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Web Log Teil 455: 21.3.2016 - 26.3.2016

21.3.2016: Die Startpreise

Letzte Woche machte ein ULA-Angestellter bei einem Vortrag einige Anmerkungen über ULA und die Situation in den USA, einen Tag später wurde er gefeuert. Aber die Ausführungen sind interessant. Es gibt in dem Artikel einiges, was man ohne selbst involviert zu sein schwer beurteilen kann, so ob das BE-4 oder AR-1 die bessere Wahl ist. Nach den Zahlen ist es das BE-4 das weiter in der Entwicklung ist und billiger wird. Aber es gibt einiges das auch ich zu kommentieren habe.

Das erste ist die Bemerkung das Senator McCain offensichtlich nicht rational handelt. Man kann das aus verschiedenen Gesichtspunkten sehen, so als "attack dog" von SpaceX. Das Argument ist nicht von der Hand zu weisen, denn was er tut schadet nur dem eigenen Land, nützt aber niemanden außer SpaceX. SpaceX hat inzwischen auch seine Aussagen für Lobbyismus enorm erhöht und gibt dafür mehr als ULA aus - vor einigen Jahren war es noch umgekehrt. Da wird sicher viel bei McCain hängen bleiben. Die Tatsachen sind: Als man die RD-180 bestellte war die Abhängigkeit von einer russischen Firma schon ein wichtiger Punkt. Der Ursprungsvertrag war daher so ausgelegt, dass die Stückzahl hoch war und die Lieferfristen so, dass man immer genügend Triebwerke hatte, um nicht nur das aktuelle Jahr abzudecken sondern im Notfall eine eigene Produktion aufbauen zu können. Die Rechte für die Produktion bekam man ebenso wie die Unterlagen über den Aufbau und Tests. Es war der USAF aber bisher immer zu teuer, die Produktion aufzubauen, zumal die in den USA gebauten Triebwerke auch nicht billiger werden. Wenn man nun plötzlich entdeckt das man russische Triebwerke einsetzt um dann einen Bann auszusprechen, ohne irgendetwas zu tun um Ersatz zu schaffen, dann ist das nur dämlich. Russland schadet der Verkauf einiger Triebwerke gar nicht, aber die eignen Nutzlasten des Militärs sind betroffen, ja genau des Militärs, das doch sonst über allem steht und nie Haushaltskürzungen hinnehmen muss, auch wenn sonst jeder zurückstehen muss. Besonders pikant ist das Orbital während der Ukrainekrise ja einen neuen Vertrag über die Lieferung der RD-181 abgeschlossen hat. Wenn die politische Richtung wirklich ernst gemeint ist dann hätte man sicher Orbital davor gewarnt, vor allem aber schon 2014 eine Alternative gesucht. Das macht man nun, nach zwei Jahren. Das zeigt das es eigentlich nicht um die RD-180 geht oder nationale Unabhängigkeit. Würde man nur unabhängig sein wollen, so wäre es die einfachste Möglichkeit das RD-180 in den USA zu bauen, die Rechte hat man und ULA selbst sagte ja dass beide Nachfolger dem RD-180 unterlegen sind. Daher bekommt die Vulkan auch leistungsfähigere Booster um dies auszugleichen.

Das zweite ist ULA selbst: Tobey machte ja auch den Vorschlag wie bei USA  (Space Shuttle Management) ULA aufzulösen, wenn die Aufträge abgearbeitet sind. Es gab ja auch das Angebot von Aerojet die Firma für 2 Milliarden Dollar zu kaufen. Man hat das abgelehnt, weil man den Wert des Geschäfts mit 4 Milliarden Dollar höher ansetzte als das Angebot von Aerojet. Nun ja ich sehe das anders. Die 2 Milliarden von Aerojet sind ja Reingewinn, während die 4 Milliarden sicherlich die ausstehenden Starts repräsentieren, doch die sind nicht 100% Reingewinn. Die meisten Firmen hierzulande haben typisch 10% ihres Umsatzes als Reingewinn. Vor allem aber bestehen ULA aus Lockheed-Martin und Boeing. ULA ist nur der Vermarkter. Aerojet hat keine eigenen Raketen sondern nur Triebwerke und Feststoffbooster, die muss auch Aerojet von den Firmen kaufen, sodass dort immer noch Geld nach dem verkauf reinkommt. Für Lockheed Martin würde der Wechsel des Auftraggebers von ULA zu Aerojet kaum was ändern, denn Booster und Triebwerke produziert man schon nicht selbst. Nur Aerojet hätte einen nutzen: es könnte nun das eigene AR-1 in der Vulkan einsetzen und der Wechsel von Aerojet zu Thiokol bei den Boostern kann man so auch rückgängig machen. Vor allem aber wird es in Zukunft kriseln. Denn mit dem Einstellen der Delta 4 produziert ja nur noch einer der beiden Partner einen Träger.

Die zentrale Diskussion ist der Preis. Meiner Ansicht nach haben sich mit SpaceX NASA, DoD, NRO ein Argument aufdrücken lassen, das vorher nicht diese Rolle spielte. Natürlich ist der Preis nicht egal. Aber es gibt einen gewichtigen Unterschied zwischen kommerziellen Nutzern und Regierungsnutzern. Erstere starten mehrere identische Satelliten, manche mehrere pro Jahr. Die Starts sind versichert und bei einem Fehlstart ist das ein Versicherungsfall. Vor allem aber ist ein Satellit typisch 2-3 mal teurer als der Träger. So machen die Starkosten ein Viertel bis ein Drittel der Hardware aus und mit anderen Kosten dann ein Fünftel bis ein Viertel der Projektkosten. Demgegenüber sind die Starts für die Regierung unversicherte Einzelexemplare die meistens viel teurer als kommerzielle Exemplare sind. Bei DOD und NRO gibt es keine genauen Zahlen, doch man muss nur den Etat  durch die erfolgten Starts pro Jahr teilen und man kommt darauf das jeder Satellit mehr als eine Milliarde Dollar im Durchschnitt kostet. Bei der NASA ist es ähnlich. Schauen wir auf den aktuellen Start von Exomars. Das Projekt hat bisher nur für die ESA 1.3 Milliarden Euro gekostet, mehr wird noch fällig, weil der 2018-er Orbiter noch gebaut wird. Demgegenüber kosten zwei Proton Starts rund 200 Millionen Euro, also weniger als ein Sechstel des ESA und einen noch kleineren Teil des Gesamtetats.

 NASA und DOD müssen wegen ihrer Verpflichtung nur US-Träger zu buchen auch für kleine Nutzlasten teure Starts buchen, denn zwischen Pegasus und Atlas 401 klafft eine Riesenlücke im US-Arsenal. Wenn man sparen will, dann wohl eher hier.

Scheitert ein Start dann ist der Verlust natürlich auch entsprechend größer. Entsprechend zahlen beide Behörden mehr für zuverlässige Raketen. Sie drücken den Betreibern durch die Kontrolle und Vorschriften auch weitere Kosten auf. Aussagen von SpaceX gehen dahin, dass im Prinzip dann NASA.-Mitarbeiter dauernd in der Firma sitzen und alles überprüfen, überall Fragen stellen und (nach Musks Ansicht) die anderen von der Arbeit abhalten. Es ist eine Philosophie, die man in Frage stellen kann, doch muss dann auch die Philosophie geändert werden. Die heutige ist ja nicht immer da gewesen. NASA und DoD haben lange Zeit mehr als einen Satelliten gestartet. Es wurden entweder kleine Flotten gestartet (bei der NASA z.B. Ranger 1-9, Lunar Orbiter 1-5 und Surveyor 1-7, beim Dod Dutzende Satelliten des Corona, Gambit Programms) oder zumindest zwei Exemplare einer wichtigen Nutzlast. Die NASA stellte das 1977 mit Voyager 1+2 ein. Seitdem hat man sich darauf verlassen, das die Starts fast immer klappen und es auch kaum noch Hardwareausfälle im Betrieb gibt. Zumindest beim Militär mit meist mehreren Satelliten eines Typs stellt sich die Frage ob man ein Exemplar mehr baut und für den Fehlstart reserviert, wenn man entsprechend niedrige Startpreise (dieselben wie bei kommerziellen Kunden) bekommt. Bei der NASA mit Einzelnutzlasten wird aber selbst der Nachbau der typisch 30-40% des ersten Exemplars kostet wahrscheinlich zu teuer sein. Das Problem sind aber nicht nur die Kosten eines Starts. Das Dod zahlt 880 Millionen Dollar pro Jahr dafür dass sie so viele Satelliten starten können wie sie wollen. Auch dazu gibt es eine Sicht von ULA. Aus Ansicht einer US-firma mit "Hire und Fire" Politik ist das logisch. Da es nur wenige kommerzielle Starts gibt würden beide Firmen in einem Jahr mit wenigen Starts Mitarbeiter abbauen. Aus Sicht der Regierung die auch einen gleichbleibenden fachlichen Standard (sprich: erfahrene Mitarbeiter anstatt kurzzeitig eingestellter Arbeiter) haben will kam man auf diese Lösung. Das Problem scheint heute aber nicht mehr gegeben und eines aus der Vergangenheit zu sein, als es starke Verzögerungen bei vielen Projekten gab.

Die Frage die sich die entsprechenden Stellen stellen müssen ist wie viel ihnen Sicherheit wert ist. Ohne Einblick in die Unterlagen ist das für Außenstehende nicht möglich. Man weiß einfach nicht wie viel Sicherheitsgewinn welche Kosten aufwirft. Derzeit erkenne ich keine Änderung der Einstellung. Man muss nur die Aufträge sehen die SpaceX bisher seitens der Regierung bekommen hat:

CRS: Viele Flüge, aber mit niedrigwertiger Hardware. Es fliegt Nahrung, Wasser, Kleidung und einige Experimente nach oben. Noch dazu ist der Frachttransport gut abgesichert, wie auch der Ausfall dreier Frachter n einem Jahr zeigt der nicht den Betrieb einschränkte

DISCOVR: Die Raumsonde wurde von der NASA bezahlt und schon 2003 fertiggestellt. Der Betrieb von der NOAA. Die USAF zahlte nur den Start für eine Raumsonde die sie selbst nicht nutzt, aber abwickelt, da die NOAA nicht selbst  startet  - kein Risiko für einen teuren eigenen Satelliten.

Jason-3: Der Satellit wurde von CNES/NOAA bezahlt, von der NASA stammt nur ein Experiment des JPL. Auch hier führt die NASA nur im Auftrag den Start durch. Kein Risiko für eigene Nutzlasten.

STP-2: Eine bezahlte Demomission der USAF, kein teurer Satellit sondern eine Erprobung der Falcon heavy verschiedene Bahnen zu erreichen die der USAF wichtig sind.

TESS: Eine Niedrigbudgetmission (Small Explorer) der NASA für die (wie bei Jason 3, DSCOVR) die Rakete eigentlich viel zu groß ist. Es gibt aber keine preiswertere kleinere Alternative im US-Arsenal. Bei einem Fehlstart hält sich der Verlust in Grenzen.

Kurzum: die große Begeisterung für SpaceX sehe ich nicht. Lediglich CRS Flüge die das geringste finanzielle Risiko darstellen werden in größerer Zahl gebucht. Die Frage ist ob dies so bleibt, denn klar ist natürlich, dass gerade durch SpaceX der politische Druck wächst. Dann werden sicher beide Organisatoren ihre Entscheidungen verteidigen müssen. Einfach wird es nicht, denn Fehlstarts treten eben nicht so häufig auf. Erst wenn es genügend Flüge gibt kann man eine Zuverlässigkeitsstatistik aufstellen. Nur die nimmt aber die Öffentlichkeit wahr. Natürlich gibt es interne Untersuchungen und einige Anbieter veröffentlichen auch die (theoretische) Gesamtzuverlässigkeit eines Trägers. Leider gibt es diese nicht von den US-Anbietern. Für kommerzielle Starts ist das weitestgehend egal: die Proton M hatte bisher bei 94 Starts 10 Fehlstarts, vor allem weist sie nicht die typische Erfahrungskurve aus, d.h. nach Einführung werden die Fehlstarts immer weniger. So was finden wir z.B. bei Ariane 5 - Fehlstarts bei den beiden Jungfernflügen, zwei partielle Fehlstarts bei Flug 2 und 10, aber seit 70 Flügen seit 2002 ohne Fehlstart. Trotzdem wird die Proton M weiter gebucht, erst vor wenigen Monaten konnte ILS einen neuen Auftrag akquirieren.

Ich denke man kann beides kombinieren. Die Ariane 5 ist nach einigen Problemen bei der Einführung erfolgreich. Die Atlas V und Delta 4 sind mit zwei partiellen Fehlstarts noch erfolgreicher, aber haben auch einen geringeren technologischen Sprung, vergleicht man die Erfahrung der europäischen Raumfahrt Industrie mit der der USA vor der Einführung der Modelle. Trotzdem ist sie signifikant billiger als Atlas oder gar Delta.

25.3.2106: Der englische Langbogen

Auf das Thema bin ich gekommen, nachdem ich mir einige Dokumentationen zum Mittelalter gesehen habe. ZDF Info überträgt einige von der BBC zu dieser Zeit und darunter auch eine dreiteilige über den Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich. Da geht es natürlich auch um die Schlachten und die berühmteste dieser ist die von Azincourt, die ja durch Shakespeare, aber auch zahlreichen neuen Darstellungen als epochaler Sieg des englischen Langbogens gilt. Ich erfuhr aber, dass dieser durchaus nicht nur erfolgreich im Hundertjährigen Krieg eingesetzt wurde. Es gab einige Siege, aber auch etliche Niederlagen. Ich nehme das einmal zum Anlass, diese Mythen zu untersuchen.

Fangen wir mit der Geschichte des Bogens in Schlachten an. Sicherlich ist der Bogen eine der ältesten Waffen. Für die Jagd wurde er schon in der Jungsteinzeit eingesetzt. Soweit wir wissen, spielte er in den bekannten Schlachten nur eine geringe Rolle. Bogenschützen gab es in vielen Heeren, doch meistens als Hilfstruppen oder um eine Schlacht zu eröffnen. Der Grund ist relativ einfach. Ein Bogenschütze hat zwar einen Reichweitenvorteil. Doch wenn der Gegner die Distanz zum Bogenschützen überbrückt hat, ist dieser im Nachteil. Er kann keine schwere Rüstung tragen, die ihn beim Abschuss behindern würde und er hat dann meistens nicht die Zeit den Bogen abzulegen und einen Schild oder ein Schwert anzulegen. Bogenschützen etablierten sich daher in zwei Bereichen: Entweder sie waren sehr mobil, sodass sie dem Gegner wieder entkommen konnten: So waren die Streitwagen mit Bogenschützen bestückt und Bogenschützen waren als Reiter sehr erfolgreich. So die Hunnen oder Skythen. Bei beiden dominierten die Kompositbogen, die aus verschiedenen Materialen bestanden und viel stärker gedehnt werden konnten, als Bögen aus Holz (höhere Spannkraft) und die trotzdem kürzer waren (Vorteil, wenn man auf einem Pferd sitzt und ein Bogen nur bis zur Hüfte reichen darf).. Der bogen wurde auch mit Erfolg eingesetzt, um von einer befestigten Stelle aus den Gegner zu beschießen. Hier kam dieser nicht an den Bogenschützen heran.

Schaut man sich die klassischen Schlachten der Antike an, so basierten diese darauf, dass man eine Schlachtordnung einhielt, in der jeder Soldat seinen Nachbarn mitschützte, so bei der Phalanx aber auch der etwas flexibleren Manipeltaktik der Römer. Dazu hatten die Soldaten einen großen Schild, der sie auch vor einem Pfeilhagel schützte, die Römer entwickelten sogar eine Formation, in der sie rundum geschützt waren - die Schildkröte und ihre Schilde waren überdimensional groß. So verwundert es nicht, dass der Pfeilhagel vieler persischer Soldaten Leonidas mit nur 300 Spartanern nicht besiegen konnte. er musste sich zwar schlussendlich geschlagen geben, blockierte den Thermophilen Pass aber lange genug, um dem restlichen Heer die Flucht und Neuformation zu ermöglichen.

Im Mittelalter wechselten die Taktiken, auch bedingt durch ein neues System: Anstatt einer einberufenen Armee oder Söldnern waren nun Ritter einem Herrscher verpflichtet und diese waren vermögend. Sie achteten auf einen maximalen persönlichen Schutz und Sicherheit. Sie konnten sich auf Pferde leisten - Reiterei gab es schon vorher doch mit Ausnahme einiger "Reitervölker" spielte sich nur eine kleine Rolle. Das römische Heer bestand z. B. fast nur aus Fußsoldaten. Nur 10% waren Reiter. Wie sehen aber einen Trend, den es schon immer gab: Die Rüstungen wurden immer besser. Das setzte sich auch im Mittelalter fort. Als der Hundertjährige Krieg begann, war man schon im Hochmittelalter angekommen. Damals warne die Ritter schon in individuell angefertigten Rüstungen, die praktisch jeden Körperteil schützten. Diese Rüstungen konnten nicht von konventionellen Pfeilen durchschlagen werden. Das zeigten Beschussversuche wie auch historische Überlieferungen. So wird von Richard Löwenherz Kreuzzug berichtet, dass die Soldaten Saladins, nachdem sie die Rüstungen nicht durchschlagen konnten, sich darauf spezialisieren die wenigen Augenblicke ausnutzen wenn ein empfindliches Körperteil frei war, um zu schießen. Die Rüstungen hatten offene Stellen bei den Gelenken, und wenn ein Ritter den Arm hob, konnte er in der Achselhöhle getroffen werden. So verliefen mittelalterliche Schlachten anders, als gerne darstellt. Auch Schwerter konnten die Rüstungen nicht durchdringen. Stattdessen haute man gegenseitig auf die Schilde, oder wenn es möglich war, auf die Rüstung, bis einer ins Straucheln geriet oder ihm die Kondition ausging. So wurden die Schwerter immer länger und schwerer um den nötigen Impuls aufzubringen, um den Gegner ins Wanken zu bringen. Dann öffnete man eine Pulsader in der Kniekehle oder Achsel mit einem Dolch und der Ritter verblutete. Aufgrund des Schutzes zogen auch Waffen ein, die mehr Impuls aufbrachten, auch wenn sie als Abwehrwaffen kaum geeignet waren, wie Streitäxte oder Morgensterne/Kriegshammer.

Weniger gut geschützt war das Fußvolk. Es hatte schon allein wegen der Beweglichkeit meist nur Kettenhemde. Diese konnten von Pfeilen durchschlagen werden. Beim Kreuzzug schützte Richard dieses durch dicke Filzschichten - die hielten die Pfeile ab, aber dafür starben die Soldaten dann an Hitzschlag. Verwundbar waren auch die Pferde, die später auch eine Rüstung bekamen, denn ohne Pferd war ein Ritter zu unbeweglich, weil die Rüstung zu schwer war. Bedrohlich für die Ritter dieser Zeit waren daher weniger die Bogenschützen, sondern die Armbrustschützen (auch Richard II wurde von einem getötet). Eine Armbrust hatte eine viel höhere Spannkraft und die Bolzen waren leichter und hatten eine Spitze mit kleinerem Querschnitt das konzentrierte die Energie auf weniger Fläche.

Kommen wir zur Schlacht von Azincourt. Allgemein gibt es einige Mythen über die Schlacht. So die, das wenige Engländer viel mehr Franzosen besiegt haben. Dann die das es ein Kampf der Bauern (englische Bogenschützen) gegen den Adel (französische ritter) war und eben den Mythos, dass die Engländer durch eine bessere Taktik siegten. Mir stellten sich schon vorher Fragen: Wenn die Taktik so erfolgreich ist, warum wurde sie während des ganzen Mittelalters nicht angewandt und warum verloren die Engländer dann den Krieg?

Nun wir wissen einiges über die Taktik, aber Mythen gibt es immer noch. So in diesem Spiegel Artikel von 1993. er enthält neben falschen Angaben (Zugkraft in Kilogramm anstatt englischen Pfund) auch falsche Zahlen. Aber gehen wir mal über zu dem, was heute gesichert ist. Die Taktik beim massiven Einsatz von Bogenschützen bestand darin, in kurzer Zeit möglichst viele Pfeile auf das gegnerische Heer abzufeuern. Man zielte nicht auf den einzelnen Soldaten, sondern deckte die Fläche mit Pfeilen ein. Die Opferzahlen sollten so erhöht werden, der Gegner demoralisiert oder noch besser er bricht den Angriff ab. Das Training, das nach einem Gesetz vorgeschrieben war, dürfte wohl dazu dienen die Kondition zu erhöhen und die Frequenz der Schüsse zu erhöhen nicht genau zu zielen. Ein englischer Langbogen hatte eine Zugkraft von bis zu 80 Pfund (heute üblich sind 40 Pfund für Sportbogen für Trainierte) und trotzdem musste man um das Salven-Modell umzusetzen 6 Schüsse pro Minute abfeuern. Der Zeitfaktor war kritisch, denn hatte der Gegner die Distanz zu den Bogenschützen überwunden, so waren diese weitestgehend wehrlos und konnten niedergemacht werden. Die Taktik, die im Hundertjährigen Krieg mal erfolgreich war, mal nicht wurde kurz vorher von den Engländern bei der Niederschlagung der Rebellion von William Wallace ("Braveheart") eingesetzt: Man schützte die Bogenschützen durch Ritter, die die vorderste Linie bildeten und so wichen die Bogenschützen nicht zurück, nachdem der Gegner näherkam.

Erstmals war sie erfolgreich bei der Schlacht von Crécy. Dort beginn das französische Heer einen taktischen Fehler. Man wartete nicht, bis der Tross mit den Schutzwällen angekommen war, sondern ging direkt zum Angriff über. Schutzwälle wurden mitgeführt, weil Armbrustschützen zwar die Rüstung durchschlagen konnten, aber sie lange brauchten, um die Armbrust zu spannen. Das taten sie hinter mobilen Schilden. Die Franzosen eröffneten nun das Treffen mit dem Armbrustschützen, eine klassische Taktik, doch diese konnten nicht auf Schussentfernung herankommen und wurden vorher im Pfeilhagel niedergemacht. Zudem hatte es geregnet, das weichte die Compositbögen der Armbrüste auf, auch ein Grund, warum der Kompositbogen sich in Mitteleuropa nie durchsetzte. Sie waren bald nutzlos. Danach griffen die Ritter an doch zögerlich in drei Wellen. Zusammen mit dem schlammigen Grund kamen sie zu langsam voran und nur wenige konnten die britische Linie erreichen. Hätte man mit einer Welle angegriffen, hätte es auch Verluste gegeben, doch viele wären bei den Briten angekommen und der Beschuss hätte aufgehört und das Fußvolk hätte nachrücken können.

Bei Poitiers hatten die Engländer wieder einen Sieg, begünstigt durch die Geografie, die verhinderte, dass das französische Heer auf breiter Front angreifen konnte. Trotzdem gelang es der französischen Armee, die Frontlinie der Engländer zu erreichen. Die von der Seite hereinpreschende britische Kavallerie konnte ein Debakel verhindern. In diesem Sinne waren also nicht die Bogenschützen siegreich, sondern die klassischen Ritter, die die Schlachtlinie umgingen.

Später waren die englischen Langbogen durchaus nicht so erfolgreich. In der Schlacht von La Brossinière schlug ein zahlenmäßig kleineres Heer die englische Streitkraft vernichtend. Es zeigte sich, dass er nur effektiv war, wenn geografisch das Gelände mitspielte oder der Gegner entscheidende Fehler machte. In der dritten Phase des Hundertjährigen Krieges vermieden die Franzosen die Fehler und oft genug überrannte die Kavallerie nur die Bogenschützen.

Aber kommen wir zu Azincourt und wie die Taktik war. Bis vor einigen Jahren war man der Überzeugung, dass die Bogenschützen eine enorme Reichweite hatten und ein zahlenmäßig weitaus größeres französisches Heer schlugen, 15.000, 24.000 und 40.000 Franzosen wurden genannt. Inzwischen weiß man durch Besoldungslisten, dass beide Heere gleich groß waren, etwa 9000 Mann nur auf französischer Seite 3000 Bogenschützen und auf englischer 6000.

Die große Reichweite wurde durch die Entdeckung von Langbögen in einem Schiff prognostiziert. Sie hatten eine Zugkraft von 80 Pfund, rund 36 kg. Etwa doppelt so viel, wie heutige Sportbogen für trainierte Amateure. Ein Pfeil verließ in Versuchen die Bögen mit 160 bis 200 km/h. Im Vakuum ergibt sich daraus eine Reichweite von 140 bis 220 m. Doch schon die große Schwankung zeigt das Problem. Ein Zuggewicht von 36 kg bedeutet man muss so viel Kraft aufwenden, wie wenn man 36 kg mit einem Arm anhebt. Das muss man auch kurz halten, um die Schwingung abklingen zu lassen, damit der Pfeil stabil fliegt. Das macht man einmal bei einem gezielten Schuss, doch nicht bei der Salventaktik die die Engländer betrieben. Jeder Schütze schoss dort pro Minute 6 Pfeile ab, die durch die Zahl bewirken sollten, das die meisten Gegner getroffen wurden. Heute geht man von einer durchschnittlichen Abschussgeschwindigkeit von 130 bis 140 km/h und einer Reichweite von 80 bis 90 m aus. Es gab zwar auch Pfeile mit dünneren Spitzen, die schwere Rüstungen durchdringen konnten, doch die kamen beim Direktbeschuß zum Einsatz und wurden nicht auf den Schlachtfeldern gefunden. Die normalen Spitzen waren bei Salven gefährlich für die Infanterie, die nicht so gut gepanzert wie die Ritter waren. Bei Rittern waren die Pferde viel gefährdeter als die Ritter, was jedoch aufs gleiche herauskam. Stürzte das Pferd, so waren die Ritter meistens darunter eingeklemmt oder mit ihrer schweren Rüstung weitestgehend unbeweglich. Sie wurden dann mit Dolchen und Äxten getötet, nicht mit den Bogen.

Die Taktik war relativ einfach: Der Gegner musste gezwungen werden auf kleinem Raum die Bogenschützen anzugreifen, am besten in mehreren Wellen verteilt. Das beste Beispiel ist Azincourt. Das Schlachtfeld ist nur 800 m breit, das war für die Kavallerie schon zu wenig Platz um sich zu formieren und mit größeren Abständen anzugreifen. Nimmt man 90 m Reichweite an, und 12 km/h als Geschwindigkeit für die Kavallerie (so schnell wie ein Jogger) so braucht diese 27 Sekunden um die Distanz zu überbrücken. Also musste man auf der Fläche von 90 x 800 m so viele Pfeile in 27 s (3-4 Salven) unterbringen, dass möglichst viele Pferde getroffen wurden. Bei 6000 Schützen sind das 18.000 bis 24.000 Pfeile, die sich auf 72.000 m² erteilen, also einer auf 3 bis 4 m². Das ist nicht die flächendeckende Abdeckung, die die Filme suggerieren, aber ausreichend einige Pferde zu treffen. Bei Azincourt kam dazu, dass es vorher geregelt hatte und die Pferde kamen im schlammigen Gelände nicht schnell genug vorwärts, bzw. die zweite Welle hatte noch die Toten Pferde und Reiter als Hindernis. Neben dem geografischen Manko und dem Wetter spielte die Taktik der Franzosen den Engländern zu. Die logischerweise beste Taktik wäre so massiv wie möglich anzugreifen. Greift man in mehr Wellen an, so haben die Engländer die Chancen mehr Salven auf die gleiche Anzahl von Soldaten abzufeuern. Auch wenn die Chance das ein einzelner Soldat getroffen wird, bei einer Welle größer ist. Diese Kleckerlestaktik, die wohl darauf beruhte, dass man annahm, die erste Welle würde die Schlachtordnung ins Wanken bringen, sodass die folgenden Reiter kaum noch Beschuss ausgesetzt sind, war hier kontraproduktiv.

26.3.2016: Ein Bild von mir...


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