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Web Log Teil 364: 31.12.2013 - 10.1.2013

31.12.2013: Rückblick und Ausblick

Da heute Sylvester ist, nur ein kurzer Blog mit einem persönlichen Jahresrückblick. Obwohl es ja eine Unglückszahl ist und die Zahl 13 auch sonst nicht so viel Glück brachte (das letzte Friedensjahr vor dem ersten Weltkrieg, das letzte Regierungsjahr von Augustus, das Ende von Napoleons Herrschaft und das letzte Lebensjahr von Karl dem Großen. So gesehen sollten wir von 2014 nicht so viel erwarten, denn oft war x13 das letzte Jahr bevor im nächsten Jahr was passierte.

Aber für mich war 2013 ganz gut. Aufträge für das nächste Jahr gibt es auch schon.

Für das was euch angeht, also mein öffentlich wirksames Arbeiten gibt es drei wichtige Änderungen:

Das erste ist dass ich langsam meinem Ziel näherkomme nur noch jeden zweiten Tag zu bloggen. Als ich im November/Dezember wieder ganztägig bei einem Kunden war, füllten zum ersten Mal die Gastautoren die Lücke. Wenn nun noch die Leute, die man sonst häufig bei den Kommentaren sieht wie Kai Petzke (immer am Wochenende), Elendsoft, Vineyard und Overlord auch noch Gastautoren werden und jeder schon registrierte Gastautor nur einen einzigen popeligen Gastbeitrag pro Monat hinbekommt dann hätte ich es geschafft! Nur noch jeden zweiten Tag Bloggen, ab und an auch mal selbst was lesen können und mehr Vielfalt im Blog - es könnte so schön sein! Ein Anfang ist schon gemacht: Thomas Altorfer hat 10 Beiträge angekündigt.

Das zweite ist, das ich weil es nicht mehr so viele Themen gibt die ich noch nicht aufgegriffen habe, mich wieder mehr dem satirischen durch den Kakao-Ziehen sowie dem "An-der Nase-herumführen" widme. Da kann ich meine Phantasie ausleben. Die Sektion "Satire und Fiktion" ist im letzten Jahr deutlich umfangreicher geworden. Da ich dort aber auch gerne noch Konzepte veröffentliche, die durchaus möglich sind, habe ich mich entschlossen eine Unterrubrik einzuführen genannt "Münchhausens Kategorie". Ich bin drauf gekommen weil an Weihnachten nach einem Film über die Lügengeschichten des Barons auch eine Doku über den wirklichen Baron und sein Leben kam. Der arme Mann hat zwar gerne bei geselligen Anlässen Geschichten von sich gegeben, doch die meisten Geschichten die man ihm heute zuschreibt sind von Raspe aus verschiedenen Quellen zusammengesammelt worden und haben mit ihm nur wenig zu tun. Er muss sich darüber zeitlebens sehr aufgeregt haben. Überliefert sind nur 4 Geschichten die er selbst erzählt haben soll. Damit sollte nun auch jedem klar sein, der lesen kann worum es sich bei einem Blog in dieser Kategorie handelt. Einige scheinen das nicht verstanden zu haben bzw. den Sinn der ganzen Kategorie nicht. Offenbar ist es unvorstellbar das man sich über Raumfahrt oder bestimmte Themen lustig macht. Ich wäre euch trotzdem verbunden wenn ihr nicht gleich kommentiert das ihr die Kategorie gleich durchschaut habt. Gute Kommentatoren spinnen sie Story weiter...

Das dritte ist, das ich mich etwas weniger den Büchern widme und mehr der Webseite, bzw. auch meinen Programmen. Ich habe schon die Aufsätze über die Raumsonden an den neuesten Stand angepasst und einige Missionen nachgetragen die fehlten. Darüber freuen sich sicher alle die Information haben wollen, aber nichts dafür zahlen wollen, also 99,99% aller Besucher der Website. Bei den Büchern wird es erst mal nur Ernährungstitel geben, bzw. einen Computertitel habe ich auch als Konzept im Kopf. Aber erscheinen wird nächstes Jahr maximal ein Buch. Immerhin haben sich die Verkäufe erholt. Sie waren 2012 sehr schlecht, also sie nicht nur pro Buch sondern insgesamt (es werden ja von Jahr mehr Bücher) niedriger als 2011 waren. Dieses Jahr hat es sich erholt, und (pro Buch) das Niveau von 2008 erreicht, liegt aber noch immer nur bei 60% des Umsatzes des Rekordjahrs 2010. Immerhin weis ich was läuft: Ernährungsbücher und die Computergeschichten und so widme ich eben diesen.

Vorgenommen habe ich mir, da ich in letzter Zeit mehr internationale Rückmeldung bekommen habe, meine Programme zumindest in dem User Interface in englisch zu gestalten. Manche Leute entdecken ganz neue Verwendungsmöglichkeiten. So nutzen einige mein Programm "Randomcopy" das eigentlich dazu dient "zufällig" erstellte Playlisten für MP3-Songs zu erstellen (das man einen Überraschungseffekt wie beim Radio hat) für das Durcheinandermischen von Fotos.

1.1.2014: Die Lösungen für überflüssige Probleme

Auf den heutigen Artikel bin ich durch das Editional der neusten ct' gekommen. Obwohl diese noch am 30.12.2013 erscheint hat sie die Nummer 2 - es gibt eben 26 Ausgaben pro Jahr und durch Schaltjahre und weil das Jahr 365,2422 Tage hat und nicht 364 kann es ab und an soweit kommen, das eine Nummer 2 erscheint. Ein Vorschlag zur Lösung des Problems war auch die Umlaufbahn der erde zu verschieben, sodass das Jahr 364 Tage hat (genau 52 Wochen).

Da dachte ich mir: das rechnest Du mal aus, und damit ihr auch was davon habt mache ich das im Blog. Es gibt zwei mögliche Lösungen um die Tageslänge anzupassen. Die eine ist es die Umlaufbahn  der Erde zu verschieben, sodass die Erde in 364 Tagen die Sonne umrundet. Die zweite Möglichkeit ist es, die Rotation der Erde zu verlangsamen, sodass während eines Jahres sie sich nur noch 364-mal dreht (wenn die Sekunde konstant bleibt hätte dann der Tag 86.694 s, also 294 s oder fast 5 Minuten mehr als heute. Man würde in diesem Falle einfach die Sekunde neu definieren.

Fangen wir mit der Verschiebung der Erdumlaufbahn an. Was ist die neue? Nun die Erdumlaufbahn ist nicht ganz kreisförmig. Sie hat im Mittel einen Abstand von 149.597.600 km von der Sonnenmitte. Aber dieser Abstand variiert um 2 Millionen km in beide Richtungen. Bald durchlaufen wir den sonnennächsten Punkt, auch ein Grund warum die Winter auf der Nordhalbkugel etwas milder und die Sommer auf der Südhalbkugel dafür etwas heißer als auf der anderen Halbkugel sind.

Die mittlere Entfernung der neuen Umlaufbahn kann man nach Keplers dritten Gesetz: "Die Quadrate der Umlaufzeiten zweier Planeten verhalten sich wie die dritten Potenzen (Kuben) der großen Bahnhalbachsen.". Es gilt also T³ = a². Mit T= 31´.556.926 s und a = 149.597.600 km kann man die neue Umlaufbahn für 364 Tage (31.449.600 s) berechnen und kommt auf 148.835.070 km als mittleren Abstand.

Die Energie die wir aufbringen müssen, ist berechenbar nach nach E=½ m*v², Während die Erdmasse m (5,976x10e24 kg) bekannt ist brauchen wir noch die Geschwindigkeitsänderung. (1e24 bereutet eine 1 mit 24 Nullen, die Bundesverschuldung beträgt derzeit ungefähr 2,1e12) Für eine einfache Näherung gehen wir davon aus, dass die Erde vorher und nachher in einer Kreisbahn ist. Die Geschwindigkeit in einer Kreisbahn kann man leicht berechnen nach:

v = Quadratwurzel(G*m/r)

Mit g = 6,6726e-11 und m = 1,989e30 kg (Sonnenmasse) und r = momentaner Abstand erhält man in der alten Bahn ein v von 29.786,1 m/s und in der neuen Bahn ein v von  29.862.2 m/s.

Die Differenz beträgt also nur 76,1 m/s. Doch das muss man quadrieren und mit der Erdmasse multiplizieren und kommt dann auf 1,73xe28 kg m²/s². Das ist z.B. die gesamte Sonnenstrahlung die auf die Erde während 3176 Jahren fällt.

Dann gibt es noch die zweite Lösung: Wir verlangsamen die Erdrotation. Ein rotierende Körper weist ein Massenträgheitsmoment auf. Wir nehmen zur Vereinfachung an, dass die Erde eine homogene Dichte hat. Das ist zwar eine ziemliche Vereinfachung, doch da wir keine Massen verschieben, sondern nur die Winkelgeschwindigkeit verschieben, eine zulässige Näherung weil der Fehler sowohl bei der Berechnung des aktuellen Massenträgheitsmoments wie auch des neuen auftritt, also sich herauskürzt.

Das Trägheitsmoment einer homogenen Kugel ist:

J = 2/5 M*r²

mit dem schon bekannten M von 5,96e24 und r = 63878000 m erhält man J= 9,724e37 m²kg

Die Rotationsenergie E ist nun gegeben als die Multiplikation des Massenträgheitsmomentes mit der Winkelgeschwindigkeit:

E = ½ ω² * J

Die Winkelgeschwindigkeit ω ist definiert in der Einheit rad/s wobei 2 π rad einer Umdrehung entsprechen. Bei der Erde erfolgt das Zurücklegen eines Rad in 86400 s / 2 π = 13751 s. (1/13751). Wir müssen das ändern auf 1/13797,8. Multipliziert man die Differenz (2,465e-6) mit dem Massenträgheitsmoment, so kommt man auf eine Energieänderung von 3,4826e27 kg m²/s².

Es ist also effektiver die Erde abzubremsen als die Erde in der Bahn zu verschieben.

Was wären die Folgen?

Nehmen wir mal, wir könnten das tatsächlich durchführen. Was wären die Folgen. Bei der Erde die rund 0,8 Millionen km näher an der Sonne ist, ist die Sonneneinstrahlung höher. Ändert sich an der Albedo der Erde nichts, so würde nach dem Stefan-Bolzmannschen Gesetz die Oberflächentemperatur um 1 Grad Celsius ansteigen. Das ist relativ wenig, verglichen mit dem was wir gerade als Klima Experiment an Erwärmung verursachen.

Bei der beschleunigten Erde dürfen wir nicht vergessen, dass die Erde nicht alleine ist. Erde und Mond bilden eine System, dessen Drehimpuls ebenfalls gesamt ist. Wird die Erde schneller, so muss der Mond näher an der Erde sein. Er war mal früher unterhalb des GEO-Orbits, allerdings rotierte damals auch die Erde in 6 Stunden.

Den Drehimpuls, der im Mond steckt kann man berechnen nach:

L = ω p

Wobei P der Bahnimpuls ist. Das ist umformbar in:

L = r m v

mit r = Radius der Bahn (384.400.000 m)m v der Geschwindigkeit des Mondes (1018,5 m/s) und m der Masse des Mondes (7,35e22 kg). Man erhält einen Drehimpuls von 2,877e34 kg m²/s. Dazu kommt der Drehimpuls der Erde der nach

L = ω J berechnet werden kann mit der schon bekannten Winkelgeschwindigkeit der Erde und deren Massenträgheitsmoment. Er beträgt vor der Abbremsung 7,0714e33 kg m²/s und danach 7,0475e33 kg m²/s

Wenn nun der Gesamtdrehimpuls von Erde und Mond konstant bleiben muss und die Erde einen um 3,1e30 niedriger ist, müssen wir dies vom Mond addieren und man erhält als neuen Drehimpuls 2,87731e34. Die Masse des Mondes kann man rauskürzen, doch Bahngeschwindigkeit und Abstand hängen voneinander ab. Mit einer iterativen Berechnung kommt man drauf, das in einer neuen Distanz von 383.760 km wieder der Mond das richtige Drehmoment hat. Der Mond rückt also rund 640 km an die Erde heran.

Das ist relativ wenig verglichen mit der Schwankung der Mondumlaufbahn die zwischen 363.300 und 405.500 km vom Erdmittelpunkt, hat also kaum Auswirkungen auf die Gezeiten. Da der Mond sich pro Jahr um 4 cm von der Erde entfernt hat er in 16 Millionen Jahren die Distanz wieder aufgeholt.

Was lehrt uns das ? Man kann vergnügliche Stunden damit zubringen völlig verrückte Dinge durchzurechnen und das Physik und Mathematik als Schulfächer doch eine Existenzberechtigung haben.

2.1.2013: Wenn's teuer werden soll - macht's bemannt!

Kurz vor Neujahr scheiterte eine EVA bei der die Astronauten/Kosmonauten Kameras von Urthecast installieren wollten aber scheiterten. Über die Kameras gibt es wenige Informationen, aber im Bild Modus sollen sie 40  km breite Streifen mit einer Auflösung von 5 m (entspricht 8000 Pixeln Breite) und Videos von 4K Auflösung mit 60 s Dauer erstellen können (entspricht auf der Erde einer Flugstrecke von rund 400 km).

so und nun das ketzerische. Ich rechne mal als Spaß aus, was das so kostete.

Da haben wir erst mal die ISS Kosten die Betragen 2013:

Macht zusammen: 5310 Millionen Dollar für den ISS Betrieb ohne Haushaltstricksereien (so läuft das COTS Programm nicht als Unterprunkt des ISS Haushalts...)

So und das teilen wir mal durch 8 Arbeitsstunden bei 6 Arbeitstagen pro Woche und 6 Astronauten und 52 Wochen im Jahr. Macht pro Stunde runde 354.600 Dollar.

So für die vergebliche Installation haben die Astronauten rund 8 Stunden gebraucht. Jeweils 2-3 Stunden vorher und nachher müssen sie sich akklimatisieren (reine Sauerstoffatmosphäre in den Druckanzügen von reduziertem Druck), gehen wir mal von 5 Stunden aus, dann sind das bei 2 Astronauten 26 Arbeitsstunden die 9,2 Millionen Dollar kosten.

Die Kameras werden noch mit einer Progress transportiert. Das ist recht preiswert und kostet bei 25 Kilo Gewicht rund 500.000 Dollar. Sagen wir mal roundabout 10 Millionen Dollar für den Spaß.

Gegenrechnung: Plantelabs will 28 Satelliten für 13,3 Millionen Dollar als Sekundärnutzlast starten. einer (Dove 2) umkreist seit dem 18.4. die Erde und hat schon Aufnahmen zur Erde gefunkt. Jeder der 28 Satelliten wird eine Auflösung von 3-5 m haben, also besser als die Kamera an Bord der ISS.

Also wir können eine Kamera an Bord der ISS haben, die nach Ausgaben von 9,2 Millionen Dollar noch nicht installiert ist (weiterer Weltraumspaziergang mit weiteren Kosten nötig) oder 28 Satelliten mit derselben Auflösung für 13,3 Millionen Dollar. Ein gutes Beispiel wie bemannte Raumfahrt teuer ist, selbst wenn man den Satelliten einspart und nur noch das Instrument bauen muss. Und die ersten beiden arbeiten schon (sanders als die Kameras. Hier ein kleiner Bildbeweis:

http://planetlabs.files.wordpress.com/2013/12/dove-2-pic-3.jpg

Die Rechnung hat auch andere Aspekte. So kostet ein 10 Minütiger Post eines ISS Astronauten auf seinem Twittter oder Facebook Account schon knapp 60.000 Dollar, und ich vermute das Video von Hadfield ("Space Oddity") dürfte das bei diesen Preisen pro Arbeitsstunde das mit Abstand teuerste je produzierte Musikvideo sein....

3.1.2014: Weniger Sender, mehr Programm

Nach der Reform der Fernsehgebühren haben die Sender nun mehr Geld in der Kasse und es wurde beratschlagt, was man mit dem Überschuss machen soll. Es gab zwei Möglichkeiten: Weniger Werbung oder den Beitrag senken. Der Fernsehrat entschied sich für letztes. Ich wäre für das Erstere gewesen.

Ich weiß, ich bin bei den Bloglesern eine Minderheit, aber ich schaue fast nur öffentlich rechtliches Fernsehen (ÖRF). Ganz einfach weil das was ich gerne ansehe, Dokumentationen, im breitesten Sinne bildungsfernsehen vor allem dort kommt, und wenn es Serien gibt dann sind die auch meist dort, wobei wenn ich nachdenke sich das auf die "Heiter bis tödlich" Folgen und die Freitagabende um 19:25 beschränkt.

Nicht das auf den Privaten nichts schlechtes kommt, vor allem gute Spielfilme, aber die schaue ich offline, d.h. ich lade sie als OTR.key herunter und dekodiere sie. Das geht im Benutzerstatus der auch was kostet (0,7 Euro/Monat) auch in einer Form die Werbung rausschneidet. Denn die Werbung ist der Grund, warum ich von den Privaten weg bin. Ich habe nicht die Geduld für deren langen Werbeblöcke. Das wurde immer mehr - Nun läuft es so, dass zuerst Trailer für Sendungen auf dem Sender laufen, dann ein 7 Minuten Werbeblock, dann ein Spot "in 30 Sekunden geht's weiter" und dann nochmals Trailer. Der Sender mag's anders sehen: aber für mich sind die Trailer auch Werbung. Sie sind noch überflüssiger, denn sie bringen dem Sender keine Einnahmen und ich bin fähig im TV Browser oder der Programmzeitschrift nachzusehen. Vor allem informieren die Trailer nicht über eine Eigenheit. die immer schlimmer wird: Wenn eine Serie nicht die Quote erreicht wird sie verheizt, also entweder kommen am normalen Sendetermin alle Folgen nacheinander weg, damit der Platz frei wird, oder sie wird auf einen Sendeplatz verschoben der unattraktiv ist.

Werbung in gemäßigter Form ist durchaus angenehm. Gemäßigte Form heißt für mich: nicht bei Spielfilmen oder Informationssendungen mitten drin, sondern davor oder danach. Und nicht so lang, maximal 5 Minuten. Dafür könnten die ÖRF ruhig auch nach 20 Uhr noch Werbung senden. So habe ich mir über Weihnachten die zweite Staffel von "Downton Abbey" angeschaut. Da kamen zwei bzw. drei Folgen am Stück, dass sind dann fast zwei oder zweidreiviertel Stunden ohne Pinkelpause. Etwas Werbung dazwischen wäre angenehm gewesen. So könnten auch mehr Einnahmen rein kommen.

Was ich möchte ist ein besseres Programm und hier machen die ORF viel falsch. Anstatt den Privaten nachzueifern sollten sie auf Qualität anstatt Quantität setzen. Dazu gehört, dass man nicht ganze Zeitblöcke nur mit einem Format vollpflastert (die Kochshows im ZDF), nicht Sendungen verheizt (warum muss eine so gute Serie wie Downton Abbey am Block in wenigen Tagen gesendet werden? Genauso hat man "Türkisch für Anfänger auch jeweils täglich gesendet - kein Wunder wenn dann die Quoten nicht stimmen).

Vor allem aber sparen bei den Ausgaben und hier sehe ich großes Potenzial. Wir haben derzeit bei dem ÖRF ein hochredundantes Programm. Das geht los mit den Dritten. Die Dritten sind Regionalfernsehen, aber nicht nur. Der größte Teil ist eben nicht selbst produziert und wird gefüllt mit Spielfilmen oder anderen Dokus. Warum beschränkt man es nicht auf drei Sender die dann jeweils nur die Regionalprogramme enthalten, in den Sendeplätzen abgestimmt. So wäre eine Sender "Süden" denkbar, mit dem Programm von BR, SWR und Hessen, einer "West" mit WDR,SR und Radio Bremen, einer Nordost mit NDR, MDR und RBB. Die eigentlichen Anstalten würden bleiben, nur spart man Sendefrequenzen und Kosten ein, denn wenn auch das Fernsehen für den Zuschauer umsonst ist, die Anstalten kostet das Einspeisen in Kabel oder die Ausstrahlung über Satellit / Antenne etwas.

Noch mehr sparen kann man bei den Spartensendern. Wir haben derzeit Phönix als Dokumentations-/Nachrichtenkanal, als Konkurrenz dazu Tagesschau24. ZDF Kultur und Eins Festival widmen sich beide der Kultur vor allem Konzerte und Musik. ZDF Neo und Eins Plus senden zum einen altes Material von ZDF und ARD, richten sich aber auch an jüngere Zuschauer. ZDF Info ist dann noch ein weitere Dokukanal ohne Nachrichten. 3SAT und Arte gibt es dann als Kanäle mit der Beteiligung anderer Länder. Wenn man diese ausspart, dann gibt es pro Format jeweils mindestens zwei Kanäle die redundantes Programm haben:

Es gibt nicht so viel Material um alle Sender zu füllen. ZDF Neo wiederholt z.b. alte im ZDF ausgestrahlte Fernsehserien, auch US-Material. 2011 haben sie begonnen Raumschiff Enterprise in einer restaurierten Form auszustrahlen. Jeden Tag. Sie sind damit also mindestens 7-mal durch. Analog zeigt ZDF Info Dokumentationen zigmal. Warum also werden die Sender nicht zusammengelegt, warum können da ZDF und ARD nicht zusammenarbeiten? Es würde ein Kultursender, ein Sender für Wiederholungen/neue Formate und ein Dokusender reichen. Ich wage sogar zu prognostizieren, dass durch die Zusammenlegung des Programmes und weniger Wiederholungen die Sender sogar attraktiver werden. Dabei kann man weitere Kosten einsparen.

Und die eingesparten Kosten und die zusätzlichen Einnahmen durch Werbung könnte man dann  investieren - in besseres Programm. Vielleicht auch abseits des Quotenwahns. Gerade weil es die Rundfunkgebühr gibt sollte man nicht so sehr auf diese schielen. Nicht das sie ohne Belang ist, man kann sicher nicht rechtfertigen ein Format zu produzieren das keiner ansieht aber viel kostet, aber sie kann nicht auch der Maßstab alleine sein.

4.1.2013: Politiker

Am heillugen Abend hat das ZDF eine Neuerung gemacht: Jahrelang war der letzte Film am Abend "Ist das Leben nicht schön?". Nun hat es "Tatsächlich Liebe" Platz gemacht. Da ich beides gerne sehe, kein Verlust. Eine meiner Lieblingsszenen ist die Pressekonferenz von US-Präsident und britischem Premier. Vorher hatte er in "Verhandlungen" festgelegt, keine Konflikte heraufzubeschwören und "uneingeschränkt solidarisch zu sein", doch dann hat sich der US-Präsident an die Sekretärin herangemacht für die er schwärmt. So läuft die Szene anders: "Aber ich fürchte unsere besondere Beziehung hat sich verschlechtert. Sie beruht zunehmend darauf das sich eine Seite einfach nimmt was sie möchte, und sich beiläufig darüber hinwegsetzt was ungemein wichtig ist für unser Land. Eine Großmacht mögen wir nicht sein, aber ein großartiges Land ... ein Freund der sich rüpelhaft verhält, ist nicht mehr unser Freund und da Rüpel nur durch Stärke zu beeindrucken sind, habe ich mir vorgenommen in Zukunft viel mehr Stärke zu zeigen".

Okay, so klare Worte gibt es nur im Spielfilm, aber das sich eine Bundesregierung einfach gefallen lässt das die Kanzlerin von den Amis ausspioniert wird und nur einen lauen Protest abgibt, das ist doch ein starkes Stück. Ich hätte ja wenigsten erwartet, dass wenn Merkel selbst betroffen ist sie doch mal etwas mehr Emotionen zeigt und etwas deutlicher wird, denn das der Rest von Deutschland ausspioniert wird, das wissen wir ja seit dem Sommer, ist ihr ja egal.

Dann hatten wir die Koalitionsverhandlungen, die wie ich schon mal bemerkt habe teuer werden, weil jede Partei ihre Wohltaten durchgedrückt hat und die Maßnahmen die man braucht um die Schulden abzubauen einfach unter den Tisch gefallen sind. Die Verteilung der Ministerien nach Parteiwunsch und nicht nach befähigten Kandidaten erfolgt, verwundert da schon nicht mehr. Auch nicht das Profalla zur Bahn wechselt. Die Bahn ist ja Abstellplatz für Ausgediente Politiker ohne jede Kompetenz und wenn sie dort ihre Überflüssigkeit beweisen haben, dürfen sie weiter zum Flughafen BER. Mein Respekt vor diesem Projekt ist noch um einiges gesunken, als ich die Sendung von Mario Barth "Mario Barth deckt auf" gesehen habe.

Heinz Riesenhuber, der als Alterspräsident die erste Sitzung des Bundestages eröffnete (übrigens einer der wenigen Forschungsminister, der ein naturwissenschaftliches Studium (Chemie) abgeschlossen hat) sagte damals "Politiker sind nicht immer überzeugend. Unser Ansehen in der Öffentlichkeit ist noch nicht oberhalb von dem der Bischöfe, gell? Daran müssen wir noch arbeiten.".

Was gehört dazu? Ehrlichkeit nicht vor der Wahl A sagen und nachher B machen - und damit meine ich nicht die Koalitionsaussagen, sondern die programmatischen Ziele. Vor allem den Bürger vertreten und nicht die Industrie und kompetent sein. Gerade bei letzterem habe ich so meine Zweifel.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Vor ein paar Jahren führte die Regierung ja die Internetsperre für Kinderpornographie ein. Ich habe nun nicht gerade Internettechnologien studiert, sondern weis gerade mal so viel wie ich in unserer Kommunikationstechnikvorlesung mitbekommen habe und wie man sich aneignet wenn man eine Homepage betreibt. Trotzdem war mir sofort klar, dass das Verbiegen der DNS Einträge wirkungslos ist. Ich bilde mir ein in einer halben Stunde das einem Politiker zu vermitteln und in 10 Minuten an einem PC vorzuführen wie man die Sperre umgeht. Technisch fortgeschrittene Politiker können ja nach Videos fahnden in denen vorgeführt wird wie man den Default DNS Server abändert. Mehr war es nicht: Wenn man eine der Seiten ansurfte, dann würden deutsche DNS Server einfach eine Warnungsseite anzeigen weil sie den Surfer auf eine andere Internet-IP verweisen, als die die er eigentlich sucht. Die einfache Lösung: Mann trägt in den Internetoptionen einen anderen DNS Server ein,, der im Ausland sitzt. Trotzdem hat die Politik diese Sperre in der Form durchgesetzt und feierte das als großen Erfolg. Verbände, die schon vorher das Phänomen bekämpfen, haben es anders gelöst und bisher damit auch immer Erfolg gehabt: sie haben den im Who-Is angegebenen Admin-C angerufen und meist ging der Server innerhalb von Stunden vom Netz. Den Kinderpornographie ist weltweit ein Strafbestand. Aber die Politik meint ja immer für Deutschland zuständig zu sein und dann muss es eine "deutsche" Lösung sein, auch wenn die bei einem weltweiten Netz völlig wirkungslos ist.

Das ist nur ein Beispiel aus dem Bereich in dem ich mich etwas auskenne,, wo man den Dilettantismus und mangelnde Fachkenntnisse sieht. Wie mag es denn dann erst woanders aussehen? In diesem Falle ist es nicht mal mit der sonst so üblichen Verquickung von Wirtschaft und Politik zu begründen. Die Autobahnmaut könnte man ja als neuestes anführen oder das Einreiseverbot für Rumänen und Bulgaren. So langsam weis ich was Goethe meinte mit dem Spruch in Auerbachs Keller (Faust I): Ein garstig Lied! Pfui! ein politisch Lied! ...

10.1.2014: "The most reliable Launch service Provider"

Diese Aussage nach dem SES-8 Start schreit ja direkt nach einer Kommentierung. Mal abgesehen davon dass man natürlich bei nur einem Start immer von 100% (oder 0%) Zuverlässigkeit sprechen kann. Aber das Fällt in die Abteilung, "Lügen, verdammte Lügen und Statistiken". Ich will heute mal - wie immer mit Fakten mal beleuchten wie zuverlässig SpaceX ist. Immer wenn ich sage, die Firma kündige viel an, informiere aber nur schlecht und habe manchmal Verhalten das man nur in kommunistischen Ländern kennt (Abschalten von Lifestreams, gezielte Fehlinformationen, zeitverzögerte Lifestreams ...) heißt es ja die eigentlichen Kunden wären ganz zufrieden mit der Firma und das wäre das wichtigste. Ich kann dem nicht folgen, denn gerade Elon Musk, der denke ich pro Jahr dutzende von Interviews macht, ist genau informiert wie man eine gute Public Relation aufbaut, die auch wichtig ist, wenn die Firma Regierungsgelder erhalten will. Dazu gehört es Gallionsfiguren wie den Astronauten Ken Bowersox anzuheuern (das er kündigte wurde nicht bekannt gemacht, es kam erst raus, als das Email Postfach nicht mehr existierte und Journalisten einen Fehler beim Zustellen von Mails bekamen). aber ignorieren wir dies und sehen SpaceX nur aus der Warte eines potentiellen Kunden.

Was ist für mich als Kunde wichtig?

Die Information der Öffentlichkeit und Übertreibungen und ähnliches lasen wir also mal vollständig außen vor. Gut, fangen wir mal an mit der Falcon 1. Als diese entwickelt wurde gab SpaceX einen Startpreis von 5,7 Millionen Dollar an bei einer Nutzlast von 670 kg. Beim Jungfernflug war der Startpreis schon auf 6,7 Millionen Dollar geklettert, (Quelle), dafür aber im Ausgleich die Nutzlast auf 570 kg gesunken (bitte merken, kommt bei SpaceX öfters vor...). Beim zweiten Flug blieb die Nutzlast gleich groß, der Preis stieg auf 7 Millionen Dollar (Quelle). Beim vierten Start war sie dann schon 8 Millionen Dollar teuer. (Quelle) und als man dann die Performance kannte, sank die Nutzlast auf 420 kg und der Startpreis stieg auf 9,3 Millionen Dollar.

Konsequenterweise stellte man die Falcon 1 dann ein, wenn die Nutzlast so weit absinkt und der Preis so ansteigt. Eine neue Version, die Falcon 1e sollte das Kostenproblem lösen. Angepriesen mit 1010 kg Nutzlast musste man diese bald auf 899 kg senken und gebaut wurde sie nie. Obwohl eigentlich schon 2010 mit dem Erstflug der Falcon 9 (die dasselbe Triebwerk einsetzte) klar war, dass sie nie kommen würde, gab es sie auf der Webseite bis 2011.

Die nächste Falcon Version war die Falcon 5. Angekündigt 2004 sollte sie schon 2006 zum ersten Mal starten (eine weitere Konstante bei SpaceX ist, das bei neu vorgestellten Raketen deren Jungfernflug immer in den nächsten zwei Jahren erfolgt - zumindest bei Ankündigung). Als 2006 näher rückte wurde aus der Falcon 5 als eigenständiger Trägerrakete (Startmasse 181,4 t, maximale Nutzlast 6 t) eine Variante der größeren Falcon 9, bei der man einfach vier Triebwerke wegließ und die Tanks weniger voll füllte. Doch auch diese Version (Startmasse 154,5 t, Nutzlast nur noch 4 t) wurde nicht gebaut.

Gebaut wurde die Falcon 9. Sie taucht Ende 2004 zum ersten Mal auf der Webseite auf, mit einem angekündigten Erststart 2006 (zwei Jahre in der Zukunft). Die Nutzlast war mit 8,7 t LEO und 3,4 t GTO angegeben, zu einem Startpreis von 27 Millionen Dollar. Die Nutzlast kletterte nun langsam im Juni 2008 auf 12.500 kg, also gute 50%,während der Startpreis sich bei 54 bis 59 Millionen Dollar mit Schenkungen einpendelte. Die Nutzlast trat dann erst einen langsamen, dann schnelleren Rückzug an. Verwirrend dabei war, dass die Nutzlast für eine "Block II" Konfiguration mit 334 t Startmasse (erste Typen: 314 t) und schubstärkeren Triebwerken galten, es aber keine Angabe für die ab 2010 geflogene Version gab. Die tatsächlich geflogenen Exemplare hatten eine maximale Nutzlast von etwa 7 t.

Die Block II kam natürlich nie, obwohl sie am Schluss nur noch 9,8 t in LEO und 3 t in GTO transportierte, also 50% weniger als noch drei Jahre vorher versprochen. Dafür wurde 2011 eine neue Version mit 50% hehrer Startmasse (die dann noch von 480 auf 505 t ansteigen sollte) abgekündigt, die nun schon 2012 starten sollte. Es wurde Ende 2013 draus und die Nutzlast ist in zwei Jahren wieder von 16 t t LEO und 5,5 t GTO auf 13,15 t LEO und 4,85 t GTO gesunken.

Ein ähnliches Schicksal hatte die Falcon heavy, die ja auf Bündelung der Falcon 9 Erststufen basierte. Sie hatte zuerst eine Nutzlast von 24,75 t in LEO und 9,675 t in GEO bei 885 t Startmasse. Dies stieg an auf 32 t in LEO und 19,5 t in GTO - bei gleicher Startmasse. Immerhin stieg auch der Startpreis moderat von 78 auf 95 Millionen Dollar an. Die noch zuerst "Falcon 9 Heavy" machte dann 2011 Platz der Falcon Heavy, die schon Ende 2012 starten sollte. Bei 1400 t Startmasse (später auf 1462 t steigend) sollte sie nun 53 t in den LEO bringen, aber nur wenig mehr nämlich 21,2 t in den GTO. Dafür stieg der Startpreis von 108 auf 135 Millionen Dollar während der letzten zwei Jahre.

So verwundert es nicht, das Kunden doch etwas warten müssen. Das ist das erste Launch Manifest vom November 2005: (per Internet Wayback Machine)

Customer Launch Date Vehicle Departure Point
US Defense Dept (DARPA) Q1 2006 Falcon 1 Kwajalein
US Defense Dept (OSD/NRL) Q2 2006 Falcon 1 Vandenberg
Malaysia (ATSB) Q4 2006 Falcon 1 Kwajalein
US Government Q2 2007 Falcon 9 Kwajalein
Bigelow Aerospace Q1 2008 Falcon 9 Kwajalein
SpaceDev Q2 2008 Falcon 1 Vandenberg
MDA Corp. Q3 2008 Falcon 1 Vandenberg
Swedish Space Corp. Q4 2008 Falcon 1 Vandenberg
US Air Force $100 million contract thru 2010 Falcon 1 TBD

ATSB musste bis zum 14.7.2009 warten, also nur zweieinhalb Jahre, MDA bis zum 29.9.2013, also lächerliche 5 Jahre. Die anderen Kunden die das Launchmanifest aufweist sind alle abgesprungen auch der 100 Millionen Kontrakt der USAF, nur Bigelow ist noch auf der Liste, allerdings auch in einer ferneren Zukunft. Da trifft es sich gut, das es mit den aufblasbaren Raumstationen nicht so richtig vorwärts geht.

Also:

SpaceX hat Zeitverzögerungen von teilweise mehreren Jahren (Produkt nicht termingerecht geliefert)

Die Preise sind kräftig angestiegen, so waren mal 19,5 t in den GTO für 78 Millionen Dollar bei der Falcon 9 Heavy zu haben, nun kosten 21,2 t 136 Millionen Dollar und einen "gesharten Start" für 77,5 Millionen gibt es auch, aber nur für 6,4 t - 200% Preissteigerung!.

Die Produktspezifikationen wurden ständig geändert (Nutzlasten, Startmasse). Wer Starts auf bestimmten Trägern, wie der Falcon 1e oder 5 buchte, weil er einen Einzelstart brauchte und nicht die volle Nutzlast einer Falcon 9, der hat die Arschkarte gezogen. Insgesamt hat bisher SpaceX mehr Projekte eingestellt als verwirklicht: verwirklicht: Falcon 1, Falcon 9 "v1.0" und "v1.1". Eingestellt: Falcon 1e, Falcon 5, Falcon 9 Block II, Falcon 9 Heavy. Von dem Dragonlab will ich gar nicht erst reden (andere Baustelle).

Ich kann mir nicht vorstellen, das das auch Kunden so lustig finden, aber vielleicht brauchen die ja auch kurzweilige Unterhaltung wenn sie Monate oder Jahre auf einen Start bei SpaceX warten müssen...

Zu den Spezifikationen zählen natürlich auch die erreichten Orbits. Nach dem Falcon 9 User Guide von 2009 werden zugesichert: Abweichung im Perigäum und Apogäum 10 km, in der Inklination 0,1 Grad. Nun vergleicht man das mal mit den Angaben vor dem Start und den bisher erreichten Orbits:

Startdatum Version und Nummer geplanter Orbit erreichter Orbit Bemerkungen Quelle

4.6.2010

Falcon 9 "v1,0" Nr. 1

250 x 250 km x 34,5°

235 x 276 km x 34.5"

Oberstufe torkelt um Längs- und Rollachse, Wiederzündung scheitert

http://planet4589.org/space/jsr/back/news.629
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/001/100603prelaunch/index.html

8.12.2010

Falcon 9 "v1,0" Nr. 2

300 x 400 km x 34,5°

279 x 308 x 34,5°

Rakete kollidiert fast mit Startturm, Leitungen zerstört

http://planet4589.org/space/jsr/back/news.636
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/002/cots1_presskit.pdf

22.5.2012

Falcon 9 "v1,0" Nr. 3

310 x 340 km x 51,6°

297 x 346 x 51,6°

http://planet4589.org/space/jsr/back/news.659
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/003/launchtimeline.html

8.10.2012

Falcon 9 "v1,0" Nr. 4

310 x 325 km x 51,6°

202 x 323 km x 51,65°

Ausfall eines Triebwerks nach 68 s, Oberstufe brennt 30 s länger
Bruchstücke fallen ab. Angeblich keine Explosion

http://planet4589.org/space/jsr/trans/deutsch/jsr668de.html
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/004/status.html

1.3.2013

Falcon 9 "v1,0" Nr. 5

200 x 325 km x 51,66°

199 x 323 x 51,7!°

Ausfall eines Thrusterblocks der Dragon

http://planet4589.org/space/jsr/back/news.675
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/005/status.html

29.9.2013

Falcon 9 "v1,1" Nr. 1

300 x 1500 km x 81°

325 x 1485 x 81,0°

12 "Debris" Stücke von der zweiten Stufe in der Umlaufbahn.
Wiederzündung scheiterte.

http://planet4589.org/space/jsr/trans/deutsch/jsr688de.html
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/006/UpgradedF9DemoMission_PressKit.pdf

3.12.2013

Falcon 9 "v1,1" Nr. 2

295 x 80.000 x 20,75°

423 x 79977 x 20,46°

Über 150 km Abweichung im Perigäum

http://www.spaceflightnow.com/falcon9/007/status.html
http://www.spaceflightnow.com/falcon9/007/ses8_presskit.pdf
http://planet4589.org/space/jsr/back/news.691
6.1.2014

Falcon 9 "v1,1" Nr. 3

295 x 90.000 x 22,5° 375,6 x 90.038 x 22,45° 140 km Abweichung im Perigäum http://www.spaceflightnow.com/falcon9/008/status.html
http://www.spacex.com/sites/spacex/files/spacex_thaicom6_presskit.pdf

Vergleicht man dies, so gab es nur einen Orbit, der die schriftliche zugesicherten Spezifikationen erfüllt: beim fünften Start lagen die Abweichungen bei 1 und 2 km in Peri- und Apogäum. Das kommt vielleicht davon das der Chef der Softwareabteilung ein ehemaliger Videoprogrammierer ist (da kommt es auf Genauigkeit nicht so an) und er eine etwas komische Meinung von der Zuverlässigkeit der Software hat: "and the software chief [at SpaceX] said he didn’t worry about errors because ‘there were no mistakes in the software.’  (Quelle). Konsequenterweise wird auch wenn die Programme einen Start abbrechen weil ein Triebwerk nicht die Sollparameter erreicht dann einfach die Grenzwerte geändert - so zweimal geschehen, das letzte Mal beim SES-8 Start. (Wozu wurden dann die Grenzwerte so festgelegt?). Nun ja bei SpaceX ist alles irgendwie anders, wie in einem Wurmloch verlängern sich Dimensionen, nimmt das Gewicht zu und dehnt sich die Zeit. Vielleicht sollten sich die Astrophysiker dies aml genauer ansehen.


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