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Web Log Teil 25 : 8.5.2007-29.5.2007

Dienstag 8.5.2007: Kleidergrößen und Öffnungszeiten

Nachdem ich mich nun rapide meinem angestrebten Gewicht von 75 kg nähere (die 75steht schon vor dem Komma auf der Waage, was 30 abgenommene Kilo innerhalb von 10 Monaten heißt) muss ich mich mehr denn je mit Kleidungsgrößen auseinander setzen. Als ich dick war, war ich es schon gewohnt alles anzuprobieren. Man schiebt dann nicht passende Kleidung gerne auf sein Übergewicht (das sich geändert haben kann) oder einfach, dass es eben keine "Normgrößen" sind. doch nun habe ich Normgröße - dachte ich zumindest. Tatsache ist: Ich habe nun eine Jacke neu gekauft die ist Größe 52 - passt locker. Eine im Winter gekaufte "54" ist definitiv viel zu weit und eine weitere "5" passt gut, eher eng als weit.

Noch Extremer bei Hosen: Eine "34" er Jeans sitzt genauso eng wie eine "48" - dabei sollte nach Tabelle eine "48" eigentlich Größe "33" entsprechen und noch lustiger wurde es bei Jogging Hosen. Da sind mir alle "M" (Größe 48/50) von zwei Nummern zu groß und ich brauche "S" also Größe 44/46. Bei den Hosen habe ich also derzeit die freie Auswahl zwischen 44-50!

Ist es eigentlich zu viel verlangt wenn man Standards die ja festgelegt sind einhält? Eine bestimmte Größe steht doch für eine bestimmte Bundweite und eine bestimmte Länge. Demnach sollte eigentlich alles ohne Probleme passen, sofern man der Norm genügt (natürlich gibt es immer Leute die durch das Raster fallen, aber 10 Monate Schwimmen sorgen für eine "Normfigur"). Das ist nicht nur bei Bekleidung so. Ich kaufe z.B. meine Schuhe gerne bei Lidl - Ja ich stehe dazu, die Schuhe zwischen 8 und 15 Euro teuer gefallen mir und ich ziehe sie gerne an. Nur ohne Probieren (und das sieht im Laden wirklich nicht lustig aus) geht es nicht. Mal passen welche von Größe 42, mal 43 und ich habe auch ein paar 44 zuhause. Hallo? Das kann doch gerade für einen Supermarkt wo die Leute das Zeug dann wieder vorbeibringen doch nicht die Lösung sein. die letzte Woche habe ich keine Schuhe gekauft. Die Halbschuhe waren selbst in 44 an der Spitze zu eng.

Offensichtlich sind also Größen nicht international genug genormt oder das System ist zu undurchsichtig. Wäre das nicht mal eine Idee dies richtig zu reformieren und dabei auch Sondergrößen abzudecken. Bei Hosen gibt es im US System ja schon unterschiedliche Längen. Bei uns ist dies mit den 24-30 und 94-110 als Nummern gelöst. Zeit wäre es. Zumal auch in Europa die Größen nicht genormt sind, wie ich immer wieder am Etikett entdecke.

Da ich nun wieder viel Geld zu C&A und Karstadt trage um mich bekleiden zu können noch ein Wort zu den Öffnungszeiten. Hier wurde wieder eine Lockerung in Baden-Württemberg beschlossen. Ich meine nicht dass man sie braucht. Es ist doch so: Die Leute geben nicht mehr Geld aus wenn sie das auch am Sonntag tun können. Dafür müssen die Verkäufer mehr arbeiten und das ist nicht nur schlecht für sie, sondern auch für uns, denn wir finanzieren dies über die Preise mit.

Mehr nützen würden mir Arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten. Die meisten Geschäfte machen erst um 9:00 oder 10:00 auf. Das nützt mir wahrsinnig viel - entweder ich mache Einkäufe abends wenn ich genervt und müde von der Arbeit komme oder ich komme zu spät zur Arbeit. Bei uns gibt es noch auf dem "Dorf" zahlreiche Geschäfte die machen Mittagspause. Warum geht das nicht auch in der Großstadt? Geöffnet von 7:30-12:30 und 15:00-19:00. Das nützt den Leuten die beruftätig sind und erlaubt Müttern mittags kurz heim zu gehen.

Vor allem aber sollten verschiedene Dienstleistungsbereiche überhaupt mal kundenfreundliche Öffnungszeiten haben. Meine Bank hat von 9:00-12:30 und 14:30-17:00, Donnerstags bis 17:30 offen! Ich weiß nicht wie sie bei diesem 31 Stunden Tag ihre Arbeit erledigt bekommen, aber es ist völlig kundenunfreundlich. Von Verwaltungen oder ähnlichem möchte ich gar nicht erst anfangen. Wenigstens Ärzte haben 2 mal in der Woche abends offen, damit man sich nicht für einen Besuch frei nehmen muss. Insgesamt ist jedoch alles sehr kundenunfreundlich.

Das andere Extrem: 24 Stunden Öffnungszeiten, Abschaffung des Sonntagsverbots will ich gewiss nicht. Zum einen weil ich denke es ist nicht wirtschaftlich, zum anderen weil es heute mit Tankstellen ja schon diese Möglichkeit gibt. Ich denke es ist gut einen Tag zu haben wo man ebn nicht dem Konsumterror frönt. Ich habe mit erstaunen gehört, dass es in den USA keinen Schutz des Sonntags gibt, was auch bedeutet dass man an diesem Tag laute Geräte betrieben kann wie Rasenmäher oder Häcksler. Eine seltsame Vorstellung haben da die USA. Überall reden sie von "Gott schütze Amerika" und "Kreuzzügen" als wäre man im Mittelalter und je mehr ich über meinen Email Kontakt über das Leben in den USA erfahre desto mehr habe ich das Gefühl, dort werden nicht einmal die einfachsten Gebote der Bibel beachtet, ja dieses Land scheint ziemlich gottlos zu sein. doch das ist ein anderes Thema, vielleicht für einen zukünftigen Blogeintrag.

Montag 21.5.2007: Grand Prix

Hallo, zurück von einem Urlaub in den Alpen mal etwas Nachlese. Fangen wir mal mit dem Eurovision Song Contest an. Wieder mal haben wir schlecht abgeschnitten, doch ich denke nicht wegen dem Lied. Der springende Punkt ist doch, dass seit Jahren sich bestimmte Länder gegenseitig Höchstnoten zuschanzen. Es gibt hier 3 Blöcke: Die jugoslawischen Reststaaten die sich gegenseitig Punkte geben fünf an der Zahl. ergänzt durch die Balkan Connection (Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Albanien etc). die ebenfalls für sich selbst oder ehemalige jugoslawische oder russische Republiken in der Nachbarschaft stimmen und zuletzt die russischen Teilrepubliken die gegenseitig für sich stimmen. Da fallen die kleineren Schiebungen wie bei Cypern / Griechenland oder Norwegen / Schweden / Dänemark / Finnland schon nicht mehr groß auf.

Man wird die Leute nicht davon abhalten können für ihr Nachbarland zu stimmen, doch man kann etwas dagegen tun, dass dies den Wettbewerb verzerrt und in den letzten Jahren praktisch keines der alten Eurovisionsländer mehr gewonnen hat. Dafür zwei Vorschläge. Das nahe liegendste und demokratisch gerechteste wäre die Punkte abhängig von der Bevölkerung zu machen. Das kleinste Land das beim Wettbewerb mitmacht ist Monaco (3300 Einwohner) und das größte ist Russland mit 142.4 Millionen Einwohner. Oder anders gesagt mehr als der 4000 fachen Einwohnerzahl. Wenn man die Punkte mit der nach oben gerundeten Einwohnerzahl (in Millionen) multipliziert, dann verlieren die vielen Punkte aus den kleinen Teilrepubliken von Jugoslawien und ehemaligen Sowjetrepubliken an Gewicht, weil eben Punkte aus größeren Staaten mehr zählen.

Da allerdings heute schon es viel mehr Staaten gibt als beim Song Contest teilnehmen können würde ich dazu raten eine andere Regelung anzuwenden. Die 12 Staaten mit den meisten Einwohnern sollen einen Stammplatz bekommen und um die restlichen Plätze. 2007 wurden dadurch von Ländern aus Osteuropa die ersten 16 Plätze belegt. Klassische erfolgreiche Eurovisionsländer wie Irland, England, Frankreich landen seit Jahren auf den hinteren Plätzen. Also wenn der Wettbewerb keine Makulatur sein soll, dann wird es Zeit die Regeln zu ändern oder den Wettbewerb zu reformieren.

Montag 21.5.2007: Es geht doch....

Da ich etwas im Rückstand bin, heute gleich zwei Einträge. Am Vatertag sah ich eine Dokumentation über Island und seine Tierwelt. Auch wenn man dort viele Fehler in der Vergangenheit gemacht hat, wie z.B. den ursprünglich vorhandenen Birkenwald abgeholzt, so scheinen es die Isländer in den vergangenen Jahrhunderten doch fertig gebracht zu haben von der Natur zu leben, ohne sie auszubeuten.

Hierzu einige Beispiele aus dem Film. Die Isländer betreiben seit 150 Jahren kommerziellen Fischfang, dabei jagen sie vor allem den Dorsch. Doch anders als bei uns sind die Bestände stabil, man fängt nur so viel wie "nachwächst". Während bei uns die Fangflotten in immer weiter entfernte Fischgründe gehen, nach Kabeljau, Rotbarsch nun Alaska-Seelachs in den Fischstäbchen ist, weil man die zuerst verwendeten Fischarten überfischt hat, so dass die Bestände zusammenbrachen.

Das zweite ist ein "Hobby" der Isländer seit Jahrhunderten. Sie klettern die Brutfelsen herunter und sammeln die Eier ein. Erfolgt dies früh in der Brutsaison, so legen die Vögel ein zweites Ei, daneben erlegen sie auch Papageientaucher und andere Vögel. Trotzdem ist der Bestand an Seevögeln seit Jahrhunderten stabil. Heute sogar eher als in früheren Zeiten wo man mangels anderer tierischer Fleischquellen dies wesentlich extensiver betrieb. Natürlich ist daran auch die aufwendige Methode schuld: An Felswänden mit einem Seil angebunden herunter zu klettern um Eier aufzulesen ist nicht jedermanns Sache.

Am meisten beeindruckt hat mich die "Eiderentenzucht". Genauer gesagt wird nicht gezüchtet. Der Eiderentenbauer legt auf einem für die Brut geeigneten Gelände eine Menge von Eiderentenattrappen aus. Die Eiderenten sehen diese und lassen sich zum Brüten nieder. Was nun kommt hat mich erstaunt. Was würde man hier machen ? Die Schrotflinte rausholen und die Enten jagen oder sie einfangen zur Zucht oder vielleicht die Eier klauen. Doch daran ist der "Eiderentenbauer" nicht interessiert. Er ist an den Daunen der Enten interessiert, mit denen sie ihr Nest auspolstern. Er geht durch die brütenden Enten und entnimmt jedem Nest eine Handvolll und ersetzt es durch trockenes Grass. Niemals zu viel, damit die Eier nicht auskühlen und der Bestand erhalten bleibt. Er sorgt sich auch um die Enten und passt auf dass es nicht zu viele Verluste durch Polarfüchse oder andere Räuber gibt, denn Eiderenten sind ortstreu, gefällt es ihnen, dann kommen sie nächstes Jahr wieder.

Der Erfolg: Obwohl jedes Nest im Durchschnitt nur 16 g Daunen liefert betrug die Jahresproduktion an Eiderdaunen im letzten Jahr 3000 kg. Dazu braucht man also 188000 Vögel, etwa 40 % des Wildbestandes wird also zur Gewinnung von Eiderdaunen genutzt.

Und was ist bei uns? Verirrt sich mal bei uns ein Bär und fällt er Schafe und Hühner an, so bläst man gleich zur Bärenhatz. Natur gibt es in etlichen kleinen Biotopen, die nicht untereinander vernetzt sind, dabei hätte man die Fläche dafür, man müsste nur mal richtig daran gehen die landwirtschaftlich genutzte Fläche zu verringern anstatt immer mehr Überschüsse zu produzieren. Aber das hatte ich ja schon mal als Thema.

Donnerstag 24.5.2007: Gute Cover Versionen

Heute ist es ja Mode geworden alte Songs zu covern. Manche Bands wie die "No Angels" wurden mit keinem einzigen selbst geschriebenes Lied bekannt, sondern hatten nur Cover Versionen als Hits.

Im Normallfall habe ich bisher nur schlechte Cover Versionen gefunden, doch es gibt auch einige Cover Versionen die wirklich gut sind und die möchte ich hier mal vorstellen:

Wenn Sie sich mal informieren wollen ob das Lied das sie gerade hören ein Original ist, oder sie einfach zu jung sind um das Original zu kennen, dann schauen sie mal bei Second Hand Songs vorbei. Dort gibt es eine gut gepflegte Datenbank mit vielen Titeln, wenn auch nicht völlig vollständig. so bin ich mir sicher, dass "Sex Bomb" von Tom Jones ebenfalls gecovert ist, doch fällt mir das Original nicht mehr ein.

Samstag 26.5.2007: Biotin

BiotinVor einiger Zeit habe ich mal begonnen Pyridoxin hier etwas genauer zu besprechen. (Im Weblog 22). es wird Zeit mal dem das nächste Vitamin folgen zu lassen: Biotin oder Vitamin h. Biotin ist eines der Vitamine, die als Coenzyme im Körper wirken, d.h. zusammen mit einem Eiweiß eine oder mehrere Stoffwechselreaktionen ermöglichen. Biotin ist ein sehr spezifisches Vitamin. Es ist Bestandteil der Enzymgruppe der Carboxylasen. Diese Enzyme spalten Kohlendioxid ab oder übertragen es auf andere Moleküle.

Biotin hängt an einer sehr langen Kohlenstoffkette an einem Lysinrest. Dieser ermöglicht eine Bewegungsfreiheit des Moleküls und er erniedrigt die Elektronegativität am N-! Stickstoff, so dass an diesen ein Kohlendioxidmolekül gebunden werden kann. Die Bindung ist locker (nur mit einer Energie von -19.4 KJ/Mol) und kann daher leicht wieder gelöst werden.

Diese Enzymgruppe wird in verschiedensten Stoffwechselwegen benötigt. Zum einen können sie bei der Energielieferung beteiligt sein. Dazu wird Kohlendioxid von Molekülen abgespalten wenn diese oxidiert wurden. Dieses atmen wir aus. In der Umkehrung kann man aber auch Kohlendoxid auf ein Molekül übertragen und es dann mit Wasserstoff reduzieren - so baut man Fettsäuren auf und diese dienen der Energiespeicherung. Darin sieht man ein gewisses Grundprinzip des Körpers: Anstatt mit hunderten von möglichen Nahrungsbestandteilen zu arbeiten versucht er kleine elementare Einheiten - in diesem Falle ein einziges Kohlenstoffatom Als weiteres baut der Körper über diesen Weg auch Eiweiß ab.

So ist Biotin beteiligt bei vielen Stoffwechselprozessen, es hat aber auch eine Bedeutung bei dem Wachstum von roten Blutkörperchen, Talgdrüsengewebe, Nerven, Haut und Haar. Als Folge eines Mangels wirken sich dann ein Mangel hier zuerst aus. Die Störung der Neubildung der Haut drückt sich in einer Dermatitis aus, sowie Haarverlust. Dazu gibt es unspezifische Symptome durch die Störung des Stoffwechselns wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Muskelschmerzen, Hamoglobinabnahme.

Es gibt eine verringerte Carboylaseaktivität in den Leukozyten, wodurch die Immunabwehr geschwächt wird und im Tierversuch wurde auch eine Abnahme der Zeugungsfähigkeit beobachtet.

Biotin kann als Molekül nicht von tierischen Organismen synthetisiert werden und Pflanzen synthetisieren es nur bei der Keimung. Ein Großteil der Versorgung erfolgt jedoch nicht durch die Nahrung, sondern durch die Darmbakterien. sie können es bilden und scheiden es in den Darm aus und dot wird es aufgenommen. Die Nahrung selbst liefert etwa 50-200 µg/tag wobei man Biotin in Vollkornprodukten, Leber, Fleisch und Eiern findet, aber nur wenig in Milch und den meisten Pflanzen.

Rohe Eier enthalten das Protein Avidin, dass Biotin bindet. Dieser Komplex kann nicht aufgenommen werden. Beim Erhitzen wird es inaktiviert. Einen Biotinmangel kennt man bei normaler Kost nicht, denn diese deckt nur einen Teil des Bedarfs. Man schätzt aufgrund der Ausscheidung von Biotin im Kot, der weitaus höher als der Nahrungsgehalt ist, dass die Darmbakterien 3-6 mal mehr Biotin produzieren als in der Nahrung vorhanden ist. Bei Ratten kann man einen Biotinmangel künstlich nur erzeugen wenn man nicht nur das Biotin in der Nahrung mit Avidin bindet, sondern auch Antibiotika zum abtöten der Darmbakterien verabreicht. Die Kenntnisse über Mangelsymtome bei Biotinmangel hat man gewonnen weil es eine genetische Krankheit gibt bei der die Enzymklasse die Biotin enthalten, die Carboxlasen nur in geringer Menge erzeugt werden.

So plädieren einige Wissenschaftler Biotin von der Vitaminliste zu streichen, weil es zwar essentiell ist, aber es durch die Darmbakterien gebildet wird und so nicht mit der Nahrung aufgenommen werden muss.

Sonntag 27.5.2007: Versuchen sie was neues.

Hier kommt Kurt....Vielleicht haben sie beim Schauen in der Neues Spalte den Aufsatz über Lipsync Videos entdeckt und damit entdeckt, dass der Verfasser dieser Zeilen auch solche macht. Eigentlich habe ich ja genug zu tun - Die Website pflegen, mich über Astronomie und Raumfahrt informieren, an meinen eigenen Programmen arbeiten - es gibt so wahnsinnig viel zu tun und wenn ich dann noch an meine neue Beschäftigung Chat und das Beantworten von Mails denke, dann wäre das letzte was ich brauchen könnte ein neues Hobby.

Trotzdem mache Ich Lipsync Videos. Nicht eines oder zwei. Seit ich damit am 18.2. angefangen habe sind es 138 Stück, davon 128 veröffentlicht und knapp 40 so gut, dass sie auch öffentlich gelistet sind. Man erkennt daran - Es macht mir Spaß. Mit der Zeit wird man darin besser. Ich benutze inzwischen Accessoires wie eine Hippe Brille, eine aufblasbare Gitarre (Der vorher benutzte Sorgo Besen war zwar sehr lustig, hinterließ im Zimmer aber ziemlichen Dreck), verkleide mich mal als "Gangster Rapper" (siehe Bild) und inzwischen habe ich mir sogar ein paar Perücken bestellt. (Ebay ist hier ein Segen, nirgendwo sonst bekommt man das Zeug an einem Ort und so billig).

Ich hatte anfangs Sorgen. Zum einen wegen des Urheberrechts. Bislang gibt es noch keine Aktionen gegen Lipsyncer, aber einige seitens der RIAA gegen kleinere Videoportale und seitens der GEMA gegen Sharedienste. Nachdem es nun Shows mit den Videos auf dem Fernsehen gibt, denke ich hat die Musikindustrie gesehen, dass ihnen diese Videos nicht schaden, sondern eher noch Werbung für ihre Stars machen.

Die zweite Sorge war, was andere über mich denken. Zuerst bekamen die Links daher Leute denen ich vertrauen konnte, eine ehrliche Meinung zu bekommen und nachdem die Resonanz positiv war habe ich angefangen einige online zu stellen. Im Laufe der Zeit entdeckt man einen eigenen Still. Ich sehe nicht sooo toll aus, dass man sie sich anschaut weil ich drauf bin. Alleine hat man auch nicht die Möglichkeit viel mit Interaktion zu machen. So entschied ich mich für Komik. Auf Fotos sehe ich regelmäßig doof aus, weil ich mein Gesicht im ungeeignetsten Augenblick verziehe. Auf den Videos kann ich das ungestraft tun, und wenn ich selbst bei einem Video über mich schmunzeln kann, dann finde ich es gut.

Mein persönlicher Stil ist es vor allem Videos zu persiflieren. Ich bediene mich fleißig bei der deutschen Musik der neuen deutschen Welle, habe aber auch keinen Respekt vor Hits wie "Sugar Baby Love". (Siehe Link). Ernstes mit Grimassen zu versehen funktioniert nur bedingt. Nach 10 Videos hat man alles durch was da möglich ist.

Okay, ich weis, andere meinen das wäre nur was für Junge Leute und ich mache mich lächerlich. Na und? Die kennen mich nicht und die wo mich kennen finden es gut. Es ist einfach ein neues Hobby, ein bunter Fleck im Leben, etwas das Spaß macht. Nicht mehr , aber auch nicht weniger.

Und das ist mein Rat an Sie : Wenn sie schon immer den Wunsch hatten was verrücktes zu tun, oder etwas was man ihnen nicht zutraut - machen Sies. Die einzige Meinung die zählt ist ihre und das wichtigste ist, dass Sie Freude dran haben.

Dienstag 29.5.2007: Stirbt der Computer aus?

Der neue Hype heißt heute Web 2.0. Damit ist anders als bei bisherigen Internet Hypes keine neue Technologie, sondern das Nutzen von Javascript um interaktive Inhalte zu machen. Neben Blogs, Videoportalen und ähnlichem ist das faszinierendste wohl das Office über den Webbrowser. Das geht heute nur rudimentär mit den einfachsten Funktionen. Doch in Zukunft soll man überall mit dem Browser seine Texte verfassen können, Notizen speichern, alles läuft im Browser zusammen.

Das hat mich an was erinnert. Hatten wir das nicht schon mal? Ja das gab es schon mal, vor mehr als 10 Jahren. Damals proklamierte man im Java Hype den Net-Computer oder Thin-Client. Ein festplattenloser Computer sollte beim Booten über das Netz Betriebssystem und Anwendungen bekommen. Alles sollte in Java geschrieben sein, plattformunabhängig damit und ideal für eine heterogene Rechnerlandschaft.

Für eine Firma verheißt das natürlich eine enorme administrative Erleichterung. Sie müssen nicht mehr Zig Computer individuell administrieren, vor Viren und anderem schützen. Alles wird auf einem Großrechner gehostet und dort installiert man auch Virenschutz oder ähnliches.

Woran scheiterte es? Nun der Privatanwender war nie von dem Konzept zu überzeugen. Der will seinen persönlichen Computer haben, an dem er rumfuhrwerken kann wie er will. Er will Software auch nicht mieten (so war das Konzept gedacht) sondern kaufen und benutzen so lange und wie er es will. Vor allem aber waren die Breitbandnetze damals noch zu langsam und wenig verbreitet und es dauerte viel zu lange einen Prozessor zu entwickeln der Java direkt ausführen konnte, damit die Geschichte auch wirklich schnell war.

Heute wird der Computer von anderen Seiten unter Beschuss genommen. Zahlreiche Geräte der Unterhaltungselektronik haben einen Computer integriert. Manche nutzen das aus und bieten als "Mehrwert" auch Browser und E-Mail Programm an. Gesurft wird dann am Fernseher. Dazu gibt es heute Festplatten Videoplayer die man einfach an den Fernseher und die Stereoanlage hängt und von dort aus Musik und Videos ansieht. Und seien wir mal ehrlich: Videos am Fernseher anschauen macht mehr Spaß als auf den Monitor zu schauen.

Heute noch muss man diese Geräte am Computer befüllen oder via Streaming Client mit Daten versorgen - Doch mit einem IP Zugang, einer Set-Top Box könnte auch das entfallen,. Spielkonsolen wie die PS3 oder XBOX können schon lange nicht nur Spiele wiedergeben sondern erlauben auch zu browsen und Mails zu schreiben. Mit oder ohne Tricks kann man ihnen sogar Linux als Betriebssystem unterschieben und dieses dann booten.

Zuletzt ist der PC verwundbarer geworden. Immer mehr angriffe, Phishing Seiten und andere Betrügereien gibt es im Internet. Vielleicht würde sich der eine oder andere über einen PC freuen der diese Nachteile nicht hat. Insellösungen die nicht so universell sind, haben es da meist leichter sich abzuschotten als das Universalwerkzeug PC.

Betrachtet man den PC einmal nüchtern, so muss man zugeben, dass er wohl das komplizierteste technische Gerät das das man als Normamensch in die Hand bekommt - für viele zu kompliziert. Im Internet unterwegs sein ist schon lange nicht mehr nur "Fun", sondern hat Bedrohungen, Konfiguration und Benutzung des Computers überfordern viele, die sich etwas schwerer tun mit diesem Stück Hardware/Software oder zu der älteren Generation gehören, die nicht mit dem Computer aufgewachsen sind.

Trotzdem sehe ich nicht das Ende des Computers. Zum einen: Für alles wofür man Tastatur und Maus braucht, man liest oder schreibt, ist ein Monitor nahe bei der Tastatur besser als ein Fernseher zu dem man dauernd aufschauen und die Augen neu fokussieren müssen. Zum zweiten sehe ich den PC eher in einer Schlüsselrolle als Verteiler von Inhalten. Bald wird das Haus vernetzt sein - über Netzwerkkabel, Powerline oder WLAN und dann sendet man vom PC aus Multimedia Inhalte an den Fernseher, die Stereoanlage oder ähnliches.

Manch einer betreibt heute schon einen Server mit einem RAID Array im Keller eines Hauses. Für mich kommt so etwas nicht in Frage und zwar wegen den Stromkosten. Bei ruhendem Desktop, also wenn der PC nicht viel Arbeit verrichten muss braucht heute ein Rechner etwa 90-100 W Strom. Das summiert sich beim Betrieb über ein Jahr zu 789-876 kWh, oder bei den derzeitigen Strompreis von 0.19 Euro/kWh 150-167 Euro nur an Stromkosten.

Für einen Betrieb bei wenig oder keiner Prozessorlast müsste der PC noch erheblich mehr Energie sparen. Das ist kein Hexenwerk - Notebooks kommen mit 25-35 W aus (dabei ist sogar noch das Display dabei), doch Rechner mit Notebook Technologie sind so teuer, dass man über die übliche Lebensdauer einer eines PCs keinen Cent spart. Doch es ist möglich wie 500 Euro Notebooks beweisen und wenn dies mehr nachgefragt wird, dann dürfte es auch mehr solche Rechner geben.

so gesehen hat der PC eine Zukunft - nur eben andere Aufgaben.


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