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Web Log Teil 225: 5.5.2011 - 10.5.2011

Donnerstag den 5.5.2011: Die Geschichte der Space Shuttles - Teil 1

Passend zum vorletzten Space Shuttle Start in knapp einer Woche ein kleiner Rückblick auf die Geschichte dieser. Alles begann im Jahre 1969, als kurz nach der Mondlandung Nixon eine Space Task Group einsetzte, welche den Kurs für die bemannte Raumfahrt für die siebziger Jahre festlegen sollte. Die Kommission unter Vizepräsident Spiro Agnew schlug einige Projekte vor. Das wichtigste war eine bemannte Marslandung, die jedoch jährliche Kosten von 6 bis 8 Milliarden Dollar verursachen würde. Das war nicht finanzierbar. Schon das Apollo Budget sank seit 1966 und es lag niemals so hoch. Ein preiswertes Projekt war das einer Raumstation für bis zu 12 Personen, die von einer Raumfähre aufgebaut und versorgt werden würde. Dabei war eigentlich die Raumstation das Hauptprojekt und die Raumfähre war nur als Zubringer gedacht um die Kosten für die teuren bemannten Kapseln einzusparen.

Dies erschien preiswerter und wurde weiter verfolgt. Von 1969 bis 1972 machten die Entwürfe gravierende Wandlungen durch. Die ersten basierten noch aus zwei geflügelten Stufen. Beide wären bemannt gewesen. Die Ausmaße der Unterstufe waren riesig und in etwa so große wie eine B-747 oder ein Airbus 380. Das erschien technisch zu anspruchsvoll und zu teuer und so wandelten sich die Entwürfe über flüssige Zusatzraketen wie sie später in der Energija eingesetzt wurden, zu dem heutigen Konzept.

Dieses sollte nur noch 5,5 Milliarden Dollar kosten, ein Drittel bis die Hälfte der ersten Entwürfe. Die Finanzen waren das grundsätzliche Problem der Raumfähren, auch während der gesamten Entwicklung. Als das Space Shuttle beschlossen war, hatte sich alles an dem Konzept gewandelt. Die Raumstation war gestrichen worden. Damit fehlte eigentlich der Einsatzzweck der Raumfähren. Anstatt 12 t in den Orbit zu transportieren war nun von fast 30 t die Rede. Der Grund: Um das Projekt politisch durchzudrücken ging die NASA auf das DoD ein. Das Verteidigungsministerium hatte auch Interesse an einer Raumfähre. Nur sollte sie mehr können - schwere Aufklärungssatelliten in einen sonnensynchronen Orbit aussetzen und bergen (damals arbeiteten noch die Satelliten mit Film - nach Verbrauch dessen waren sie wertlos) und später tauchten auch Gemälde auf, bei denen ein Space Shuttle ein Objekt in den Frachtraum hob, das verblüffende Ähnlichkeiten zu einer Saljut Station hatte...

Nur war dadurch die Nutzlast von 12 t viel zu klein. Die Forderungen schwere Satelliten zu transportieren und die sonnensynchronen Orbits mit höherer Bahnenergie zu erreichen, machten die Erhöhung der Nutzlast nötig. Das DoD leistete dann zwar politische Unterstützung, aber beteiligte sich in keiner Weise finanziell an dem Projekt. So begann nun die NASA nach Einsatzzwecken für die Raumfähren zu suchen. Es gab zum einen Unterstützung in Europa, die das "Sortie Lab" ein Raumlabor, dass sich in der Nutzlastbucht befand entwickelte, das Spacelab. Das Problem waren aber woher die Nutzlasten kamen. Die NASA veröffentlichte einen sehr optimistischen Plan, wie die Raumfähren starten sollten, wie dieser:

60 mal pro Jahr sollten 5 Raumfähren starten, in Wirklichkeit wurden niemals mehr als 9 Starts pro Jahr absolviert. Es gab natürlich nicht so viele Satelliten, so propagierte die NASA der niedrige Startpreis von 24 Millionen Dollar würde neue Applikationen wie Solarenergiefarmen im Weltall oder riesige Kommunikationssatelliten mit denen jeder ohne Satellitenschüssel kommunizieren kann möglich machen. Heute begeht ein weiteres US-Unternehmen den gleichen Fehler und nimmt an, seine Raketen würden jedes Jahr rund 640 t t in den Orbit bringen - das entspricht rund 26 Raumfährenstarts pro Jahr.

Doch es zeigte sich, dass diese Planung in vieler Hinsicht Makulatur war. Zum einen erwies sich die Entwicklung als schwierig: Die Haupttriebwerke zerlegten sich bei Testläufen und machten sogar einen Nachtragshaushalt nötig, um die Entwicklung nicht noch länger zu verzögern. Später waren es die Hitzeschutzkacheln, die nicht an der Orbiterstruktur haften wollten und schon bei Überführungsflügen der Orbiter zu Hunderten abfielen. Zwei Jahre sollte es dauern, die Kacheln zu demontieren und einen anderen Kleber zu finden. Es zeigte sich schon jetzt, dass die NASA die Wartung völlig unterschätzt hatte. Sie erwies sich als viel zeitaufwändiger als vorgesehen.

Der Erststart verschob sich so um zwei Jahre. Zuerst sah alles gut aus. Von 1981 bis 1985 starteten die Raumfähren immer häufiger. 1985 wurden 9 Starts durchgeführt, obwohl die letzte Raumfähre, die Atlantis erst am 3.10.1985 ihren Jungfernflug hatte. Für 1986 waren daher sogar 13 bis 16 Flüge geplant. Die NASA hoffte mit den Fähren vielleicht keine 60, aber doch zumindest 20 Flüge pro Jahr durchführen zu können. Die Produktion der Delta, Atlas und Titan wurde eingestellt.

Bis 1985 beförderten die Raumfähren zahlreiche Kommunikationssatelliten in den Orbit und bewiesen ihre Nützlichkeit bei der Reparatur der Satelliten Solar MAX und zweier Kommunikationssatelliten (die sie wenige Flüge vorher ausgesetzt hatten und deren Oberstufen nicht zündeten). Hinter dieser offiziellen Erfolgstory sah es anders aus. So setzte die NASA die Kosten für die volle Nutzung der Shuttle-Nutzlastbucht auf 71,4 Millionen Dollar an, obwohl die Startkosten bei 110 bis 129 Millionen Dollar je nach Mission lagen, um US-Kunden zum Abwandern zu Arianespace zu hindern. Von einem Transport, preiswerter als Trägerraketen, konnte keine Rede mehr sein. Er war zwar immer noch preiswerter pro Kilogramm, doch keiner der Flüge nutzte den Nutzlastraum voll aus, weil es sehr schwierig war 3-4 Satelliten der Delta Klasse zeitgleich angeliefert zu bekommen, die ein Start auf einmal ins All bringen konnte.

Trotzdem sah alles nach außen hin toll aus, bis zum 28.1.1986... Mehr dazu im nächsten Teil.

Freitag den 6.5.2011: "Das steht alles im Internet"

Eine Frage, dieh ich mir nach einem Kommentar gestellt habe: braucht man noch Bücher? Noch Nachrichtensendungen und Magazine? Kann man sich nicht im Internet viel einfacher mit Informationen versorgen? Nun ja. Zum einen gibt es nicht alles im Internet. Die Wissenschaft hat vor schon vor dem Internet ein System aufgebaut wie Artikel, Forschungsberichte etc. publiziert und auch die Information verkauft wird. Bis heute kosten Artikel von Nature, Scientific American oder den zahllosen anderen spezialisierten Zeitschriften nur gegen bares.

Die Frage ist aber auch ob die andere Aussage stimmt. Auf den ersten Blick ja, ja es geht sogar noch weiter als die obige Aussage suggeriert. Im Internet steht nicht nur alles was man in einer Fernsehsendung erfährt, nicht nur alle Nachrichten aus der Tagesschau sondern sogar noch die von Hinterdupfing. Nein, es gibt zig verschiedene Meldungen, Webseiten etc. Wer heute bei Google News "Osama bin Laden" eingibt erfährt, dass es rund 5.000 Nachrichtenartikel zum Tod des Terroristen gibt.

Das Problem des Internets liegt in zwei Dingen: das eine ist die Fülle und das zweite ist die demokratische Natur. Die Fülle bedeutet, dass ich sehr viele Webseiten zu einem Suchbegriff bekomme. Wenn es etwas spezieller ist, sind es weniger, aber die Anzahl der Webseiten ist nicht unbedingt eine Gewährleistung dafür, dass ich auch das finde was sich suche. Nur mal als Beispiel: Sehr großen Aufwand für mein letztes Buch war es, die technischen Basisdaten der ESC-B zu bekommen. EADS antwortete nicht, die ESA hatte angeblich keine und das DLR dürfte sie nicht geben, da sie geistiges Eigentum von EADS wären. Also bleibt nur noch das Internet. Der Suchbegriff "Ariane 5 ESC-B dry mass" um nur mal die Trockenmasse zu bekommen, listet zwar zig Webseiten auf, aber alle Angaben dort betreffen andere Stufen. Selbst wenn man nicht auf Google angewiesen ist, sondern direkt auf Verzeichnisse zugreifen kann wie den Technical Reports Server der NASA (schade, dass so etwas nicht auch bei anderen Raumfahrtagenturen verfügbar ist), der muss dort die Schätze von den vielen Nieten trennen. Denn auch diese Suchmaschinen listen alles - jedes Memorandum, jede Projektstudie, jedes Details einer Entwicklung das selbst für den Raumfahrtinteressierten, sofern er nicht selbst an der Entwicklung beteiligt ist zu speziell ist. Das alles macht es zeitintensiv Informationen zu suchen.

Das zweite ist die demokratische Natur des Internets. Jeder kann eine Website aufsetzen. Doch ist auch korrekt was dort steht? Von wo hat er die Informationen? sind sie korrekt wiedergegeben? Selbst in  Wikipedia findet man Fehler und zwar um so mehr, je weniger über das Thema Bescheid wissen. Eines kann mit Sicherheit das Internet nicht ersetzen: Fachbücher. Denn die Natur des elektronischen Mediums ist es, dass es ausgelegt ist für das Lesen auf dem Bildschirm, nicht für das vertiefende Lesen oder Studieren, wo man nicht nur konsumiert, sondern auch anstreicht, Bemerkungen macht oder ganz ordnungsliebende kleine Bepper an den Seitenrändern um wichtige Fundstellen schneller parat zu haben. Vielleicht wird das mal von ebooks verdrängt, doch auch wenn als Vorsilbe "e" davor steht, sind es eben doch Bücher - längere abgeschlossene Werke, die man wohl nicht durch Scrollen am Bildschirm in einem Stück durchliest sondern eher mit einem portablen ebook Reader.

Was das Internet bedeutet ist Segen und Fluch. Segen, weil es einem neue Welten eröffnet. Ich muss nur zurückdenken, was ich vor 20 Jahren vielleicht an Informationen über Trägeraketen und Raumsonden hatte. Das wäre zusammengefasst vielleicht auf 100 Seiten unterzubringen. Ich habe noch einige alte Worddokumente aus den Achtzigern als ich mir aus den Zeitschriften in der Uni-Bibliothek die Informationen zusammengesucht und zusammengefasst habe. Was da steht ist verschwindend gering mit dem was ich heute an Informationen habe. Es gibt einen direkten Zugang - nicht mehr gefiltert durch eine Fachzeitschrift oder eine Nachrichtenagentur sondern die Möglichkeit sich die Presseinformationen direkt anzusehen und bei vielen Missionen auch Hintergrundinformationen einzusehen. Der Fluch ist, dass es so viel geworden ist. Es gibt so viele Nachrichten, Pressemitteilungen etc. Vieles ist unwichtig oder in ein paar Tagen nicht mehr wichtig. Was bleibt in ein paar Monaten Erinnerungswertes vom letzten Flug der Endeavour? Das es einige Startverzögerungen gab, die nun gerade aktuell in den entsprechenden Portalen die Headlines bilden oder das die Fähre das AMS 02 zur ISS bringt?

Das ist das Problem des Internets. Es fehlt die ordnende Hand, was Fernsehsendungen, Zeitungen und Bücher im besten Falle leisten, ist es Informationen zu konzentrieren auf das wesentliche eindampfen. Dies muss nun der Nutzer erledigen. Daher denke ich werden die klassischen Medien noch lange wichtig sein.

Vielleicht wird in einigen Jahren aber auch diese Sichtweise völlig out sein - ich gehöre ja noch zum Relikt der "Web 1.0 Generation". Die meisten benutzen das Web ja als "Social Network". Um sich zu vernetzen, Kontakte zu pflegen, chatten, skypen etc. Das Web 2.0 soll an der Verbreitung der Revolutionen in den nordafrikanischen Ländern verantwortlich sein. An mir ist das alles vorbei gegangen. Ich brauche nach wie vor das Internet nur zur Recherche. Die Abhängigkeit ist aber auch nicht so groß. Vor einigen Tagen kam bei "nano" als Experiment, dass eine Familie eine Woche ohne Internet, Handy und Fernsehen auskommen musste. Vor allem die Teenager hatten nun Probleme ihre Zeit selbst zu organisieren. Ich wage zu behaupten, dass es mir nicht so gehen würde, auch weil ich im Urlaub kein Internet habe, Handy sowieso nicht und auf den Fernseher könnte ich wohl auch verzichten. Eine derartige Abhängigkeit verursacht aber nur fehlende Kommunikation, nicht der fehlende Zugang zu Informationen.

Sonntag 8.5.2011: Manche nennen es Bashen, ich nenn es Aufklärung

Ich kannte bis vor ein paar Monaten den Ausdruck "Bash" nur als Namen einer populären Unix Shell, deren zig verschiedene Möglichkeiten ich während des Studiums kennen lernte. Dann las ich das "SpaceX Bashing" betreibe. Also, wenn man die Verlautbarungen dieser Firma kritisch auf Wahrheitsgehalt untersucht oder basierend auf den letzten 50 Jahren Weltraumfahrt feststellt, dass es keinen Markt für 20 Flüge zu je 50 t Nutzlast pro Jahr gibt, dann betreibt man Bashing.

Ich sehe das so: Es gibt diese Firma, die im Abstand von mehreren Wochen immer unglaublichere Dinge ankündigt. Derzeit ist glaube ich der Stand der Dinge, dass sie in 10 bis 15 Jahren auf dem Mars landen wollen. Ich denke bis Jahresende wird noch was unglaublicheres kommen. Das wird auf den entsprechenden Portalen wiederholt und manchmal auch von Nachrichtenagenturen. Ja das von KlausD vertretene Portal ist da keine Ausnahme - es gibt also nirgendwo einer kritische Auseinandersetzung. Im Gegenteil , vergleiche ich die letzte Meldung von SpaceX mit der von raumfahrer.net so stehen dort sogar Dinge dein, die man bei SpaceX nicht findet, wie das die NASA bestimmte Dinge nicht wiedersprechen würde (als ob die NASA sich jemals überhaupt zu irgendwelchen Ankündigungen von SpaceX geäußert hätte). Das ist eine sehr komische Vorstellung von Berichterstattung. Sicher sie ist hier nicht neutral, aber ich bin ja auch kein Portal, das bei anderen Meldungen diese einfach 1:1 von englisch in Deutsch übersetzt, sondern eine private Website.

Wenn nun jemand die angaben von SpaceX kritisch hinterfragt, nennt man dies Bashing und sofort fühlen sich die SpaceX Fans, die diese Firma fast als Ersatzreligion ansehen aufgerufen Kommentare zu hinterlassen. Kann ich bei SpaceX Kommentare hinterlassen? Wird dort eine andere Stimme geduldet und diskutiert?

Tatsache ist: Die Firma hat viele Pläne. Was kann sie an Taten vorweisen? Machen wir einen Vergleich:

Punkt Soll Ist
Angekündigte Raketenmodelle vs. gebaute Raketenmodelle Falcon 1
Falcon 1e
Falcon 5
Falcon 9
Falcon 9 Heavy
Falcon Heavy
Falcon 1
Falcon 9
Angekündigte Starts am 2.8.2009 für 2009/10 vs. durchgeführte Starts (laut Internet Wayback Machine) 12 2
Angekündigte Produktionsrate Falcon 9 vs. gestartete Raketen/Jahr 20 2
Angekündigter Jungfernflug COTS 1 vs. tatsächlichem Start September 2008 Dezember 2010

Das ganze erinnert mich irgendwie an Softwaretitel, die ewig lang angekündigt wurden und wundertoll sein sollten und dann nie oder verspätet erschienen und keinen vom Hocker rissen. Dafür prägte die Zeitschrift Infoworld den Begriff "Vaporware". Windows 1.0 erhielt dank 27-monatiger Verspätung und Unbedienbarkeit den ersten Titel und auch SpaceX hat schon mindestens zwei "Vaporrockets" produziert, deren Entwicklung angekündigt und wieder eingestellt wurde.

Das letzte ist die Falcon 9 Heavy, die nun einer Falcon Heavy weichen muss. Ob die Falcon 1e jemals startet? Schon jetzt ist der Jungfernflug verschoben worden. Ich will gar nicht mal auf die verrückten Pläne für Marslandungen oder Dragons die auf dem Mars landen, eingehen. Nur mal auf das Launchmanifest. Eine Rakete hat eine gewisse Produktionszeit. Üblich sind 2-3 Jahre, vielleicht geht es bei SpaceX schneller und es sind nur 12 Monate. Sie sollten dann bei einer laufenden Produktion also wissen, welche Starts sie in den nächsten 12 Monaten durchführen können, einfach aufgrund der Raketen die gerade produziert werden. Die meisten Firmen kündigen nur den nächsten Start an, weil sich ein Terminplan leicht verschieben kann - siehe letzter Ariane 5 Start. Derzeit (heute) weist das SpaceX Launch Manifest 5 Starts für 2011 aus - viel, wenn man bedenkt, dass das Jahr schon zu einem Drittel vorbei ist und es keinen Start gab. Nur: gerade ging durch die Gazetten das Russland noch Dokumente von SpaceX erwartet um ihr Okay für die Ankopplung an die ISS zu geben - das soll im Dezember erfolgen. Die Ankopplung ist aber Ziel des COTS-3 Fluges. Wenn diese nach jetziger Planung erst im Dezember erfolgt, wie soll dann noch 2011 ein Resupply Flug zur ISS erfolgen?

also meiner Meinung nach ist das Launchmanifest für 2011 Makulatur, da unrealistisch und SpaceX sollte es wissen, schließlich produzieren sie die Raketen. Warum also wird das dann veröffentlicht? Dann kommt dann meistens der Einwand, "Ja vielleicht übertreiben sie bei den Startraten und Launchmanifest und ich glaube auch nicht, das nur wegen SpaceX nun plötzlich eine Marsexpediton zustande kommt, aber sie haben diese Vision. Ohne sie wird die Raumfahrt unfinanzierbar oder ganz den Bach runtergehen.".

Nur hat das nichts mit den aktuellen Dingen zu tun. Die Firma verspricht den Himmel auf Erden, kündigte Entwicklungen großartig an, Produktionsraten die ausreichen würden alle Nutzlasten die weltweit gestartet werden alle zu transportieren und kann gerade mal zwei Starts pro Jahr vorweisen. Es gibt anders als beim unmittelbaren COTS Konkurrenten OSC aber kaum technische Daten über Raumschiff oder Rakete. Nur lauwarme Luft. SpaceX hat das wohl selbst erkannt, denn ich habe noch nie gehört dass eine Firma eine Meldung wie diese veröffentlicht. Die Nachricht ist: Glaubt uns wir können es wirklich. Hätten sie das nötig, wenn sie durch Taten überzeugen könnten? Oder steht die Firma vor dem Bankrott oder Kunden springen ab? Anders kann ich mir einen so verzweifeltes Statement nicht erklären. Arianespace startet einfach eine Rakete, und dann die nächste und am ende heißt es dann schlicht "Das war der 42.ste erfolgreiche Start einer Ariane 5 in Folge, der nächste ist am 19.Mai". Lasst Taten sprechen, nicht Worte.

Ich brauche keine Propaganda, wie wir sie in der Raumfahrt ja in den letzten Jahrzehnten von Russland kannten, wo alles ein Erfolg war. Und wenn es mal kein Erfolg, dann hat man einfach das Kriterium geändert. So wie SpaceX, wenn die Bahn nicht den Vorgaben entsprach, dann einfach mal die Abweichungen vom Erdmittelpunkt aus bezieht, und nicht auf die Erdoberfläche. Und wenn das nicht einmal vorkommt sondern immer öfter, dann bezeichne ich das als Schaumschlägerei, Betrug, Täuschung.

Und ich werde das auch in Zukunft tun. Zumindest solange bis die Firma eine Informationspolitik betreibt, die diesen Namen verdient. Aber ich gebe gerne zu: Bashing trifft das, denn es kommt von "to bash", einen harten Schlag ersetzen, und das geht nur bei jemanden der angreifbar ist. Anders wäre es wenn man mich des "nagings" bezeichnen würde. Ich denke auch ich weiß welchen Sinn diese Informationspolitik hat, doch dazu was in einem anderen Blog.

Aber sehen wir es positiv: keine andere Firma bietet soviel Unterhaltung. Da sind die dauernden Änderungen der Produktpalette und nichts passt zusammen - Webseite und Users guide, Ankündigungen und Launchmanifest. da gibt es einen CEO und "Chief Rocket Engineer", der nicht mal die Grundlagen der Raumfahrt beherrscht wie z.B. wie viele Antriebe die Sojus hat (Musk: 20) und dann gibt es noch die P&R Repräsentantin und Vizepräsidentin Gwynne Shotwell, die für sich steht. Aus der letzten COTS Pressekonferenz:

Then Associated Press correspondent Marcia Dunn asked, “Is there a cost attached to the upcoming flight?” Ms. Shotwell responded with the a flippant and haughty: 

“A cost?” “Sure!” “Are you asking am I going to share that?” Uhhh, yeah, we don’t really talk about cost at SpaceX.” 

Klar, Kosten spielen bei SpaceX keine Rolle, das erklärt die Preise ganz zwanglos. Also morgen ist wieder SpaceX bashing Time - Zeit das Geschäftsmodell zu beleuchten!

Montag 9.5.2011: Neues von der Bücherfront

Ich habe vor zwei Wochen das Manuskript des Skylab Buchs von Arne zurückbekommen, der erstmals bei diesem Buch Korrekturleser war und wie ich finde recht gute Arbeit geleistet hat. Derzeit bin ich dabei nach Bildern zu suchen und danach werde ich wohl die geeignetsten ausselektieren müssen und diese ins Manuskript einfügen. Ich hoffe das Buch kann dann noch im Mai erscheinen. Bisher habe ich 318 Seiten Text, die Bilder vergrößern die Länge typischerweise um ein Viertel, sodass ich rechne dass es dann rund 400 Seiten werden.

Ich will das mal nutzen um über die kommenden Projekte zu referenzieren. Es wird längere Zeitabstände zwischen den Büchern geben, weil ich eine gewisse Sättigung verspüre. Nach zehn Titeln (die beiden Manuskripte eingeschlossen) ist so ein bisschen die Luft raus. Ich habe es inzwischen aufgegeben um Rezensionen zu bitten. Es scheint als bekäme man die nur durch "Vitamin B". Anders kann ich mir nicht erklären das die neuen Bücher anderer Autoren immer zeitnah rezensiert werden und ich zehnmal nachfragen kann und keine Antwort bekomme. Prinzipiell gibt es für mich drei Gründe ein Buch zu schreiben: der Verdienst, die positive Leserresonanz und das eigene Interesse an einem Thema. Über den Verdienst gäbe es nur zu sagen, dass sich die Verkaufszahlen der meisten Titel unter 100 pro Jahr bewegen, dafür lohnen sich mehrere Monate Arbeit pro Buch nicht. Eine große Resonanz von Lesern oder durch Rezensionen habe ich auch nicht erhalten, bleibt also noch der letzte Punkt.

Daher wird es Bücher geben, über Themen die mich selbst interessieren, oder über die ich selbst mehr wissen will, um meine Wissenslücken aufzufüllen. Und da abzusehen ist, dass diese Themen endlich sind, denke ich wird es auch nicht mehr so viele geben. Daher an dieser Stelle eine komplette Übersicht über alles was mir so im Kopf vorschwebt und was kommen könnte.

Derzeit beim ersten Korrekturleser ist das Manuskript "Computergeschichte(n)" über die ersten Jahre des PC, so von 1974 bis 1995. Wie der Titel andeutet, geht es um eine Sammlung einiger Geschichten, Biographien einiger PC Pioniere, die aber zusammen eine recht gute Geschichte der Entwicklung der PC-Industrie wiedergeben. Ich habe einige Anfragen bekommen ob es den Teil auf der Webseite auch als Buch gibt und mir lag so etwas auch selbst am Herzen.

Dann wird eine erweiterte Auflage des ersten Bandes des Raketenlexikons erscheinen. Er entstand in dem Bestreben, dass es alles enthalten sollte was ich brauche um selbst nachschlagen zu können. Da ich seit der Auflage 1 Zugang zu weiteren Dokumenten der NASA habe, arbeite ich seit rund einem Jahr mit niedriger Priorität an dem Manuskript. Der Band 2 wird so bleiben wie er ist, weil es über die meisten ausländischen Träger kaum neue Daten gibt die eine neue Auflage rechtfertigen würden.

Was dann kommt ist noch offen. Es gibt eine Reihe von Dingen die ich noch vorhabe. Zwei Bücher zum Thema Ernährung stehen auf der Liste. Zum einen das Gegenstück zu "Was ist drin?", nämlich "Das ist drin". Bei "Was ist drin"ging es um die Zusatzstoffe und bei "Das ist drin" stehen die Hauptbestandteile der Nahrung im Vordergrund. Vielleicht sind da auch zwei Bände nötig, weil es in einem nicht unterzubringen ist.

Das zweite wäre ein Diätratgeber. Neben der Vorbildung als Lebensmittelchemiker kann ich da auch eigene Erfahrungen beisteuern - vor vier Jahren habe ich 33 kg abgenommen und das Gewicht gehalten.

Beide Bücher sind zum einen eine Abwechslung vom Raumfahrtthema, und vor allem gibt es da eine Nachfrage - Was ist drin ist nur einer von 11 Titeln, macht aber ein gutes Drittel des Umsatzes aus. Und wie schon gesagt, ich will ja auch gelesen werden. Es hat keinen Sinn Bücher zu schreiben, die niemand braucht.

Im Bereich Raumfahrt schwebt mir noch ein Buch über Mercury vor. Das würde das zu Gemini und Skylab ergänzen. Was es nicht geben wird, ist eines über Apollo oder das Shuttle. Dafür gibt es im englischsprachigen Bereich einige sehr gute Bücher (Apollo), bzw. da fehlt mir auch das Interesse (am Space Shuttle). Mein Interesse an bemannter Raumfahrt endet so etwa mit Skylab, da hörte die Pionieerzeit auf und einzelne Missionen die eigene Ziele hatten und es begann die Zeit des reinen Transportes.

Ich hatte mal überlegt, noch ein weiteres Buch über ein aktuelles Raumfahrtprojekt zu schreiben, über das MSL und eventuell über Juno. Bisher gab es dazu aber zu wenig Infos auf den Websiten. Das Problem ist, dass diese bei der NASA meist erst kurz vor oder nach dem Start auftauchen und das ist für einen Buchautor schlecht, denn das Buch sollte ja zum Start verfügbar sein. Ich werde in den nächsten Wochen es mir nochmal ansehen und dann nochmals darüber entscheiden.

Was danach kommt ist offen. Interesse hätte ich an einem Buch über die Technik der Saturn V und A-4. Auch überlegt habe ich mir ein Buch über die Otrag zu schreiben. Das Problem bei allen drei Titeln ist, dass ich mit noch weniger Interesse als sonst rechne, wo entweder das Thema breiter ist (Raketenlexikon) oder bemannt (fragt mich nicht wieso, aber das findet mehr Leser) oder aktuell (ISS, ATV). Und ob es sich dann noch lohnt 3-4 Monate Arbeit je Buch rein zustecken?

Was auf jeden Fall feststeht, ist das Thema des letzten Buches das ich machen werde: Es wird eine Einführung in die Grundlagen der Raumfahrt sein - nur eben für interessierte Laien wie mich und nicht für Luft & Raumfahrtstudenten, also weniger theoretische Grundlagen, als vielmehr praktische Beispiele. Wer mal ein Lehrbuch gelesen hat, der weis was ich meine - über die Technik realer Triebwerke oder ähnliches erfährt man dort nämlich fast nichts. Analoges gilt auch für andere Dinge. Da jedes Buch aber für mich auch heisst mich in das Thema einzulesen und mich da fortzubilden, rechne ich damit, dass ich dafür lange brauche und daher wird es wohl das Abschlusswerk werden - vielleicht so in zwei Jahren. Vielleicht höre ich aber auch schon früher auf. Kommt drauf an wie viel Motivation ich noch aufbringe und die ist derzeit mal gerade wieder recht niedrig. Irgendwie klappt es im Winterhalbjahr besser.

Morgen darf sich klausD wieder über einen SpaceX Beitrag freuen.

Dienstag 10.5.2011: Das Geschäftsmodell von SpaceX

In der letzten Zeit häufen sich ja die Meldungen von SpaceX. Erst die Ankündigung einer Rakete für die es keine Nutzlasten gibt, dann die Pläne auf dem Mars zu landen und dann die fast schon hilflose Beteuerung, "Ja wir können wirklich Raketen zu dem Preis bauen und auch starten". Das gibt Diskussionsstoff, aber ich will darauf gar nicht eingehen. Denn ich meine ich und viele andere, haben die Firma bisher völlig falsch eingeschätzt.

Also ich beginne jetzt mal einige Jahre vor SpaceX. Elon Musk gründet 1995 Zip2 und verkauft es 1999 für 306 Millionen Dollar an Compaq. Die Firma hat damals nicht mehr im Portfolio als eine Idee für ein Dotcom Produkt (man hat nach Ende der Blase auch nichts mehr von Zip2 gehört). Als nächstes gründet er X.com, das mit einem Unternehmen fusioniert, das PayPal entwickelt und wieder verkauft Musk, bevor das Produkt auf dem Markt erscheint. Dieses mal an ebay.

In beiden Fällen hat er die Firmen verkauft, als sie in der Phase waren, dass sie etwas in der Entwicklung hatten, das vielversprechend war, ohne aber das es auf dem Markt war (und damit die ganzen Kosten auf einen zukommen und eventuell die Probleme).

Nun hat Elon Musk in zwei neue Firmen investiert, Tesla Motors und SpaceX. Beide versprechen die Lösung von Problemen: Tesla den der Abhängigkeit vom Erdöl und SpaceX die der hohen Transportkosten ins Weltall. Nun gibt es einen Unterschied zu Softwarefirmen. Die Chancen, dass man als Automobilhersteller oder Raumfahrtunternehmen wenige Jahre nach der Gründung aufgekauft wird, sind klein. Häufiger sind Fusionen, aber dann sind meist beide Firmen recht groß. Damit kann man als Raumfahrtfirma nicht das große Geld machen. Doch Tesla zeigt wie es auch wie es gehen kann. Die Firma war immer in den roten Zahlen, 2009 machte Tesla alleine 55,9 Millionen Dollar Verlust. Aber sie ist prominent vertreten. Wenn immer von Elektroautos im Fernsehen die Rede ist taucht Tesla mit ihrem Flitzer auf. Sie sponsern Fernsehserien (Leverage) oder nehmen an Events teil wie einem Elektroautorennen. Kurzum: sie sind bekannt. Dazu gibt es einige Prominente die ihre Sportwagen gekauft haben, die als Werbeträger fungieren. Das alles führte dazu, dass als Tesla letzte Jahr an die Börse ging, die Nachfrage nach den Aktien so groß war, dass am Vorabend noch die Aktienmenge um 20% erhöht wurde. Das spülte dann 226 Millionen Dollar in die Kasse. Viel Geld für eine Firma die nur 600 Mitarbeiter hat.

Die Börse ist auch heute noch der Weg wie man viel Geld bekommen kann. Börsen honorieren weniger laufende Einkünfte, aktuelle Gewinne, sondern vielmehr zukünftige Gewinne, zukünftige Aufträge, mögliches Firmenwachstum, denn jeder Anleger hofft ja für die Zukunft auf Gewinne und steigende Kurse. Wir alle kennen noch die DOTCOM Blase, wo Firmen enorme Kursgewinne realisierten, nur weil sie ein Konzept hatten, das vielversprechend war, egal ob die Firma derzeit nur Verlust macht. Und das kann man ausnutzen. Es gibt hier in Deutschland zwei Beispiele wie dies lief. Das jüngere ist Cargolifter. Auch hier wurde ein epochales Konzept gefeiert und mit Vorschusslorbeeren bedacht. Es gab keine Aufträge, keine Fertigungshalle, nichts und der Aktienkurs war hoch und die Firmenbesitzer mit hohem Anteil an Cargolifter machten die Kasse. Das zweite ist die OTRAG - auch hier kam es nie zu einem Orbitalstart. Mehr als maximal 4 Module, entsprechend einer durchschnittlichen Höhenforschungsrakete, hat die Firma nie gestartet. Dabei hatte sie eine Anfangsfinanzierung von 150 Millionen DM (berücksichtigt man die Inflation, so ist dies mehr als SpaceX jemals an Investment aufwies). Aber Lutz Kayser wurde reich: Von dem Kapital gingen gleich mal 25 Millionen DM für die Rechte an seinen Erfindungen.

Hat man diesen Mechanismus kapiert, so macht die Firmenpolitik Sinn. Eigentlich ist der Beförderungssektor ein sehr konservativer Sektor. Was zählt, sind sicher auch Startpreise, aber auch Vertrauen, Sicherheit, Zuverlässigkeit. Die Firmen verändern ihre Träger nur langsam und evolutionär. Größere Änderungen bergen immer das Risiko von Fehlschlägen, wie sich ja beim Vulcain 2 Ersteinsatz bei der Ariane 5ECA zeigte. Andere Beispiele kennt sicher jeder Raumfahrtfan, wie die Delta 3. Was macht dagegen SpaceX? Sie verändern permanent die Spezifikationen. Bei der Falcon 9 kann man nun schon drei verschiedene Versionen mit Startmassen von 332 bis 480 t und Nutzlasten von 6,8 bis 16 t unterscheiden. Andere Modelle werden angekündigt und dann nicht gebaut (Falcon V). Das Launchmanifest ist zwar anders, als bei anderen Firmen, öffentlich, doch die angekündigten Starts wurden niemals in dem Zeitraum durchgeführt. Seit drei Jahren kündigt die Firma 4-5 Starts der Falcon 9 pro Jahr an, hat aber noch nie mehr als zwei durchgeführt.

Sieht man dies aus der Sicht eines Kunden, so ist das nicht vorteilhaft. Schließlich will der Kunde die Gewissheit haben, dass ein Satellit zu einem bestimmten Zeitpunkt im Orbit ist und dies auch mit einem eingeführten und bewährten Träger unter bekannten Belastungen. Das ist wenn die Trägerrakete laufend verändert wird und das Manifest sich um Jahre verschiebt, schwer möglich. Daher sind die meisten Starts, die nicht mit der ISS zu tun haben, sondern vom freien Markt kommen, auch erst in den nächsten Jahren geplant, in der Hoffnung bis dahin ist der Träger erprobt, nicht eine erneute Revion ansteht ist und die Firma auch einen Start durchführen kann. Der erste Kunde ist ja schon zu Arianespace abgesprungen.

Was allerdings der Horror für einen laufenden Betrieb ist, das wird von der Börse honoriert. Sieht man dies mal in diesem Licht, so hat die Firma nur in den letzten 6 Wochen folgendes verlautbart:

Das alles sieht nach der Möglichkeit aus, bei einem Investment enorm viel zu verdienen. Alleine das Militär gibt pro Jahr 1,7 Milliarden für Startaufträge aus - da ist der Beförderungsauftrag zur ISS, der etwas kleiner ist, aber einen Zeitraum von vier Jahren abdeckt, klein dagegen. Von den enormen Gewinnen mal abgesehen, wenn die Firma bei der bemannten Raumfahrt oder einem Marsunternehmen mitspielen würde mal ganz abgesehen.

Ich prophezeie: Wenn die Firma an die Marktkapitalisierung geht, also an die Börse, wird sie enorm viel wert sein. Und Elon Musk noch reicher als vorher - bisher hat er rund 100 Millionen Dollar in die Firma investiert. Der Großteil der gesamten Finanzierung kam von der NASA, die schon jetzt mindestens 700 Millionen Dollar an Vorschüssen für Aufträge bezahlt hat.

Danach wird er es wie Lutz Kayer machen - sich mit dem Geld aus dem Staube. Denn wie ich an anderer Stelle erläutert habe, profitiert die Firma bisher von der NASA und dem Vorschusssystem: Auch wenn das bei COTS und  dem Commercial Resupply System ist das so, wenn nun auch etwas anders auf der Basis von Meilensteinen. Das wichtigste ist, dass die NASA schon lange vor dem Start enorme Summen vorfinanziert, bei COTS z.B. 278 der 298 Millionen Dollar vor dem ersten Flug. Das erlaubte der Firma bislang die gesamte Entwicklung zu finanzieren, bzw. mit weiteren Zuschüssen für zukünftige Entwicklungen (alleine in den letzten sechs Monaten erhielt SpaceX 155 Millionen Dollar dafür von der NASA) finanziert sie die nun durchzuführenden Flüge. Das ist wie bei Verschuldeten, die einen neuen Kredit aufnehmen um einen alten zu tilgen.

Aber es ist das Konzept das rasches Wachstum suggeriert und von Börsen honoriert wird. Was wird kommen? Ich denke in einigen Monaten, bevor die durchzuführenden Flüge das Budget belasten und dann rote Zahlen resultieren, wird SpaceX an die Börse gehen - eine Firma in die Elon Musk rund 100 bis 150 Millionen Dollar investiert hat, mit einem Auftragsvolumen von 2-3 Milliarden Dollar. Der Wert an der Börse wird hoch sein und da Elon Musk von den Investoren am meisten eingezahlt hat wird er dann noch reicher sein (das die NASA die Firma inzwischen zu 80-90% finanziert, juckt nicht, da sie ja nur Aufträge vergibt aber kein Investor ist). Er wird dann wahrscheinlich als CEO zurücktreten und still und heimlich seine Aktien verkaufen, solange die Blase noch nicht geplatzt ist und der Kurs ins bodenlose fällt. Wieder einmal nach Paypal, Zip2 und Tesla Motors hat er eine Idee verkauft...


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