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Web Log Teil 423: 3.5.2013 - 12.5.2015

3.5.2015:  Lohnt sich Ammoniak als Alternative zu Methan?

Auf diese Frage gibt es zwei Antworten. Eine kurze für alle die sich nicht mit einem Thema auseinandersetzen wollen und gewohnt sich Informationen als "Wissenshappen" zu konsumieren. Die zweite für die die etwas differenziert betrachten wollen und auch verstehen wollen.

Also die Antwort für die erste Gruppe lautet "Nein". Die die damit zufrieden sind können jetzt weitersurfen.

So, und nachdem wir nun alle unter uns sind und alle SpaceX Fans, die irrtümlicherweise wegen dem Methan in der Titelzeile auf die Seite gekommen sind, weitergesurft sind, betrachten wir es genauer.

Ammoniak ist eine Stickstoff-Wasserstoffverbindung und damit verwandt mit den Hydrazinen. Es sollte also genauso gut als Raketentreibstoff nutzbar sein und wurde bei frühen Versuchen auch eingesetzt. Ammoniak verhält sich zu Hydrazin wie Methan zu Kerosin: es ist der einfachste Vertreter seiner Reihe. Wie Methan ist es auch bei Notmaltemperaturen gasförmig. Damit kann man einen Vergleich machen.

Warum ich schon ohne großes Nachdenken auf ein "Nein" komme, ist eine einfache Regel: Bei den meisten Treibstoffen liefert der in den Molekülen enthaltene Wasserstoff die meiste Energie. Das bei der Verbrennung mit Sauerstoff entstehende Wasser ist ein sehr stabiles Molekül. Nicht umsonst findet man es fast überall im Sonnensystem. Dagegen sind Ammoniak und Methan als die analogen Wasserstoffverbindungen der beiden Elemente links vom Sauerstoff bei Erde und Mars instabil. Es liegt also nicht nur am Sauerstoff, denn sonst würde Methan das man inzwischen auf dem Mars nachgewiesen hat dort nicht verloren gehen.

Bei dem Kohlenstoff ist es z.B. so, das reiner Kohlenstoff eine Verbrennungsenergie von 29 MJ/kg hat, niedere Kohlenwasserstoffe in etwa 46 MJ/kg und reiner Wasserstoff 143 MJ/kg.

Nun enthält Ammoniak 17,6% Wasserstoff, Methan dagegen 25%. Daher ist die Verbrennungsenergie kleiner: 18,6 MJ/kg gegenüber 56 MJ bei Methan. Bedeutend ist aber das mehr leichte Moleküle entstehen:

4 NH3 + 3 O2 → 2 N2 + 6 H2O

CH4 + 2 O2 → CO2 + 2 H2O

Bei Kohlenwasserstoffen entsteht als Verbrennungsprodukt Kohlendioxyd. Der Ammoniak verbrennt bei hinreichend hoher Temperatur zu Stickstoff. Das kann man chemisch leicht begründen. Zum einen sind die beiden Atome im Stickstoffmolekül durch eine Dreifachbindung verbunden, die sehr stabil ist. Kohlenstoff hat zwar vier freie Elektronen zum Eingehen von Verbindungen, verbindet sich aber damit mit vier Nachbaratomen. Entsprechend leichter ist die Verbindung zu knacken. Weiterhin hat der Kohlenstoff eine geringere Elektronegativität und daher eine höhere Affinität zum Sauerstoff. Das Verbrennungsprodukt Kohlendioxyd liefert weitere Energie, ist aber auch ein schweres Molekül.

Doch die Performance kann man bestimmen. Anbei ein Diagramm der theoretischen spezifischen Impulse. Das stöchiometrische Verhältnis zum Sauerstoff beträgt bei Methan 4, bei Ammoniak nur 1,41. Das folgende Diagramm gibt die spezifischen Vakuumimpulse (als Mittel aus eingefrorenem und freiem Gleichgewicht) für eine Oberstufe mit 30 Bar Brennkammerdruck und einer Düse mit einem Expansionsverhältnis von 120 wieder. Das sind relativ geringe technische Anforderungen die leicht übertroffen werden können. (Vinci: 60/240, Merlin 1D: 90/117)

Man sieht das Methan deutlich besser liegt. Die Spitze liegt bei Methan bei 3608 m/s, Ammoniak kommt auf maximal 3430 m/s. Weiterhin ist der spezifische Impuls abhängiger von dem Mischungsverhältnis. Die Differenz von rund 180 m/s und auch der absolute Wert liegen aber nicht so hoch wie beim Vergleich Kerosin/Methan.

Doch das ist nur ein Aspekt. Ammoniak ist zwischen -33 und -77 Grad flüssig. Dieser Temperaturbereich und auch die absolute Temperatur liegen höher als bei Methan (-182 / -162°C). Auch die Dichte von 0,77 g/cm³ ist höher als bei Methan (0,42 g/cm³). Das bedeutet: geringen Aufwand bei der Kühlung und kleinere Tanks. Die Dichte des Gemisches ist dagegen fast gleich, da man wesentlich weniger Methan als Ammoniak braucht.: beim höchsten spezifischen Impuls (Ammoniak/Sauerstoff = 1: 1,4, Methan/Sauerstoff 1:3,5): 0,89 g/cm³ bei LOX/Methan und 0,92 g/cm³ bei LOX/Ammoniak.

Was folgt daraus? Ammoniak könnte, wenn man kühlen kann, eine Alternative bei lagerfähigen Treibstoffen sein. Bei etwas höherem Druck (6 Bar) kann man es bei normalen Temperaturen flüssig halten. Denkbar ist auch der Einsatz für Oberstufen, die dann ein geringeres Risiko haben das der Treibstoff verdampft. Gegenüber LOX/RP1 und NTO/Hydrazinen hat die Kombination in jedem Falle Vorteile, doch geht heute der Trend dazu dass man dann gleich zum noch etwas leistungsfähigerem Methan übergeht.

Was der Vorteil der Kombination aber ist: es ist ein "Green-Fuel", das ist ja der Trend. Allerdings auch vor allem bei Satelliten (bei Trägerraketen gibt es ja kaum noch im Westen Typen die Hydrazine oder Stickstofftetroxyd einsetzen, nur in China und Russland hängt man dieser Technologie noch nach) und da wird das Flüssighalten des Sauerstoffs doch problematisch. Man könnte es mit Lachgas verbrennen, doch das ist ein anderes Thema.

4.5.2015: Meine Alternative zur SLS

Um erst mal eines klarzustellen: es geht nicht um den Sinn oder eher fehlenden Sinn der SLS. Es geht darum, dass wenn man unbedingt eine Schwerlastrakete zu brauchen scheint, man schon wegen der kleinen Stückzahl und der hohen Entwicklungskosten letzte zu minimieren. Das Konzept das ich aufgreife ist nicht neu: es wurde seit den späten Achtziger Jahren in verschiedenen Konzepten untersucht: Man ersetzt den Space Shuttle durch einen Teil der nur die Triebwerke enthält. Da das Space Shuttle wenn es in eine niedrige Umlaufbahn einschwenkt noch 115 t wiegt kann man so die Nutzlast deutlich vergrößern. Es entfällt der Rumpf, die Flügel, die gesamten Systeme zur Besatzung wie Lebenserhaltung, Inneneinrichtung, Ausrüstung und die Mannschaft und auch der Treibstoff zum Verlassen des Orbits.

Als man die Ares V als Vorgängerrakete der SLS konzipierte gab es den Vorschlag für ein solches Shuttle derived Heavy Launchvehicle. Mit dem Triebwerksrahmen, den Triebwerken und der Steuerung sowie einer Nutzlasthülle hätte man noch 90,1 t in den Orbit bringen können. Das ist mehr als die dreifache Nutzlast des Space Shuttle und nahe an der Nutzlast der SLS mit Oberstufe (105 t).

Nun werden für die SLS ja neue 5-Segment RSRM entwickelt. Im ATK Product Catalog findet man die Daten dieser, allerdings in einer moderneren form, die originalen wurden ja schon in den Siebzigern entwickelt. Die neuen RSRM haben eine HTPB Mischung mit höherem spezifischen Impuls und eine geringere Leermasse, auch weil das Bergungssystem entfällt. Ich habe diese genommen, man sollte aber im Kopf Behalten dass man wahrscheinlich die alten, nur um ein Segment verlängerten, einsetzt. Das würde bei der kleinsten Version die Nutzlast von 113 auf 102 t erniedrigen, bei der größten sind es 189 / 169 t.

Schon die Verwendung von zwei 5-Segment Booster steigert die Nutzlast von 90,1 auf 113,6 t, also ein deutlicher Gewinn, damit liegt man über der SLS Block I. Nun soll die Nutzlast ja in eine Fluchtbahn kommen, man braucht also eine zusätzliche Stufe. Diese meist EDS (Earth Deparure Stage genannte Stufe besteht bei mir aus 4 RL-10 mit der vierfachen Masse der Centaur der Atlas + 1,2 t für die Instrumentierung. Mit den RL-10B und moderner Technologie könnte man sicher eine kleinere Leermasse hinbekommen, auf der anderen Seite wird auch die Nutzlast größer sein.

Der nächste logische Schritt, der aber umbauten an der Startrampe erfordert wären vier Booster anstatt zwei. Da die Rakete unbemannt ist sollte es kein Problem sein, dass die Spitzenbeschleunigung so deutlich ansteigt. (Übrigens werden auch beim Ursprungsgefährt die Triebwerke nicht gedrosselt um maximal 3 g zu halten, weshalb dieses geringere Aufstiegsverluste als das Shuttle hat..

Wichtiger als LEO Nutzlast dürfte die für fernere Ziele sein. Hier die Nutzlasten für Mond und Mars

Typ Nutzlast Mond v=10950 m/s Nutzlast Mars v=11.500 m/s
Basis 8,7 t 0,2 t
5-Segment Booster 19,1 t 9,2 t t
5-Segment Booster + EDS 51,6 t 43,1 t
4 x 5-Segment + EDS 68,8 t 58,5 t
4 x 5-Segment + Ares V EDS 81,6 t 67,8 t

Damit bekommt man eine Nutzlast, die höher liegt als die einer SLS in der maximalen Ausbaustufe und neuen Boostern. Sie wäre auch höher als die der Ares V. Für eine solche Rakete wäre auch eine größere EDS angebracht, mit in etwa 200 t Masse. Ich habe dann noch die Ares V EDS mit J-2 deren Daten bekannt sind hinzugenommen. Sie liefert im LEO etwa 30 t mehr, deutlich höher ist der Gewinn bei höheren Geschwindigkeiten. Die 1997 Mars Reference Mission erforderte 212-216 t in den LEO-Orbit. Allerdings sollte es von dort aus nur mit nuklearen Triebwerken weitergehen, sodass diese über 100 t zum Mars transportiert hätten. Mit zwei Startrampen wäre sicher wenn man eine Rakete an der Rampe hat und eine in der Vorbereitungsendphase die einem Startfenster vier Missionen auf den Weg bringen und diese zwei Startrampen gibt es beim Space Shuttle. Selbst die hohe Masse der 1997 NASA Referenz Mission wäre dann in zwei Startfenstern startbar, im ersten die Habitate und Ausrüstung auf dem Mars sowie den Treibstoff für die Rückkehr. Im zweiten dann die Besatzung mit Transferstation, Stufe zum Einbremsen in den Marsorbit und Landekapsel.

Das wichtigste wäre aber dass man wenig neu entwickeln muss, ganz im Gegensatz zur SLS., man hätte sogar direkt an das Shuttleprogramm anknüpfen können, wenn man dieselbe Hardware verwendet. Doch in den USA ist es eben wie bei uns in Europa - man entwickelt lieber mit viel Geld was neues.

Rakete: SDHV 4 x 5 Segment RSRM + EDS

Startmasse
[kg]
Nutzlast
[kg]
Verkleidung
[kg]
Geschwindigkeit
[m/s]
Verluste
[m/s]
4151059189164078021743
StufeAnzahlNameVollmasse
[kg]
Leermasse
[kg]
Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]
14773073854202753
21776303596354435
3193300100004417

Rakete: SDHV 4 x 5 Segment RSRM + EDS

Startmasse
[kg]
Nutzlast
[kg]
Verkleidung
[kg]
Geschwindigkeit
[m/s]
Verluste
[m/s]
4366346219251078021743
StufeAnzahlNameVollmasse
[kg]
Leermasse
[kg]
Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]
14773073854202753
21776303596354435
31278500242004393

Rakete: SDHV 5 Segment RSRM

Startmasse
[kg]
Nutzlast
[kg]
Verkleidung
[kg]
Geschwindigkeit
[m/s]
Verluste
[m/s]
2436119113670078021743
StufeAnzahlNameVollmasse
[kg]
Leermasse
[kg]
Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]
12773073854202753
21776303596354435

Rakete: SDHV 5 Segment RSRM + EDS

Startmasse
[kg]
Nutzlast
[kg]
Verkleidung
[kg]
Geschwindigkeit
[m/s]
Verluste
[m/s]
2556645140896078021743
StufeAnzahlNameVollmasse
[kg]
Leermasse
[kg]
Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]
12773073854202753
21776303596354435
3193300100004417

Rakete: Shuttle Derived Heavy Launch Vehicle

Startmasse
[kg]
Nutzlast
[kg]
Verkleidung
[kg]
Geschwindigkeit
[m/s]
Verluste
[m/s]
204435190100078021743
StufeAnzahlNameVollmasse
[kg]
Leermasse
[kg]
Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]
12588974873682608
21776303596354435

6.5.2015: Das Genre

So da keiner die Einträge vom verlängerten Wochenende gelesen hat (oder fast keiner zumindest nach den Besucherzahlen) heute ein seichtes Thema zum Ausruhen und Nachlesen.

Wer mich kennt weiß, dass Musik mehr für mich eine Begleitung ist. Jeden Interpret den ich höre, kennen sicher die meisten zumindest vom Namen, das ist wohl das was andere als Mainstream bezeichnen. Mir reichen meist die "Best of" Alben (auf vielen finde ich trotz "Best of" noch unbekannte Titel)  und ich interessiere mich im Normalfall auch nicht für die Personen. Nur von den wenigsten Gruppen kenne ich auch nur eines der Gruppenmitglieder mit Namen (alle eigentlich nur von einer Gruppe). Seit einiger Zeit schaue ich mir aber dann doch mal in der Wikipedia um. Man sieht einige Überraschungen so wusste ich nicht das Led Zeppelin so viele Platten verkauft haben (300 Millionen), denn ich kenne nur zwei Hits von ihnen (Stairway to heaven und whole Lotta love).

Eines was mir auffällt ist das Einteilen in Genres. Ich hatte dem nie so Bedeutung neigemessen. Aber in der neuesten Version meines Programms MP3DataBase taucht es nach vielen Wünschen nun als benutzerdefiniertes Suchfeld auf. Schon mit den klassischen einfachen Genres wie Pop, Schlager, Rock, Reggae, Blues gibt es genügend Lieder die dazwischen liegen. Es gibt genügend Lieder mit poppigem Rhythmen von Schlagerfuzzis. Das ist aber nur der Anfang. Also ich weiß seit neuestem das Genesis "progressive Rock" sind. Ich hätte das meiste als Pop einsortiert. Foreigner ist dagegen "adult rock". Was daran adult ist, ist mir nicht so klar. Allein bei Rock gibt es zig Genres. Neben den obigen noch Art-Rock, Psychedlic Rock und dann noch nationale Varianten wie Krautrock.

Schon als Teenager fragte ich mich was eigentlich der Unterschied zwischen Hardrock und heavy Metall ist. Heute eher unverständlich ist mir der Unterschied zwischen Hip-Hop und Rapp. Vielleicht ist es auch eine Kleidungsfrage: Sind Hip-Hopper Rapper die vieil zu große Kleidung tragen? Sind Heavy Metall Hardrocksänger mit viel Metall an den Klamotten? Wäre doch mal eine Frage für diese Quizshows die Stunden mit überflüssigem Wissen füllen.

 Also meiner Ansicht nach machen Genres wenig Sinn, außer vielleicht bei Klassikern. Bob Marley ist z.b. einfach Reggae. Bei manchen Gruppen kann man auch nicht so einfach sie in eine Schublade stecken. Junior Senior machen z.B. eine Mischung zwischen Rock, motown und Hip-Hop (nach Wikipedia). Was meint ihr und was sind bei euch Grenzgänger zwischen den Genres?

Ihr habt genügend Zeit das zu kommentieren, denn derzeit verdiene ich gerade mal wieder etwas Geld und komme dadurch nicht zum Bloggen. Ich habe noch einen Beitrag für Morgen auf die Planung gelegt, dann aber erst mal wieder am Samstag was neues. Sorry, aber vom Bloggen kann man nicht leben. Das Musikthema greife ich auch auf weil ich mir für jede Tätigkeit ein Lied raussuche, das als Motivationslied vor Arbeitsbeginn gespielt wird. Diesmal ist die Wahl auf "Little Lies" von Dave Barnes gefallen. Ein schönes Beispiel das für ein gutes Lied nur die richtige Melodie und eine Gitarre nötig sind und nicht ein Synthesizer.

https://www.youtube.com/watch?v=eg4aF9Wc4hU

6.5.2015: Eine Alternative zur SLS

Nachdem ich ja schon meine Alternative zur SLS skizziert habe, wende ich mich heute mal dem leistungsfähigsten verfügbaren US-Träger widmen und untersuchen ob diese zu einer Schwerlastrakete ausgebaut werden kann. Schließlich wird SpaceX nach dem eigenen 5-Jahresplan bald alle weltweiten Starts durchführen und dann wird sich sicher auch bald die NASA auflösen und die US-Regierung die Summen für die Weltraumfahrt gleich direkt an SpaceX überweisen.

Die Falcon Heavy hat mit einer Nutzlast von 45/53 t (ohne/mit Crossfeeding) eigentlich eine Nutzlast die groß genug wäre, wenn man sie zum Mars bringen könnte. Nur ist das die Nutzlast im Erdorbit nicht zum Mars. Es gibt die Alternative das man dann eine Nutzlast in einen Erdorbit bringt, weitere Raketen koppeln an die Nutzlast an und heben sie stufenweise an. Mit vier Starts könnte man mehr als 50 t zum Mars bringen. Interessanterweise denkt keiner an diese ökonomische Vorgehensweise. Selbst SpaceX will ja eine neue Schwerlastrakete entwickeln. Dabei könnte man so ohne Hetze nach und nach mit Falcon Heavy die Nutzlasten anheben und zum Schluss dann auf Marskurs bringen. Eine dauernde Produktion, niedrige Produktionskosten und keine Entwicklungskosten wären meiner ansicht nach eigentlich genug Pluspunkte.

Doch die Falcon Heavy ist ja noch ausbaubar. Sie hat zwei Booster. Geometrisch passen aber sechs um die Zentralstufe. Sie sind auch schubstark genug, dass diese die Zentralstufe anheben können  ohne das die mit ihnen gezündet wird. So wird die Rakete dreistufig. Die Nutzlast steigt auf 107 t in den LEO und 35 / 29 t zum Mond / Mars. Man müsste also nur mehr clustern, doch scheint das nicht so einfach zu sein, schließlich hinkt die Falcon Heavy schon zwei Jahre hinter dem Zeitplan hinterher. Wie Shotwell selbst sagt "Eigentlich sollte es doch ganz einfach sein ein paar Booster zusammenzufügen".

Allerdings ist die Rakete nicht optimal für diese Aufgabe. Die Ausrüstung für Marsexpeditionen ist schwer und voluminös. SLS und Ares haben Stufen von 8 bzw. 10 m Durchmesser. Die Falcon 9 ist dagegen ein Spargel mit 3,60 m Durchmesser. Man kann zwar die Falcon 9 mit einer so großen Nutzlastverkleidung versehen, doch ob das bei einem so großen Durchmesserunterschied von Stufe und Verkleidung gut ist? Die aerodynamischen Kräfte an der Basis wären enorm. Besser wäre es die Zentralstufe auszuwechseln. ersetzt man die Falon 9 in der Mitte durch eine Delta 4 (5-Meter Version), so steigt die Nutzlast auf 37 t zum Mars. Eine zweite Möglichkeit wäre es, die Stufen umzugestalten. Wenn man die Zentralstufe etwas verbreitert sinkt ihre Länge und sie könnte mit Oberstufe genauso lange sein wie die Oberstufen sein. Dann würde die Nutzlastverkleidung und auch die Abstützung auf allen sieben Stufen ruhen. Es gäbe nicht den abrupten Übergang von 10 auf 3,60 m. Wenn die Booster ausgebrannt sind, so ist die Rakete so hoch, das man eventuell gleichzeitig die Nutzlastverkleidung abtrennt. Schon eine normale Falcon 9 hat in 68 km Brennschluss. Mit 6 Boostern ist die Beschleunigung höher und damit auch Brennschluss der Booster. Mit einem noch schubstärkeren Merlin 1D, das im Sommer kommen soll, wäre der Brennschlusspunkt noch höher.

Natürlich könnte man einiges mehr sich vorstellen. Ich meine wenn eine Firma 27 Triebwerke gleichzeitig betrieben für beherrschbar hält, warum nicht 100 oder 200? Mit Stufen mit 16 oder 25 Triebwerken könnte man leicht auf die Nutzlast kommen, die man braucht, auch ohne neue Triebwerke.  Vergleichen mit dem was die SLS (die man nun umbenennen will) wäre selbst eine Neuentwicklung günstig.

Zum Thema passend mal ein Video. Ich dachte ja immer SpaceX wäre eine Rummelfirma in dem Sinne das sie viel Rummel um ihre Arbeit macht. Das halte ich nach wie vor aufrecht. aber seit einigen Tagen weiß ich: sie ist eine laienhafte und dilettantische Rummelfirma. Was sieht man von ihr? Videos aus dem Macromedia-Baukasten oder Startvideos aus 1 km Entfernung oder mit einer Kamera am Triebwerk. Die NASA hat schon in den Sechzigern ihre Saturn V besser vermarktet (die Zeitlupenvideos von verschiedenen Kameras an der Startrampe schaue ich mir immer noch gerne an). Und Blue Origin zeigt wie es richtig macht: Man mische die NASA-Mache von Kameras an der Rampe mit Zeitlupe, mit vernünftiger Musik und etwas Hollywood (die Leute in den blauen Mänteln erinnern mich irgendwie an die Astronauten von Armageddon vor dem Start) und man erhält ein Video in dem man sein Produkt richtig präsentiert - und keiner merkt das die Rakete gerade mal ein Zehntel des Schubs einer Falcon 9 oder eines Hundertstel der Saturn V hat ...

So macht man es richtig. Nicht mal Rummel bekommt SpaceX richtig hin.

https://youtu.be/rEdk-XNoZpA

10.5.2015: Zwei Millionen Klicks und Asterix

Beim letzten Feiertag strahlte der Bayrische Rundfunk die Nokia Night of the Proms aus. Wer es noch nicht kennt: Künstler deren Karriere schon etwas weiter zurückliegt singen in der Vorweihnachtszeit zusammen mit einem Orchester und einem großen Chor. Dazwischen gibt es auch einige klassische Stücke. Das ist durchaus sehenswert, vor allem wenn die Sänger gut sind - es gibt auch einige die treffen live durchaus nicht immer die richtigen Töne und viele der Hits bekommen mit einem Orchester einen durchaus interessanten Sound. Dauergast ist John Miles, dessen einzige Hit "Music" ja auch ein Orchester beinhaltet und da auch der Höhepunkt der Konzertreihe ist und jedes Jahr gespielt wird.

Diesmal trat als Newcomerin Madeline Juno auf, die mir weder vom Namen noch von den Titeln was sagte. Von der Stimme her hat sie so einen Akzent wie ich ihn von schottischen Gruppen wie Runrig kenne, doch sie ist Deutsche. Als Grund für ihre Beteiligung wurde genannt das ein von ihr gepostetes Musikvideo 2 Millionen Klicks auf Youtube bekam und sie durch diesen "Erfolg" bei dem Soundtrack zu einem Film mitmachen dürfte. Ich dachte da so bei mir - "2 Millionen Klicks sind nicht viel". Wenn man mal dran denkt wie viele Seiten jeder von uns täglich ansurft und 2 Millionen Klicks sind nicht 2 Millionen Zuschauer, da sicher nicht alle zu Ende anschauen und andere wieder öfters kommen. Ich habe mich mal an Lynne und Tessin erinnert, die vor neun Jahren mit Lipsync-Videos, also nicht mal was selbstkomponiertem oder auch nur als Karaoke nachgesungenem auf die vorderen Plätze von Google Video kamen. Die haben innerhalb weniger Tage 4 Millionen Klicks gehabt und nach ein paar Monaten um die 11 Millionen.

Nach Wikipedia hat die 2008 bei Nokia Night of the Proms aufgenommene Version von "Music" im Juni 2014 1,96 Millionen Aufrufe und heute sind es 2,51 Millionen, also 600.000 mehr in einem Jahr - das ist bei einem Promi, einem bekannten Lied, doch eine eher kleine Zahl. Es scheint so zu sein, dass mit immer mehr Videos sich die gleichbleibende Benutzermenge auf immer mehr angebotene Videos verteilt und jedes so immer weniger Klicks bekommt. Was wäre aus Madeline Juno wohl mit 11 Millionen Klicks geworden? So gesehen kann ich froh sein, meine Webseite hat seit Jahren relativ konstant um die 900.000 Besucher pro Jahr und schwankt im Alexa Ranking immer so um den Platz 30.000 in Deutschland herum.

Die beiden Mädchen haben damals übrigens eine Show bekommen, relativ spät ein Jahr nach Hype und nur eine Ausgabe auf RTL2. Das dies floppte, war zum einen dem Sendeplatz an Pfingsten zur Hauptsendezeit wenn überall Spielfilme laufen und dem Konzept geschuldet: Sie sollten Clipfish promoten und Videos von dort vorstellen. Die waren qualitativ so schlecht dass man selbst bei Fernsehauflösung die Klötzchen sah und sie waren noch dazu von einem Rand umgeben der sich selbst bewegte sodass man kaum von einem Augenschmaus sprechen kann.

Dann habe ich mir nach langer Zeit sowohl den "aktuellen" Asterix, wie auch drei Bände gekauft die ich nicht kannte und die man wohl auch nicht so zu den normalen Zählen kann: "Asterix plaudert aus der Schule", "Wie Obelix in den Zaubertrank gefallen ist" und "Asterix und Obelix feiern Geburtstag". Ich hatte nach dem letzten regulären Band "Gallien in Gefahr" Asterix komplett vergessen.

Der neue knüpft wieder an alte Traditionen an. Es geht wieder an die Grenzen der damals bekannten Welt, nun nach Schottland (die meisten anderen Länder hat man ja schon in den ersten Bänden besucht) und auch textlich ist eine deutliche Besserung zu beobachten. Asterix wurde von Goschini und Uderzo kreiert. 1977 starb Goschini und Uderzo machte alleine weiter - meiner Ansicht nach ein großer Fehler. Zum einen war es an der nun stark abnehmenden Frequenz der Comics zu sehen - 1959 erschien die erste Geschichte in Pilote, der erste Band 1961, als Goschini 1977 starb war man bei Band 23 genkommen und die Hälfte von Band 24 geschafft. Dieser erschein erst drei Jahre nach Band 23, seitdem gab es neun weitere Bände in mehr als drei Jahrzehnten, einer alle vier Jahre, vorher waren es eineinhalb Bände pro Jahr gewesen. Was fehlte war der Witz und die tragende Story der früheren Bände. Stattdessen gab es immer mehr Anspielungen an Heute. James Bond taucht auf, Kirk Douglas als Komikfigur. Es wird immer grotesker und immer weniger erinnert an die Antike. Im letzten Band von Uderzo tauchen sogar Außerirdische auf. Uderzo war der Zeichner, Goschini der Texter (nicht nur für Asterix, sondern auch für Isnogoud und Luky Luke). Es war klar, dass Uderzo nicht das Talent für eine Story und humoristische Seitenhiebe hatte, wenn es welche gab, dann nicht als Seitenhieb sondern dann warfen die grobschlächtig und ganze Breitseiten. Drei der Bände, die ich nun kaufte waren Restverwertung. Einer mit Kurzgeschichten "Asterix plaudert aus der schule", die durchaus lesenswert sind, auch weil viele noch von Goschini stammen, eine Erzählung mit Bildern (kein Comic) "Wie Obelix in den Zaubertrank gefallen ist" und bei "Asterix und Obelix feiern Geburtstag" gratulieren Figuren aus den Alben den beiden zum Geburtstag (50 Jahre Asterix) wobei Uderzo weitgehend die alten Zeichnungen recycelt hat.

Der "neue" Band (eigentlich auch schon 2 Jahre alt, ein neuer Aserix soll im Oktober erscheinen) ist zwar nicht der gleiche wir früher, aber er ist deutlich besser als bei Uderzo. Nur eines fiel mir auf: Ein eingefrorener Schotte leidet unter BorBorrygmen - er singt Lieder anstatt zu reden. Denn Sinn dieser wie auch des Volkszählers habe ich nicht so verstanden.

Meiner Ansicht nach machte Uderzo einen großen Fehler als er alleine weitermachte. Das er alleine mit dem Comic überfordert war war offensichtlich. Ohne ihm nahetreten zu wollen: Zeichen ist ein Handwerk, das können auch andere, doch der Text machte den Comic zu was besonderem. Er hätte schon früher einen Texter hinzunehmen müssen. Er hat sich ja auch lange geweigert Asterix abzugeben und wollte keine weiteren Abenteuer mehr haben. Verständlich wenn man es als sein "Kind" betrachtet aber nicht im Sinne der Leser.

12.5.2015: Zeit für eine neue Runde Bashing

Ach ja die armen SpaceX Fans. Da haben sie ein unbedeutendes Forum gleichgeschaltet indem sie alle kritischen Stimmen durch Massenpostings vergrault haben (Behaupten geht ja fix, fundierte Antworten zu geben, selbst recherchieren anstatt Gerüchte aus Foren nachzuplappern braucht dagegen viel Zeit), da stört es sie das es noch Leute gibt die nicht ihrer Meinung sind. Dann wird von "Bashing" gesprochen. Ernst kann ich die Besucher nicht nehmen, die ich nur im Blog sehe wenn ich was über SpaceX schreibe. Netterweise reicht ja ein Absatz in einem langen Artikel der nicht über SpaceX ist aus, sie zur Reaktion zu bewegen. Da kommen dann Forderungen, warum ich nicht jeden Start von SpaceX erwähne und würdige und der Vorwurf des "Bashings". Huuh da bekomme ich es aber mit der Angst zu tun. Wenn die Leute nicht nur hierher kommen würden, wenn ich was über die Firma mit X schreibe würden sie feststellen, dass ich über Starts die klappen nichts schreibe. Ariane 5 hat 60 erfolgreiche Starts in Folge - über keinen habe ich was geschrieben. Das hat also gar nichts mit SpassX zu tun. Und Bahsen tu ich alles. Nur beschwert sich nur ein SpaceX Fan darüber- Man möge mal nachzählen wie oft ich mich kritisch zu ESA, Ariane 5 und 6 geäußert habe - das kommt an die SpaceX Berichterstattung heran und da wirft mir keiner Ariane-Bashing vor.

Aber hauen wir den Fans mal ein paar Fakten um die Ohren. Die Firma kommt ja mit dem Anspruch es besser als die Konkurrenz zu machen. Dazu gehören aber nicht nur Raketen die abheben und billig sind, sondern das orientieren am Markt und eine kommerzielle Ausrichtung. Schauen wir uns die Firmengeschichte mal unter dem Aspekt an.

Es begann mit der Falcon 1, die als sie schon designt wurde eine Nutzlast hatte, die zu gering war. Die Pegasus als einzige Modell mit der gleichen Nutzlast hatte schon damals rapide sinkende Startzahlen nachdem das Small-Explorer Programm auslief. Von den 5 Starts beförderte auch nur einer eine bezahlte Nutzlast.

Ablösen sollte sie die Falcon 1e - im Prinzip eine Falcon 1 mit dem leistungsfähigeren Triebwerk für die Falcon 9 und dadurch vergrößerten erststufe. Sie wurde lange angekündigt und dann eingestellt. der einzige Kunde wurde auf die Falcon 9 umgebucht.

Die nächstgrößere Rakete sollte die Falcon 5 werden. Sie wurde eingestellt, genauso wie die Beteiligung bei Stratolaunch. Was flog war die Falcon 9, zuerst "Block I" dann "v1.0" getauft. Sei war zu klein - zu klein für jeden geostationären Satelliten - es fand sich kein Kunde. Selbst zu klein für die Dragon Kapsel, die so maximal 1 t Nutzlast zur ISS befördern konnte. Dabei beträgt die Startmasse mehr als 7 t, in etwa so viel wie eine Progress 82,5 t) und mehr als eine Cygnus (2,2 -2,7 t Nutzlast). Am Markt und der eigenen Kapsel vorbeigeplant. Die Orbcomm Satelliten die auf der Falcon 1 gebucht waren startete man trotzdem nicht mit ihr, sondern der leistungsfähigeren Falcon 9 v 1.1 - zwei Starts für 42 Millionen Dollar und 2 t Nutzlast. So macht man Verluste.

Nun soll es ja die "v1.1" richten - die Falcon 9 Heavy und block II, die mal angekündigt waren sind ja inzwischen auch eingestellt. Sie schafft gerade mal 3,5 t in den Standard-GTO (ja 3,5 t, die Aussage stammt von Musk, denn Anbieter wollen einen Standard-GTO mit einem dV von 1500 m/s haben, keinen 27,9 Grad geneigten GTO für den die offizielle Nutzlast Angabe von 4,85 t gilt. Das reicht immerhin für die leichteren Satelliten. Für die ISS-Transporte ist sie dagegen schon zu groß - weil SpaceX wieder vorbeigeplant hat. Für den Transport zur ISS braucht man einen Frachter mit viel Stauraum. Den hat die Dragon Kapsel nicht. So viel Nutzlast wie sie transportieren könnte geht gar nicht rein. Die Dragon wurde zwar vor der ISS-Beteiligung entworfen, doch wenn man intelligent gewesen wäre hätte man für die Transporte einen einfachen Druckbehälter an das Servicemodul angeschraubt. So kompliziert ist da ja nicht. So muss man mit einer Rakete mit der doppelten Nutzlast 50% mehr Flüge durchführen wie der Konkurrent Orbital. Wiederverwenden darf man die Kapseln nicht - also wieder an den Anforderungen vorbeigeplant.

Nun kommt die Falcon Heavy. Die ist wiederum zu groß. Doppelstartvorrichtungen findet man keine in SpaceX Angebot, so lohnen sich auch Einzelstarts kaum. Ich denke man will die wegen zu kleiner Nutzlast nicht lohnende Bergung bei der Falcon Heavy nutzen, dann könnte es sich lohnen, aber das muss auch erst mal klappen. Anders als bei der Falcon 9 gibt es auch wenige Monate vor dem Jungfernflug kein volles Buch. Gerade mal zwei Nutzlasten hat man bisher gewinnen können.

Nun denkt man schon an was größeres, obwohl man ja schon keine Kunden für die Falcon Heavy findet. Wie groß weiß man nicht. Aber sicherlich in der Größenordnung der Saturn V oder noch größer. Also Nutzlasten gibt es nicht dafür. Die NASA hat vom Senat die SLS aufgedrückt bekommen, die wird sicher keine buchen und an die Reduktion der startkosten auf den Treibstoffpreis glauben auch nur SpaceX-ler (selbst wenn man die erste Stufe bergen könnte, so geht immer noch die Oberstufe verloren und beliebig oft kann man sie auch nicht wiederverwenden. 5-10 mal ist bei Raketentreibwerken eine typische Größe. Mit den Kosten für Bergung ist man dann vielleicht bei den Kosten einer Falcon heavy ohne Bergung, aber eben immer noch nicht billig. In jedem falle gibt es keinen Bedarf dafür.

Interessant ist auch wie sich die Firma selbst wiederspricht. So wird ja bei Falcon 9 und Heavy die engine-out-Capbility hervorgehoben. Das macht sie sicherer. Warum macht man dann bei der neuen Rakete nicht so weiter? Wenn bei 200 Triebwerken eines ausfällt so wirkt sich das fast gar nicht aus. Anders als bei Falcon 9 und Heavy muss man keine Reserven vorhalten (nach dem ersten Engine-Out Vorfall senkte man z.B. die Nutzlast der Falcon 9 von 16 auf 13,15 t ab - schon vergessen SpacexFans?

Kurzum eine Firma die am Mart vorbeiplant. Eine Firma die sich "privat" schimpft, bisher aber 1933 Millionen Dollar von dem DoD und der NASA bekommen. (COTS, CRS, CCdev, Startkontrakte). Demgegenüber stehen 342 Millionen Dollar aus kommerziellen Kontrakten. Sie ist also zu 85% staatsfinanziert. Privat finanziert und kommerziell sieht anders aus.

So wie heißt es so schon im Amiland wo der Ausdruck "Bashing" herkommt? Strike!


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