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Web Log Teil 152 : 13.2.2010-

Freitag den 12.2.2010: Ich bin nicht Jedermann

Heute nur ein kleiner Blog, da ich freitags immer Unterricht an der DHBW habe und dann erst um 14:00 daheim bin. Dann brauche ich erst mal eine Ruhepause, weil es doch recht anstrengend ist. Es gibt aber ein paar Neuigkeiten zu vermelden. Als erstes habe ich heute meine Ausgabe von "Das Gemini Programm" bekommen. Beim Durchblättern stellte ich einen Fehler fest, zwei Abbildungen fehlen und eine ist verstümmelt. Woran das liegt weis ich nicht. Vielleicht verträgt sich der BOD Treiber nicht mit Windows NT. Zumindest kam es bei keinem anderen Buch vorher vor. Ich werde wohl bald eine dritte Auflage starten um den Fehler zu korrigieren. Allerdings will ich vorher "Deke! die Autobiographie von Donald "Deke" Slayton lesen, die ich gerade angefangen habe. Vielleicht findet sich da noch das ein oder andere zum Thema Missionen und Mannschaften und dann die dritte Auflage noch etwas besser zu machen.

Dann gibt es einen neuen Aufsatz zum Thema Trägerraketen: Über die Redstone. Vielleich interessiert das den einen oder anderen. Dann bin ich über eine Ankündigung Irans gestolpert, die letzte Woche Mäuse und Würmer auf eine suborbitale Bahn geschickt haben und da offizielle Verlautbarungen seitens anderer Nationen ausgelöst haben die ein bisschen an den Sputnikschock erinnerten (unglaublich das das nach 50 Jahren noch zieht!)

Aber was mich zu meinem Kommentar heute bewegt ist ein Statement von Ahmadinejad:

"We are going to send a satellite 500km (310 miles) up. The next steps are 700 and 1,000km (435 and 620 miles). Everyone knows that reaching the 1,000km orbit allows you to reach all orbits."

Das erinnert mich so an die Ankündigungen zu kommunistischen Zeiten. "Jedermann weiß, dass".... Also wer dran zweifelt ist wohl besonders dumm. Oder der das Argument nicht hinterfragt ist dumm. Es ist durchaus nicht so, dass man dann jeden Orbit erreichen kann. Einen geostationären Orbit z.B. gar nicht und von der Größe der Nutzlast ist ja auch keine Rede. Ich vermute mal es sind vielleicht 100 kg. Das würde die Safir schaffen wenn sie eine vernünftige Oberstufe hat.

Nur mal so zur Aufklärung.

Noch was zur Aufklärung: Wie ich gerade der 3sat Börse entnehme hat die Friedenspolitik in Afghanistan echte Früchte getragen:

Nimmt man nur mal die Toten durch Heroin in Deutschland (1449 im Jahr 2009) so gibt es durch das "befreite" Afghanistan wesentlich mehr Opfer als durch den Terrorismus. Aber vielleicht ist das nur etwas was man mit in Kauf nimmt, denn auch in Afghanistan sind 1 Million drogenabhängig (bei 30 Millionen Einwohner): In Deutschland wird die Zahl auf 150.000-300.000 geschätzt. Auch nicht ganz unwichtig: Durch den Schmuggel über die Grenze zum Iran gibt es auch dort 3,2 Millionen Drogenabhängige. Drogen sind dort billiger als Alkohol. Vielleicht steckt da doch eine gewisse Absicht dahinter....

Sonntag den 14.1.2010: Die ISS

In meiner allseits beliebten Rubrik "Gut das wir es besser wissen" heute mal ein Plan für die ISS: Die Internationale Spar-Station. Eine Idee wie es auch hätte anders laufen können.

Was machte die ISS so teuer? Die Frage ist leicht zu beantworten:

Daher mein Vorschlag für die ISS2 - Man vereinige das beste von Russland und den USA

Mein Vorschlag:

Die Station wird komplett unbemannt aufgebaut. Jedes Modul wird mit einer standardisierten Antriebseinheit ins All gebracht. Als Basis könnte eine Konstruktion wie der Bus des ATV oder des HTV dienen. Es koppelt aktiv an die Station an. Dafür gibt es am Modulkopf mit aktivem Kopplungsadapter entsprechende Systeme (optische oder Radar), also im Prinzip wie das ATV, nur eben mit einem ISS Modul anstatt einem Frachtbehälter. Der restliche Treibstoff kann dann zum Anheben der Station benutzt werden, bevor die Antriebseinheit ablegt und dann zum Absturz gebracht wird.

Die Module selbst bestehen aus folgenden Teilen:

Der Durchmesser sollte 4,40 m (außen) / 4,20 m (innen) betragen. Dies erlaubt es die Module mit zahlreichen Trägern zu starten.

Was ist der Vorteil? Man hat ein standardisiertes System. Das erlaubt es die Module an unterschiedliche Trägerraketen mit unterschiedlichen Nutzlasten anzupassen. Natürlich gibt es auch noch die Möglichkeit ein Modul sehr groß zu bauen und leer zu starten und dann die Inneneinrichtung später mit einem Transporter nachzuliefern (so wiegt Columbus leer nur 10 t, voll ausgerüstet aber 21 t). Da nun eine Vielzahl von Trägern zur Verfügung stehen sollte der Aufbau schneller gehen, sofern wirklich die Zusammenarbeit ernst gemeint wird. Würden Russland, Europa und Amerika je zwei Starts pro Jahr durchführen, so würden sechs Module pro Jahr gestartet werden. Bei einem Gewicht des Antriebs von 6 t, einem Gewicht eines Moduls von 14 t und einem Wohnvolumen von 50 m³ (bei 4 m Länge) wären rund 19 Starts notwendig um das gleiche Innenvolumen wie bei der ISS aufzubauen. Die ISS wäre leichter (nur 266 t), da einige Installationen außen fehlen und die schwere Maststruktur fehlt. Aber sie wäre in 4 Jahren fertiggestellt, was Einsparung in Höhe von 12 Milliarden Dollar bei den Betriebskosten verglichen mit dem Aufbau über 12 Jahre einbringt.

Weiterhin kann eine Trägerrakete leicht das Modul in eine höhere Umlaufbahn als heute bringen und benötigt so viel weniger Treibstoff für die Aufrechterhaltung der Bahn.

Verfügbare Träger

Es gäbe eine Reihe von Trägern die sich für den Transport eignen

Träger Nutzlast Verfügbarkeit Kosten [Mill $]
Titan 4 18.140 kg -1997 300
Titan 4B 21.680 kg 1997-2005 411
Proton K 20.600 kg -2008 100
Proton M 21.600 kg 2001- 120
Atlas V 552 20.520 kg 2002- 190
Delta IV Heavy 22.877 kg 2004- 254
Ariane 5G 17.900 kg 1997-2007 150
Ariane 5 ES 20.750 kg 2005- 170

Dazu kommt noch die Antriebseinheit. Ein ATV kostet rund 220 Millionen Euro. Allerdings wird nicht der Druckbehälter benötigt und die größere Stückzahl sollte die Produktionskosten drücken. Gehen wir mal von 200 Millionen Dollar für einen Antrieb aus. So errechnen sich als Transportkosten im ungünstigsten Fall (Nur Einsatz der Titan 4B) zu 26 x 611 Millionen Dollar = rund 16 Milliarden Dollar. Das ist viel, aber es ist immer noch erheblich billiger als die rund 31 Milliarden für Space Shuttle Flüge die bei der bisherigen Form anfallen. Anders ausgedrückt: Es wäre so möglich zum selben Preis eine rund 750 t schwere Station aufzubauen - und das ist die teure Lösung. Mit der Proton wäre es nur halb so teuer.

Weitaus größere Einsparungen sehe ich in der Fertigung aus standardisierten Teilen. Zudem könnte die Lebensdauer der Station leicht verlängert werden. Für das Entfernen eines Moduls muss nur eine Antriebseinheit gestartet werden um das Modul zu entfernen und zu deorbitieren und ein neues Modul kann mit einer zweiten Einheit danach angekoppelt werden. Es gäbe auch die Möglichkeit die ISS immer weiter zu erweitern auf eine größere Besatzungsstärke wenn dies gewünscht ist.

Na ja aber das ist wohl für die NASA viel zu einfach. Da plant man lieber ein paar Jahrzehnte rum....

Montag den 15.2.2010: ALDI

Die letzten Tage hat meine Website einen ungeheuren Besucherandrang bekommen weil ALDI wieder die Traveller FX-5 im Programm hat. Ich habe mir die Kamera letzten Mai gekauft, inzwischen aber weil ich mit der Bildqualität nicht zufrieden war an meine Nichte weitergeschenkt. Doch das liefert mir eine Vorlage für meinen heutigen Blog: ALDI. Es ist ja recht modern geworden auf ALDI und LIDL zu schimpfen. Die Bediensteten würden ausgenutzt, sie wären der Ruin des Einzelhandels und ignorierten gesetzliche Bestimmungen über Arbeitnehmerrechte und bespitzeln die Angestellten. Wobei das meiste was ich gehört habe auch mehr auf LIDL abzielt.

Ich sehe das anders und zwar aus Sicht eines Kunden. Und als Kunde kaufe ich gerne bei ALDI ein. Die Leute sind dort sehr freundlich und hilfsbreit: Als es vor 2 Jahren ein Fahrrad in der Aktion gab und ich es verpasste hat der Filialleiter herumtelefoniert und eines von den Nachbarmärkten organisiert. Das Sortiment an Aktionswaren ist durchweg brauchbarer als bei LIDL wo ich mich manchmal frage, wer das Zeug kauft So gabs mal Produkte fürs Pferd - wie viele Pferdebesitzer mag es wohl in Deutschland geben und gehen die alle zu LIDL?. Inzwischen hängt auch in meinem Kleiderschrank etwas von ALDI und wenn es nicht passt, dann kann man es einfach zurückgeben.

Dazu ist der Laden übersichtlich und nicht so verstellt wie unsere LIDL Filiale. Das Hauptproblem ist das Sortiment: Es ist schon ziemlich eingeschränkt. Geschirrmaschinenreiniger gibt es in Tabs und als Pulver. Aber Klarspüler und Salz nur ein paar mal pro Jahr als Aktion. Normalen Haushaltsreiniger habe ich kürzlich vergeblich gesucht. So gesehen lässt das noch genügend Platz für den Einzelhandel, eben weil man vieles nicht bekommt. Bei Gewürzen beschränkt es sich auf die 5-6 gängigsten, beim EDEKA gibt es a ein ganzes Regal. Auch der Mezger dürfte sich freuen: So was einfaches wie einen Schweine- oder Rinderbraten sucht man vergeblich. Dafür tonnenweise Puten- und Hühnerfleisch.

Da könnte ALDI noch nachbessern. Auch das es unmöglich ist die Aktionsware außerhalb der Woche zu bekommen. Bei LIDL gibt es einen Onlineshop - ganz praktisch wenn man wie ich kein Auto hat und mal etwas sperrigeres haben wll. Am Samstag habe ich mir nach der Digitalkamera zum zweiten Mal was aus der Technikabteilung gekauft: Eine programmierbare Fernbedienung. Die alte meines DVD Spielers gab den Geist auf. Es ist die erste, die wirklich auf Anhieb beim Eintippen des Codes die meisten Funktionen der Originalbedienung übernimmt. Zudem hat sie einen Lernmodus indem man eine Taste neu belegen kann, wenn (wie im Falle der Fernsehfernbedienung) noch das Original funktioniert. Nur die wichtigsten Tasten für den DVD Spieler sind zu klein ausgefallen. Ansonsten bin auch aber mit dem 10 Euro Schnäppchen zufrieden.

Ansonsten: Ich versuche seit gestern vergeblich die dritte Auflage des Gemini Programmes bei BOD hochzuladen um den Fehler bei den beiden verstümmelten Abbildungen zu korrigieren. Aber es kommt nach dem Upload keine Rückmeldung. Ich hoffe das bessert sich noch, denn die neue Auflage sollte schnellstmöglich kommen, weil ich nur perfekte Bücher im Handel haben will. Wie ich sehe habe ich fast die 4 Millionengrenze an Besuchern erreicht. Ich werde dann mein Exemplar der zweiten Auflage als Belohnung für en viermillionsten Besucher aussetzen. Es ist schon erstaunlich wie schnell das geht. So lange ist die dritte Million noch nicht her. Am 16.6.2008 war es damals soweit.

Mittmachen kann jeder in Deutschland oder der eine deutsche Postadresse (wegen der Zustellung) besitzt. Der Viermillionste sieht anstatt dem Zähler ein Codewort, das er zumailen muss.

Was gibt es sonst noch? Gestern gab es NDR die Wahl der 50 besten "Comedy Songs". da fiel mir auf, dass es seit Jahrzehnten nicht mehr so was wie ein neues Lied gab das nur zu Karneval gespielt wird. Also so was wie "Schmidchen Schleicher" oder "Polonaise Blankense". Gewonnen hat "Die Wanne ist voll" von Feddersen/Hallervorden. Das erinnerte mich wieder an unseren scheidenden Ministerpräsidenten Öttinger und dessen peinliche Vorstellung mit schlechtem Englisch. Er hat nämlich vor 4 Jahren in einer Dokumentation über "Denglisch" die Meinung vertreten Englisch wäre nun die Sprache der Arbeit und nur noch im privaten würde man deutsch sprechen - echt peinlich wenn man es dann selbst nicht kann. Wieder mal ein Beispiel für Politiker: Nur dumm reden und selber nichts können, nicht mal das was sie von anderen verlangen....

Dienstag 16.2.2010: Ein vernünftiges unbemanntes Planetenforschungsprogramm Teil 3

Nach längerer Pause geht es heute weiter mit Teil 3. Ich baue auf meine Vorgängerteile Teil 1 (Kostenreduktion) und Teil 2 (neue Technologien) auf. Heute geht es um konkrete Missionen die mehr und mehr von der existierenden Technologie zu den möglichen, nur bisher nicht eingesetzten Möglichkeiten wechseln. Ich ordne nicht nach Zeit, sondern nach Zielen.

Sonne

Eine Erkundungsmission zur Erprobung von Solarsegeln: Ziel ist es die Grenze dieser Technologie zu erkennen (wie weit kann man sich der Sonne nähern, bevor die Segel durch die Strahlung geschädigt werden).Das wird genutzt um Instrumente mitzuführen die Teilchen und Magnetfelder messen.

"Sonne in 3D" besteht aus sechs Raumsonden. Vier entlang der Erdbahn: 45, 135, -135 und - 45 Grad von der Erde entfernt: Dies sind noch konventionelle Sonden, gestartet mit einer Rakete der Sojus/Delta Klasse. Ergänzt werden sie durch zwei Sonden die mittels Ionentriebwerken zuerst den Jupiter anfliegen und von diesem um 90 Grad umgelenkt werden. Bei den ersten beiden Umläufen wird die dadurch erhaltene elliptische Umlaufbahn in eine kreisförmige polare Sonnenumlaufbahn umgewandelt  Jede Sonde hat abbildende Teleskope in verschiedenen Wellenlängen und einen Koronographen an Bord. Zusammen erlauben die Raumsonden einen 3D Blick auf die Sonne - während einiger Monate pro Jahr auch auf die Pole.

Merkur

Merkur wird von zwei Sonden besucht werden. Die erste ist eine weitere Sonnensegelmission. Sie soll einen kleinen Orbit zu Merkur bringen, der mittels Radar und IR Kamera nach einem Landeplatz für einen Lander sucht. Da diese Sonde recht schwer sein wird kann für sie auch ein Ionenantrieb infrage kommen. Dem folgt später ein Merkurlander. Auch dieser gelangt mittels Ionenantrieb zu Merkur. Er landet aus einem Orbit heraus chemisch und benötigt dafür große Treibstoffvorräte. In einem Krater in hohen Breiten ist die Temperatur ertragbar, bei tiefen Kratern kommt niemals ein Sonnenstrahl auf den Boden. Ein Rover mit nuklearer Stromversorgung und Scheinwerfern kann dort ohne Problem Monate oder Jahrelang arbeiten. Ein Teil der Sonde muss ein Orbiter sein, da er die Daten zur Erde übertragen muss.

Mond

Derr Mond steht bei mir nicht auf der Prioritätenliste. Er ist vielmehr Spielwiese und Resteverwertung. Spielwiese: Bestimmte neue Missionskonzepte können auf dem Mond in Erdnähe und überschaubaren Zeitskalen erprobt werden bevor man die Sonde zum eigentlichen Planeten schickt. So kann der Merkurlander in einem Mondkrater nahe des Südpols erprobt werden und die Marsbodenprobengewinnung auf dem Mond. Resteverwertung: Instrumente und Sonden die zu anderen Planeten geschickt werden können nachgebaut werden und kostengünstig zur Erkundung des Mondes genutzt werden.

Venus

Die erste Mission wäre hier ein Venusorbiter der noch auf konventioneller Technologie basiert. Auf einer elliptischen Umlaufbahn soll er zum einen die Atmosphäre weiter mit IR Spektrometern und Partikelmessinstrumenten untersuchen und tägliche Aufnahmen der Venus liefern. Er dient aber auch als Kommunikationsrelais für die folgende Mission.

Multi-Venus Abstiegssonde besteht aus einem Bus mit mehreren Landekapseln die mit hoher Datenrate beim Abstieg Aufnahmen der Venus machen. Sie übertragen diese zum Orbiter der sie dann zur Erde überträgt. Damit mehrere Sonden die jeweils etwa 500 kg wiegen transportiert werden müssen werden Bus und Sonden mit Ionentriebwerken in einen Orbit um die Venus transportiert

Venus Mapper ist ein Radarsatellit mit einem hochauflösenden abbildenden Radar. Aufgrund der Auflösung wird eine hohe Datenrate benötigt, die nur mit dem K-Band möglich ist. Auch hier ist wegen der nötigen kreisförmigen Umlaufbahn ein Ionenantrieb vorgesehen.

Mars

Der Mars ist meiner Meinung nach schon gut erforscht und es tummeln sich schon viele Sonden dort herum. Ich sehe nur eine Sonde die sinnvoll wäre. Dies ist die Bodenprobenrückführung zur Erde. Sie besteht aus zwei Teilen: Einem kleineren Mobilen Rover zum Sammeln der Proben und einer Landestufe mit Rückkehrkapsel und einem Orbiter an den angekoppelt wird wenn es zurück zur erde gehen sollen. Der Rover wird separat gestartet und landet nach der Landestufe in deren Nähe. Er soll Bodenproben sammeln und voruntersuchen um interessante zu bestimmen und zur Landestufe bringen und dort verstauen.

Die Landestufe wird mit dem Rückkehrorbiter zuerst in einen Orbit gebracht und dort abgetrennt und landet alleine. Nach zwei Jahren kehrt sie zum Rückkehrorbiter zurück, koppelt dort an und dieser bringt die Bodenproben zur Erde. Aufgrund der Massen von Rückkehrteil und Rückkehrkapsel ist eine sinnvolle Menge von Proben nur mit einer relativ schweren Stufe (Ariane 5 Klasse) und Ionentriebwerk möglich.

Asteroiden

Die letzte Sonnensegelmission ist eine zu den Asteroiden. Aufgrund der Tatsache dass Sonnensegel keinerlei Treibstoff benötigen kann eine Sonde zahlreiche Asteroiden besuchen und diese entweder im Vorbeiflug untersuchen oder jeweils eine kleine Sonde dort absetzen (Umrunden eines kleinen Himmelskörpers mit unregelmäßigem Gravitationsfeld mit Sonnensegeln ist nicht ratsam).

Äußere Planeten

Hier kommen vor allem eine identische Serie von kleinen Raumsonden mit der Kombination aus solarem Ionenantrieb (Flug zum Planeten) und RTG's für den Ionenantrieb (Abbremsung am Planeten) zum Einsatz. Da hierbei die Masse der Sonde begrenzt ist wiegt jede nur 200-400 kg. Gestartet wird dann mit einer Vega. Geordnete nach steigendem Anspruch erfolgen Missionen zu Jupiter - Saturn einem Trojaner - Uranus und Neptun, eventuell sogar zu Pluto oder Chrion.

Zum Titan kann ein Rover geschickt werden, der direkt landet und auch direkt die Daten zur Erde sendet. Dies könnte ein umgebautes Exemplar des Mars Rovers der Landesonde sein (nukleare Stromversorgung, HGA). Es könnte vorher am Mond erprobt werden.

Zu Jupiter wird eine weitere Sonde gesendet werden, welche die Arbeit von Galileo nachholt, also hochauflösende Aufnahmen der vier großen Jupitermonde. Diese Mission kann eine konventionelle Sonde sein. Die Elektronik soll strahlensicher durch gute Abschirmung werden, da das in Summe einfacher ist als spezielle strahlungsgehärtete Elektronik.

Vielleicht führe ich weiteren Teilen mal einige Sonden aus, mal sehen. Jetzt mache ich mich aber weiter an das Korrekturlesen des ISS/ATV Buchs das ich hoffentlich bald heute das erste mal durch habe. Auch eine zweite gute Nachricht: Nach zwei Tagen verglichen Versuchen ein Manuskript hochzuladen klappte es heute. Also bitte nicht mehr die aktuelle zweite Auflage kaufen, außer man möchte im Besitz eines raren Fehldrucks sein. (Ich bezweifele aber dass er mal so wertvoll wird wie eine blaue Mauritius).

Mittwoch 17.2.2010: Amazon Urteile und Scheinwerfer

Da ich mich nicht berufen fühle jeden Tag einen tiefschlürfenden Blog über Raumfahrt zu verfassen heute nochmal der Aufruf an Gastautoren. Kevin Glinka hat mich schon gefragt ob er mal wieder was schreiben könnte. Ich warte aber immer noch auf die Blogs derer die völlig anderer Meinung als ich sind, wie einen Lobgesang auf die Forschung auf der ISS von Ruhri, oder eine Begründung von KlausD warum die neue Politik der NASA die Einstellung der bemannten Raumfahrt ist oder welch tolle Firma SpaceX doch ist.

So werde ich heute mal einen Blog zu einem andern Thema verfassen. Nichts aufregendes aber vielleicht massentauglicher? Es geht um Bewertungen bei Käufen. Mir am vertrautesten sind die Amazon Sterne. Doch es gibt die Möglichkeiten zu Bewertungen auch an anderer Stelle. Interessanter ist weniger die Note oder Anzahl an Sternen als vielmehr was geschrieben wurde. Hier lese ich oft längere Bewertungen durch auch wenn das mich manchmal vom Kauf abhält. So kürzlich als ich nach einem neuen USB Stick suchte und die ins Auge gefassten Exemplare zu langsam waren. Leider steht die Geschwindigkeit ja inzwischen nirgends mehr dabei. Jeder achtet nur auf die Kapazität. Doch benutzt man einen Stick der langsam ist wirklich?

Als Autor sehe ich natürlich noch einen anderen Gesichtspunkt. Ich dachte immer die Sterne haben etwas mit den Verkäufen zu tun. Also je besser bewertet, um so erfolgreicher. Das ist aber nicht der Fall. Bei meinen Büchern gilt die einfache Beziehung: Je billiger desto besser die Verkäufe, unabhängiger von der Bewertung. Das scheint nicht nur bei mir so zu sein. Schaut man sich die Amazon Bewertungen von "Feuchtgebiete" an so schneidet das Buch sehr schlecht ab. Die meisten Rezensenten finden es nur widerlich. Trotzdem verkauft es sich prächtig. Aber mir war trotzdem wichtig nur gute Bücher zu schreiben, weshalb ich ja jetzt auch an den letzten Korrekturen der Neuauflage des ATV/ISS Buches bin. Was ich allerdings aufgegeben habe ist perfekte Bücher zu schreiben. Also Bücher die alles enthalten. Ich bemerke das beim Band 2 über europäische Trägerraketen. Da es nicht möglich ist von Astrium Informationen zu bekommen muss man sehr mühsam alles aus dem Internet von Vorträgen, Publikationen etc zusammensuchen und hat trotzdem kein vollständiges Bild. Daher wird der Band 2 das letzte Band über ein Projekt sein bei dem Astrium der Hauptauftragnehmer ist. Ein anderes Kriterium finde ich sit daher auch der Gebrauchtmarkt: Wenn etwas sehr oft gebraucht erhältlich ist, dann  wollen viele Leute es wohl nicht behalten. Natürlich ist das nur ein Indiz, denn es hängt auch von Alter und Auflage ab. Doch wie haltet ihr es mit Bewertungen? Sind die ausschlaggebend für den Kauf?

Das zweite ist etwas was mich als Fahrradfahrer in der dunklen Jahreszeit beschäftigt. Es sind die Scheinwerfer der Autos. Genauer gesagt ein Scheinwerfer. Klar ist: In dem Moment wo ein Auto entgegen kommt, sieht man als Fahrradfahrer nichts mehr vor sich. Egal ob man eine normale Funzel hat oder ein batteriebetriebenes Extralicht. Dafür blenden einen die Scheinwerfer zu sehr- Daher fahre ich wenn es wie jetzt Schnee hat, nicht mehr auf dem Fahrradweg, weil ich ihn bei den entgegenkommenden Autos (2 m weiter ist die Fahrbahn) nicht mehr sehe (und er maximal 1 m breit geräumt ist) und dann dazu tendiere links oder rechts wegzudriften, sondern über die Hauptstraßen. Wenn kein Schnee liegt nehme ich für meinen häufigsten Weg in den Nachbarort zum Schwimmen einen Feldweg auf dem keine Autos sind. Richtig schwierig wird es im Ort. Das Problem das es wohl fast überall gibt: Die Straßen sind alt und die Häuser haben keine Garagen. Links und rechts ist alles zugeparkt und ich kenne einige Seitenstraßen wo dann keine zwei Autos mehr aneinander vorbeikommen sondern einer dann immer in die Parklücke fahren muss. Da ist es gefährlich der Intuition nachzugeben und einem entgegenkommenden Auto nach rechts auszuweichen, weil mit ziemlicher Sicherheit dort ein Auto geparkt ist, dass man im grellen Scheinwerferlicht nicht mehr sieht. Ich bleibe also in der Mitte, eher weiter links, denn die parkenden Autos sehe ich ja nicht, aber anhand der Scheinwerfer kann ich erahnen wo das entgegenkommende Auto aufhört. Außer... Außer ein Auto hat nur einen Scheinwerfer an und das ist der Linke. Natürlich ist am Geräusch klar dass vor einem kein Motorrad steht. Aber wo hörte s auf? ist es ein Smart oder ein auslandender Kombi? Also meiner bescheidenen Meinung nach sollten alle Autofahrer die mit nur einem Scheinwerfer herumfahren ein dickes Ordnungsgeld und einige Punkte kassieren. Das ist echt gefährlich.


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