen. Dazu gehört Pseudomononas und Alcaligenes, die elementaren Wasserstoff oxidieren:

2 H2 + O2 H2O

Methanbakterien tun dasselbe mit Methan, das sie zu Kohlenmonoxid oder Kohlendixoid oxidieren,.

2 CH4 + 3 O2 CO + 2 H2O

CH4 + 2 O2 → CO2 + H2O

Die Bakterien die Eisen und Schwefel oxidieren gelten als sehr alt, auch wenn nur die schwefeloxidierenden eine Teilklasse der Archaebakterien sind, da dies von allen Substraten die waren die anfangs auf der Urerde in großer Menge zur Verfügung standen. Das Methan gab es zwar auch in der Atmosphäre, aber zum einen sind die methanogenen Bakterien nahe verwandt mit modernen Bakterien und zum anderen ist Methan nicht stabil, es wird durch UV Strahlung und Blitze recht rasch oxidiert und gespalten.


Sitemap Kontakt Neues Impressum / Datenschutz Hier werben / Your advertisment here Buchshop Bücher vom Autor Top 99