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Web Log Teil 245: 30.8.2011 - 10.9.2011

Dienstag den 30.8.2011: Die beiden Stiefkinder im Sonnensystem

... sind Uranus und Neptun. Alle anderen Planeten wurden und werden von Orbitern umrundet, nur diese beiden nicht. Das ganze hat natürlich einen sehr einfachen Grund: ein Orbiter ist heute noch eine technische Herausforderung. Das liegt an der großen Entfernung von der Sonne. Will man sie auf einer schnellen Bahn erreichen, also in ein paar Jahren so ist die Ankunftsgeschwindigkeit so hoch, dass sie mit chemischen Treibstoffen nicht reduzierbar ist. Auf einer langsamen Bahn dauert die Reise zu lange (15 bzw. 30 Jahre). Doch selbst dann ist die Nutzlast gering und viel mehr als rund 1000 kg können auch die größten Trägerraketen nicht zu Uranus und Neptun transportieren.

Natürlich gibt es Alternativen. Doch für diese muss noch viel Entwicklungsarbeit geleistet werden. Das eine sind Mini-Orbiter die sich zu den Planeten hochspiralen und einen Ionenantrieb gespeist von RTG mitführen. Mehr als wenige Hundert Kilo dürfen die nicht wiegen. Das zweite ist das Aerocapture wo man in die Atmosphäre eintaucht und innerhalb von wenigen Minuten einige Kilometer Überschussgeschwindigkeit abbaut. ein Manöver, das so noch nicht probiert wurde und ohne Kenntnis über Druck- und Temperaturverlauf sehr riskant ist.

Was heute technisch möglich ist, ist eine Vorbeiflugsonde. Sinnvollerweise eine, welche Jupiter als Sprungbrett nutzt. Das reduziert die Startgeschwindigkeit um etwa 1 km/s und weil Jupiter ebenfalls ein Gasriese ist, kann er so auch besser erforscht werden. Beide Planeten und Jupiter haben Startfenster die sich alle 13-14 Jahre wiederholen. Zwischen 2019 (Neptun Startfenster öffnet sich) und 2024 (Uranus Startfenster schließt sich) können beide besucht werden.

Nun gab es schon mal eine Raumsonde, die beide Planeten besucht hat - Voyager 2. Warum also erneut nur eine Vorbeiflugsonde konzipieren? Nun es gibt eine Reihe von Gründen.

Es gibt seitdem enorme Fortschritte im Instrumentenbau

Voyager hatte noch wenig lichtempfindliche Vidicon Röhren. Ihre spektrale Empfindlichkeit war schlecht. Heute können normale CCD Sensoren auch im nahen Infrarot aufnahmen machen und Aufnahmen von Hubble zeigen so tiefere Wolkenschichten, die Voyagers Kamera nicht sehen konnte, weil im sichtbaren Bereich ein Nebel das Licht absorbiert. Cassinis CCD sind so lichtempfindlich dass man Aufnahmen der Saturnmonde im Gegenlicht von Saturn anfertigte.

Neben der Sensitivität haben Instrumente auch neue Fähigkeiten. MIMS fertigt eine dreidimensionale Ansicht der Magnetosphären an, Staubdetektoren ermitteln nicht nur Masse und Energie, sondern auch chemische Zusammensetzung und Vis/IR-Spekrometer sind nicht nur hochauflösender, sondern können heute auch Bilder  in jedem Spektralbereich anfertigen, anstatt wie früher nur Punktmessungen anzufertigen.

Das bedeutet, das man heute nicht nur quantitativ mehr Ergebnisse erhält, sondern auch qualitativ bessere Ergebnisse und wahrscheinlich neue Erkenntnisse

Fortschritte in der Datenverarbeitung erlauben es mehr aus einer Vorbeiflugmission herauszuholen.

Das grundsätzliche Problem einer Vorbeiflugmission ist das sie zum einen nur ein Schnappschuss ist und zum anderen nur kurze Zeit der Planet wirklich bildfüllend ist. An der ersten Problematik kann man nicht viel ändern, am zweiten schon etwas mehr. Leichtgewichtige Teleskoptuben erlauben es größere Teleskope mitzuführen. Voyager hatte ein 176,5 mm Teleskop mit einem Gewicht von 28 kg und New Horizons ein 20,8 cm Teleskop mit 8,8 kg Gewicht. Auch die empfindlichen Chips benötigen weniger Fläche pro Pixel wodurch eine größere Vergrößerung resultiert.

Das zweite ist die Datenverarbeitung. Voyager sandte fast ausschließlich die Daten direkt zur Erde. Da Bandrekorder als mechanische Bauteile empfindlich sind, wurden sie nur eingesetzt wenn die Funkverbindung nicht möglich war, aber z.B. niemals um bei nahen Vorbeiflügen die Zahl der Bilder zu erhöhen, weil die Datenübertragungsrate zum Bandrekorder höher als zur Erde ist.

Heute ist es kein Problem SSD mit hunderten von Gigabytes mitzuführen und dort alle Daten abzulegen und sie dann über Monate nach dem Vorbeiflug zur erde zu übertragen. Durch Nutzung des K-Bandes und damit erheblich höherer Datenübertragungsrate kann so auch die Gesamtdatenmenge erheblich erhöht werden. SSD haben keine mechanischen Elemente, behalten ihren Inhalt auch ohne Stromversorgung und sind daher ein viel besserer Datenspeicher als Magnetbandgeräte und sind noch dazu viel schneller (sowohl bei der Datenrate wie auch beim Zugriff).

Ein echter Mehrnutzen

Nur eine Wiederholung von Voyager wird jedoch nicht begründbar sein. Doch es gibt etwas was Voyager nicht leistete und das war die Mitführung einer Atmosphärensonde. Bislang wurde eine von Galileo abgesetzt. Sie würde uns Daten über die Atmosphären der Planeten liefern. Ein Nachbau der Eintauchsonde von Galileo mit moderner Instrumentierung und kleinem Hitzeschutzschild (da neunmal weniger Energie abgeführt werden muss) wäre ausreichend. Da man beide Sonden näher als Galileo an die Planeten heranführen kann, schließlich soll keine in eine Umlaufbahn eintreten, wird auch die Datenmenge bedeutend größer sein und so resultiert auch hier ein Erkenntnisgewinn.

Vor allem ist diese Sonde absolut notwendig, wenn später tatsächlich mal ein Aerocapturemanöver geplant ist. Dieses nur aufgrund von theoretischen Modellen der Atmosphären durchzuführen erscheint riskant.

Wünschenswert wäre dies auch bei Saturn, auch steht im gleichen Zeitraum (ab 2019) Saturn in einer günstigen Position für einen Vorbeiflug und danach weiter zu Uranus/Neptun. Problematisch ist nur, das bei einem Flug über Saturn die Startgeschwindigkeit nochmals höher ist und es nicht möglich ist zwei Eintauchsonden mitzuführen. Eine weitere Vorbeiflugsonde nur für Saturn, der ja schon von Cassini gut erforscht wäre, ist aber nicht zu rechtfertigen. Nur ein Transfer Jupiter-Saturn-Uranus (oder Jupiter-Saturn-Neptun), der ab 2017 möglich ist, wäre denkbar und heute mit einer Trägerrakete möglich.

Der Plan

JupiterSinnvoll ist der bau zweier identischer Vorbeiflugsonden, die man als "Voyager Mark II" ansehen könnte. Also in etwa derselben Gewichtsklasse (rund 800 kg) und Instrumentierung (rund 100 kg). Genauso wie Voyager sollte eine Instrumentensuite mitgeführt werden die alles untersucht: Fernerkundungsinstrumente, Instrumente zur Untersuchung von Plasmawellen und Magnetfeldern, Detektoren für geladene Teilchen und Staub. Natürlich angepasst an die heutige Technologie. So wäre eine größere Antenne denkbar (4,5 m anstatt 3,7 m Durchmesser), K-Band Sender würden S-Band Sender ersetzen. Die Datenverarbeitung würde modernisiert werden. Wahrscheinlich würde die Raumsonde wie heute alle keinen Schwenkarm mit Instrumenten mehr besitzen, sondern sie dürften fest angebracht sein. Vier Stirling-RTG würden rund 440 Watt an Strom liefern. Die Sterling Technologie dürfte die kosten für das Plutonium radikal reduzieren.

Mindestens eine Eintauchsonde wird mitgeführt. Sie wird etwa sechs Monate vor dem Vorbeiflug abgetrennt, danach bremst die Raumsonde leicht ab, damit sie den Planeten etwa zwei Stunden später erreicht. Basierend auf der Galileo Eintauchsonde dürfte sie etwa 300 kg wiegen (die von Galileo war schwerer, doch ein Großteil entfiel auf den Hitzeschutzschild, der nun deutlich kleiner dimensioniert werden kann). das macht zusammen eine Raumsonde von 1050 bis 1100 kg Startgewicht bei einer Eintauchsonde und rund 1.400 kg bei zwei Eintauchsonden.

Sie kann damit mit der Atlas 531 mit PAM-D Oberstufe zu Jupiter gestartet werden. Mit zwei Eintauchsonden und dem Kurs Jupiter-Saturn-Uranus/Neptun geht ein Start mit der Atlas 541 (knapp) oder 551 (rund 100 kg Reserve).

Beim nominellen Plan würde 2019/20 die erste Sonde über Jupiter zu Neptun aufbrechen und ihn nach rund 9-10 Jahren erreichen. 2021/23 würde die zweite folgen und Uranus nach rund 6-7 Jahren erreichen, also beide Raumsonden in etwa um das Jahr 2028-2030. Beide Raumsonden kann man an einem Mond nahe vorbeilenken. Für die Neptunsonde kommt hier nur Triton in Frage - der Mond ist rund fünfmal größer als der nächst kleinere und geologisch aktiv. Beim Uranusssystem ist wegen der Geometrie nur ein Mond nahe passierbar. Meine Wahl würde auf den fallen, der von Voyager in der größten Entfernung fotografiert wurde, also Oberon.

Anfangs senden beide Sonden in Realzeit. Je näher sie dem Planeten kommen, desto mehr Daten legen sie auf den Speichern an. Ziel sollte eine sehr nahe Passage sein, welche die Bahn stark krümmt. Der Grund: Dann erscheint der Planet auch nach der Passage nicht als Sichel,. sondern als "Halbplanet" und es gibt nach der Passage ebenso Gelegenheit Beobachtungen zu machen. Einige Monate nach der Passage ist diese Beobachtungszeit beendet und die Raumsonde kann beginnen im K-Band mit hoher Sendestärke (die Instrumente sind nicht aktiv und brauchen keinen Strom) die Daten von den SSD übertragen. Eine 256 GByte SSD hat z.B. die Speicherkapazität von 400.000 Voyager Bildern. Durch die Kombination von großer Antenne, K-Band und starken Sendern ist diese Datenmenge auch realisierbar. (Nicht für Realzeitdaten, da das K-Band sehr wetterempfindlich ist. Würde man nur das K-Band nehmen, so müsste man alle Daten die übertragen werden auch speichern um bei Wetterproblemen sie am nächsten Tag übertragen zu können. Die NASA rechnet mit einer Verfügbarkeit des K-Bandes nur zu 80%, beim X-Band sind es über 97%).

Beim Start mit jeweils zwei Eintauchsonden wäre sogar folgendes Möglich:

Das hat zwei Vorteile: Eine solche Eintauchsonde ist technisch nicht sehr komplex. Zwei weitere kosten also nicht viel mehr, und zwei Feststoffbooster erhöhen auch die Startkostend er Atlas kaum. Dafür hat man:

der letzte Vorteil ist nicht zu unterschätzen. Wer tatsächlich einmal Messdaten verschiedener Messgeräte vergleichen muss der hat immer das Problem, das jedes eine andere Empfindlichkeit, andere "Eigenheiten" (Rauschen, Störungen) hat wenn man den Sprung zu Galileo und Voyager macht - dass sich in 30 Jahren die Fähigkeiten der Instrumente drastisch geändert haben. Das ist wie wenn sie die Farbechtheit von alten Videofilmen aus den Achtzigern mit denen von heutigen vergleichen. Das ist ein enormer Vorteil, der nicht an den Kosten scheitern sollte,

Kostenabschätzungen

Voyager 1+2 kosteten bis zum Start 356 Millionen Dollar. Das entspricht inflationskorrigiert rund 1.100 Millionen Dollar im heutigen Wert. Dazu kämen zwei Atlas 551 (460 Millionen Dollar), die SRTG (90 Millionen Dollar, geschätzt aus der Plutoniummenge und dessen Kosten), die Atmosphärensonden (je 132 Millionen Dollar im Wert von 1989 = 875 Millionen Dollar im Wert von heute. Dazu kämen noch die missionskosten selber, die man aber heute senken kann, indem die Raumsonden weitgehend im Schlaf sind. Auch glaube ich sind vier Kapseln preiswerter weil der Hauptanteil auf die Entwicklung entfällt und so die folgenden drei vielleicht nur nur 50% der ersten kosten. Realistisch wären also 2.200 Millionen Dollar für Zwei Flugsonden, vier Kapseln, zusammen mit den Missionskosten liegt man dann etwa in der Größenklasse des MSL. (2,5 Milliarden Dollar) Nicht zuviel für eine anspruchsvolle Mission die vier Planeten besucht. Nur zwei Eintauchsonden würden sie nur um 260 Millionen Dollar preiswerter machen.

Mittwoch 1.9.2011: Good-Country, Bad-Country

Wie bekannt wurde, haben sich die Regierungschefs von Frankreich und Deutschland auf ein neues Modell geeinigt, um den Eurorettungsschirm zu finanzieren. Ohne gravierende Sparmaßnahmen in den öffentlichen Haushalten würden bald auch die derzeitigen Geberländer vor dem Staatsbankrott stehen. Andererseits rechnet auch keiner damit das Griechenland, Portugal und andere Staaten alle Kredite unter den derzeitigen ökonomischen Bedingungen zurückzahlen kann.

Der offensichtliche Gedanke, die Länder aus der Eurozone auszuschließen, weil sie die Stabilitätskriterien nicht mehr erfüllen, wurde zwar erwogen, jedoch aufgrund der negativen Auswirkungen verworfen. Auch die Einführung einer Währung für die PIGS Staaten und eine für den Rest Europas wurde erwogen, aber als nicht praktikabel und die Situation noch verschlimmernd abgelehnt.

Doch die Staaten müssen sparen und so kamen Merkel und Sarkozy darauf, ein System das schon bei den Banken geklappt hat, auf Europa zu übertragen. Die Eurozone wird eingeteilt in die Good-Euro und die Bad-Eurozone. Auffällig ist dass fast alle Länder in der Bad-Eurozone (Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Irland) im Süden liegen und beliebte Touristenregionen sind. Das brachte Merkel, die sich schon im letzten Wahlkampf abfällig über Harz-IV Bezieher und Arbeitslose geäußert hatte, auf eine Idee.

Etwa die Hälfte des deutschen Haushalts entfällt auf den Posten Soziales. Der größte Brocken ist der Zuschuss für die Rentenkasse, dann folgten Harz-IV und Zuschüsse für Krankenkassen und Pflegeversicherung. Wenn es gelingt, diese Posten entscheidend zu senken, dann könnten Unsummen gespart werden. Nun ist in den Bad-Countrys nicht nur das Wetter schöner, sondern auch die Lebenshaltungskosten kleiner, Heizen muss man weniger, die Mieten sind niedriger. Das führte zur Idee, des "Outsourcing von Kosten", wie FDP Generalsekretär Phillip Rössler das Modell nannte.

Beginnend ab Herbst werden zuerst alle Rentenempfänger einen neun Bescheid bekommen. Sie haben nun die Wahl nur noch ihre Altersrente ohne Bundeszuschuss zu erhalten oder ihren Dauerwohnsitz in einen der PIGS Staaten zu verlagern (der Flug dorthin wird übernommen). Die FDP rechnet mit Einsparungen in Höhe von 40 Milliarden Dollar. "Heute gibt ein Rentner 40% seiner Rente für Miete aus, dazu 20% für Heizung. Der Bundeszuschuss liegt bei 33%. Im Süden würden die Heizkosten sich halbieren und die Miete ist dort auch nur halb so hoch, dann können die Rentner auf den Bundeszuschuss fast komplett verzichten und dürfen noch in einem Urlaubsgebiet ihrer Wahl wohnen - so schön möchte ich es auch einmal haben".

Was für die Rentner gut ist, ist für die Harz-IV Empfänger billig. Nur haben diese keine Wahlmöglichkeit. Wer länger als zwei Jahre Harz-IV bezieht, wird abgeschoben. zurück kommt nur jemand der einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag über mindestens ein Jahr aufweisen kann. Dazu Merkel "Die Touristikindustrie in diesen Ländern braucht im Sommer viele Arbeitskräfte und die ganzen Rentner müssen ja auch versorgt werden. Nicht nur die Gebrechlichen, sondern es muss auch die Ernährung stimmen. Wer sein Leben lang Schnitzel und Sauerkraut gegessen hat wird wohl bei Pizza und Döner rebellieren". Langfristig sieht FDP-Vize Brüderle sogar ein Erfolgsmodell: "In wenigen Jahren wird in Spanien, Griechenland und Italien jeder seinen Ruhestand verbringen. Gepflegt und versorgt durch Deutsche, mit deutschem Essen, deutscher Sprache, und trotzdem unter südlicher Sonne am Mittelmeer. Und wem das zu heiß ist, der kann seinen Lebensabend auf der grünen Insel Irland verbringen".

Die Einsparungen bei Harz-IV, Pflege- und Krankenversicherung sollen weitere 20 Milliarden Euro einbringen. Damit würde Deutschland nicht nur keine Neuverschuldung mehr benötigen, sondern könnte die alten Schulden abtragen bzw. besser für die Bad-Countries bürgen. Andere Staaten, vor allem Norwegen und Schweden, waren begeistert von diesem Konzept und wollen es übernehmen. Frankreich war zuerst reserviert, weil man ja schon die Cote Azur hat. Doch als Merkel Sarkozy die Vision einer leeren Cote Azur, wo Wohlhabende ohne den Pöbel sich frei auf leeren Stränden bewegen können, ausmahlte, war auch er überzeugt.

Ist dies eine Einbahnstraße: FDP-Minister Westerwelle tourt gerade durch den PIGS-Raum und versucht Bedenken dieser Staaten auszuräumen. "Der wirtschaftliche Aufschwung durch die zahlreichen Rentner mit ihrem Geld wird dazu beitragen, dass sie ihre Schulden abtragen können und in den Good-Euro Raum zurückkehren können. Dann werden auch die Rentner mit den Arbeitslosen in ein anderes Land umziehen. Wir rechnen damit, dass dies die Staaten in ihrem Bestreben einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen mehr beflügeln wird als ständig neue Kredite. Es geht nicht nur Geld von uns anzunehmen, man muss dann auch die eine oder andere Kröte schlucken".

Donnerstag 1.9.2011: Mini Windkraftanlagen

Durch Zufall stieß ich auf einen Bericht des bayrischen Fernsehens über Miniwindkraftanlagen. Das sind recht kleine Anlagen die keinen eigenen Mast brauchen, sondern deren Rotorblätter nur 1,3 m Durchmesser haben. Bis 10 m Gesamthöhe (also erheblich größer) dürfen sie genehmigungsfrei auf dem Giebel des eignen Hauses errichtet werden. Der Vorteil nach dem Fernsehbericht sind die geringen Kosten von 1.390 Euro für einen Bausatz und dass die leichtgewichtigen Räder schon bei 3,5 km/h anlaufen. Bei hohen Geschwindigkeiten schalten sie sich ab um nicht beschädigt zu werden und sie haben eine Spitzenleistung von 550 Watt und eine Durchschnittsleistung von 100 Watt.

Ich habe dann mal angefangen zu rechnen. Nehmen wir noch ein paar Installations- und Wartungskosten hinzu und setzen den Gesamtpreis einer solchen Anlage auf 2.000 Euro an. Bei 100 Watt Dauerleistung liefert die Anlage gemittelt über ein Jahr 876 kWh. Bei dem derzeitigen Strompreis von 23 ct/kwh ist das eine Ersparnis von 201,4 Euro. In weniger als 10 Jahre hätte sich die Anlage also amortisiert. Und das nur unter der Annahme, dass der Strompreis konstant bleibt. Meiner Erfahrung nach dürfte er ansteigen, sodass ich 7-8 Jahre eher für realistisch halte. Nah der Website eines Herstellers hat eine Anlage eine Lebensdauer von 20 Jahren, ist also nach weniger als der Hälfteder Betriebszeit amortisiert und macht Gewinn.

Was der Bericht leider offen lässt, isst die Frage, ob der Mehrstrom der gerade nicht gebraucht wird, z.B. weil es Nacht ist und viel Wind geht dann vergütet wird wenn er ins öffentliche Netz geht oder man dies nicht tun kann. Das wäre wichtig, wenn man an größere Anlagen denkt und auch an die Spitzen. Das ist sicher bei 876 kWh Jahresleistung kein Problem, das ist etwa ein Viertel unseres Gesamtstrombedarfs und das dürfte dann noch nicht mal die Grundlast sein. doch was ist bei größeren Anlagen mit höherer Spitzenleistung oder mehreren kleinen (auf einem  Giebel kann man sicher mehrere der nur 1,5 m hohen Anlagen platzieren?

Vielleicht ist so eine dezentrale Stromerzeugung auch eine gute Ergänzung in Deutschlands Energiemix. Nur mal eine kleine Rechnung: Es gibt in Deutschland 40 Millionen Wohnungen. Die Verteilung ist natürlich sehr ungleichmäßig. Es gibt Einzelhäuser und Hochhäuser für viele Parteien. Gehe ich aber mal davon aus, dass es 20 Millionen Häuser (2 Stockwerke) sind wobei uns ja nur die Anzahl der Stockwerke interessiert, da es ja um die Dachfläche geht und man auf jedem Haus auf dem Giebel drei dieser Miniwindanlagen aufstellt, so haben diese eine Jahres Gesamtleistung von 52,56 TWh. das entspricht 8,2% der Gesamtstromerzeugung in Deutschland (639,1 TWh) - nicht viel, aber immerhin 50% dessen was heute schon durch regenerative Energiequellen erzeugt wird und so viel wie 4 Atomkraftwerke.

Bedingt durch die Verteilung über ganze Deutschland dürften sich Windspitzen auch ausnivellieren, Wenn es trotzdem eine Spitzenlast gibt, dann könnte man diese nutzen um Pumpspeicherkraftwerke anzutreiben oder auch das Konzept das man die riesigen Akkus von Elektrofahrzeugen als Batterie nutzt wäre umsetzbar. (Allerdings halte ich vom Elektroauto nicht viel, meiner Ansicht nach würde für 80-90% der Bevölkerung ein Elektrofahrrad völlig ausreichen, wenn der Fernverkehr wesentlich attraktiver wäre als heute).

In jedem Falle ist es pro Kwh erzeugte Leistung preiswerter als Solarzellen, die ja derzeit so vehement gefördert werden. Was meint ihr dazu?

So, das war der letzte Beitrag von mir. Wie angekündigt habe ich ab dem 1.9. einen Programmierjob. Mindestens über einen Monat, vielleicht auch etwas länger, das entscheidet sich noch. Genehmigt sind derzeit 160 Arbeitsstunden. Da ich noch keine Gastblogs zugeschickt bekommen habe werde ich vielleicht mit Dingen aus der Konserve füllen, aber bestimmt nicht jeden Tag was bringen. Die mir verbleibende Zeit will ich eher nützen um an meinem nächsten Buch zu schreiben, das ja auch mal fertig werden soll. Also nochmals: Die Gelegenheit für Gastbeiträge vor allem von denen die sonst viel Zeit in das Kommentieren stecken....

Dienstag 6.9.2011: Wie echt darf die Stimme sein?

Nachdem Arne den Einsatz von Autotune in seinem letzten Blog beleuchtet hat. Will ich mal die Gegenposition beleuchten. Muss alles perfekt sein oder muss alles ausgeglichen werden? Natürlich ist es toll wenn ein Sänger eine sehr gute Stimme hat, so wird Mariah Carrey ein Stimmumfang von 5 Oktaven nachgesagt. Aber bei der Popmusik gibt es eine Menge mittelmäßiger Sänger und Sängerinnen und manche werden sogar mit Sprachfehlern berühmt, so Bob Dilan mit seiner sehr komischen Singweise oder Herbert Grönemeyer mit seiner Mischung aus gepresstem und genuschelten Gesang. Ja, von Gesang kann man bei vielen modernen Sängern (Rappern, Hip-Hopper...) gar nicht mehr reden.

Trotzdem gab und gibt es genügend Beispiel von Sänger/innen mit begrenztem Stimmumfang und trotzdem großen Erfolg. Lennon/McCartney schrieben für Ringo immer leicht zu singende Lieder. Viele davon wie "With a little help from my friend" gehören zu den meist gecoverten Beatles Songs. Auch Phill Collins oder Mick Jaggers Stimmumfang ist nicht besonders ausgeprägt.

Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele. Die Abba Songs gelten als sehr anspruchsvoll. Viele erstrecken sich über zwei Oktaven und ich kenne keine guten Coverversionen von ihnen. Fast alle scheitern am Vorbild. Allerdings wurde auch da nichts an der Stimme gemacht. Trotzdem waren Abba erfolgreich, genauso wie Nena die ohne Stimmausbildung beim Singen hörbar einatmet. Sie ist aber erfolgreicher als Nina Hagen, die eine überragende Stimme hat, aber der nach der Trennung von ihrer Band (die später als Spliff erfolgreich werden sollte) fehlten ihr eben die guten Lieder. Wesentlich ist eben das Gesamtkunstwerk, es muss schlicht und einfach zusammenpassen.

Daher finde ich Sendungen wie DSDS ziemlich sinnfrei, wenn die dortigen Kandidaten irgendwelche Songs, die man schon kennt, nachsingen. Das ist dann nicht mehr als Karaoke. Es passt nicht zusammen. Ich glaube auf Pro 7 gibt es da ein Gegenformat wo Künstler auch mit eigenen Stücken antreten. Wenn ich nur etwas nachsinge bin ich Karaokedarsteller und kann damit vielleicht in Kneipen oder Festzelten auftreten aber bestimmt nicht Deuschlands Superstar

Die Frage ist nun: Soll man mit Autotune korrigieren? Nun, wenn der Künstler nie vorhat, life zu spielen, dann ja. Dann soll er es wie Kraftwerk machen, die nicht life auftreten und für die ihre Musik wichtig ist, nicht der Kontakt zu den Fans. Ansonsten wäre es ganz sinnvoll, wenn er gelernt hat, das Lied reproduzierbar sauber zu singen, denn dass muss er auf dem Konzert auch. Ansonsten wird es peinlich. Ganz peinlich wird es natürlich wenn man gar nicht singen kann und alles künstlich ist oder noch schlimmer jemand anders singt (Stichwort: Milli Vanilli). Wenn er es aber sauber singen kann, dann braucht er kein Autotune mehr. Das ganze dient ja wohl, beim Einsatz in bescheidenem Rahmen dazu, vor allem dazu die Aufnahmezeit zu verkürzen. Das wäre auch möglich, wenn die Künstler schon vorher geprobt haben und so viel Übung haben und nicht erst mit dem Text in der Hand eine Platte aufnehmen.

Ist Autotune mit der Rechtschreibkorrektur zu vergleichen? Nein. Eine Rechtschreibkorrektur wende ich an, um ein Dokument herzustellen. Doch dieses Dokument erstelle ich nicht dauernd neu. Ich nehme dann einfach das schon einmal erstellte. Ein Künstler der aber Konzerte gibt, singt jedes Mal neu und sollte das jedes Mal life tun. Nur wenn das alles Playback ist, dann wäre der Vergleich mit dem Dokument passend.

Für mich, der schon mit alten Kirchenliedern Probleme beim Singen hat haben Sänger mit begrenztem Stimmumfang einen Vorteil: Die Lieder kann man gut nachsingen. Hier etwas das ich durch den Spielfilm "Der Wixxer" gefunden habe; Dort kam es im Abspann. Das Original ist, wie ich schnell feststellte vón Madness: The Wizard. Madness (New Wave Band der frühen achtziger, bekanntester Hit: "our House" ist übrigens immer noch aktiv und lebt vor allem von Konzerttourneen - sie haben eben authentische Stimmen.

Ansonsten empfehle ich auch die anderen Lieder der Band, sie hat echt viele Perlen in ihrem Reportoire.

(Sorry Arne wieder mal Musik, die an Dir vorbeigegangen ist...)

Donnerstag 8.9.2011: Wie bewertet man die Kosten früherer Raumfahrtprojekte?

Ein Problem, mit dem jeder, hat der mit Raumfahrt zu tun hat, ist es frühere Ausgaben mit heutigen zu vergleichen. Nehmen wir mal ein Beispiel: Das Apolloprogramm kostete rund 25 Milliarden Dollar, die in rund 10 Jahren aufgebracht wurden. Dieses Jahr (2011) betrug der Gesamtetat für bemannte Raumfahrt etwa 6 Milliarden Dollar, also könnten wir doch das ganze Programm in nur 4 Jahren durchziehen oder?

Nicht ganz. Als Constellation begann wurden die Kosten von Apollo auf heute übertragen, auf 170 Milliarden Dollar geschätzt. Und das ist die Frage, die ich mir schon öfters gestellt habe - wie werden die Kosten früherer Projekte beziffert, z.B. wenn wir sie heute durchführen würden? (Also mal davon abgesehen, dass bestimmte Technologien sich natürlich ändern).

Wir kennen das vom täglichen Leben. Das meiste wird ständig teurer. Woran wir es messen ist die Inflationsrate. Sie kommt auch jedes Mal im Fernsehen, wenn es um die Steigerung der allgemeinen Ausgaben geht. Die Inflationsrate wird bei uns bei einem Warenkorb gemessen, der auch Ausgaben umfasst die sonst anfallen wie für Heizung, Strom, Kommunikation etc. Das Problem ist nur: Für die Ausgaben der Raumfahrt die nun ja mit dem Alltag nicht so viel zu tun haben, ist sie nicht so sehr brauchbar.

Die NASA benutzt zum Vergleich (zumindest unter Griffin, der mal eine Excel Tabelle dazu veröffentlichte) den GDP-Index. Das ist die Steigerung des Bruttosozialproduktes. Die Annahme ist also so, das die Wirtschaftsleistung der USA über die Jahre hinweg gleich ist. Wenn sie ansteigt, dann sollte dies aufgrund dessen beruhen, dass das Geld immer weniger wert wird. Über kurzfristige Zeiträume würde ich dem zustimmen. Langfristig kann die Produktivität durch Maschinen gesteigert werden. Es können sich Verlagerungen geben, z.B. mehr Dienstleistungen und weniger verarbeitende Betriebe geben. Die Arbeitslosigkeit schwankt, und nicht zuletzt sind die USA Einwandererland. Als ich in die Schule ging hatten sie rund 240 Millionen Einwohner. Inzwischen sind es 300 Millionen. 20% mehr Einwohner sollten auch 20% mehr produzieren.

Ideal wäre es sicher, einen Index über die Lohnkosten in der Luft- & Raumfahrtindustrie als Basis heranzuziehen. Die gesamte Fertigung in der Raumfahrt ist sehr arbeitsintensiv. Es gibt wegen der kleinen Serien, beim Raumfahrzeugen meistens sogar Fertigung von Einzelexemplaren nur wenig Möglichkeiten zur Automatisierung und die Qualitätssicherung die einhergeht mit vielen Tests und Prüfungen die ebenfalls arbeitsintensiv sind. Lohnkosten machen so den Hauptteil der Ausgaben aus. Nur glaube ich wird es nicht einen solchen speziellen Index geben. Doch er würde wahrscheinlich der beste sein.

Was man alternativ machen kann, was aber eine etwas andere Fragestellung abdeckt, wäre das Verhältnis von Kosten/Raumfahrtprojekt zu den Gesamtausgaben des Staats. Das sagt mir wie viel es dem Staat wert ist, Raumfahrt zu betreiben oder ein Projekt durchzuführen. Das wird man sicher eher beim Raumfahrtetat machen. Zur Spitzenzeit von Apollo (1967) betrug der NASA Etat einmal 5,55% des Gesamtetats (5,9 Milliarden von 102 Milliarden Dollar). 2011 bekommt die NASA 19 Milliarden Dollar - aber der Gesamthaushalt liegt bei 3456 Milliarden Dollar. Während also der NASA Etat um etwas mehr als das dreifach stieg, steig der allgemeine Haushalt um das dreißigfache. Entsprechend beträgt der NASA Etat heute nur noch 0,55% des Gesamtetats. Das ist meiner Ansicht nach ein viel besserer Vergleich - demnach wäre Apollo heute etwa 250 Milliarden Dollar teuer. Deswegen sind auch Shuttle oder ISS nicht so belastend für den Haushalt wie Apollo. Das Shuttle ist zwar absolut teurer als Apollo. Aber das Programm erstreckte sich über den vierfachen Zeitraum und die ISS wird wohl auch fast 40 Jahre erreichen und ist sogar noch preiswerter als Apollo. Heute ist es sicher undenkbar, dass ein einzelnes Raumfahrtprojekt wie zur Hochzeit von Apollo über 3% des Haushalts erhält, das wären rund 110 Milliarden Dollar, also fast der sechsfache gesamte heutige NASA Etat.

Nun wie hält es der Autor? Ich benutze die Excel Tabelle von Griffin, die auch die NASA benutzt, schließlich macht es keinen Sinn als Einzelperson ein eigenes Verfahren aufzuziehen.

Samstag 10.9.2011: Nachlese: Die Alm

"Dschungelcamp für Arme" - so könnte man die Alm wohl am besten beschreiben. Das Konzept ist nicht so originell. Man nehme einige "so called" Promis und sperre sie zusammen, und beobachte sie von morgens bis abends. Die Unterschiede sind nur graduell. Beim Dschungelcamp ist wohl die Umgebung und das karge Essen die Herausforderung. Bei der Alm wohl eher die Tatsache dass die Promis abreiten müssen, auch wenn ich ehrlich gesagt, nicht glaube, das es besonders viel ist, denn wahrscheinlich wird sonst die Alm vom Sepp alleine geschmissen. Aber für Leute, die sonst nichts selbst tun und sich nur bedienen lassen, ist das wohl schon zu viel.

Für Arme, weil natürlich es nicht an das Vorbild herankommt. Es fehlen vor allem sie spitzzüngigen Moderatoren. Sie machten das Dschungelcamp so gut. Man kann sich amüsieren wie vor allem sich Tessa bei den "Muhproben" anstellt. Verschreckt im Dunkeln vor Wollmützen und Hasen Angst hat, weil sie nicht weiß was sie da denn gerade anlangt. (Frage: welches Tier mit Fell oder weiche Gegenstand ist denn wirklich gefährlich?) und essen als "ekelig, das würde ich nicht mal meinem Hund verfüttern", ablehnt, das andere Leute auch heute noch essen. Ich mag z.B. Hirnsuppe, meine Mutter isst Blutwurst und Markknochen sind in jeder Suppe drin. Mein Vater hat früher gerne Rinderzunge gegessen. All das mussten Tesaa bei den "Muhproben" essen und fanden es als ungenießbar...

Wie die letzte Staffel des Dschungelcamps wäre das ganze langweilig bis zum gehtnichtmehr gewesen, gäbe es nicht als "so called" Promis einige Modells dabei. Dort war es Sarah Knappik. Hier Gina Lisa und Tessa Bergmeier. Letztere beiden zofften sich von Anfang an, was damit endete dass Gina Lisa mit fast tödlichem Fieber (36,4 Grad) ins Krankenhaus eingeliefert wurde - um am nächsten Tag nach 5 Infusionen wieder entlassen zu werden (Tipp: dreht in Boten die neue Wunderklinik unter Bergen, die Tote zum Leben erweckt...). Sie schied aus. doch auch ohne sie ging es weiter. Tessa alleine hat mehr Unterhaltungswert als der Rest der Gruppe. Das geht schon bei den Statements los in denen die Mimik eigentlich nur mit Stummfilmstars vergleichbar ist. Dann die Allüren, wie grausam doch der Aufenthalt ist und die laufenden Stimmungsschwankungen und das Zickengehabe. Ich frage mich, warum sie und auch die anderen Modells dort mitmachen (Starallüren und völliges abheben scheinen ja Folgeerscheinungen zu sein, wenn man bei GNTM unter die ersten 20 gekommen ist). Denn alle drei haben sich nur von einer schlechten Seite gezeigt. Wenn ich mich nicht für 14 Tage soweit kontrollieren kann, dann sollte ich da nicht mitmachen, denn das wird sonst ein PR-Desaster.

Natürlich kann es sein, dass sie das Geld braucht - es gibt 20.000 bis 70.000 Euro für die 14 Tage (ein Unterschied zum Dschungelcamp, wo jeder das gleiche bekommt - es wäre interessant zu wissen wie das verteilt ist). Ich denke bei allen ist es irgendwie auch die Hoffnung bekannter zu werden und Folgeaufträge zu bekommen. Um da positiv rauszukommen denke ich gibt es zwei Strategien. Das eine ist dauernd daran zu denken, dass man gefilmt wird und aktiv sich positiv zu präsentieren. Dazu gehört nichts abfälliges über andere Teilnehmer zu sagen, durch Engagement und die Ausführung der Aufgaben zu glänzen, und bei allen Muhproben keine Scheu zu zeigen. Manni Ludolf, der gewonnen hat, ist so ein Beispiel. Oder man ist still und sagt gar nichts. Kathy Kelly und dieser Fußballtrainer sind solche Beispiele. Da man sich darauf verlassen kann, dass das Fernsehen jede Schwäche, jedes Lästern zeigen wird, wird das nicht einfach werden. So kamen die beiden Stillen auch fast nicht in der Sendung vor. Sie lieferten zu wenig Material.

Aber wenn man das nicht kann, warum geht man dann da hin? Für Tessa Bergmaier ging es nach hinten los. Sie wollte wohl den Eindruck von GNTM einer Zicke und Drama-Queen loswerden, aber es zeigte sich dass es noch viel schlimmer ist, als dort zu vermuten war. Diese Stimmungsschwankungen und diese Extreme in der sie sich über alles aufregt, sei es dass Hühner in den Stall müssen oder eine Maus es wagte sie zu beißen (ich werde regelmäßig von Mäusen gebissen, wenn ich sie nach draußen trage, weil ich sie vor meinen Katzen retten möchte, die sie ins Haus bringen) die sie dann ins Feuer werfen möchte, zeigen, dass sie ein größeres psychisches Problem hat. Es fiel ja in der Sendung schon das Stichwort "Borderline Syndrom". Ob dies ihrer Karriere nützt? Bei einem Modell will man ja auf Knopfdruck Leistung sehen und dafür scheint sie mir nicht zuverlässig genug zu sein.

Immerhin, eine Warnung an alle zukünftigen Eltern: Tauft eure Kinder niemals Tessa. Ich habe in meinem Leben nur zwei Personen mit diesem komischen Namen kennengerlernt und beide hatten einen ziemlichen Dachschaden....


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