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Web Log Teil 395: 19.8.2014 - 24.8.2014

19.8.2014: Ein neuer PC und Windows 8.1

Seit Donnerstag ist er da: mein neuer PC. Den Alten, den ich seit November 2009 habe wollte ich nach fünf Jahren ersetzen und als sich seit April einige Bluescreens oder Reboots häuften stand fest dass ich nicht so lange warte. Es hat so lange gedauert, weil ich von der Stange nichts fand was mir gefiel. Da ich meinen Alten vor eineinhalb Jahren mit einer SSD aufgerüstet hatte, wollte ich einen mit 3 TB Platte als Datenhalde und weil ich die Problematik kenne, später mal Speicher aufzurüsten, gleich mit 16 gb Speicher. So was gabs nicht oder ich hätte noch eine Grafikkarte extra bezahlen sollen. Kann sein, dass ich so was mal brauche doch dann kaufe ich es mir extra bis jetzt reicht mir die OnBoard Grafik völlig. Nun habe ich den letzten PC den ich selbst konfektioniert habe 1999 gekauft und da gab es noch nicht Hundert Mainboards und ebenso viele Prozessoren und Festplatten sowie Speichermodule. Das erschwert einem das ganze zudem ist man dann selbst verantwortlich ob auch alles zusammenpasst.

Schließlich habe ich nach einigen guten Kritiken mich für Hardwareversand.de entschieden und dort ein System modifiziert. Geworden ist es dann ein Rechner mit iCore I5 4690 Prozessor 3 TB Platte und 16 GB RAM für 630 Euro, erstmals seit Jahren teurer, aber ich denke ich werde ihn auch lange einsetzen, das Motherboard hat zumindest nur Festkörperkondensatoren was seine Lebensdauer erhöhen sollte. Detail am Rande: die Kühler werden immer monströser. Obwohl beide Prozessoren dieselbe TDP haben (65 Watt) ist der Kühler deutlich größer als der vom alten Rechner und dieser war schon größer als beim Vorgänger, obwohl der eine TDP von 90 Watt hatte. Viel größer geht nun nicht mehr.

GrafikDie Inbetriebnahme war schnell erledigt: Alte (zweite) Festplatte ausbauen, SSD ausbauen in neuen Rechner einbauen. BIOS Einstellungen vornehmen und booten. Windows 7 holte die meisten Treiber sich automatisch die anderen bekam man über die Suchfunktion des Gerätemanagers von der CD oder Online. Beeindruckend ist der "Schwuppiditätsfaktor", das bedeutet das System ist spürbar schneller. Man merkt es schon beim Start - vom Einschalten bis zur Windows 7 Oberfläche in etwas über 30 s hatte ich vorher nie. Das dauerte früher immer 2 Minuten. Dabei ist die absolute Rechenleistung pro Core gar nicht mal so viel größer. Ich bin seit einigen Monaten Bestandteil von BONIC, wo man die nicht benötigte Rechenzeit für wissenschaftliche Projekte zur Verfügung stellt, in meinem Falle Climaprediction.net und Rosetta@home. Wenn ich dort ein Benchmark laufen lasse, dann hat er 3.8 GFLOPS und 16.300 MIPS pro Prozessor, beim alten waren es 2,3 und 5.700. So gesehen ist er nur um 50% schneller bei Fließkommaoperationen und dreimal schneller bei Ganzzahlen. Das erste korrespondiert gut mit dem Unterschied der Taktfrequenz (maximal 4 GHz zu 2,6 GHz). Da das System alle Prozessoren nutzt ergibt sich dann doch ein deutlicher Anstieg wie man auch an der Grafik der "Credits" sieht.  Der Rechner wurde am 14.8. angeschafft und seitdem ist der Durschnitt von 200 auf 600 geklettert - entsprechend 50% Steigerung pro Prozessor und doppelt so vielen Cores.

Der alte Rechner wird noch weiter genutzt: ich hatte vor ihn in unser Ferienhaus zu bringen. Nicht für die Gäste, sondern für mich privat. Ich habe dann mal Windows 8 drauf installiert, als ehemaliger Dozent hatte ich ja noch die Keys dafür. Das Upgraden auf Windows 8.1 ging auch gut. Dann jedoch begann der Ärger. Das Hauptärgernis, diese Kacheloberfläche, bekam ich ja durch die Classic Shell wieder weg. Keine Ahnung was Microsoft da geritten hat das einfach aufzufindenden Systemmenü und den Desktop wegzublenden. Dann wollte ich mal nicht so sein und probierte mal eine "App" aus. So heißen ja nun alle Programme. Okay, früher hießen sie Commands, dann Executables nun eben Apps - ich bevorzuge den Begriff Programme, den man auch in Deutsch verwenden kann ohne zu denglischen. So was ging nur beim Verknüpfen mit einem Microsoft Konto. Nachdem das geschah, war zwar die App da aber nicht auf dem Desktop, sondern nur auf dieser Kacheloberfläche. Da nützt sie mir nichts. Ich wollte sie wie die Windows 7 Gagdets transparent auf dem Desktop haben. Die Gagdets oder Minianwendungen hat man ja wegrationalisiert. Microsoft ist schon komisch, das war etas was mir an Windows 7 gefiel. So kann man sich die Prozessorauslastung und Netzwerkauslastung ansehen ohne den Taskmanager zu bemühen. Auch das kann man nachrüsten, aber nicht in der gleichen Flexibilität.

Das Erwachen kam beim nächsten Login - Windows hat die Anmeldung mit der von dem MSN-Konto vertauscht. Das hat seit dem letzten Passwortklau im April ein wirklich kompliziertes und langes Passwort bei dem ich auf den Browser vertraue, der es sich merkt und zur Sicherheit noch in einer Textdatei gespeichert. In der Datei nützt mir aber nichts wenn ich die Datei nicht öffnen kann. Noch unverschämter - ohne Internetanbindung kann man nun auch sich nicht mehr einloggen. Das ist eine glatte Unverschämtheit mal von der Verdongelung ganz abgesehen.

Genauso scheint die Treibersuche verbesserbar zu sein. Erstmals musste ich keine Treiber von Hand nachinstallieren, allerdings hat die Automatik einige Maken. Als der Rechner mehrmals aus dem Energiesparmodus nicht oder erst nach etlichen Minuten aufwachte suchte ich nach Problemen - und siehe da Windows ist der Meinung das mein AMD Rechner mit Onboard ATI HD 3200 Grafik Intel Grafiktreiber benötige und hat die auch installiert....

Also für ein paar Wochen im Jahr im Ferienhaus reicht's noch, aber dauerhaft will ich das nicht haben.

20.8.2014: Lieber nachdenken als eine neue Rakete

Ich greife mal erneut das Thema "Europäische Trägerraketenentwicklung" im weiteren Umfeld auf. Wie aufmerksamen Bloglesern sicher bekannt wird da seit einigen Jahren über die Richtung diskutiert mit zwei gegensätzlichen Positionen von Frankreich und Deutschland. Deutschland will die Ariane 5 ME und Frankreich gleich die Ariane 6. Beim letzten Konzil hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt - beides kommt. Das letzte Konzil war 2011, das nächste wird dieses Jahr sein und natürlich gab es im Vorfeld schon einige Meldungen dazu.

Von Deutschland ging das Signal aus: "Wir können den Ariane 6 Entwurf so nicht akzeptieren, weil da zu wenig für die deutsche Industrie drin ist". Zypries als neue Ministerin kündigte zudem an, dass man über ein Jahrzehnt nicht mehr Geld für Trägerraketen ausgeben könnte. Das ist ein Problem, denn zum einen gibt es zwei Projekte (Ariane 5 ME und 6) und zum anderen ist selbst wenn dann Deutschland bei der Ariane 1 einsteigt der Anteil begrenzt, denn die Ariane 6 wird mehr als dreimal teurer las die ME.

Von Frankreich gab es dann neben dem Festhalten an dem bisherigen Entwurf auch Signale, dass man abbauen müsste - Mitarbeiter, aber auch Produktionsstätten (von 20 auf 2-3). Die Industrie scheint einen neuen (zweiten) Entwurf selbstständig erarbeitet zu haben als Alternative zum bisherigen Konzept. Bekannt ist er noch nicht. Frankreichs Forderung nach Verschlankung kommt sie auch nach indem Airbus und Air Liquide ihre Sektionen für den raketenbau auslagern und zusammenlegen. Mitarbeiter haben schon gegen den Stellenabbau demonstriert.

Soviel zur bisherigen Entwicklung. Links schenke ich mir. Wer bei Spacenews.com und Spaceflightnow.com nach Ariane 6 und Ariane 5 sucht, wird die Meldungen aber leicht finden. Ich will aber den Fokus auf ein grundsätzliches Problem legen, das nun weniger etwas mit Ariane 5 und 6 zu tun hat: der Situation in Europa. Ariane 1 entstand weil man autonom sein sollte. Nicht abhängig von den USA bei den Starts, Damals startete nur die NASA Satelliten und die hatte schon bei den ersten europäischen Kommunikationssatelliten Auflagen gemacht. Ariane 1 war wichtig, damit Europa überhaupt eigenständig war und nicht Transponder von US-Satelliten anmieten musste.

Der kommerzielle Erfolg, aber auch ambitionierte Projekte in der bemannten Raumfahrt, die einen größeren Träger erforderten führten zur Ariane 5. Sie sollte die Ariane 4 beim Transport ablösen und wird dafür auch von der ESA erweitert, nachdem die erste Version noch stark auf die bemannten Projekte ausgelegt war.

Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Arianespace wird seit 2005 von der ESA unterstützt. Zuerst mit 240 Millionen Euro pro Jahr, inzwischen rund 120 Millionen Euro. Damit soll die Firma eine schwarze Null schreiben, nachdem die Startpreise stark gesunken sind. Schuld daran ist nicht SpaceX, 2005 hatten die noch nicht mal ihren ersten Falcon 1 Start absolviert. Schuld daran sind die russischen Anbieter die zum Sinken der Startpreise führten. Das führte auch zum Ausstieg von Boeing und Lockheed Martin und deren Konzentration auf das US-Geschäft mit der Regierung. Daran hat sich nichts geändert. Glaubt man Jewgeni-7 so kosten die Zenit und Proton in der Fertigung 1,4 und 1,5 Milliarden Rubel, das sind 30 bzw. 32 Millionen Euro also ein Viertel der Kosten einer Ariane 5 bei der halben Nutzlast. SpaceX wird nun von Arianespace als neue Bedrohung angeführt um Geld loszuweisen. (Real bekam SpaceX in den letzten zwei Jahren die Startaufträge die ILS wegen Fehlstarts der Proton verlor, Das Auftragsbuch von Arianespace ist genauso voll oder leer wie vor zwei Jahren)

Warum ist die Fertigung so teuer? Es gibt einige Gründe dafür. Das erste ist das die Rakete durch die ESA entwickelt wird und damit greifen die ESA Regeln. Das wichtigste ist dabei das Prinzip des "geografischen Rückflusses". Kurz gesagt: wenn ein Land 10% der Mittel aufbringt, so muss es auch 10% der Aufträge bekommen. Das führt dazu das Aufträge nicht nach niedrigsten Fertigungskosten verteilt werden sondern danach wer sie erfüllen kann. Man muss zudem beim Design darauf achten dass für jedes Land auch etwas dabei ist. Das sieht man jetzt ja am Ariane 6 Entwurf der nach DLR Angaben praktisch nur noch 2-3 Länder in Europa durchgeführt werden kann. Das DLR will natürlich einen anderen, der aber wahrscheinlich teurer wird. Es führt dazu, dass die Rakete in ganz Europa gefertigt wird und dann zusammengebaut wird. Beim Haupttriebwerk kommt die Brennkammer aus Deutschland, aber die turbopumpe aus Schweden. Zusammengebaut wird es in Frankreich. So kommt man zu den ein bis zwei Dutzend Produktionsstätten. Es ist klar, dass dies teurer ist als eine zentrale Fertigung.

Als zweites hat bisher immer Frankreich die Entwicklung geleitet. Das ist an und für sich nichts schlimmes, doch war dies kein Selbstzweck. Das Land hat immer darauf geachtet, dass alle Neuentwicklungen in Frankreich stattfinden. Deutschland als zweiter Partner hat das genau Gegenteil gemacht: man hat sich damit begnügt Aufträge zu bekommen, aber nicht Wert drauf gelegt Technologien zu entwickeln. Das bedeutet man entwickelt an vielen Stellen einzelne Teile, aber nur selten eine komplette Stufe und wenn, wie bei der EPS, dann ist es eine Druckgeförderte mit kleinem Schub, also nicht gerade Hightech. Frankreich fertigt dagegen das Viking und Vinci, die leichtgewichtigen EPC Tanks etc. Stattdessen strebt man Integrationsaufträge an. Die sind lukrativ, man baut das zusammen was andere entwickelt haben, muss aber selbst nichts entwickeln. Das hat dazu geführt, dass Deutschland beim aktuellen Ariane 6 Konzept kaum Aufgaben hat. Leichtgewichtige und große Feststoffbooster haben Frankreich und Italien zusammen für die Vega entwickelt, das Vinci Triebwerk kommt (natürlich)aus Frankreich und die leichten Tanks von Air Liquide. Da bleibt nicht mehr viel übrig: Stufenadapter, VEB, Schubrahmen. Die Fairing wird von Ruag Space wie immer gefertigt.

So verwundert nicht, dass nun die Forderung nach Stellenabbau und weniger Produktionsstätten kommt, was aber bei Beibehaltung des geografischen Returns bedeutet, dass auch nur noch zwei bis drei Länder die Rakete entwickeln. Die Alternative wäre das man das Prinzip aufgibt, was aber dann noch mehr Solidarität voraussetzt: man finanziert eine Rakete mit und hat nur indirekt was davon indem man Satelliten starten kann. Trotzdem müsste Frankreich seine bisherige Politik aufgeben und technologische Entwicklungen woanders zulassen. Denn sonst läuft es wirklich nur auf eine Franko-italienische Ariane heraus.

Doch das ist nicht das einzige Problem. Was Ariane 5 und wahrscheinlich auch Ariane 6 von allen Konkurrenten unterscheidet ist der Anteil an kommerziellen Aufträgen. Selbst als Atlas und Delta noch angeboten wurden, waren mehr als die Hälfte aller Starts für das DoD und die NASA. Russland startet mehr Satelliten mit der Proton als ILS. Bei der Sojus ist der Anteil sogar noch höher. Lediglich die Zenit wird fast nur kommerziell eingesetzt. Die ESA macht vielleicht einen Arianestart pro Jahr, der Rest ist kommerziell und daher gibt es auch diese Abhängigkeit von diesem Markt.

Was ist die Lösung? Noch eine Rakete? Das löst das Problem nicht. Eventuell wäre es sinnvoller zu überlegen, ob man nicht zum ursprünglichen Zweck zurückkehrt: dem autonomen Zugang zum Weltraum. Anstatt die Fertigung zu subventionieren und nochmals 4 Milliarden für eine neue Rakete auszugeben die zu 75-90% nur anderen nützt, könnte man auch sagen: okay Ariane 5 ist teurer, dann sind unsere Starts teurer aber wir sparen die Subvention, wenn wir nicht auch noch für Andere die Starts verbilligen und noch eine neue Rakete bauen. In der Summe ist es billiger. Die ESC-B Oberstufe gibt die nötige Flexibilität, dass man auch bei ESA Planetenmissionen keinen eigenen Start braucht. Das ist nichts ungewöhnliches: Delta, Atlas, H-II, GSLV starten auch nur nationale Nutzlasten. Vielleicht mal ein Gedanke über den man nachdenken sollte.

21.8.2014: Life is Fun

Gestern habe ich mal wieder bei Google Analytics reingeschaut. Das wird ja immer weiter aufgebohrt und klärt mich nun auch über das Geschlecht und die Altersstruktur der Besucher auf. Da gab es als Funktion auch die Auswertung der Websuche. Die gibt es bei mir im Blog (rechte Spalte) und der Webseite (Navigationsleiste oben). Erstaunt hat mich Platz 1 "Life is fun!". Ich bin mir zu 100% sicher, das man diese drei Worte nirgends bei mir finden wird - bis jetzt. Trotzdem wird danach gesucht. Zeit also dafür zu sorgen dass die armen Suchenden auch was finden....

Der Spruch ist ja interpretierbar. Wörtlich heißt es "Leben ist Spaß". Da im Leben, das dürfte allgemein bekannt sein, ist nicht alles Spaß ist was einem im Leben passiert. Vielleicht ist wohl eher gemeint: Im Leben (möglichst) viel Spaß haben. Mein Motto ist es nicht, wenn ich mal einen Satz nehme wo Leben drin vorkommt, dann eher "Das Leben ist nicht fair", oder um es mit Monthy Phyton zu sagen: "Life is a shit, when you look at it".

Ich denke man kann sich als Ziel setzen, im Leben Spaß zu haben. So würde ich das wohl nach einigem Nachdenken sehen, denn da jeder irgendwann mal Probleme hat und Leben daher nicht nur Spaß sein kann ist logisch. Selbst wer materiell abgesichert ist, kann krank werden, sich unglücklich verlieben, von anderen Menschen enttäuscht werden etc. Man muss dafür nicht Schicksalsschläge bemühen. Ich habe auch meine Zweifel, dass man alles negative was einem wiederfährt positiv sehen kann, so nach dem Grundsatz: nur die Einstellung bewirkt ob etwas positiv oder negativ ist. Natürlich kann man in vielen Dingen auch positive Aspekte sehen, aber nicht in allem. Manches ist eben nur negativ oder weitgehend negativ und es macht keinen Spaß.

Die Möglichkeiten die Tatsachen anders zu sehen halte ich zudem für begrenzt.

Was heißt für mich am Leben Spaß haben? Nun in den seltensten Fällen kommt der Spaß von alleine, auch wenn es das gibt, z.B. wäre ein schöner, warmer Sonnentag bei dem man Sonnenbaden könnte nach diesem Schmuddelwetter sicher sehr angenehm und könnte unter "Spaß" laufen. Aber in der Regel muss man für Spaß sorgen, das sind aktive Tätigkeiten die nicht umsonst Aktivitäten. heißen: Reisen, Ausgehen, Besuche, Kaufen, Sport etc.

Das ist sicher ein Motto das man sich im Leben geben kann. Das ganze hat meist Grenzen. Zumindest finanzielle, denn die meisten Dinge die Spaß machen kosten etwas. Meistens verändert das Alter die Möglichkeiten Spaß zu haben. Viele Dinge die mit körperlicher Aktivität zu tun haben, gehen nicht mehr so gut oder man verändert die Einstellung, sieht andere Aspekte wie das Verletzungsrisiko z.B. bei Fun-Sportarten. Beruf und Familie können Zeit fordern und die Möglichkeiten für Fun, z.B. mal eine Reise ganz um die Welt, über einige Monate, sehr limitieren und wenn Kinder da sind, sinken die Möglichkeiten alleine Fun zu haben drastisch, dafür können auch Kinder Fun machen, zumindest zeitweise.

Aber ich halte das Motto für besser als sein Leben nur danach zu richten "erfolgreich" zu sein, weil das meist auf Kosten anderer geht. Entweder durch Ausbeutung, Verdrängung oder Benachteiligung. Manche haben dann das Bedürfnis, in den späten Jahren was gut zu machen und richten mit dem verdienten Geld (meistens aber nicht immer wird Erfolg pekuniär gemessen) dann eine Stiftung ein.

Die beste Möglichkeit, ein Leben unter einem Motto zu stellen, ist sich selbst zu entwickeln. Also daran zu arbeiten ein besserer Mensch zu werden, sowohl zu sich wie auch zu anderen, innere Zufriedenheit gewinnen. Ich denke davon findet sich vieles im Buddhismus. Weil man als besserer Mensch immer auch zu anderen gut sein muss, sonst ist man kein besserer Mensch, nützt das allen. Alternativ nicht sich selbst zu verbessern, dafür aber die Welt, was einem auch Erfüllung geben kann. Das nützt anderen sogar noch mehr.

Ich selbst habe wohl mehr als Motto mich selbst intellektuell weiterzuentwickeln. Was dazuzulernen, was begreifen und das auch an andere weiterzugeben. Das mag ein Teilaspekt des "bessern Menschen" sein, aber da ich einen ziemlich ausgeprägten Charakter habe, der auch sehr beständig ist, wird's nicht für viel mehr reichen. Immerhin nützt es auch anderen.

Ich finde "life is fun" als Lebensmotto irgendwie oberflächlich. Ich denke dann an Trendsportarten, Shopping, Obwohl man sicher auch das Treffen mit Freunden oder Konzertbesuche darunter sehen könnte. Schön wäre es wenn die Arbeit Spaß machen würde, leider ist das meistens nicht der Fall und nur wenige können es sich leisten nur das zu machen, was Spaß macht. Mir fällt da ein Mädchen ein über das ich mal bei Youtube sah und die eine ganze Reihe und in der es nur um Kosmetik geht, welcher Lippenstift zu was passt etc. Glücklich, wenn man keine anderen Probleme hat, aber auch ziemlich traurig wenn man so viel Zeit mit so oberflächlichen Dingen verbringt.

So, zuletzt noch eine andere Möglichkeit für ein Lebensmotto:

https://www.youtube.com/watch?v=Bm8UWmXCMAg

23.8.2014: Der 2.500-ste Blogeintrag

... ist dieser, zumindest nach der Wordpress Zählung. Zeit zurückzublicken. Er begann am 14.6.2006 mit einem Beitrag über ein Webphänomen. Die beiden Mädchen haben sogar noch eine Show moderiert, die aber mies gemacht war und auch weitgehend unterging. Das war vor etwas mehr als acht Jahren, seitdem gab es also rund 300 pro Jahr. Während des ersten Jahrs war es kein echter Blog, sondern nur nummerierte Webseiten. Dem bin ich auch treu geblieben. Zuerst entsteht jeder Beitrag als HTNL Seite unter Weblogxxx (xxx=395 für den aktuellen) und dann erst per Copy und Paste in Wordpress. Schlicht und einfach weil es bequemer ist.

Ein Jahr später )fast genau vor 7 Jahren)  habe ich dann einen echten Blog mit Wordpress aufgesetzt. Schuld daran das ich so lange zögerte, war nicht das Misstrauen gegen Wordpress und damit dass man sich auch anfällig macht (das müssen nicht mal Hacker sein, da Wordpress viel mit PHP arbeitet, dauert schon unter normalen Umständen das Rendern einer Seite mehrere Sekunden, wenn dann absichtlich oder durch einen Link in einer vielgelesenen Seite dann viele Besucher kommen hat man schnell eine DOS (Denial of Service) Situation). Der Grund warum ich zögerte war, dass ich bisher wusste wie ich meine Webseite neu aufsetzen muss, wenn ich mal den Hoster wechsele (mittlerweile bin ich beim vierten nach UUNET, Strato, 1blu nun bei All-Inkl.com) war mir nicht klar was ich beim Blog machen muss.

Die Befürchtungen waren nicht unbegründet, denn nachdem Wordpress mal zwischendurch die Standardcodierung wechselte waren nach dem letzten Umzug Mitte 2011 in allen alten Blogs die Nicht-ASCII Zeichen falsch. Bei den Umlauten konnte ich das noch über Search/Replace des Datenbankdumps retten, aber nicht bei allen Zeichen. Ich bin übrigens da nicht der einzige. Vorgestern bekam ich eine Mail weil ich mal ein Tool zum Extrahieren von Videos aus dem Browsercache schrieb, ob er den so seine Webseite retten könne bei dem der Provider die Datenbank geschrottet hat. Angeblich habe dieser kein Backup (halte ich für eher unwahrscheinlich, zumindest bei den größeren Providern). Ich habe ihn an das Internet Archiv verweisen, wo er mit etwas Glück viele seiner Seiten archiviert findet.

Seitdem schreibe ich fast jeden Tag einen Blog und mich wundert immer wieder das mir noch was einfällt. Dabei lasse ich mich auch von den Kommentaren inspirieren. Über SpaceX gäbe es sicher nur halb so viel wenn ich nicht in den Kommentaren auf so vieles stoße das man richtigstellen sollte oder über das man nachdenken muss. Also wenn ihr mehr Beiträge zum Thema X haben wollt - fleißig Kommentieren.

Was sich noch nicht erfüllt hat ist meine Vision mal nur jeden zweiten Beitrag zu verfassen, den Rest sollen Gastautoren machen. Leider sind das bisher nur 82 der registrierten Gastautoren, (dazu noch einige unregistrierte die mir nur einen Beitrag geschickt haben).

Eigentlich sollte ich ja mehr an anderer Stelle machen - an der eigentlichen Webseite oder meinen Büchern. Das würde wahrscheinlich auch den Besuchern mehr bringen, denn da beschäftige ich mich mehr mit dauerhaften Dingen und gehe tiefer in die Materie. Der Fluch des Blogs ist die Rückmeldung. Wenn jemand was an der Webseite nicht gefällt oder gefällt, dann merke ich das meist nicht, selten gibt es mal eine lobende Mail, eher noch Beschwerden über mangelnde Rechtschreibung. Bei den Büchern ist es noch weniger Rückmeldung, persönlich bekomme ich fast nichts und Kritiken auf Amazon auch nur alle paar Monate. Das verzerrt die Wahrnehmung als würden so viele Leute den Blog lesen und alles andere wäre unwichtig. Nun ja gegenüber den Büchern wird er viel gelesen, aber gegenüber der Webseite sind es nur ein Viertel aller Zugriffe.

So nun noch etwas Statistik.

Der am meisten betuchteste Tag war der 30.3.2014 mit 2020 Besuchen. Der allzeit beliebteste Artikel (wen wunderts) ein Testbericht über ein ALDI Fahrrad mit über 40.000 Abrufen. Testberichte findet man auch auf den vorderen Plätzen. Immerhin 6380 Leute wollen noch wissen wer das alles verzapft und der erste Nicht-Test Blogeintrag mit vielen Seitenabrufen beschäftigt sich mit einem Thema das wohl vielen am Herzen liegt (6132 ums genau zu nehmen).

Es gab nach der Statistikfunktion von Jetpack 5250 Kommentare, allerdings listet Wordpress selbst 10.924, wobei ich denke da zählen auch Trackbacks mit, also Verlinkungen auf die Seite. Viel größer ist der SPAM, das sind über 150.000, die gottseidank dank des Aksimet Plugins aussortiert werden. Ab und an rutscht einer durch das Raster doch ich hoffe ich erwische ihn trotzdem. Wahrscheinlich könnte man das ganz abstellen, wenn man bei den Kommentaren das Homepage-Feld deaktiviert, aber die wenigen die eine haben wollen das wohl nicht. SPAM mit URLs im Text werden schon zuverlässig assortiert. An der stelle noch den Tipp nicht zu viele Links in einen Post einzubauen, sonst wird er auch als SPAM markiert.

So, nun aber zu dem Rätsel auf dass ihr sicher alle schon nach der gestrigen Ankündigung wartet. Zu gewinnen gibt es mein neuestes und auch umfangreichstes Buch:

Die Rätselfrage ist nicht ganz einfach, aber auch nicht unlösbar:

Wie viele Editionen habe ich bisher bei BOD veröffentlicht?

Viel Spaß beim Raten oder recherchieren!

24.8.2014: Galileo und des Rätsels Lösung

Tja nun hat auch Arianespace ihre Anomaly, wobei das bei einer Bahnabweichung wohl eher passt als bei einer Explosion (irgendwo muss das Wort ja verwendet werden, nur wenn alles eine Anomaly ist von einem verzögerten aber harmlosen Triebwerksstart bis hin zu Explosion des Trägers dann dient es wohl eher zur Vertuschung und zum Werfen von Nebelkerzen. Zur Tatsache: Nach Absetzen der beiden Galileo Satelliten hat Arianespace bemerkt das die Umlaufbahn nicht stimmt. Nach dem Pressrelease, das man anders als bei SpaceX auch bekommt wenn es eine anomly gibt heißt es:

The targeted orbit was circular, inclined at 55 degrees with a semi major
axis of 29,900 kilometers. The satellites are now in an elliptical orbit,
with excentricity of 0.23, a semi major axis of 26,200 km and inclined at
49.8 degrees.

Nach NORAD haben die Satelliten einen Orbit von Perigäum: 13715,4 km, Apogäum: 25876,4 km Inklination 49,7 Grad. Geplant war einer in 23.500 km Höhe. Da Apogäum wie Perigäum und Inklination nicht stimmen würde ich drauf tippen, das die Oberstufe bei der Zündung in die falsche Richtung schaute. Die Zündung hob so nicht nur das Perigäum an und die Inklination sondern auch das Apogäum. Das man das nicht sofort bemerkt ist auch klar, da man für die Bestimmung der Bahn einen größeren Abschnitt verfolgen muss. Hat man nur die Abtrennungsgeschwindigkeit so kann die per Zufall auch korrekt sein und die Höhe wird schon vorher gestimmt haben, da eine Zündung nur im Apogäum der Transferbahn sinnvoll ist.

Meiner Ansicht nach braucht Europa kein Galileo. Schon bevor man es konzipierte, hatten die USA schon die wegen des Militärs früher eingeführte künstliche Signalverschlechterung für zivile Anwendungen abgeschaltet. Russland hatte Glonass als Konkurrenzsystem und China sein eigenes System angekündigt. Selbst wenn es dann bei einem Konflikt eines abgeschaltet wird, was ich für eher unwahrscheinlich halte, gibt es dann noch zwei Systeme. Und wenn zwei Länder abschalten weil sie einen Konflikt miteinander haben, ist Navigation das kleinste Problem das man noch hat.

Das das System von der Industrie finanziert wird, weil man exklusive Anwendungen erstellen könnte, hat sich ja auch bald als Irrtum herausgestellt. Dazu wurde es noch viel teurer als geplant und verzögerte sich enorm. Der erste Testsatellit Giove A wurde schon 2005 in den Orbit gebracht, 10 Jahre später ist es noch nicht operationell. Man hätte ja ein bisschen Startkosten einsparen können, wenn man die ESC-B rechtzeitig entwickelt hätte - ich errechne für sie eine Nutzlast in den Galileo Orbit von 6500 kg, zwei Satelliten wiegen mit Adapter 1.600 kg, so hätte man acht Satelliten (anstatt vier bei der Ariane 5 ES) auf einmal befördern können und das System wäre nach 4 Starts Einsatzbereit. Damit hätte man über 500 Millionen Euro für Starts einsparen können. Damit wäre auch die ESC-B Entwicklung preiswerter gewesen. Die nächsten Satelliten werden mit der Ariane 5 ES gestartet werden , drei Starts kosten knapp 500 Millionen Euro für jeweils vier Satelliten. Ob damit das gleiche nicht wie bei der Fregat passiert ist nicht ausgeschlossen, auch die EPS hatte schon einen Ausfall beim zehnten Ariane Start wo man eine zu niedrige Umlaufbahn erreichte.

Zuletzt noch was zum Rätsel. "Kortaffel" hatte recht. Es sind 27. Ich machte es mir ganz einfach und zählte einfach alle Bücher im Regal durch, da ich ja von jedem Buch ein Exemplar habe. Doch ich vergaß, dass ich noch eines zum Lesen draußen hatte (ja ich schreibe die auch um selbst was nachzuschlagen) und so dachte ich zuerst es wären 26. "Kortaffel" sollte sich noch mit der Adresse bei mir melden. Das Buch kann man wenn man es nicht so mit dem Lesen hat auch anderswo einsetzen: Als Monitorfuss, zum Angeben ("Habe ich alles gelesen, vom Experten auf dem Gebiet") oder um anderen Personen schwere Kopfverletzungen beizubringen...

Ich habe jetzt zur Reduktion von SPAM die Option eingeschaltet dass man nur im Blog kommentieren darf, wenn man schon mal kommentiert hat (betrifft also alle nicht, die schon mindestens einen Kommentar abgesetzt haben). Alle anderen müssen erst von mir freigeschaltet werden und ich schaue nicht permanent nach den Mails. Also ein bisschen Geduld haben.


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