Home Site Map Sonstige Aufsätze Weblog und Gequassel counter

Web Log Teil 343: 8.8.2013 -

8.8.2013: Kommunismus

Irgendwie bin ich vor einigen tagen an eine Diskussion erinnert worden, die ich in den frühen achtziger Jahren geführt habe. Wir hatten eine Mitschülerin, die war für die MLDP (marxistisch - leninistische Partei Deutschlands - gibt es die überhaupt noch? Lange nichts mehr von ihr gehört). Sie meinte der Kommunismus sei das Heil für alle. Ich hielt das für baren Unsinn. Nun waren das eine andere Zeit, wer damals für den Kommunismus war, bekam meistens gleich zu hören "Dann geh doch nach drüben". Doch selbst wenn man sich von dem "Real existierenden Sozialismus" mal losmacht, kann man doch das Konzept diskutieren. (Wobei ich bis heute noch nicht weis, was nun der Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus ist, ob eines besser als das andere ist, und ob der real existierende etwas Besonderes ist oder nur die "kleine" Ausgabe).

Mein Hauptkritikpunkt damals, wie heute war, dass der Kommunismus ein Menschheitsbild hat, das schlicht und einfach nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Es geht davon aus, dass wenn alles geteilt wird, also es zum einen kein Privateigentum gibt, zum anderen alle viel arbeiten, weil ja alle etwas davon haben. Das ist aber nicht das, was die meisten Menschen wollen. Die meisten wollen das Sie selbst weiterkommen, oder das sie mehr verdienen, es ihnen oder ihrer Familie besser geht. Der Mensch ist zwar nicht das egoistische Wesen, als das ihn der Fundamentalkapitalismus sieht, aber er hat soziale Bindungen zu seiner Familie einigen Freunden und dann hört es auf. Er hat in der Regel (es gibt immer Ausnahmen) keinerlei Gefühle für ein Kollektiv von Hunderten, Tausenden und Millionen Menschen. Wir brauchen dazu nicht in die DDR schauen. Wenn das Bild stimmen würde, dann würden alle korrekt ihre Steuer zahlen. Ich verrate nichts Besonderes, wenn ich sage, dass die meisten bei der Steuer tricksen. Es mag eklatante Fälle geben, die dann in der Presse kommen, aber wer noch nie den teilweise privat genutzten Computer steuerlich abgesetzt hat, der möge mal die Hand heben.

Das Interessante dabei ist, dass es bei den wenigsten ein Schuldbewusstsein gibt. "Der Staat braucht die paar Kröten doch nicht". "Die sollen erst mal aufhören Geld zum Fenster rauszuschmeißen". Dass Steuerhinterziehung strafrechtlich als Raub betrachtet wird, weil man den Staat beraubt, überrascht dann viele. Deswegen sind die Strafen für Steuersünder auch nicht ohne. Selbst der Staat räumt dem eine Sonderrolle ein. Wenn sie einer alten Oma die Handtasche rauben, zum nächsten Polizeirevier gehen und das anzeigen. Glauben sie, Sie kommen mit der Rückgabe der Handtasche weg? Nein, bei Anzeigen wegen Steuerhinterziehung ist dem so.

Aber ich schweife ab. Das Zweite ist, das Leute unterschiedlich viel wollen. Ich musste mich nur im Klassenzimmer umsehen. Da gibt es die die wollen ein gutes Abi machen, die sich auch und gerade in Fächern anstrengen, die ihnen nicht liegen. Andere sind nur gut in den Fächern die sie interessieren und den Rest vernachlässigen sie, zugunsten von mehr Freizeit. Manche bemühen sich auch, kommen aber nicht vorwärts und es gibt eine Gruppe, denen ist die Schule, die Note und ihr Abi egal. Spätestens, wenn man mit 18 sich selbst Entschuldigungen schreiben kann, nehmen da auch die Fehlzeiten zu.

Und das gibt es auch in der großen Gesellschaft. Ich käme mir blöd vor, wenn ich mehr arbeiten würde, aber davon nichts hätte, weil es sich über Hunderte und Tausende ausniveliert. Das führt dann entweder zu Resignation, das heißt man macht nicht mehr als man unbedingt muss oder man geht dorthin, wo man für Leistung noch einen Gegenwert bekommt und in der Tat haben die DDR vor dem Bau der Mauer ja etliche verlassen.

Wo es vielleicht funktioniert mit dem Kommunismus ist, wenn man das auf die Verwaltung von Dingen beschäftigt, die von Natur aus viele betreffen, sei es eine größere Fabrik, die Verwaltung einer Stadt etc. Doch interessanterweise gab es, da ja nirgendwo eine demokratische Abstimmung was man produziert, wie man die Einnahmen der Staat verteilt sondern dort wurde genaues wie bei uns von einzelnen entscheiden. Einziger unterschied ist, dass es noch weniger demokratisch war und man gleich längere Zeiträume anvisiert, die berühmten 5-Jahrespläne. Ich stelle mir das bei allen Produkten, die kurze Entwicklungszyklen und Moden haben sehr komisch vor, wie z.B. in der Textilindustrie. Immer wenn ich die Bilder von der Wende sehe, fallen mir die Jeansmode der DDRler auf, die war bei uns Ende der siebziger in Mode, hatte sich aber Ende der achtziger schon ausgelaufen - nun ja, wenn man aber immer 5 Jahre in die Zukunft plant, kann man das schlecht vorhersehen.

Schon damals zeigten sich die Grenzen des Kommunismus. In Russland sollte es so sein, dass die privaten Grundstücke, die Datschas, auf denen jeder Gemüse und Obst anbauen konnte, signifikant die Versorgung deckten, obwohl ihre Fläche nur ein Bruchteil der Fläche war, die von den LPG bewirtschaftet wurde. Bei denen kam es dagegen regelmäßig vor, dass die Ernte auf dem Feld blieb und durch Regen unbrauchbar wurde, weil die Leute nach Feierabend nun nicht das gute Wetter, das bald zu Ende ist, nutzten, um sie einzubringen, sondern sofort zu ihrer Datscha eilten.

Ich weis nicht, ob es stimmt, aber in einer ZDF-Sendung über Karl Marx wird ihm ein Zitat untergeschoben, in dem er sinngemäß etwas sagte wie "Gott Gnade uns, wenn meine Ideen mal umgesetzt werden". Ich halte es für etwas unglaubwürdig, denn, wenn ich nicht an das glaube, was ich verzapfe, dann ändere ich mein Konzept.

Na ja die Schulkameradin habe ich nicht wieder gefunden. Zum einen hat sie keinen so seltenen Namen und zum andern wird sie in den letzten 23 Jahren wohl mal geheiratet haben, da nützt mir dann auch der Geburtsname nichts.

9.8.2013: Die Sache mit der Energiewende

Wie von Dominik L. gewünscht, wende ich mich mal wieder mehr "sonstigen" Themen zu. Heute eines, das ich vor vier bis fünf Jahren schon mal durchgekaut habe, aber das immer wieder verdrängt wird: der Wechsel zu regenerativen Energien. Die Politik konzentriert sich auf Strom und da klappt das auch (bedingt). Nur ist das eben nur ein Teilaspekt. Wenn wir die Energie und fossilen Rohstoffe, die wir verbrauchen, in drei Hauptkategorien einteilen dann sind dies:

Ich sage dem hier, sicherlich soweit vorgebildeten, Publikum nichts Neues, wenn ich sage, dass diese Energieformen ineinander umwandelbar sind, aber mit Verlusten. (siehe die drei Hauptsätze der Thermodynamik). Man kann mit Strom heizen und man kann damit fahren (die Bundesbahn nutzt ihn z.B. so), doch das ist nicht so effektiv wie eine Energieform direkt zu nutzen die besser geeignet ist.

Beim Strom denke ich ist wirklich eine Wende zu rein aus regenerativen Quellen gewonnenem Strom möglich. Meiner Ansicht nach nicht in Deutschland, aber europaweit. In Skandinavien gibt es zahllose Wasserkraftwerke und die Möglichkeit auch Strom in Pumpspeicherkraftwerken zu speichern. Sie wären zum einen für die Grundlast, wie zur Abdeckung von Lücken (z.B. nachts) oder für den Spitzenbedarf geeignet. In Spanien und einigen Mittelmeerländern kann man erheblich mehr Strom durch Sonnenenergie erzeugen wie bei uns und dort scheint auch beständiger die Sonne. Ein Großteil wird durch Windkraft eventuell Gezeitenkraft gestellt werden. Wind gibt es irgendwo in Europa eigentlich immer. Das Hauptproblem: Die Politik konzentriert sich nur auf diesen Sektor, 2011 betrug der Anteil des Stroms am Primärenergieverbrauch aber nur 21,6%. Es mag mehr werden, wenn wie gewünscht mehr Elektroautos unterwegs sind, doch der Großteil entfällt eben nicht auf Strom.

Anders sieht es bei der Wärmeenergie aus. Raumwärme und Warmwasser machen über 31% des Energieverbrauchs aus, dazu kommt sicher ein Teil der über 25% Prozesswärme. Was für Alternativen gibt es hier? Zum einen die Lösung, die bisher beim Strom anfallende Abwärme besser zu nutzen, also mehr dezentrale Blockheizkraftwerke, die mit der Abwärme dann Wohnungen heizen oder energieintensive öffentliche Gebäude. Das Problem: Wenn man tatsächlich den ganzen Strom ökologisch erzeugt, gibt es natürlich keine Blockheizkraftwerke mehr. Die am besten geeigneten Anlagen arbeiten heute mit umgebauten Dieselmotoren, die von Erdgas antreiben werden. Erdgas kann man durch anaerobe Fermentation von landwirtschaftlichen Abfällen gewinnen. Schließlich nutzen wir von den meisten Pflanzen nur die Früchte und der Rest wird durch Pilze und Bakterien abgebaut, mann kann es auch unter Luftabschluss fermentieren, wobei auch brennbare Gase entstehen. Nur wird das nicht so viel werden, dass man davon den ganzen Energiebedarf Deutschlands decken kann. Selbst wenn man nur Pflanzen für diese Zwecke anbaut wie schnell wachsendes Chinaschilf oder andere große Gräser, reicht die ganze Fläche Deutschlands nicht aus. Das ist nicht so verwunderlich, schließlich verbrauchen wir derzeit das, was in Millionen Jahren gebildet wurde innerhalb von wenigen Jahrzehnten.

Der Großteil geht drauf für das Heizen von privaten Wohnungen. Es gibt zwar "Passivhäuser", die nur mit der Abwärme der Einwohner / dem verbrauchten elektrischen Strom auskommen, doch ich habe da meine Zweifel. Mein Bruder hat schon zwei Mietershäuer komplett neu wärmegedämmt und Fenster ausgewechselt. Gut, an der Bausubstanz ändert das nichts und das Dach wurde jeweils nicht gemacht, aber in beiden Fällen gab es Energieeinsparungen von 25%. Ein Passivhaus müsste dann aber gleich viermal so effizient sein, und da habe ich meine Zweifel, vor allem wenn der Winter mal kälter ist oder lange Zeit dann nicht die Sonne scheint. Selbst wenn, dann ist eines klar: Wir werden wir nicht alle Häuser so umrüsten können. Zum einen, weil darin eine enorme Investition steckt und Häuser extrem langlebige Güter sind, zum anderen habe ich bisher das nur bei Einfamilienhäusern gesehen, die meisten wohnen aber in Mehrfamilienhäusern oder Betonburgen.

Am Problematischsten ist wohl die Bewegungsenergie. Die Bahn hat es einfach: Sie fährt auf festen Stecken, die elektrifizierbar sind. Doch 28,5% der Primärenergie entfallen heute auf Kraftstoff. Und der wird nur von Otto- und Dieselmotoren für die individuelle Fortbewegung und den Transport von Gütern verbraucht. Da gibt es das größte Problem. Was propagiert wird, sind Elektroautos. Nun haben sie eine Reihe von Vorteilen. Elektromotoren sind effizienter, die Leute wollen da komischerweise auch nicht Hunderte von PS, sondern kommen mit geringerer Leistung aus, aber selbst wenn man das berücksichtigt, hat man ein Speicherproblem: Der Energiegehalt eines Liters Benzin liegt bei etwas über 10 KWh. Selbst wenn man ineffiziente Verbrennung und 50 PS mehr als nötig, berücksichtigt wird eine Batterie die typisch 0,2 KWh pro Kilogramm speichert sehr viel schwerer als der Kraftstoff sein. Entsprechend sind sie heute noch (und werden es noch lange sein) Gefährte für den täglichen Verkehr, nicht für die Langstrecke, egal ob es die Fahrt in den Urlaub oder der Transport von Gütern ist - man muss nur mal die vielen Lastwagen auf den Straßen ansehen und dann sieht man, dass da eine ganze Menge Kraftstoff verbraucht wird.

Alles, was als Alternative propagiert wird, ist relativ ineffizient. Wasserstoff könnte man durch Elektrolyse gewinnen. Doch das ist äußerst ineffizient. Vor allem wenn man ihn in flüssiger Form transportieren will. Wenn man es als Druckgas transportiert hat man das Problem, dass die Menge verglichen mit der Masse der Gasflasche klein ist, also das gleiche Problem wie beim Strom. Das Einzige, was bleibt ist ein ziemlich ineffizientes Verfahren: Wir nutzen den Wasserstoff um Kohle oder Kohlendioxid zu Methan zu reduzieren, das kann man prozesstechnisch zu höheren Kohlenwasserstoffen kondensieren, die man dann als Benzin nutzen kann. Das Grundproblem ist, dass man auf diesen Schritten viel Energie verliert und noch mehr elektrische Energie braucht.

Die einfachste Lösung wäre sicher ein anderes System: Elektroautos für die Kurzstrecke und alles, was darüber hinaus geht, wird über die Bahn transportiert, auch Güter, die bisher mit dem Lastwagen unterwegs sind (oder die ganzen Lastwagen). Eventuell macht auch ein System ganz ohne individuelle Fahrzeuge Sinn, bei der Elektrofahrzeuge von allen genutzt werden und am Zielort abgestellt und neu aufgeladen werden, sodass der Nächste es nutzen kann.

Man könnte die Energiewende auch anders angehen, nämlich vor allem die Kohlendioxidemissionen sinken. Die drei Energieträger, die wir heute einsetzen, haben recht unterschiedliche Emissionen. Fangen wir mal an mit dem Energiegehalt pro Kilogramm:

Der Energiegehalt ist recht unterschiedlich. Ich habe hier schon weitgehend pure Substanzen genommen. Meist sind sie noch mit inerten Stoffen wie Wasser vermischt, die zum einen den nutzbaren Energiegehalt absenken zum andern miterhitzt werden. Wichtiger ist etwas anderes: alle Brennstoffe, die wir einsetzen bestehen aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Kohlenstoff hat einen reinen Brennwert von 32,8 MJ/kg, Wasserstoff einen von 142 MJ/kg. Nur der Kohlenstoff erzeugt aber Kohlendioxid, so fällt die Kohlendioxidbilanz recht unterschiedlich aus:

Kohle:

C + O2 → CO2

Aus 1 Kilogramm Kohlenstoff werden 3667 g Kohlendioxid gebildet. Da reiner Kohlenstoff nur 32,8 MJ/kg liefert, sind das 8,95 MJ/kg Kohlendioxid.

Kohlenwasserstoffe:

CH2 + 3/2 O → CO2 + H2O

CH2 ist das mittlere Verhältnis von Kohlenstoff zu Wasserstoff, die einzelne Struktur der Moleküle ist durchaus unterschiedlich. Benzin hat 43 MJ und liefert pro Kilogramm Treibstoff 3,14 kg Kohlendioxid. Das sind dann 13,68 MJ/kg, also 50% besser als Kohle.

Methan

CH4 + 2 O2 → 2 CO2

Methan ist der wasserstoffreichste Kohlenwasserstoff. Er ist daher der mit der besten Klimabilanz (sofern man das Methan nicht selbst in die Luft entlässt). 1 Kg Methan liefert 2,75 kg Kohlendioxid, das sind bei 55 MJ schon 20 MJ/kg, also mehr als doppelt so gut wie Kohle.

Wasserstoff

2 H2 + O2 → 2 H2O

Wasserstoff hat den enormen Vorteil absolut gar kein Kohlendioxid zu emittieren, im Gegenteil, man kann mit ihm sogar Kohlendioxid reduzieren (in einem zweistufigen Prozess) zu Methan. Das wird immer wieder mal gerne für Marslandungen propagiert. Nur braucht man viel Strom um ihn zu erzeugen, rund 40 KWh für ein Kilogramm (bei 100% Effizienz), und es gibt hohe Verluste bei der Elektrolyse, der Verflüssigung und auch beim Transport (zahlreiche Metalle lassen Wasserstoff in kleinen Mengen durch das Metall diffundieren). Wenn wir in einer Welt mit Strom im Überfluss leben, dann wird Wasserstoff die Alternative zu fossilen Treibstoffen sein, vorher nicht. Der bisher erzeugte Wasserstoff wurde z.B. nicht durch Elektrolyse, sondern durch Cracken von Erdgas und Kohlenwasserstoffen gewonnen, weil die Elektrolyse viel zu teuer ist.

Was bleibt? Energie sparen. Die Frage ist wie viel Energie kann man sparen? Wenn man 50% der Energie einspart, dann emittiert jeder von uns immer noch mehrere Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Wollen wir auf lange Zeit umweltverträglich leben, so müssten es weniger als 1 Tonne sein. Im Durchschnitt emittiert jeder Deutsche aber 11 t, selbst der weltweite Druschschnitt (mit Entwicklungsländern ohne Industrie und Autos und in Klimazonen, wo man nicht heizen muss) liegt bei 6,8 t. Das bedeutet nicht ein bisschen sparen, massiv sparen und das glaube ich ist in diesem Umfang nicht möglich. Die Tonne ist das, was auf der Erde nachwächst und das Kohlendioxid aus der Luft holt.

Meine Ansicht: Die Reduktion der Weltbevölkerung wäre viel einfacher, aber wohl noch schwieriger umzusetzen.

10.8.2013: Ein Wahlprogramm nach meinem Geschmack

Bei den Wahlprogrammen spielt die Raumfahrt meist keine Rolle, das unterscheidet Deutschland nicht sehr von den USA, was uns aber unterscheidet, ist dass es noch schwieriger als in den USa ist verlässliche Zahlen zu bekommen. Für diesen Artikel konnte ich nur die weitschwafeligen PDF zum deutschen Raumfahrtprogramm ansehen, die nur alle zehn Jahre (2001 und 2011) veröffentlicht werden, dagegen ist das NASA Budget öffentlich. Sei es drum Hier meine Idee für die Punkte Raumfahrt in einem Wahlprogramm, einer progressiven, zukunftsgerichteten und vernünftigen Partei (also keiner deren die man derzeit wählen kann).

  1. Ausgangslage. Deutschland gibt im Jahre 2010 1,2 Milliarden Euro für Raumfahrt aus. Das ist eine Steigerung gegenüber 2001 um 25,3%, berücksichtigt man die Inflation, ist die Finanzierung aber nahezu gleich geblieben. Das ist die Gesamtsumme, sie umfasst auch Beiträge an Anwendungsprogrammen und Militärprogrammen. So stammen nur 985 Millionen aus dem Forschungsetat, 96 Millionen entfallen auf Galileo und Eumetsat als Anwendungsprogramme. Größer Einzelposten ist der ESA Beitrag von 637 Millionen Euro. Auf das nationale Programm entfallen nur 240 Millionen Euro. 6.200 Personen sind in dem Sektor beschäftigt, es ist nur zweiter Platz in Europa
  2. Deutschland muss in der Raumfahrt die Position erreichen die uns zusteht. Deutschland hat die größte Wirtschaft in Europa, die meisten Einwohner, rangiert in der Raumfahrt aber nur an zweiter Position hinter Frankreich. Deutschland gibt nur 985 Millionen Euro für die Raumfahrt aus, bei einem Bundeshaushalt von 310 Millionen Euro. Würde Deutschland seine Mittel nur auf das Niveau der NASA (0,6% des Haushalts) anheben, so wäre dies eine Verdopplung des Haushalts. Damit einhergehen würde auch eine stark Steigerung des nationalen Teils, der derzeit nicht einmal die Hälfte des ESA Haushaltes ausmacht. Mittelfristiges Ziel sollte eine Steigerung des ESA Anteils auf 800 Millionen Euro und ein mindestens wenn nicht genauso großer nationales Programm sein (800-1000 Millionen Euro).
  3. In Europa wie national gilt es die Forschung und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dies bedeutet dass bei dem Entwurf und Bau von Satelliten es eine gesunde Mischung von Forschungsmissionen und Anwendungssatelliten (Kommunikation, Erdbeobachtung, Navigation, Umweltbeobachung / Wettervorhersage) geben muss. Insbesondere die astronomische Forschung sollte wiederbelebt werden.
  4. Die traditionelle Fixierung auf die bemannte Raumfahrt hat in den vergangenen Jahren wenig Nutzen und noch weniger Erkenntnisse gebracht. Trotz der hohen Beteiligung am bemannten ESA Programm (40% der Mittel stammen von Deutschland), schlägt sich dies nicht in vielen deutschen Astronauten nieder, sodass auch der Prestigegewinn gering ist. Die Beteiligung am bemannten Programm der ESA sollte auf den Durchschnittswert der ESA Gesamtausgaben (25%) beschränkt werden.
  5. Deutschland muss ich im Trägerbau emanzipieren. Ziel bei der Ariane 6 muss es sein eine eigene Stufe vollständig in Deutschland zu entwickeln, inklusive der kompletten Triebwerksentwicklung. Dazu gehört auch eine stärkere Beteiligung an der Ariane 6 die dem Anteil von Frankreich gleichkommt. Wird die Ariane 6 nicht gebaut, so sollte die EPC mit einem neuen Triebwerk höherer Leistung ganz in Deutschland gebaut werden. Die Trägerentwicklung ist nicht nur die Basis einer jeden Weltraumnation, sondern sie sichert auch Arbeitsplätze durch die erhaltenen Startaufträge
  6. Ziel des Nationalen Programmes sollte es pro Jahr mindestens einen Forschungs- und einen Anwendungssatelliten zu starten. Dazu kommen eigene, nationale Planetenmissionen, die zu den Forschungsmissionen zählen.
  7.  Deutschland sollte stärker wieder binationale Programme angehen, anstatt immer in der ESA nach Kooperationspartnern zu suchen. Dies verlängert Projekte durch die 3-4 Jahres Zeiträume zwischen den Entscheidungen für größere Projekte und macht sie aufwendiger und teurer. Denkbare Kooperationen wären mit Italien und Frankreich im Bereich Erdbeobachtung / Aufklärung oder bei Forschungs- / Planetenmissionen. Bei letzteren käme auch eine Kooperation mit Japan, Russland und dem USA in Frage.
  8. Deutschland sollte auch Planetensonden angehen, wenn es keinen europäischen Konsens dafür gibt. Schon vorgeschlagene Mondmissionen kann Deutschland schon heute alleine durchführen. Raumsonden zu den Planeten erfordern größere Bodenstationen. hier wäre eine Beteiligung am DSN-Netz der ESA eine gute Lösung. Deutschland könnte eine weitere (vierte) Antenne finanzieren, die dann auf Hawaii oder im Indischen Ozean platziert ist und im Gegenzug die anderen drei Antennen für seine Missionen mit nutzen.
  9. Die Raumfahrt muss der Öffentlichkeit adäquat vermittelt werden. Dazu gehört auch, dass die Webseiten des DLR mehr als nur dürftige Basisinformationen über die Missionen beinhalten, aktuell sind und Mitarbeiter auch auf Anfragen antworten. Die Geschichte und frühere Raumfahrtprojekte sind genauso Teil des Auftritts wie die Möglichkeit nach veröffentlichten Bildern zu suchen und eine Freigabe aller als nicht geheim angegeben Dokumente. Ältere Dokumente werden dazu eingescannt, wie dies bei der NASA schon Standard ist (nasaimages.org, NTRS). Für neuere Projekte ist eine Person fest anzustellen, die nur den Webauftritt pflegt und zeitnah Nachrichten und Bilder online stellt. Alle Projekte haben regelmäßig Ergebnisse und / oder wissenschaftliche Aufsätze für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

11.8.2013: Der Sommerhit

Heute morgen war das erste was ich im Radio gehört habe "Get Lucky" von Draft Punkt, und das brachte mich auf meinen kurzweiligen Blog mit "Geschichten aus dem Leben" (oder die sonst keinen interessierenden Gedanken des Autors) diesmal über Sommerhits. Da ist ja schon  die Definition schwierig. Nach Wikipedia ist ein Sommerhit ein Lied das zwischen Juni und September häufig gespielt wird und meist ein One Hit Wonder ist. Ich habe mal gehört, das Sommerhits dadurch zustande kommen, das Urlauber Musik aus dem Urlaub mit bringen, also hier Musik kaufen, nachfragen etc. die sie im Urlaub gehört haben. Dann würden aber Sommerhits erst zum Ende des Sommers aufkommen, denn in den Urlaub geht man meist im Juli / August.

Also für mich gehört zum Sommerhit sicher dass es etwas beschwingt ist, idealerweise auch irgendwie mit Sommer zu tun hat, also vom Text her mit Hitze, Strand etc. zu tun hat wie z,B. "Summer in the City, 37 Grad oder Vamos a la Plaias". Irgendwie verbinde ich auch mit einem "echten" Sommerhit, dass er nicht in Deutsch oder Englisch ist, sondern auf einer anderen Sprache. Manche schaffen es sogar mehrmals: ich denke da an den Ketchup Song, der dann nach der Wahl 2002 als Steuersong nochmals in die Charts kam (damals wegen der gebrochenen Wahlversprechen, doch das Thema ist zeitlos. Wie ich inzwischen weiß, sind Krankenkassen noch viel schlimmer, die dürfen offensichtlich ihre Beiträge nach fiktiven Einkommen festlegen.

Also "echte" Sommerhits fallen mir wenige ein. Spontan waren es nur "Vamos a La Plaia", "Macarena", "Lambada" und "The Ketchup Song". Ein Kriterium trifft auch zu auf "Sunshine Reggea", "Mambo Nr. 5", "Summer Feeling" (Bacardi Dreaming)", 37 Grad und sicher auch "Get lucky", das geht schon mit dem Beschwingten Rhythmus los.

Okay, nach diesem kurzen Blog nun der Teil für euch: Was ist euer Lieblingssommerhit. Ich verrate mal meinen: 37 Grad.,

12.8.1013: Mit Drogen reich werden

Weiter geht es mit den "Geschichten aus dem Leben", die Dominik L. ja so wünscht. Für mich haben sie den Vorteil, dass ich nicht recherchieren muss, was sonst für die Blog Einträge die Arbeitszeit so hoch treibt, wie sicher meine Gastautoren bestätigen können.

Als ich noch Chemie studiert habe, hatte ich so als flotten Spruch "Wenn's mit der Karriere als Chemiker nicht klappt, kann ich ja immer noch Sprengstoff oder Drogen herstellen". Damals gab es viele Meldungen wie Leute synthetische Drogen wie Ecstasy in der Garage nach "Kochrezepten" gemacht haben. (Das mit dem Sprengstoff wäre mir dann doch zu gefährlich gewesen) und dafür reichen schon chemische Grundkenntnisse. Mit einer guten Vigreux-Colone kann man auch das Vergällungsmittel vom Alkohol trennen und so für 4 DM einen 1 l reinen Alkohol gewinnen, der in Form von Schnaps dann etwa 20-30 DM kostete.

Inzwischen bin ich schlauer und weis, dass es viel weniger aufwendige und gesundheitlich günstigere Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich gibt, die sicherste ist aber der Verdienst mit der legalen Droge Kaffee. Ich kam drauf als im Fernsehen ein Vergleich von drei Coffee to Go Anbietern gab. Starbucks, Tchibo und noch einer den ich vergessen habe und da schlotterte ich bei den Preisen für eine Tasse Kaffee, die ja anders als im Restaurant ohne Bedienung ist und ohne Geschirr das gespült werden muss und ohne Sitzplatz der Miete kostet. Das erinnerte mich an die Kaffeeautomaten bei uns in der Hochschule.

Da gab es Dallmaier Kaffee im Plastikbecher für 1 Euro pro Becher und das ist schon einige Jahre her, weil ich als Assistent natürlich eine eigene Kaffeemaschine im Zimmer hatte und daher die Automaten nicht mehr frequentiert habe. Wahrscheinlich ist er inzwischen noch teurer. Wir haben und in geselliger Runde auch mal darüber unterhalten dass man mit einem Kaffeestand im Foyer einen lukrativen Nebenverdienst hätte. Zeit das mal durchzurechnen.

Damit ergibt sich folgende Rechnung für 1 Tasse Kaffee:

Summe:  28,31 ct

Das ist bei einem Verkaufspreis von 100 ct pro Becher (weitaus günstiger als woanders) ein Profit von über 250%, dabei sind alle Kosten recht konservativ gerechnet.

Der Clou ist, das das eingesetzte Kapital minimal ist. Anfangs braucht man nur eine Kaffeemaschine, vier Thermoskannen, die Becher und eine Startmenge an Kaffee, Zucker und Milch, das ist eine Investition unter 200 Euro.

Nur reich wird man nicht damit. Denn selbst in diesem Fall, wo zweimal pro Tag jeweils 25 Tassen verkauft werden, erlöst man nur 17,92 Euro pro Tag. Davon geht dann aber noch die Kosten für An- und Rückfahrt ab. Lukrativ wird es wohl an einem Ort sein, wo man beständig Publikum hat und nicht nur wie bei einer Vorlesung zwischen den Pausen, z.B. in der Fussgängerzone in der Stuttgarter Innenstadt. Reich wird man dort aber auch nicht. Das limitierende ist, dass man je mehr Kaffee man verkauft, immer mehr Zeit braucht die Kaffeemaschine neu bestücken und dies von der Verkaufszeit abgeht. Wenn man 2 Minuten pro Maschine rechnet und maximal ein Drittel der Zeit für das Neubestücken entfallen darf, dann wäre man schon mit 3-4 Maschinen an der Kapazitätsgrenze. Immerhin, könnte man so pro Stunde rund 45-60 Tassen verkaufen, wenn es genügend Abnehmer gäbe. Das wäre immerhin ein Einkommen von 32,26 bis 43 Euro pro Stunde. Wenn man es auf 1 Minute drücken könnte und genügend Abnehmer hätte, wäre es noch höher, doch dann kommt man schnell in einen Bereich wo man mit einem kleinen Stand nicht mehr alle bedienen kann, auch weil man endliche Zeit für das Servieren des Kaffees braucht (außer man macht es, wie bei dem Automaten und kassiert nur das Geld und die Leute bedienen sich dann selbst).

Nicht schlecht für eine legale Droge, aber auch nur unter Idealbedingungen (Abnehmer in ausreichender Anzahl vorhanden, Erlaubnis, dass man es überhaupt darf und Strom und Wasser muss ja auch jemand stellen). Wenn man so viel verlangen kann wie bei Starbucks und Tchibo (über 2 Euro pro Tasse!), dann lohnt es sich aber in jedem Fall. Wusstet ihr übrigens, das Starbucks in Italien kein einziges Geschäft hat?

Ich glaube im Sommer könnte man noch mehr Umsatz machen, wenn man einen Pappbecher mit Limo oder Cola für 50 ct verkaufen würde. Da hat man keine Arbeit mit der Herstellung, braucht allerdings einen Kühlschrank. Im Winter würde man gut Umsatz mit Glühwein machen. Aber das dürft ihr durchrechnen.

13.8.1012: Wenn's nicht ausgemustert wäre, müsste man es erfinden

Ich lese ja gerade Heppenheimers Buch über die Entwicklung des Space Shuttle, sehr interessant, und da kam mir auch wieder die Tragik des Programms in den Sinn. Das Hauptproblem war, dass es für das was es ausführte zu teuer war. Es waren entweder Satellitentransporte oder bemannte Kurzzeitmissionen z.B. mit dem Spacelab. Als es endlich richtig eingesetzt werden konnte wurde es ausgemustert. Zur Versorgung der ISS muss man heute Sojus Kapseln starten, wo die Amis pro Sitz rund 60 Millionen Dollar zahlen, oder Versorgungstransporter, die nur einmal verwendbar sind und nur ein Drittel der Startmasse als Nutzlast transportieren. Dafür zahlt die NASA 3,5 Milliarden für 20 t, eine Menge die zwei Shuttleflüge transportieren könnten. Ich habe das schon mal thematisiert. Das Space Shuttle wäre für die NASA billiger gewesen als sie Transporter. aber lassen wir das.

Machen wir mal wieder ein Gedankenspiel. Nehmen wir mal an, die NASA hätte sich 2006 entschlossen anstatt den COTS Transportern Cygnus und Dragon und dem noch zu bauenden CCDev Traumschiff ein neues Shuttle zu bauen, diesmal aber eines das mit einer Rakete gestartet wird kleiner ist, und den Anforderungen für den ISS Transport genügt, und auch die Lehren aus dem Shuttleprogramm zieht, also z.B. einen einfacher zu wartenden Hitzeschutzschild.

Also mal die Randbedingungen skizziert:

Das Space Shuttle soll mit einer Trägerrakete gestartet werden. Es ist daher kleiner. Ich habe als Träger die Atlas 552 ausgewählt. Zum einen kennt man von ihr den Startpreis, zum anderen setzt die NASA keine Delta 5 ein, und als drittes erlaubt es dies, wenn es nötig sein sollte trotzdem auf die Delta 4 Heavy zu wechseln. Die Nutzlast der Atlas 552 für die ISS Bahn beträgt 18 t.

Das Space Shuttle hat drei Haupttriebwerke mit Schubrahmen, die sind überflüssig. Spart 12,3 t ein.

Ebenso braucht man keinen OMS Treibstoff für den Aufstieg. Das spart die Hälfte des Treibstoffs ein. Dazu braucht man kleinere Triebwerke und kleinere Tanks. Ersparnis: 7 t

Die Flügel können, da keine große Querreichweite gefordert ist kleiner sein, so wie bei anderen Gleitern (CRV, Kliper, Hermes) auch. Wenn man sie auf die Hälfte reduziert, so sind dies 6 t weniger

Die Beschränkung auf die kurze Missionsdauer, das Fehlen von Druckgas für den Tank etc. ergibt dann auch noch ein paar Kleinigkeiten. Zusammen sind dies nochmals 1 t.

Das würde bei einem neuen Space Shuttle die Startmasse (ohne Nutzlast) um 26,3 t und die Landemasse um 18,3 t senken. Die Nutzlast für den ISS Orbit würde auf 42,5 t steigen, das entspricht einem Drittel der Startmasse, also genauso viel wie bei den unbemannten Transportern. Wenn man berücksichtigt dass das Shuttle damals fast keine CFK-Materialien einsetzte und alleine die Avionik über 2 t wog, müsste ein neues Gefährt auf dem aktuellen Stand der Technik sogar noch leichter sein.

Skalieren wir dies auf die kleinere Nutzlast von 18 t der Atlas herunter, dann wären das etwa 5-6 t Nutzlast. Das Shuttle wäre dann auch kleiner, etwa 14,2 m lang, 3,10 m Rumpfdurchmesser, 7 m Höhe und 9,7 m Flügelspannweite. Im Nutzlastraum gäbe es ein fest eingebautes Frachtmodul unter Druck und einen Koppeladapter, da nur ISS Transporte vorgesehen sind muss man nicht Module abkoppeln können, was die Nutzlast erhöht.

Bei 6 Astronauten zur ISS transportiert jeder Transporter 4,8 t Nutzlast. (300 kg pro Astronaut und Ausrüstung gerechnet). Anders als das Shuttle soll er nicht 100-mal wiederverwendbar sein. 5-10-malihe Verwendung würden schon 80-90% der Herstellungskosten einsparen, dann dominieren sowieso die Missionskosten.

Was dürfte es kosten? Nehmen wir dieselben Daten wie sie die anderen Transporter aufweisen: Erster Versorgungsflug 2012, dann acht Jahre Einsatz bis 2020. Vier Flüge pro Jahr, die 19,2 t Fracht transportieren und jeweils 4 Astronauten zur ISS, zwei sind Pilot/Kommandant des Shuttles.

Nun die Sitze kosten 63 Millionen pro Person auf der Sojus, dass wären wenn man nur 4 Astronauten pro Flug als neue ISS Besatzung rechnet 1008 Millionen Dollar pro Jahr. Für die 19,2 t Fracht zahlt die NASA OSC und SpaceX 3360 Millionen Dollar. Zusammen also 4368 Millionen Dollar pro Jahr. Bei acht Jahren Einsatz mithin 34944 Millionen Dollar.

Demgegenüber stehen zum einen die Startkosten (32 x 230 Millionen Dollar) und die Entwicklungskosten und die gebauten Gleiter. Nimmt man einen 8-maligen Einsatz pro Gleiter so wären es vier Stück. Wenn jeder 2 Milliarden Dollar kostet so lässt dies noch 19,583 Millionen Dollar für die Entwicklungskosten - es dürfte dafür zu machen sein Hermes war in etwa genauso groß wie dieses Minishuttle, anders als dieses ein Erstwerk für die Europäische Industrie und hätte in der letzten Version 15,8 Milliarden Dollar im Wert von 2012 gekostet /real 7667 Millionen Euro im Wert von 1991).

Das bedeutet, so ein Minishuttle wäre ökonomisch sinnvoll, selbst wenn man nur die Transportkosten betrachtet, doch natürlich kosten auch die derzeitigen Transporter Geld. Das COTS Programm kostete schon 800 Millionen, das CCDev Programm hat schon 2 Milliarden bewilligte Mittel verschlungen und ist noch nicht mal soweit, das das Design abgeschlossen ist. Der Erstflug wird nach 2017 erfolgen und dann sollen zwar die Gefährte billiger als die Sojus sein, doch bis dahin dürften die Entwicklungskosten diese Einsparungen mehr als zunichte machen. Berücksichtigt man dies, so wird es sogar noch attraktiver, genauso wenn wie derzeit vorgesehen der ISS Betrieb weiter verlängert wird. Darüber soll nächstes Jahr entschieden werden.

Selbstverständlich könnte dieses Shuttle auch größere Mengen an Ergebnissen und ausgediente Experimente oder ähnliches zur Erde zurückbringen. Der Nutzlastraum wäre etwa 8 m lang und hätte einen Durchmesser von 2,6 m. Das Volumen entspricht pro Tonne Nutzlast dem der MPLM.

Gegenüber dem Space Shuttle hätte es sogar einen Vorteil: Das Space Shuttle war zu groß für die ISS. Es hätte alleine bei jedem Flug 16 t Nutzlast transportiert, vier Flüge waren vorgesehen um die Besatzung alle 3 Monate auszutauschen, das wären über 60 t Nutzlast pro Jahr. Die ISS hätte so viele Versorgungsgüter gar nicht benötigt. Hier reichen die 3 Flüge aus um die geplanten US-Transporte zu ersetzen und daneben kann ein ATV oder drei Progress entfallen.

Kurzum: es wäre die beste Lösung zumindest unter dem Transport Aspekt. Auch vom Sicherheitsapsekt her gäbe es viele Probleme nicht. Man könnte die Triebwerke nutzen um bei einer Gefahr das Mini-Shuttle von der Trägerrakete zu trennen, diese selbst hat aber nicht so viele Risiken wie das STS (kein Tank mit Schaumstoffbruchstücken, keine SRB, Abschalten ist möglich wenn es einen Defekt gibt und dann ist die Atlas "safe". Natürlich wird es nie so viel Sicherheit wie eine Kapsel mit dicken Wänden und einem Hitzeschutzschild rundum sowie der Eigenschaft, sich so zu drehen, dass sie den Schutzschild Richtung Plasma dreht aufweisen, doch verglichen mit dem Space Shutle ist es sicherlich erheblich risikoloser.

Was meint ihr zu der Idee?


Sitemap Kontakt Neues Impressum / Datenschutz Hier werben / Your advertisment here Buchshop Bücher vom Autor Top 99