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Web Log Teil 310: 21.1.2013 - 1.2.2012

21.1.2012: Das Annus Horrbilis der US-Raumfahrt

Die Raumfahrträtsel haben mich auf eine Idee gebracht, nämlich an ein Jahr zu erinnern, dass sicher als das Annus Horribilis der US-Raumfahrt, das Jahr 1986. Den meisten bleibt es natürlich in Erinnerung durch die Explosion der Columbia am 28.1.1986, doch gerne vergessen wird, dass in diesem Jahr in der US-Raumfahrt auch sonst einiges schief lief. Die beiden Abbildungen die ich mit meinem Programm Launchlog erstellt habe, zeigen die Problematik. Abbildung 1 zeigt alle US-Starts seit 1957. Deutlich ist das 1986 und 1987 die niedrigste Startzahl seit 1957 aufweisen, anders gesagt, selbst ein Jahr nach Beginn der Raumfahrt erfolgten mehr Starts. Selbst wenn man das Jahr mit den Jahren zuvor und danach vergleicht fällt der Einbruch auf.

US Starts

Das zweite ist noch deutlicher, es ist die Erfolgsstatistik. Hier fällt der Einbruch bei 1986 besonders auf, selbst 1987 mit genauso vielen Starts ist deutlich besser:

Erfolgreiche Starts der USA

Es ist der schlechteste Wert seit 1960, ein Drittel aller Starts scheiterten. Nun was passierte in diesem Jahr:

Wenn man es noch etwas weiter fasste muss man zwei andere Vorfälle erwähnen: Am 28.8.1985 ging bei einem weiteren Titan Fehlstart ein KH-11 Satellit verloren. Dieser Verlust führte überhaupt erst dazu, dass man den eigentlich veralteten KH-9 Hexagon Satelliten startete. Nun hatte die NRO kein einsatzbereites Aufklärungssystem mehr im Orbit. Am 26.3.1987 folgte dann ein Verlust einer Atlas Centaur mit einem Fleetsatcom Satelliten. Die Rakete war beim Aufstieg von einem Blitz getroffen worden. Das sie bei diesem Wetter startete, bzw. nicht ausreichend abgesichert war führte dann zu einer Untersuchung des Starts.

Da auch Arianespace zwei Fehlstarts 1985/86 hatten, die beide auf dieselbe Ursache zurückzuführen waren gab es vor allem bei kommerziellen Starts nun einen Stau, denn die wenigen verbliebenen Raketen wurden nun für die Nutzlasten der NASA und des Militärs genutzt. Der Stau war so groß, dass sogar die erheblich teurer als die Konkurrenz angebotene Titan drei kommerzielle Startaufträge erhielt.

Die USA hatten vor dem Verlust der Challenger die Produktion der Raketen heruntergefahren, d.h. keine Aufträge mehr vergeben. Nur während einer Übergangszeit sollten noch die letzten Exemplare "verfeuert" werden. Sie hatten praktisch sich vollkommen vom Space Shuttle abhängig gemacht. Dieser fiel nun aus, als Folge gab es 1986/87 die wenigsten Starts seit 1958, bis wieder die Produktion angelaufen war, die bei einer Trägerrakete schon mal zwei Jahre dauern kann. Die NASA zog die Lehren. Das Space Shuttle würde nur noch wissenschaftliche Nutzlasten transportieren die anders nicht startbar waren, danach nur noch bemannte Missionen mit dem Speacelab. Auf Druck des Präsidenten wurden dann die gesamten Starts der USA privatisiert. Die NASA startete nun nicht mehr selber sondern kaufte diese Leistung bei den Herstellern der Raketen ein, die auch ihre Raketen auf dem internationalen Markt anbieten konnten. Die USAF hatte schon vorher die Titan 34 als Zwischenlösung geordert und gab nun die Titan 4 in Auftrag.

Das es einen Unterschied macht ob ein System bemannt ist oder nicht, zeigte sich aber auch in diesen Jahren deutlich: Sechs Monate nach dem Verlust von GOES-G startete schon die nächste Delta. Das Ersatzexemplar genauso wie die nächste Titan im darauffolgenden Februar. Bei einem eingeführten Träger fixt man die Ursache und macht weiter - die Verzögerungen liegen bei einigen Monaten. Das Space Shuttle war dagegen zweieinhalb Jahre am Boden. Selbst bei einem Neudesign, wie bei dem Triebwerksstart der dritten Stufe, der wie der Verlust von V15 und V18 der Ariane zeigten, unter Umständen eine nicht zündfähige Mischung hervorbringen konnte, waren die Verzögerungen geringer. Nach intensiven Tests für die 13 Triebwerke und 30 Turbopumpen gebaut wurden flog nach 17 Monaten die nächste Ariane 2. 17 Monate sind zwar auch lang, aber doch noch erheblich kürzer als die 32 Monate die das Shuttleprogramm am Boden stand.

Trotz der Verzögerung war Arianespace schneller wieder startbereit und sie konnte kommerzielle Aufträge annehmen, während die US-Hersteller zuerst einmal die schon startbereiten NASA/DoD/NRO Nutzlasten starten mussten. Im nächsten Jahr startete die Ariane 4 zum ersten Mal - das erhöhte die Nutzlastkapazität weiter von 2600 auf 4400 kg. Das neue Launchpad ELA 2 lies zudem bis zu 12 anstatt 4 Starts pro Jahr zu - und Arianespace wurde zum Marktführer.

23.1.2012: SpaceX - was geht?

Zeit für einen realsatirischen Einschub mit Nachrichten meiner Lieblingsfirma "Spacex". Ihr wisst ja, das sind die neuen Hoffnungsträger der US-Raumfahrt, ohne die ja alles den Bach runter geht (zumindest wenn man den SpaceX Jüngern, anders kann man die weitgehend kritiklosen Fans ja nicht nennen, glaubt). Ich bezeichne sie eher als die neuen Russen: Nur positives berichten, Fehlschläge totschweigen und mit technischen Daten geizen, so weit es nur geht.

Also fangen wir mal an mit dem letzten Flug: was mit dem Triebwerk der Falcon 9 passiert ist wird man wohl nicht mehr erfahren. Siehe hier. Im letzten Abstand wird spekuliert, dass die Triebwerke zu viel getestet wurden. Natürlich ist das nur Spekulation, doch wenn es zutreffen sollte, bestätigt das meine Vermutung, dass der Preis nur mit Einschränkungen der Qualität erreichbar ist. Natürlich haben Raketentriebwerke eine Lebensdauer. Und die ist größer als die Betriebsdauer. Die meisten Triebwerke die ich kenne (F-1, J-1, Vulcain) haben die zehnfache normale Betriebsdauer. Bei den RL-10 war sie die fünfache. Man konnte sie ja auch vorher kaum testen, da sie für den Vakuumbetrieb angepasst waren. Die F-1 wurden auch vor dem Start dreimal getestet wobei die zweieinhalbfache nominelle Betriebsdauer erreicht wurde. Wenn nun eine Merlin ausfällt wenn man es vorher extensiv testet, dann muss die Lebensdauer klein sein. Das lässt natürlich wenig Spielraum für Tests vorher und das Risiko eines Ausfalls ist höher. Lustig wird das dann ja bei den Merlin 1d, die ja noch leichter sein sollen und trotzdem mehr Schub entwickeln.

Kommen wir zu den Abschlüssen und da gibt es auch zwei interessante. Zum einen wurde der Abschluss von Orbcomm neu verhandelt. Bisher sollten ja Falcon 1e diese Satelliten starten, doch schon 2011 gab es inoffizielle Verlautbarungen dass man diese Rakete nie bauen wird. Der neue Abschluss ist mit 42,6 Millionen Dollar günstiger für Orbcomm. Es gibt keinerlei Hinweise über die Startart. Meine Vermutung ist dass es Sekundärnutzlasten sind. Jeder Orbcomm wiegt nur rund 100 kg. Die können sie bei normalen Starts mitführen, na ja sofern es Reserven gibt. Mit denen ist es ja nicht so groß bestellt.  Beim letzten Start gab es ja keine Reserven mehr, und das obwohl die Dragon ja nur 1000 kg Nutzlast hatte. Die Startmasse der Dragon wird mit 4000 bis 4900 kg je nach Quelle angegeben, dazu kommt noch Treibstoff maximal 1290 kg (wahrscheinlich war sie nicht vollbetankt, weil ja auch nur wenig Fracht zugeladen wurde), trotzdem reicht es es nicht. Rechne ich die Worst-Case Werte zusammen (4900+1000+1290) so wog die Dragon 7,19 t, in einem realistischeren Szenario eher 6,2 t, war also weit weg von den 9,8 t die das User Manual als Nutzlast für ISS Missionen ausweist. Und trotzdem reichte schon ein Triebwerksausfall aus, das es nicht mehr genug Treibstoff gab, weitere 80 kg in eine etwas höhere Bahn zu befördern. Man kann es natürlich auch anders berechnen: Bei den bekannten Triebwerkdaten des Merlin Vacuum mit den optimistischen Angaben (445 kN Schub, spezifischer Impuls 354 s) (angeblich sollen die Düsen ja nun dauerhaft gekürzt worden sein, was die Performance eher senkt) verbraucht es 128,5 kg Triebstoff pro Sekunde. Die zweite Stufe arbeitete 15 s länger als im Presskit veröffentlicht und hat so 1928 kg mehr Treibstoff verbraucht. Die fehlen eben. De Fakto bedeutet dass auch: Ein Triebwerksausfall ist nur abfangbar wenn bei ISS Missionen die Nutzlast mindestens 22% kleiner als die Maximalnutzlast ist. Bei GTO Missionen wird es noch schlimmer, da sinkt die Nutzlast noch deutlicher ab.

Bleiben noch die supergünstigen Preise: Da gibt es ja drei Kontrakte bei denen die Preise veröffentlicht wurden. Im Juli der Von Jason-3 für 82 Millionen Dollar. JASON-3 wiegt nur 1340 kg, lässt also noch viel Platz z.B. für die ORBCOMMS übrig. Fünf Monate später kostet der Start von DSCOVR im selben Jahr schon 97 Millionen Dollar und ein Start einer Falcon Heavy 162 Millionen Dollar. Auf der Website stehen Preise von 54/ 108-120 Millionen Dollar. Bei 97 Millionen Dollar für eine Falcon 9 mit 4,85 t GTO Nutzlast ist die Differenz zum Marktführer (Arianespace) nicht mehr groß. Die Ariane 5 kann zwei dieser Satelliten transportieren und kostet 160 Millionen Euro, beim derzeitigen Kurs 213 Millionen Dollar. Einsparung also noch 19 Millionen Dollar oder 9% des Trägerpreises. Das wird wenn die Versicherungsprämie höher ist leicht aufgefressen. Typischerweise umfasst die Versicherungssumme ja noch den Satelliten und die Inbetriebnahme, da kommt man leicht auf die drei- bis vierfache Summe des Startpreises und 2-3% höhere Beiträge für einen träger der bisher nur Versicherungsfälle produzierte (die COTS/CRS Flüge sind ja nicht versichert) sind da sicher drin. Das egalisiert dann leicht die eingesparten 19 Millionen.

Immerhin, wenige Träger bringen es fertig 2006 mit 35 Millionen Dollar angekündigt zu werden und 2014 schon 97 Millionen zu kosten....Es gibt natürlich auch andere Deutungen. Es könnte auch sein, dass die NASA / DoD bewusst mehr zahlen um Verluste von SpaceX bei kommerziellen Starts auszugleichen. Vielleicht weil die Firma Freunde in der obersten Etage hat (Obama hat mal SpaceX im CCAF besucht, aber das KSC links liegen lassen) oder weil man vielleicht zu der Überzeugung gekommen ist die Subventionierung von SpaceX kommt billiger als die Subventionierung von Boeing und Lockheed-Martin und man sich von einer der beiden dann trennt um sie durch SpaceX zu ersetzen. (Wenn eine der beiden Firmen rausfliegt würde ich zu 100% auf Boeing tippen, die Delta 4 startet weniger oft und die NASA nutzt sie überhaupt nicht).

26.1.2012: Lösung Computerrätsel

Also es kamen ja einige Lösungen, heute mein Kommentar dazu.

Mein Vorschlag wäre der Laserdrucker gewesen. Der erste war der Laserwriter von Apple, der damals von Apple als "unser bisher leistungsfähigster Rechner" bezeichnet wurde. Er kam 1985 auf den Markt und kostete in Deutschland ab 15.000 DM aufwärts. Der Grund für den hohen Preis war dass er Postscript nutzte und damit einen MC68000 im Kontroller hat mit 1 MB RAM und ziemlich großem ROM (ich glaube 1,5 MB, bin mir aber nicht sicher). Allerdings fand HP auch hier eine einfachere Lösung, die Seitenbeschreibungssprache PCL. Damit wurden sie etwas billiger. Doch 1987 kostete ein Laserdrucker immer noch 8000 bis 10.000 DM. Heute sind die billigsten Exemplare für 40 Euro zu haben. Das ist der Faktor 200 in 25 Jahren.

Kommen wir zu Tastaturen. Ich denke hier hält es sich in Grenzen. Natürlich kostete eine IBM Tastatur mal 200 DM, aber die ist mit einem 5 Euro Grabbeltisch Modell nicht vergleichbar. Ich würde die Mittelklasse Qualität bei einer Cherry G83 einordnen, die bei mir über 10 Jahre über mehrere Rechner ihren Dienst tat und nur zugunsten einer noch besseren G80 ausgemustert wurde und die kostet rund 20 Euro. Die IBM Modell M ist übrigens auch in Deutschland zu haben. IBM hat nur ihren Schriftzug auf die Tastatur brennen lassen. Gefertigt wird sie nach wie vor vom Hersteller Unicomp. Bei uns ist sie wegen dem Zoll aber ziemlich teuer. ich habe mir vor einem Jahr eine geleistet. In den USA kann man beim Hersteller sich im leeren Feld, oben links, wo anders als bei jeder anderen Tastatur keine Herstellerangabe steht, sich den Schriftzug IBM einbrennen lassen. Auf dem Etikett auf der Rückseite steht dann "Model M". Immerhin, es gibt nur wenige Tastaturen die seit 1985 fast unverändert gebaut werden.

Aber es ist ein Modell nicht für jeden. Ich arbeite nun wieder mehr mit der G80, die Tasten muss man schon ziemlich durchdrücken, sie erfordern wegen der Federschalter großen Kraftaufwand. Wenn ich viele Texte schreibe wie eben nun jetzt dann ist mir das zu schwergängig. Ich nehme sie aber zu meinem Programmierjob mit und ersetze dort die mitgelieferte Grabbeltischtastaur. Unverständlich für mich ist, dass sowohl öffentliche Einrichtungen (die Hochschule an der ich arbeite) wie auch Firmen für Rechner viel Geld ausgeben (bei der DHBW für eine gute Prozessor und Speicherausrüstung), bei Firmen für geleaste Rechner oder Officerechner mit Nachkaufgarantie über viele Jahre, damit die IT Abteilung nicht zig verschiedene Konfigurationen administrieren muss, aber bei den Tastaturen immer das billigste Modell genommen wird. dabei kostet eine gute, aber auch bezahlbare Tastatur und Logitech-Maus vielleicht jeweils 20 Euro. Da spart man maximal 30 Euro bei Maus und Tastatur gegenüber den Grabbeltischmodellen. Das Modell M ist wie Michael K schon sagt Dual Use fähig. Es ist etwa 2 kg schwer, doppelt bis dreimal so schwer wie eine normale Tastatur und hat nur eine Plastikverkleidung, darunter steckt Metall. Damit kann man solche Dinge wie hier machen und die Tastatur überlebt das auch (Gerüchten zufolge überlebt sie auch Spülmaschinenreinigungen, doch bin ich da wegen der doch verbauten Elektronik etwas skeptisch).

Bei Disketten- und Festplattenlaufwerken kommt ein zweiter Aspekt hinzu: Früher hat man ja nicht ein Laufwerk alleine gekauft, sondern ein Laufwerk mit Controller angepasst an den Rechner den man hatte. Und das hat die Laufwerke teuer gemacht. Die Laufwerke waren schon früher bezahlbar. Ich habe in meinem von 1982 aufgehobenen Vobis Prospekt mal nachgeschaut: ein 5,25 Laufwerk für den Apple II kostete mit Controller 1598 DM, ohne 848 DM. Da inzwischen vieles in den Chipsatz gewandert ist, kann man das daher scher vergleichen. Immerhin, heute kostet eines 11 Euro, das sind dann um den Faktor 38 billiger, allerdings in 30 Jahren anstatt 25 wie beim Laserdrucker.

Das gilt auch für die Festplatten. Die erste, eine Seagate ST 506 wurde 1980 vorgestellt mit 5 MB Kapazität. Sie kostete 1500 Dollar, Doch auch hier war der Conteoller erheblich gteuerer und beim IBM PC kostet die externe Festplatte als Gesamtsystem mehr als das doppelte. Doch selbst wenn wir den Laufwerkspreis nehmen, so kostet heute eine festplatte mittlere Größe etwa 80 Euro, rund 110 Dollar. das ist dann "nur" der Faktor 14 in 32 Jahren.

Bei CD/DVD Laufwerken ist der Preisverfall nicht so hoch, aber sie haben eine Besonderheit - sie haben den schnellsten Preisverfall gehabt. Gerade DVD/DVD Brenner haben einen enorm schnellen Verfall von "fast unbezahlbar" bis "in jedem PC zu finden" gehabt. Teilweise in 5 Jahren von der Einführung bis zum Alltagsgerät um den Faktor 10, so bei den DVD Brennern.

Nicht vergleichen kann man Dinge die mehr oder weniger in den Chipsatz gewandert sind. Als der IBM PC rauskam, konnte man alle Steckplätze belegen mit Dingen die heute allesamt im Motherboard drin sind, wie Druckerschnittstelle, Serielle Schnittstelle, Grafik, Diskettenkontroller, Festplattenkontroller etc. Wenn man sich das heute allerdings noch isoliert kauft (und das gibt es ja noch), dann ist der Preisverfall zwar auch deutlich aber typisch meist um den Faktor 5-20.

Doch Elendsofts Gigabit Netzwerkswitch ist, wenn die Zahlen stimmen der Gewinner. Mit einem Verfall von 7000 DM auf 25 Euro in 12 Jahren ist das der Faktor 140 und auch enorm schnell wenn man die Zeit bedenkt.

Erstaunlicherweise gibt es übrigens auch Komponenten die im Laufe der Zeit teurer wurden. Wer heute einen Mittelklasse PC kauft gibt 500 bis 600 Euro aus. Für 1000 bis 1200 DM (keine Inflationsanpassung) gab's 1982/83 einen C64 (wenn man übrigens Diskettenlaufwerk, Monitor und Drucker dazu nimmt, stimmt's für Komplettsysteme sogar inflationskorrigiert). Nur kostete das die CPU einzeln etwa 20 DM, dagegen macht die CPU heute 50-100 Euro in dieser Preisklasse aus. Das ist auch der Grund, warum Intel so reich ist, anders als die Hersteller von RAM-Bausteinen oder anderer Elektronik...

Ich habe von Michael K. weitere Rätsel bekommen, halte sie aber für sehr schwer (ich kannte die Lösung nicht). Ich veröffentliche das erste mal hier.

Für welches Fraktalprogranm wurde ein Oskar (Filmpreis) vergeben?

Ich habe auch von Michel Van Raumfahrträtsel bekommen, doch habe ich das Problem, dass ich dazu die Videos von Youtube herunterladen muss, und neu ohne verräterische Beschriftung hochladen muss, denn wenn ich den Link so veröffentliche kann ja jeder nachgucken. Das klappt nun aber nicht mehr. Hat da jemand eine Lösung?

Ansonsten müsst ihr euch auf eine weitgehend bloglose Woche einstellen, denn wie schon in den letzten Wochen bin ich sehr eingespannt. Ich hoffe das wird ab Februar besser. Die wenige Zeit die ich habe nutze ich die Recherche am Buch US-Trägerraketen abzuschließen. In den letzten Wochen konnte ich die Scout abschließen,. derzeit bin ich bei Pegasus/Taurus.

27.1.2013: Trash-Fernsehen vom Feinsten

Ich muss euch nicht sagen, dass ich von dem trash-Fernsehen, oder wie es offiziell heißt "dokusoap" nichts halte. Ich schaue inzwischen kaum noch Privatfernsehen in Realzeit, als Konsequenz, dass ich meistens bei der ersten Werbepause zum Computer gehe um irgendwas kurzes zu machen - und dann hängen bleibe. wenn ich bei meiner Mutter zum Kaffee bin, so um 3, dann läuft das aber meistens. Immer so ein Programm wo sich die Leute anschreien. Wenns geht schalte ich dann um zu Planet Wissen auf dem SWR. 

Wenn das ganze aber ein bestimmtes komödiantisches Niveau erreicht hat, dann macht es wieder Spaß, oder wie Philip Walulis sagt "Fernsehen macht blöd, aber auch viel Spaß". Vor einem Jahr kam ich durch eine Kritik beim Fernsehkritiker auf die Sendung "Traumfrau gesucht", montags 21-15 auf RTL2. Also die Sache ist relativ einfach: Männer suchen in dem Osten (Ukraine, Russland, Weißrussland, nun auch Tschechin, Slowakei) nach Frauen, die sie hier nicht finden. Sie finden auch dort keine und das aus relativ einfachen Gründen, sie benehmen sich schlicht und einfach wie die Axt im Walde. Manchmal hat man das Gefühl sie meinen das ist wie im Versandkatalog: Da entspricht eine Dame nicht den Wünschen, dann wird nach wenigen Minuten verabschiedet oder die Betreuerin, die wohl besser gefällt angebaggert.

Natürlich ist es nicht so, dass RTL einfach die Leute so begleitet als Dokumentation. Die wurden vorher gecastet und anders könnte sich "Elvis" als HARZ-IV Empfänger auch die Reisen nach Russland samt Vermittlungsprovisionen gar nicht leisten (für ihn sind ja bei einem Rendezvous 6 Euro Eintritt schon zu viel und wenn er ein Wodka Museum besucht wo es Wodka umsonst gibt lässt er sich volllaufen, was natürlich bei russischen Frauen, die ja das Problem des Alkoholismus kennen, einen noch verheerenden Eindruck als bei deutschen Frauen hinterlässt). Aber ich denke die Typen sind echt. So blöd kann sich eigentlich kein normaler Mensch verstellen. Gerade dadurch hat es aber einen hohen Unterhaltungswert.

Also anschauen oder als Download runterladen....

28.1.2013: Die neue Geschäftsidee von SpaceX

Elon Musk, CEO und Chief Designer von SpaceX hat große Pläne, nicht nur für das Langzeitziel Mars, dass ja nach der Wiederverwendung der Falcon 9 primäres Ziel von SpaceX ist. Nun wird die Firma nicht weniger als den kompletten kommerziellen Satellitenmarkt umkrempeln. Auf den Trichter brachte ihn ein film der NASA "The Space Shuttle for Dummies". Was Musk faszinierte waren die Reparaturen von Satelliten. "I always remembered the Hubble Service Mission, but in never knew, that the Astronauts repaired more commercial payloads than NASA Satellites". When i read about a communication Satellite damaged after a Sealaunch start, and i thought - why we don't fix this?",

Wie immer ging es bei SpaceX schnell, eine Idee durchzuspielen und da bald die Dragon bemannt starten soll, lag die Umsetzung nahe. SpaceX wird einen Reperaturservice für Satelliten anbieten. Er soll bald nach dem ersten bemannten Flug 2015 folgen. SpaceX profiziert von Entwicklungen anderer. So wurde gerade erst an der ISS die Betankung von Satelliten im Weltraum erprobt. Jeder Satellit mit einem genormten Anschluss soll nach SpaceX Angaben neubetankt werden können. Auch an Reperaturen wird gedacht. "We can fix anything whcih is accessible from outside like Solar Panels, Antennas. Dabei ist SpaceX nicht zimperlich: Ziel soll es nicht sein, jedes Bauteil zu reparieren, sondern man wechselt gleich komplette Gruppen aus. Ein Solarpanel das sich nicht vollständig entfaltet wird gleich durch ein neues ersetzt. "We have on our Dragon a Trunk with 10 m³ of Space and a payload capacity, why we should invest much time and work in Training for repairs, when we simply can use a bold cutter and some superglue to solve the problem".

So ist es geplant: Eine Dragon mit nur zwei Astronauten und den Ersatzteilen im Trunk startet zu der Reperaturmission. Strandet der Satellit in einem erdnahen Orbit, so reicht eine Falcon 9, bei Reperaturen im GEO Orbit erfolgt der Start mit der schubkräftiegeren Falcon heavy. Die kleine Besatzung ist der Platzarmut und längeren Mission (im GEO Orbit mindestens zwei Tage) geschildet. Sie nähert sich dem Satelliten, ein Astronaut steigt aus und entnimmt aus dem Trunk die Ersatzteile oder den Schlauch zum Neubetanken. Der andere steuert die Kapsel. Da ein beweglicher Arm fehlt wird der Astronaut für die Reperaturen sich mithilfe von Düsen selbstständig bewegen und die Kapsel hält Abstand und dreht sich vor allem, damit die Ausrüstung gut durch den Astronauten zugänglich ist.

Wie alle Unternehmungen von SpaceX wird auch diese neue Serviceleistung zum Kampfpreis angeboten. Kunden von SpaceX können eine Reparatur gegen 10% Aufpreis beim Start hinzubuchen - ein Schnäppchen, bedenkt man, dass die Versicherungsprämie sonst 18-19% der Versicherungssumme (nicht nur des Starts) beträgt. Andere Kunden können die Leistung für 80 Millionen Dollar (Falcon 9 Start) oder 140 Millionen Dollar (Falcon Heavy Start) buchen. Der Grund für den Kampfpreis: SpaceX hat genügend Dragons vorrätig: "For every COTS and CRS Launch we must use a new dragon according to our contract with NASA, but they are reuseable. So we now have three dragons in Stock, which we only have to refit and by the end of the CRS contract we will have 14 of them,". Auch gelang es zwei MMU von der NASA zu erwerben. Sie wurden in den achtziger Jahren gebaut und inzwischen durch das modernere SAFER System ersetzt. Zusammen mit vier Astronautenanzügen erlauben sie den Ausstieg der Besatzung zur Reparatur.

Nun Sucht SpaceX allerdings Astronauten die in die Anzüge passen. Da sie vorgefertigt sind, müssen Astronauten 170-172, 175-177, 179-181 oder 184-186 cm groß sein und normalgewichtig (Kleidergröße M). "We choosed the most commond sizes, but a new suit would be much more expensive. As always in SpaceX we choose the easiest solution and this time it was not to select the suit but to select the person which fits in".

Mittelfristig kann die Reparatur von Satelliten sogar der erste Schritt sein, der SpaceX in die Fertigung von Satelliten bringt. Auch darüber wird schon nachgedacht. Elon Musk: "Why are Satellites so expensive., Of course one reason are the launch costs. Space will cut them down, but we don't see, that will make the service cheaper for the users. It only increases the benefit for the satellite providers. So we think about building and operating satellites to change that. What a satellite makes costly is also, that it can't be repeaired. Its not at your home, there you call someone when your wash maschine don't work. When we can repeair satellites we can build them much cheaper and the desighn is much simpler and we fix the thing when we have a problem. Also we can extend by refuelling the lifetime by decades".

Elon Musk ist überzeugt: "in five years we are the biggest launch service provier, and in ten years we are the biggest satellite builder. And then, with the income from this, we can start the first trip to Mars.".

1.s2.2012: Warum die Aliens die USA besuchen

Schaut man sich die Meldungen der UFO-Sichtungen an, so belegen die USA mit bisher 1700 den absoluten Spitzenplatz. Die Frage ist wie ist dies zu erklären? Natürlich sind die USA ein großes Land, doch es gibt größere und in denen werden fast keine Ufos gesichtet. Weder in Russland, noch Kanada, Australien oder Indien wurden viele UFO's beobachtet.

Eine zweite Erklärung könnte die Bevölkerungsdichte sein. Sie ist ja z.B. in den USA deutlich höher als im Nachbarland Kanada. Aber auch hier kann man genügend Gegenbeispiele finden. Europa ist noch dichter besiedelt und in der Gesamtfläche mit den USA vergleichbar, aber bei uns sichtet man fast keine UFO's. Dasselbe könnte man von China sagen oder allgemein dem fernen Osten.

Ist nun die Geologie schuld? findet man also in Nordamerika eine besondere Geologie vor? Wir haben ein Land zwischen zwei Ozeanen, jeweils nahe der Ozeane eine Gebirgskette und in der Mitte weitgehend flaches Land. Das trifft auch auf andere Gebiete zu. Südamerika ist fast zu vergleichen (es fehlen nur die Gebirge am Atlantik, die aber auch in den USA nicht so hoch wie beim Pazifik sind). Immerhin hat Erik von Däniken dort schon prähistorische Landungen von Außerirdischen nachweisen können. Zumindest früher waren sie also dort aktiv. Doch warum haben sie ihre Aktivität nach Norden verlagert?

Nun vielleicht wird es an der Zeit die Verteilung der UFO-Sichtungen genauer anzuschauen. Macht man eine geographische Zurechnung, so fällt auf, dass viele nahe von Militärstützpunkten gesichert wurden. Natürlich muss man hier auch berücksichtigen, dass viele Sichtungen als Fehlbeurteilungen erklärbar waren. Es waren Wetterballons, Flugzeuge oder in einer Zone mit besonders hoher Dichte waren es experimentelle Fluggeräte die dort von der Öffentlichkeit unbemerkt getestet wurden. Doch selbst wenn man diese herausnimmt, so fällt eine Häufung, vor allem über Luftwaffenbasen auf. Warum?

Die wohl einfachste Erklärung ist die, dass potenzielle Aliens zwei mögliche Ziele haben können - eine Kontaktaufnahme oder eine Invasion. Bei einer Invasion ist die Sache relativ einfach: hier werden sie sich keine Mühe geben diese zu verbergen. Wir können davon ausgehen, dass eine Zivilisation die interstellare Distanzen bewältigen kann auch waffentechnisch weit überlegen ist. Der Kampf gegen sie wäre wohl vergleichbar mit dem der römischen Armee gegen eine Armee von heute - sie hätte nicht mal die Chance in die Reichweite ihrer Waffen (Speer und Schwert) zu kommen.

Bleibt noch die Kommunikation. Sicher wäre es der einfachste Weg diese durch eine Funkverbindung aufzubauen. Doch ohne Kenntnis der Zivilisation/des Gegenübers könnte diese Kontaktaufnahme fatal sein. Wie würde sich unser Gesellschaftssystem ändern wenn wir wüssten dass wir nicht alleine im Weltall sind? Würden wir vielleicht dann selbst eine Invasion planen (die anderen wissen ja nicht wie weit wir technologisch sind). Also wäre es am besten zuerst die Erde und die Menschen zu beobachten um einzuschätzen wie sie reagieren. Dabei gilt es natürlich, nicht selbst erkannt zu werden um nicht gerade diese Probleme erst hervorzurufen.

Wei aber bekomme ich heraus ob man mich entdecken kann? Nun indem ich einen Test starte und zwar am besten da wo die Erdlinge ihre beste Überwachung haben. Die USA sind von allen Ländern am modernsten mit Militärtechnik ausgerüstet und sie haben ein Netz von Radar-Überwachungsstationen und anderen Frühwarnstationen. Natürlich sind Militärbasen und die besonders empfindlichen Flugplätze besonders gesichert (man erinnere sich nur an Pearl Harbor, als parallel zu den Schiffen erst mal alle Flugzeuge am Boden zerstört wurden). Daher wird ein Alien zuerst hier einen Test der Leistungsfähigkeit der irdischen Luftüberwachung/des Militärs starten.

Für die USA als Ziel der Aliens spricht noch etwas anderes. Es ist die fehlende Sozialisation. In keinem anderen Land der Welt ist jemand der keinerlei Kontakte zu anderen pflegt, alleine und rückgezogen lebt, sein Haus mit Blickdichten Zäunen und Überwachungsanlagen verziert so akzeptiert wie in den USA. Woanders würde man sich über ihn wundern, neugierig Nachforschungen anstellen, doch in den USA ist das "ich denke nur an mich selbs" sogar als "Amerikanischer Traum" verfassungsmäßig festgeschrieben. Selbst wenn ein Alien mal entdeckt wird und sein Gegenüber erschießt um nicht aufzufliegen, so fällt das in einem Land, dass das Recht auf Waffenbesitz nicht mal nach Schulmusikern in Frage stellt und bei denen pro Jahr 70.000 Menschen durch Schusswaffen ums Leben kommen (Gesamtzahl aller Morde durch Schusswaffen in Deutschland: 160).

Nicht nur dass Es ist dort sogar möglich Laserwaffen als altmodische Schusswaffen getarnt öffentlich herumzutragen und Kommunikatoren als Bluetooth Headsets. Nimmt würde sich an Personen die unzusammenhängendes vor sich her stammeln wundern, weil er annehmen würde, sie telefonieren. Genauso müssen dort Aliens nicht so gut getarnt sein. Es reicht ein Batman Kostüm oder eine billige Michael-Jackson-Maske zu tragen und man fällt nicht mehr auf. An Halloween ist sogar gar keine Tarnung mehr nötig. So verwundert es nicht, dass alle Aliens die USA besuchen - das Land des unbegrenzten Wahnsinns.

31.1.2013: Gratulation zum zweiten Platz

Im dritten Anlauf hat nun Südkorea ihren Satelliten in den Orbit gebracht - zwei Monate früher und sie hätten Nordkorea geschlagen, so sind und bleiben sie aber nur zweiter. Immerhin werden offizielle Nachrichtenagenturen nicht müde zu betonen, dass das eigene Programm nur friedlicher Natur sei und offen, und natürlich dass Nordkorea mit ihrem Programm eine UN-Resolution verletzt. Ich habe das schon mal thematisiert, daher zu dieser Heuchelei nichts. Aber zu etwas anderem: ich würde mal ganz meine Klappe halten, wenn ich als industrialisierter Staat mit Weltkonzernen wie Samsung es erst nach drei Jahren fertig bringe einen eigenen Satelliten zu starten und das auf einer Rakete, die gewichtsmäßig zu 90% in Russland gebaut wurde, und technologisch vielleicht zu 95%. Das ist ein Armutszeugnis, da ist ja selbst die Beteiligung Deutschlands an der Ariane größer.

Vor allem erlaubt sich Südkorea Analysen über die Technologie der ersten Stufe die man ja beim Start vor knapp zwei Monaten aufgefischt hat. Von "crude" (grob, simpel) Schweißnähten und Aufbau sei die Rede. Und natürlich die Mähr, die Unha wäre nur eine etwas aufgemotzte "Scud". Wer keine Ahnung von Raketentechnik hat, der glaubt das vielleicht, doch auch viele die eigentlich Sachkenntnis haben sollten geben es so weiter. Eine Scud wiegt 8 t, die Unha über 70. Man kann ein Triebwerk mal so eben um den Faktor 5-10 "aufblasen", man entwickelt ja auch nicht LKW Motoren indem man einen KFZ-.Motor "aufbläst". Die Nordkoreaner haben ihre Rakete alleine entwickelt. Sicher nicht ohne Vorbilder, doch die hatten auch die USA und die UdSSR. nicht. Die ersten Raketen dort waren Nachbauten oder verbesserte A-4. aber sie haben die ganze Rakete selbst entwickelt, nicht nur eine kleine Oberstufe mit festen Treibstoffen. Peinlich genug: Die Nutzlastkapazität der Naro-1 ist fast die gleiche wie die der "simplen" Unha, nur wiegt die gerade mal die Hälfte. Zugegeben: Die Naro-1 kann leicht ausgebaut werden. Eine KSLV II und III mit bis zu 1.500 kg Nutzlast sind geplant, das liegt in einer Region die die Unha nicht erreichen kann. doch das wird eines nicht ändern - ihr seid zweiter und wenn die Unha einen Zweck hatte, dann den: dem ungeliebten südlichen Nachbarn zuvorzukommen. Denn Nordkorea nahm seine Versuche einen Satelliten zu starten erst wieder auf, als Südkoreas KSLV vor dem ersten Start stand. Ich denke dabei wird es auch bleiben. Allerdings kenne ich auch kein südkoreanisches Wltraumprogramm. Es gibt eben die Naro-1 und nichts was sie transportieren könnte.


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