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Web Log Teil 41 : 13.10.2007-19.10.2007

Samstag 13.10.2007: Nobelpreise

Persönlich hat mich gefreut, dass nach 20 Jahren mal wieder ein Chemie Nobelpreis nach Deutschland ging, auch wenn ich spontan mit dem Stichwort "GMR Effekt" für den Physiknobelpreis mehr anfangen konnte. Doch für viele chemische Reaktionen sind natürlich Oberflächeneffekte enorm wichtig. Schade, nur das die deutsche Automobilindustrie offensichtlich nicht die Erkenntnisse unserer Wissenschaftler nutzen kann, denn bekanntlicherweise weigert sie sich seit Jahren effektive Rußfilter für Dieselfahrzeuge zu fertigen. Und da habe ich schon eine schöne Überleitung zum Friedensnobelpreis gefunden. Al Gore war mir vorher hinsichtlich seines Umweltengagements nur in Erinnerung durch eine Raumsonde, die er in einem der Librationspunkte stationieren wollte, 1.5 Millionen km näher zur Sonne. Dort bleibt die Raumsonde praktisch ortsfest und könnte mit einem Teleskop ein Bild der ständig beleuchteten Erde machen. Dieses sollte die Menschen sensibilisieren für den Umweltschutz. Ich habe daran meine Zweifel, weil es sehr bald Routine werden würde. Vor allem wäre das sicher auch zu erreichen, indem man einfach eine Kamera auf eine Raumsonde packt, die sowieso in den L5 Punkt fliegt wie z.B. Kepler oder in der Vergangenheit Genesis.

Er hat im Februar einen Oskar für einen Film bekommen, der aber in britischen Schulen nicht ohne den Hinweis gezeigt werden darf, dass vieles dort nicht wissenschaftlich korrekt ist. Er selbst scheint nicht gerade ökologisch zu leben, wie die meisten Amerikanern mit großem Auto und Klimaanlagen im Haus.

Viele sagten die Entscheidung des Nobelpreiskommitees wäre eine politische Entscheidung um der derzeitigen Regierung, die absolut nichts von der  Umsetzung von Klimaschutzzielen hält, einen Denkzettel zu verpassen. Andere meinen, man hätte eine Symbolfigur ausgezeichnet, ohne die es eben nicht geht. Die letzten Verleihungen gingen immer an Menschenrechtler, die man in Deutschland kaum kannte. Ich hatte nie das Gefühl, dass sich das Nobelpreiskomitee nach Popularitäten richtet. Vergleiche ich die Arbeit Al Gores und die Jimmy Carters, der auch den Friedensnobelpreis bekommen hat, so meine ich es wäre genug, das IPCC alleine auszuzeichnen. Ich finde Al Gore hat sicherlich einiges bewegt, aber er lebt auch davon nicht schlecht und ich sehe in seinem persönlichen Lebensstill keine Änderung, die zeigen würde, dass er auch selbst etwas tun will.

Nein, ich rede nicht aus dem bequemen Sessel aus, von etwas was ich nicht verstehe, im Gegenteil, es ist ziemlich kalt heute, aber ich habe die Heizung ist aus. Die wird bei mir nur angeschaltet wenn es zu mir mit dickem Pullover und gefütteter Hose zu kalt ist, und so kalt ist es noch nicht. Abends wird sie komplett abgeschaltet. Geräte hängen bei mir an schaltbaren Steckdosen, die vor dem Zubettgehen ausgeschaltet werden.  Ich fahre nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die letzte Reise mit einem Flugzeug war vor 30 Jahren. In meinem Verständnis fängt der Klimaschutz bei jedem selbst an und wenn man sich selbst geändert hat, dann kann man auch versuchen andere zu verändern. Wer jedoch selbst nicht zu Opfern bereit ist, und trotzdem als Prediger auftritt ist unredlich und sei er auch noch so populär.

So, nachdem die letzten Rätsel so schnell gelöst wurden. Heute ein schwierigeres: Was ist das?

Montag 15.10.2007: Warum denkt niemand daran?

Ich möchte heute mal mein Augenmerk auf zwei Dinge legen, die meiner Ansicht nach auf der Hand liegen, aber an die offensichtlich keiner denkt. Das erste kam mir, seit ich eine portable 2.5" Festplatte habe. Angeschafft habe ich sie, weil ich damals kein DSL hatte und dies mir ermöglichte alle größeren Downloads im Geschäft herunter zu laden und dann daheim aufzuspielen. Seitdem ich DSL habe, brauche ich sie dafür nicht, aber ich nutze sie regelmäßig zum Datenaustausch zwischen Geschäft und Zuhause wobei die Synchronisation mit meinem Programm Filesync erfolgt.

Eigentlich wäre das aber nicht nötig.- Obwohl die Festplatte mit 80 GB nicht gerade riesig ist, ginge ein komplettes Windows XP oder sogar Vista mit den Programmen drauf. Das gleiche gilt auch für die Daten die ich brauche (sicher nicht für alle Bilder der Digitalkamera und alle Videos). Damit hätte man das wesentliche, was man braucht in der Hosentasche, könnte es im Urlaub in einen Computer einstöpseln, Zugriff auf die Bookmarks, Mails, Dokumente, Adressen, Lieblingsprogramme und Tools.

Leider hat daran fast niemand gedacht. Windows XP kann man nicht auf einer portablen Festplatte oder einem USB Speicherstick (der bei 4-8 GB auch groß genug wäre) booten. Vista soll es mit einigem Aufwand können. Aber eine einfache und saubere Möglichkeit existiert nicht. auch Linux macht da keine Ausnahme. Als ich Knoppix, das ja wegen seinem Konzept der Boot CD am besten damit zurecht kommen sollte, auf die Festplatte installierte, bog es den MBR (Masterbootrecord) der eingebauten Festplatte um und ich musste das aufwendig mit der Windows Wiederherstellungskonsole restaurieren.

Dabei wäre dies wirklich dann mal ein mobiler Computer, denn ein Notebook ist doch ein ziemlich schwerer Klotz, dabei gibt es überall Computer mit Display und das einzige was die persönlichen Dinge aufbewahrt ist die Festplatte - und die ist heute Zigarettenschachtelgroß. Natürlich muss man für jeden Computer Treiber laden. Aber dank der Reduktion der Hersteller kann man heute eigentlich die generischen Treiber mit drauf packen. Für die 2-3 Computer die man dann häufig benutzt kann man die Treiber nachinstallieren und Windows erkennt die Hardware beim Systemstart und lädt die benötigten Treiber. Also: Warum gibt es kein Windows auf einer portablen Festplatte?

Das zweite ist das Thema Stromsparen. Nach einer Untersuchung benötigt das Internet, genauer gesagt die Computer und Server immer mehr Strom. In Deutschland arbeiten schon 20 Kraftwerke nur für den Strom für Computer. Wir alle reden vom Klimawandel und hier scheint niemand so richtig dran zu denken. Die Prozessoren sind in den vergangen Jahren schon deutlich sparsamer geworden, erstaunlicherweise hat dies den Stromverbrauch eines Durschnitts PC's ohne spezielle Grafikkarte für Spiele oder Festplatten RAID Array kaum gesenkt.

Dabei geht es: Ein Notebook hat einen Strombedarf von 25-30 Watt. Dabei ist sogar noch das Display mit eingeschlossen. Ein Desktop PC braucht ohne Monitor etwa das dreifache. (75-90 Watt) Spiele PC's noch viel mehr. Warum? Klar, die Notebook Prozessoren sind etwas stromsparender, doch das alleine macht nicht diesen riesigen Unterschied. Es ist natürlich so, das eine 3.5 Zoll Festplatte mehr Leistung zeiht, aber auch das ist nicht dafür verantwortlich. Es ist vielmehr die Kombination von Motherboard mit höheren Verlustleistungen (die meisten haben inzwischen sogar einen oder zwei Lüfter über den beiden Bridges) und dem Netzteil, das so dimensioniert ist, dass es den Vollausbau mit 2 High-End Grafikkarten und 4 Festplatten und 2 DVD Laufwerken versorgen kann. Wie bei einem Motor, gibt es auch bei Netzteilen einen optimalen Bereich mit einem hohen Wirkungsgrad und einem Bereich in dem er geringer ist. Ein 350-450 Watt Netzteil ist auf diesen Bereich ausgelegt und wenn es bei 75-100 Watt arbeitet, dann isst der Wirkungsgrad deutlich geringer und diese Verlustleistung wird als Wärme abgegeben.

Das einfachste wäre es Notebook Technik in ein Gehäuse einbaut das klein ist, für 2 Festplatten und ein DVD Platz bietet  Sie sagen nun: Ja aber so etwas gibt es doch bereits! Stimm! Aber haben sie mal auf den Preis gesehen? Ein Notebook gut genug zum Arbeiten kostet heute etwa 600-800 Euro. Dabei ist wie schon gesagt ein Display und ein Akku mit drin, den man beim Desktop nicht braucht. Wenn sie einen Desktop PC mit Notebook Technik kaufen wollen, dann kostet das 1500-2000 Euro. Woher diese Preisdifferenz kommt ist mir ein Rätsel. Bei Apple ist der MAC Mini das kleinste und billigste Modell. Das sollte einem doch zu denken geben.

Nun noch zum heutigen Rätsel. Ich mache es nicht schwieriger, weil das nicht der Sinn sein sollte, es sollte jedem Spaß machen zu raten. Vielleicht halten die wo es wissen sich aber 1-2 Tage zurück, denn wenn die erste richtige Antwort da ist, ist es ja gelaufen. Noch ist übrigens das Rätsel vom 11. ten offen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich über diesen Satelliten noch nichts veröffentlicht habe.... Vielleicht sollte ich auch mal das Rätsel wechseln. offensichtlich lesen meinen Blog nur Raumfahrtinteressierte. Vielleicht sollte ich Bilder von B-C Promis präsentieren, die ich selbst nicht kenne und über die ich beim Zappen immer wieder stolpere. Was meinen sie dazu?

Heute aber noch ein konventionelles Rätsel. Also was ist das?

Dienstag 16.10.2007: Das Rätsel der schlechten Apolloaufnahmen

Wer sich die Apollo 11 TV Aufnahmen angesehen hat, ist oft erstaunt wie schlecht diese sind. Die Aufnahmen aus dem Kommandoschiff waren viel besser. Das lag an mehreren Faktoren. Für die Kommandokapsel wurde nach einer Schwarz-Weiss Fernsehkamera auch eine Farbkamera entwickelt. Diese wurde bei Apollo 10 erstmals eingesetzt,  Aber diese war für den Betrieb bei "normalen" Bedingungen gedacht, nicht auf dem Mond mit bis +120 Grad bei voller Sonne und -120 Grad im Schatten (die Temperaturen sind aber materialabhängig, da es keine Atmosphäre gibt sind dies die Extremwerte des fast schwarzens Mondbodens. Die weise Oberfläche der Kamera heizte sich wahrscheinlich nicht so stark auf und bekam auch Infrarotstrahlung vom Boden, so dass die Schattentemperatur geringer war, trotzdem dürfte die Temperaturbelastung hoch gewesen sein).

Für den Mondeinsatz wurde die TV Kamera innerhalb von 3 Jahren von Westinghouse entwickelt und war fähig auch unter den Mondbedingungen zu operieren, sie lieferte aber nur 10 Bilder pro Sekunde bei 320 Zeilen pro Bild. Diese Beschränkung ergab sich durch die Bandbreite des Kommunikationssignales von 500 KHz, die wiederum eine Folge des Fehlens einer guten Richtantenne im Lunar Module war. (Spätere Missionen verfügten über eine solche, wie auch das TV Equipment und anderes Equipment von Mission zu Mission umfangreicher wurde).

Die Bilder mit 10 fps und 320 Zeilen wurden dann auf einem hochauflösenden TV Monitor von Fairchild dargestellt und von diesem von einer Standard Fernsehkamera abgefilmt. Diesmal im NTSC Format (525 Zeilen pro Bild, 50 Halbbilder pro Sekunde). Bei diesem Vorgang gingen natürlich feine Details verloren. Bei Apollo 11 war der Kontrast auch falsch eingestellt, so dass die Bilder meist stark überlichtete Gestalten auf schwarzem Grund zeigten.

Diese Bilder gelangten so aber auch noch nicht direkt ins Netz. Sie wurden bei allen Apollomissionen erst zum Missionskontrollzentrum in Houston übertragen und von dort aus an die Fernsehanstalten weitergegeben. Bei Apollo 11 war die Empfangsstation beim Ausstieg die Perkes Station in Australien, welche die Aufnahmen über einen Intelsat  III Satelliten, 80000 km durchs All sandte.

Dies addierte weiteres Rauschen ins Bild. Entsprechend sahen die Bilder, die man dann sehen konnte auch aus. In Deutschland machte dies nichts aus - Wer einmal die Übertragung der Mondlandung von 1969 ansieht, die ab und an auf Space Night wiederholt wird, (zumindest Teile davon, wegen der Verschiebung des Oberflächenausflugs wurde es eine unplanmäßig lange Sendung), sieht nur Bilder vom Kontrollzentrum in Houston und hört einen Kommentar von Werner Büdeler dazu.

Die Bilder hier stammen von der Website der Honeysuckle Creek Tracking Station welche damals die TV Signale weiterleitete und die Effekte recht gut beschreibt. Das obere Bild ist professionell von der NASA von einem TV Monitor in Houston abfotografiert worden, das untere dagegen von einem Überwachungsmonitor der Station (also keinem speziellen Display) und vom lokalen australischen Fernsehen mit einer Handkamera (also keiner speziellen Ausrüstung für die Fotographie von Videoaufnahmen). Trotzdem sieht man erheblich mehr Details. Es ist sicher interessant die Bänder einmal mit der heutigen Technik zu digitalisieren und aufzubereiten.

Erstaunlich ist, dass dich die NASA heute wenig Mühe gibt das Originalmaterial für kommende Generationen aufzubereiten. Das Originalsignal wurde auch auf Bändern aufgezeichnet die nun von einer privaten Initiative gerettet werden sollen. Es gibt von der Tätigkeit auf der Oberfläche eine sehr gute Website (das Apollo Lunar Surface Journal) mit vielem Originalmaterial, Kopien von Presskits, dem Mitschnitt des Sprechfunks und eingescannten Bildern (Für Moonhoax Fans : Mit den eingravierten Kreuzen im Strahlengang!). Doch eben nur von den Missionen ab Apollo 11 und mit dem Schwerpunkt auf den Tätigkeiten auf dem Mond. Was ich seit langem suche sind dagegen die Videoaufnahmen des Starts der Saturn V in Originalqualität (es gibt die Clips herunter skaliert auf Daumenkinogröße bei der NASA). Von meinem ästhetischen Empfinden her ist der Start der Saturn V der schönste Start überhaupt und meine absolute Lieblingssequenz ist die Abtrennung des S-1B / S-II Zwischenstufenadapters, wenn er dann in die Flamme der J-1 Triebwerke gerät und wie ein Diamantring leuchtet (Die Szene ist recht bekannt), ein Screenshoot ziert diesen Blog.

Das führt mich zum nächsten Thema - Internet oder die Neue Zeit des Vergessens - doch dazu morgen mehr, sonst wird es heute zu lang. So nun noch ein paar Nachlesen zu den Kommentaren über die ich mich sehr gefreut habe.

Also zu Chris: Ich bin bei dem Theme nicht festgelegt und habe bei Wordpress auch schon einige probiert. Es gibt eben nur so viele. Das wesentlichste für mich ist eben die Lesbarkeit und Übersicht. Die Blogs sind bei mir lange und wenn wie bei den meisten Themes eben ein fester Platz für den eigentlichen Blog vorgesehen ist, dann wird es bei meinem Hang viel zu schreiben sehr unübersichtlich. Das gilt auch für das Standard Wordpress Theme. Bei den gewählten Theme ist die Breite variablen, aber es gibt keine Sidebar, also auch kein "Astronomic Pic of the Day". Aber wer meine Website kennt weis ja ich halte eh nicht so viel von Schnick-Schnack. So kann ich auch gut ohne es leben.  Ewald S. hat die Idee mit den B und C Promis aufgegriffen und mir gleich zwei zugeschickt, von dem ich meine zumindest einen zu kennen. Leider ohne Auflösung. Im Allgemeinen: Ist das bisherige Rätsel zu schwer oder will einfach keiner raten? Vielleicht mal Zeit das "Poll" Plugin auszuprobieren. Ansonsten bitte ich jeden mal mit zu raten, auch wenn man es nicht genau weis. Es gibt ja die Methode des Nicknames, so braucht sich keiner blamiert fühlen, wenn er daneben liegt (was auch nicht so schlimm ist, denn Satelliten zu erraten ist schon eine schwierige Sache). So, heute mal ein ganz leichtes Rätsel in der Hoffnung auf rege Mitarbeit. Welche Rakete ist das ?

Mittwoch 17.10.2007: Das neue Vergessen

Das Thema von heute habe ich ja schon gestern angerissen. Ich glaube auch, ich habe mich schon irgendwann einmal darüber ausgelassen. Aber Wiederholungen sind vielleicht nicht so schlecht. Es geht mal wieder um Raumfahrt und diesmal Informationen. Früher (in der guten, alten Zeit, also so bis vor 10 Jahren) gab es nur wenige Informationsquellen für Raumfahrtinteressierte. Zum einen das Verfolgen der Berichterstattung in der Zeitung. Ich habe damals alles ausgeschnitten und in Ordner abgeheftet. Leider wurde dies immer weniger, entsprechend dem geringeren Interesse der Öffentlichkeit an Raumfahrt. Dann gab es noch Bücher, aber nicht sehr viele, vor allem wenn man sich für unbemannte Raumfahrt interessiert. Was übrig blieb war, die Raumfahrtagenturen anzuschreiben und nach Informationsbroschüren zu fragen - Kein Problem bei der DLR oder ESA, doch bei allen anderen Raumfahrtagenturen.

Seitdem ist es viel einfacher geworden. Mit dem Internet ist es nicht nur viel einfacher möglich an Informationen zu kommen. Es sind vor allem auch Informationen aus erster Hand. Die Raumfahrtagenturen haben Webseiten zu ihren Missionen, Beteiligte Institute bauen oft eine Homepage für ihr Instrument auf. Selbst wenn die Information nicht offen ersichtlich ist, findet man "Schätze" dann in einer Kopie der Website mit einem Tool Wie HTTPTrack, weil sie irgendwo verlinkt ist. Inzwischen sind Reports von internationalen Meetings meine Hauptinformationsquelle. Über die beiden Missionen Chang'E-1 und Chandrayaan 1 fand ich das meiste in PDF's von Präsentationen bei internationalen Treffen, die dann dort veröffentlicht wurden.

(Kleiner Tipp Am Rande: filteype:pdf oder filetype:ppt in Google hilft da oft weiter). Natürlich gibt es immer noch große Unterschiede. Es gibt Websites mit einer sehr guten Dokumentation, wie z.B. die Mars Pathfinder Website und welche mit ... na ja sagen wir mal doch mageren Infos wie die der aktuellen Phoenix Mission. Doch selbst diese ist besser als das was einem zur Verfügung stand bevor es Internet gab.

Die Schattenseite der Medaille: Diese Websites müssen erstellt und gepflegt werden. Dazu ist heute Geld in den Programmen vorgesehen, speziell für Education an Outreach wie es so schön heist. Doch für Missionen, die einmal durchgeführt wurden und abgeschlossen sind, gibt es natürlich solche Mittel nicht. Entsprechend sehen dann die Webseiten aus. Wer sich bei der NASA nach den Voyager, Viking oder Mariner Raumsonden erkundigen will, und auf die offiziellen Seiten stößt, der wird wohl sein blaues Wunder erleben.

Es gibt über alten Projekte der NASA von offizieller Seite sehr wenig, manchmal eine Webseite mit den Zusammenfassungen der Mission. Etwas ausführlicher ist der NSSDC Masterkatalog, doch ihn zu finden, ist vielleicht nicht ganz so einfach. Ich beziehe meine Infos für Missionen vor 1997 meist noch aus alten Büchern oder Pressekits die wirkliche Enthusiasten gescannt und als PDF ins Web gestellt haben.

Von dem Gesichtspunkt der NASA aus ist das zu verstehen: Sie will schließlich für aktuelle Missionen werben, auf Neue Missionen aufmerksam machen. Schade nur, dass meiner Ansicht nach, vom technischen Anspruch her die NASA ihre Blütezeit in der Vergangenheit hatte: Apollo als bemanntes Programm zusammen mit Skylab, (die Raumstation wird heute gerne vergessen) und die unbemannten Missionen von Mariner 9+10, Viking und Voyager. Sie waren für ihre Zeit technisch herausragend und setzten Meilensteine, an denen sich zukünftige Missionen erst messen müssen.

Ich sehe heute im NASA Programm nur einen technischen Meilenstein vergleichbarer Größe, das ist das kommende James Webb Weltraumteleskop. Bei bemannten Missionen gab es in der Vergangenheit immer wieder Ideen für neue Konzepte, das letzte was ich gelesen habe, war die Nutzung von Ionenantrieben in Raumsonden zu Saturn-Pluto und einigen KBO. Damit könnte man Orbiter bauen, welche die äußeren Planeten umkreisen. Nötig wäre nur eine etwas verbesserte Stirling-Technologie bei den RTG, an der schon seit Jahren gearbeitet wird.

Ansonsten sieht es eher mau aus. Die nächste Raumsonde zu Jupiter wird Juno sein. Sie verwendet Solarzellen anstatt RTG, benötigt eine große Trägerrakete (Atlas 551) und trotzdem noch ein Gravity Assist Manöver (warum ist mir rätselhaft - eine Atlas 551 sollte 1830 kg zu Jupiter senden können und die Raumsonde wiegt trocken 1000 kg - Der Treibstoffvorrat der benötigt wird, dürfte kleiner als 800 kg sein, da die Sonde viel näher an Jupiter herankommt als Galileo, so auch viel weniger Geschwindigkeit abbauen muss. Vom Einsatz von Ionentriebwerken oder neuen RTG die weniger Plutonium benötigen, ist nichts zu bemerken.

So, nun zum Rätsel heute. Es stammt von Ewald S.: Mal sehen ob sie besser sind als ich. Ich habe einen der B-C Promis erkannt. Zum letzten Rätsel. Da hat man nach der ersten Antwort schnell aufgegeben. doch ist "Ariane 1" auch richtig? Oder ist es vielleicht eine Ariane 2 oder eine Ariane 40? Wo liegen die Unterschiede? (Vielleicht kommt ja mal so was wie eine Diskussion in Gang).

Freitag 19.10.22007: Rätsel und eine Woche Pause

Gestern sah ich das Prominentenrätsel mit Jörg Pilawa. Ich schaue solche Quizsendungen fast nie an, das Prominentenquiz ist da eher die Ausnahme. Ich finde es da immer erstaunlich, welche Fragen für einen individuell schwer sind. Eine Frage für 10.000 Euro gestern war z.B. wer der letzten 4 Trainer der Fußball Nationalmannschaft nicht deutscher Meister wurde. Da ich Sport betreibe, (2 x in der Woche Schwimmen gehen) aber nicht passiv konsumiere hätte ich diese nicht beantworten können. Ich hätte aber keine Probleme mit der 150.000 Euro Frage gehabt: Welcher Tanz nur für einen Film choreographiert wurde (Sirtaki, weil ich da etwas vorher über Antony Quinn sah, in dem dies erwähnt wurde).

Was mich am meisten erstaunt ist wie wenig Leute Ahnung haben von Dingen die ich als Schulwissen einstufe. Gestern kamen zwei Promis nur weiter weil Jörg Pilawa einen Tipp gab. Gefragt wurde was "Van der Waals" Kräfte bewirken (richtige Antwort: Geckos haften damit an Oberflächen). Peinlich wurde es danach: Pilawa behauptete doch glatt das Van der Waals Geckos studierte und die Kräfte dabei entdeckte. Stattdessen handelt es sich um molekulare Kräfte die nur zwischen unpolaren Molekülen wirken und die schwächsten chemischen Bindungen sind, die man kennt. Mit Geckos und Experimenten haben sie gar nichts zu tun, sondern mit chemischen Grundlagen. Ich habe von Van de Waals in der Berufsfachschule erstmals gehört, das also Realschulniveau und meiner Ansicht nach Basiswissen in der Chemie.

Noch stärker in Erinnerung ist mir eine Quizshow in der 5 Kandidaten nicht die 250.000 DM Frage beantworten konnten: Welches der folgenden 5 gehört dazu?

Die Gruppe die sich abstimmen konnte, wählte "Helium" weil es nicht auf "on" endet. Richtig wäre Freon gewesen, ein inzwischen verbotener Fluorchlorkohlenwasserstoff. Alles andere sind Edelgase. Also: Die Kenntnisse der Hauptgruppenelemente halte ich für Basiswissen - es gibt ja nur ein Periodensystem. (Ich gebe gern zu, dass ich auch nicht alle Lanthanoide und Actinoide aufzählen könnte). Vor allem aber, dass die Redaktion diese Frage mit 250.000 DM dotiert hat, zeigt wie schwierig man sie hält. Kann einer dieser Redakteure noch seinen Kindern, die zur Schule gehen, ins Auge schauen? Sie bekommen einige Euro Taschengeld fürs lernen dieses Stoffs. Aber Quizkandidaten bekommen 125.000 Euro wenn sie das wissen, was Schüler wissen sollen!

Was halten sie von Quiz Shows? Wären vielleicht andere Konzepte besser, wie z.B. eben mal keine vorgegebenen Antworten die man auch erraten kann? Warum muss man so irrsinnige Summen gewinnen können, mit Wissen, das man eigentlich von der Schule aus beherrschen sollte? Sollte man die Maximalsummen von Quizshows nicht allgemein begrenzen auf maximal 4 stellige Summen? Was ist überhaupt Wissen das man abfragen sollte? Gehört dazu auch das Wissen über aktuelle filme, Musik und B-C Promis?

So, nun zum letzten Rätsel. Es handelt sich in der Tat bei beiden Fotos um Ernie Reinhardt. einmal in Natur (ich habe ihn da nicht erkannt) und einmal als Lilo Wanders. Auch Ariane 1 ist als Lösung für das vorletzte Rätsel richtig. Ich wollte nur mal die Leute zu mehr Antworten ermutigen. Bei vielen Raketen ist es nicht ganz einfach den Typ zu erkennen. Eine Titan 3C und 3D sehen fast gleich aus. eine Delta der 2000 er Serie ähnelt der 3000 er Serie ziemlich. Man sollte also nicht gleich nach der ersten Antwort aufgeben. Die muss nicht richtig sein.

Die nächste Woche bin ich im Arbeitsurlaub und muss mich darum kümmern, dass in unserem Ferienhaus alles in Ordnung ist und Großputz machen und den Garten pflegen. Es gibt also keinen Blog für eine Woche. Daher meine Frage heute mal an alle die dies lesen: Lohnt er sich überhaupt? Liest das irgend jemand? Oder sollte ich mich mehr anderen Themen widmen? Was halten sie vom Inhalt? Ist er zu raumfahrtlastig?

Wie sieht es mit den Rätseln aus? Ich dachte Bildrätsel sind nicht schlecht, wenn ich eine Frage nach etwas stelle ist es recht einfach mittels Google die richtige Lösung zu finden. Sie finden wahrscheinlich innerhalb von 5 Minuten raus, was die Abkürzung "S183" bedeutet.....

Sie haben mehr als eine Woche Zeit sich hier mit Kommentaren auszutoben und sich zu verewigen. Ich bin gespannt was ich vorfinde wenn ich am 29.10 wieder da bin.


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