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Web Log Teil 471: 20.8.2016 - 28.6.2016

20.8.2016: Strategien für die Kommunikation eines Titan Landers

Derzeit plant die NASA eine Europa-Mission. Das ist an sich nichts neues. Pläne gibt es schon lange, aber es sieht so aus, als würde sie nun auch kommen. Ich will mich in dem Beitrag aber mit Titan beschäftigen. Ich halte ihn für ein viel besseres Ziel:

Während eine Europa-Mission sehr viel Treibstoff zum Landen braucht und trotzdem kurz ist, kann man auf dem Titan dank der dicken Atmosphäre sogar ohne Fallschirm landen. Huygens warf ihn in niedriger Höhe ab.

Doch Titan umkreist den Saturn und ist so zwischen 1250 und 1560 Millionen km von der Erde entfernt - mehr als dreimal so weit wie Mars im entferntesten Punkt und 25-mal so viel wie beim marsnächsten Punkt entsprechend sinkt die Datenrate stark ab. Alle folgenden Überlegungen basieren auf dem Sendesystem von Cassini als Referenz. In dem heutigen Artikel will ich mal die möglichen Alternativen für einen Titan Lander und Rover schildern.

Die offensichtlichste Möglichkeit ist eine direkte Funkverbindung. Bei den Marslandern war dies nur einmal der Fall - bei den Viking Landern. Sie hatten eine 76 cm große Parabolantenne an Bord die auf die Erde ausgerichtet werden konnte. Doch schon bei ihnen war der Orbiter als primäres Relais vorgesehen. Bei allen Folgenden ist die direkte Antenne wesentlich kleiner und diente zur Absicherung, aber der Funkkontakt verläuft über die Orbiter. Das ist seit 2003 auch kein Problem denn seitdem gibt es immer zwei Orbiter im Marsorbit die Daten empfangen können. Selbst wenn einer ausfällt ist die Verbindung also noch möglich.

Würde ein Titan Lander eine 76 cm große Parabolantenne einsetzen (wie der Viking Lander), zusammen mit einem 20 Watt Sender, so würde er knapp 6 Kbit/s zu den 70 m Antennen zur Erde senden können. Das ist wenig verglichen mit den 128 bis 1 MBit die heute Marssonden über die Orbiter senden können, aber dort gibt es die Verbindung nur über wenige Minuten. Trotzdem: Curiosity überträgt nominell 250 MBit pro Tag. Dafür bräuchte man bei 6 Kbit rund einen halben Tag. Nicht unmöglich, aber nur praktikabel bei einem festen Lander. Bei einem Rover gibt es zum einen nicht die Zeit. Zum andern muss man dann zeitraubend die Antenne jeweils neu ausrichten. Kleinere Antennen die nicht genau ausgerichtet werden müssen, haben dagegen eine indiskutabel niedrige Datenrate.

Die zweite Alternative ist es dann einen Orbiter zu nutzen. Hier bietet Titan sogar Vorteile: Durch seine mächtige Atmosphäre wird ein Orbiter in mindestens 1000 km Höhe über der Oberfläche seine Kreise ziehen. In dieser Höhe hat er bei einem nur 5.120 km großen Himmelskörper fast dauernden Funkkontakt zum Lander. Bei der kleinen Entfernung riecht auch eine ungerichtete Antenne zur Kommunikation aus. Doch man muss erst mal in einen Orbit gelangen. Bei Jupiter gibt es vier große Monde, die man passieren kann und jeder Vorbeiflug kann die Umlaufdauer verkürzen, bis man schließlich mit wenig Treibstoffverbrauch in eine Umlaufbahn einschwenken kann. Bei Saturn gibt es nur Titan. Entsprechend länger dauert es. Studien für Titanorbiter die ich gesehen habe, haben daher auch eine ziemlich hohe Treibstoffzuladung. Bedingt durch die ausladende Atmosphäre gibt es aber auch noch eine Alternative: Aerobraking. Das wird seit 1996 für Marssonden genutzt. Doch ein Titanorbiter muss eine viel höhere Geschwindigkeit abbremsen und kann nicht so viele Vorbeiflüge wie die Marssonden durchführen bei dem pro Vorbeiflug die Geschwindigkeit um einige Meter sinkt. Als "Hausnummer" müsste ein Titan Orbiter die 100-fache Energie pro Vorbeiflug vernichten. Damit dies geht wären einige umbauen nötig. So müsste zumindest die dem mondzugewandten Seite aerodynamisch sein, z.B. mit einem elliptischen Schild um eine lokale Überhitzung und das unkontrollierte Drehen der Sonde durch die Kräfte zu verhindern. würde dieser Schild mit einem Leitungssystem durchzogen so könnte man die Energie zu allen Systemen der Sonde leiten und sie aufheizen und so den Schild kühlen. Trotzdem muss man den Mond oft passieren: Würde man eine Geschwindigkeit von 3000 m/s so vernichten wollen, so würde (bei Annahme das die Sonde aus Aluminium besteht und pro Vorbeiflug um 100°C erhitzt wird z.B. von -50 auf +50°C) die Sonde rund 50 Vorbeiflüge durchführen um die Geschwindigkeit zu vernichten. Viel weniger Vorbeiflüge braucht man wenn man nur die Gravitationswirkung ausnutzt.

Ein Orbiter wäre also sehr aufwendig und es würde entweder lange dauern bis er in der Umlaufbahn wäre oder er würde viel Treibstoff verbrauchen. Zudem würde dieser wohl den Lander zum Planeten bringen. was seine Masse weiter reduziert. Ein Orbiter wäre aber sehr wünschenswert, denn er könnte aus der Umlaufbahn eine Radarkartierung durchführen. Bisher ist die Oberfläche nur grob bekannt und nur Teile von Cassini erfasst.

Die zweite Möglichkeit ist ein Saturnorbiter. Selbst wenn er nicht Titan nah passiert profitiert er von der größeren Nähe. Cassini entfernt sich nach dem dritten Umlauf nie weiter als 3,5 Millionen km vom Saturn. Titan ist so maximal 4,7 Millionen km entfernt. Verglichen mit der Erde erhöht das die Datenrate, wenn der Orbiter eine 4 m Antenne wie Cassini hat um mindestens den Faktor 200 und damit auf ein Niveau das mehr als ausreichend ist. Ein spezieller Kommunikationsorbiter kann (wie es Cassini auch eine Zeitlang tat) sich in eine Umlaufbahn bringen die die Hälfte der von Titan beträgt, dann nähert er sich alle 16 Tage an Titan. Zudem kann er alle inneren Monde passieren, das sind die meisten mit Ausnahme der drei größeren Monde Hyperion, Iapetus und Phoebe. Da man auch ein Gefährt braucht die den in einer aerodynamischen Kapsel eingeschlossenen Lander braucht halte ich dies für die natürlichste Wahl. Bei einer primären Landemission muss ein solcher Saturnorbiter nicht so groß wie Cassini sein. Eine etwa 2 t schwere Sonde, hätte Fähigkeiten wie Galileo, zusammen mit einem 1 t schweren Lander (etwa 500 bis 700 kg auf der Oberfläche) wäre das heute mit Swing-Bys mit einer Atlas auf den Weg zu bringen oder direkt mit einer Falcon Heavy. Ein Orbiter der Titan häufig passiert (Cassini tat dies eine Zeitlang sogar einmal pro Woche) kann auch eine Radarkartierung durchführen, aber mit niedriger Auflösung und nur einen kleinen Teil pro Vorbeiflug, also wie Cassini. Allerdings sind SAR-Radargeräte heute deutlich leistungsfähiger als damals.

Viele Optimierungen die es seit Cassini gibt scheiden zumindest für den Lander aus. So erlaubt die dichte Atmosphäre mit vielen mehratomigen Molekülen nicht die Nutzung höherfrequenter Bänder wie dem Ka- oder Ku-Band. Bei diesen ist die Datenrate höher, weil eine Sende einen engeren Öffnungswinkel hat. Ebenso scheidet Laserkommunikation aufgrund der Smogschicht aus. Derartige Techniken kann aber ein Orbiter  egal ob um Saturn oder um Titan nutzen.

23.8.2016: Buchkritik: Dieter Huzel: "Von Peenemünde nach Cape Canaveral"

Dieter Huzel? Wer ist das? So denke ich mal wird die erste Reaktion sein, wenn ihr obige Titelzeile lest (ich mache mal bei Buchkritiken eine Ausnahme von den Titelzeilen aus Songs). Auch mir sagte der Name nichts. Er ist einer der Peenemünder. Doch war er mir namentlich nicht bekannt, na ja zumindest nicht im Gedächtnis. Denn beim Nachschauen in meinen eigenen Büchern (US-Trägerraketen S.66) taucht er natürlich auf. Man sieht: ich schriebe die Bücher auch für mich selbst. Ich selbst bin auch ein bisschen reingefallen, denn bei Amazon stand auch als Autor Wernher von Braun und er ist auch auf dem Titelbild abgebildet, er hat aber nur ein Vorwort verfasst.

Warum kennt man heute nicht mehr Dieter Huzel? Nun er ging nicht mit Wernher von Braun zuerst zur US-Army und dann zur NASA, sondern nach der Internierung in Fort Blizz zu North American, wo er später Chef der ausgegliederten Abteilung für Raketentriebwerke, wurde, die man Rocketdyne taufte. Da in den Medien eigentlich nur die Peenemünder auftauchen, die prominent bei der NASA auftauchten wie Ernst Stuhlinger, Kurt Debus oder Wernher von Braun verwundert es nicht, dass man ihn ein bisschen vergessen hat.

Dieter Huzel war (er ist 1998 verstorben) Leiter des Prüfstands P-7, des wichtigsten für die A-4 Erprobung. Hier fanden die meisten Triebwerk Tests und Abschüsse in Peenemünde statt. Ende 1944 wurde er rechte Hand von von Braun, als Magnus von Braun der bisher den Posten inne hatte, nach Mittelbau Dora ging, um die Qualitätsprobleme bei den Gyroskopen zu untersuchen und zu beseitigen. Sein Nachfolger auf dem Prüfstand P-7 wurde dann Kurt Debus. (In der Wikipedia steht das etwas anders, doch vermute ich mal das Huzel wohl besser Bescheid weis über sein Leben als die Wikipedia) Man kann also ihm schon eine Spitzenstellung im technischen Stab zusprechen. Magnus von Braun ist übrigens auch so eine Person, die oft unterschätzt wird. Auch er ging in die Privatwirtschaft. Eine Dokumentation schrieb sogar, das Wernher von Braun seinen Bruder zu den Amis vorschickte um zu kapitulieren, weil er "ein entbehrliches Opfer" wäre. Seinen eigenen Bruder? Tatsache war, das die Deutschen trotz Hochschulbildung meist nur schlecht englisch sprachen (in Interviews merkt man das noch Jahrzehnte später) und Magnus von Braun der einzige war, der fließend englisch sprach und daher den Kontakt herstellte.

Worum geht es in dem Buch? Es ist eine Autobiographie. Sie deckt den Zeitraum zwischen 1937 und 1953 ab. Mit Ausnahme von einigen einleitenden Kapiteln und dem letzten entfällt aber de Großteil auf die Zeit vom Juli 1943 bis 1946, als er in Peenemünde arbeitete, später die Wirren des Kriegsendes und die Gefangennahme und Übersiedlung in die USA. Das Buch ist sehr kurzweilig zu lesen, ich habe es in 4 Tagen durch gehabt. Man bekommt einen Eindruck vom Alltag in Peenemünde, aber auch von den Problemen der Materialbeschaffung und der Bedrohung durch Bombenalarme. Man bekommt einen Eindruck von der Zeit, etwas weniger über die Arbeit in Peenemünde und fast nichts von der A-4. Trotzdem ist der Bericht gut zu lesen.  Richtig spannend wird es zum Schluss. Als Anfang 1945 die rote Armee naherückte bekam Huzel den Auftrag Peenemünde abzuwickeln, sprich von der Mannschaft etwa 30% zu entlassen und vor allem die Produktionsanlagen zu demontieren und in den Harz zu verschiffen. Während von Braun dorthin abreiste bekam Huzel den Befehl zu bleiben bis alles abtransportiert ist. Er verlies das Gelände auch dann erst als die Rote Armee schon bei den Nachbarorten gesichtet wurden. Wie bekannt fanden die Russen in Peenemünde nichts mehr von Wert vor. Die Odyssee durch Deutschland unterbrochen durch Jabo Angriffe liest sich spannend, wird aber dann noch übertroffen, denn auch der Harz ist nicht sicher. Nun bekommt Huzel erneut einen Befehl: Wieder muss er als letztes Bleichrode verlassen. Diesmal aber zuletzt noch die gesamten Unterlagen verstecken. Anders als in Filmen darstellt ist das nicht eine kleine Kiste. 4000 Personen, die über 6 Jahre an einer Rakete arbeiten produzieren jede Menge Papier. Es sind obwohl es nur die wichtigsten Unterlagen sind, drei Lastwegen mit zwei Anhängern mit zusammen 14 t Papier. Huzel braucht mit 10 Leuten eine ganze Nacht um die Zeichnungen in einem stillgelegten Stollen zu verstecken. Noch abenteuerlicher wird dann der weitere Weg ins Allgäu, wo Huzel nun auch an total zerstörten Städten vorbeikam - An Peenemünde gingen die Bomben weitestgehend vorbei. Einmal bombardierte die britische Luftwaffe, traf aber nicht die Produktions- und Testanlagen dafür die Wohnquartiere, vor allem von Zwangsarbeitern und zweimal die Amerikaner die aber nur den wichtigsten Teststand angriffen. Die anderen Wohnquartiere in denen Huzel war, blieben von Bomben verschont. Huzel macht noch einen Abstecher und holt seine Freundin Irmel aus Berlin heraus, weil er Vergewaltigungen durch die rote Armee fürchtet.

Im Allgäu angekommen rücken bald die Amerikaner näher und die Gruppe von Braun ergibt sich. Auf den Fotos dieser Zeit ist übrigens Huzel mit abgebildet. Das Buch schließt dann mit der Zeit als "Gefangener" in Landshut und dann der Reise zu Fort Blizz. Wie schon gesagt ist es eine Autobiografie, kein Buch über die V-Waffenentwicklung. Man bekommt aber einmalige Einsichten in die Zeit und den Arbeitsalltag. Was man leider nicht bekommt ist viel über die anderen Peenemünder zu erfahren. Viele sieht Huzel nur bei Besprechungen (er war schließlich nur für die Tests zuständig, es gab noch andere Abteilungen für Steuerung, Triebwerksbau etc...) und mit von Braun scheint er nicht viel privates gesprochen zu haben. Ich hatte lange Zeit den Eindruck das von Braun recht distanziert wäre und Huzel so der zuverlässige Idiot für ihn war, der immer erst zuletzt abrücken darf. Vor der Unterzeichnung der Arbeitsverträge mit der US-Armee bekommt er aber von von Braun noch einen Tipp: Der Vertrag erlaubt später den Nachzug von Angehörigen, nicht aber von Freundinnen und Verlobten. Er heiratet Irmel (von der er das ganze Buch über schwärmt) am 3.11.1945 und sie kann so etwa eineinhalb Jahre später in die USA kommen, sondern wird als Angehörige bis dahin auch von der US-Armee mit 2.300 Kalorien versorgt. In dem Hungerwinter 1946/47 der mehreren Hunderttausend Deutschen das Leben kostete ist das sicher wertvoller als der Nachzug gewesen.

Man sieht an den langen Ausführungen. Es ist ein spannendes Buch, das heute leider nur noch im Antiquariat erhältlich ist, dafür aber recht günstig. Am Schluss blieb für mich nur eine Frage offen. Im Vorwort schreibt Wernher von braun, dass er nicht alle Ausführungen von Huzel teilt, aber alles akkurat beschrieben ist. Da fragt man sich schon auf was sich von Braun bezieht, denn Huzel gibt nicht so viel Meinung von sich und die ist weitgehend verständlich wie über das Gräuel des Krieges, das er schon im Juli 1943 verloren ist etc. man könnte nur anderer Meinung sein über die Ausführungen des recht sinnlosen Dienst im Militär, den er hatte, bevor er zu Peenemünde abkommandiert wurde oder seinen Ausführungen über die Bürokratie. Was von braun meint ist für mich offen, denn das Buch ist nicht das eines Raumfahrtidealisten oder eines unbelehrbaren Nazis, sondern einem der zwar immer schon von Raketen träumt, vor allem aber froh ist nicht die Materialbeschaffung der Wehrmacht organisieren zu müssen sondern an einer Rakete arbeiten zu können, also eine sehr sehr realitätsbezogene Einstellung.

24.8.2016: Die römische Armee Teil 1

So, da entweder meine Titel aus meinen Lieblingssongs zu schwer zu erraten sind, oder hier nur noch die Generation Z anwesend ist (die offensichtlich sich nur noch von Blogs berieseln lässt aber nicht mehr selbst aktiv wird und keinen Kommentar verfasst sondern lieber bei YouTube anschaut wie man einen Kommentar verfasst, gehe ich wieder über zu normalen Titeln. Wenn es weiter so wenige Kommentare gibt sollte ich vielleicht auch keine Blogs mehr schieben sondern nur noch Videos anschauen wie andere Blogs schreiben ....

(Einschub: gestern habe ich im Radio einen Bericht über die "Generation Z" gehört. Das sind alle nach 1995 geborenen. Die wollen: keine Überstunden, ein eigenes Büro mit Schreibtisch, kein Großraumbüro oder wechselnde Arbeitsplätze und einen Arbeitsplatz den man in 10 bis 15 Minuten erreichen kann. Klingt bei mir traumhaft. Solange ich denken kann war ich mindestens 45 Minuten zu Ausbildung und Arbeitsplatz unterwegs, bei meinem wichtigsten Kunden sitze ich immer in einer Ecke mit gerade so viel Platz das man Tastatur und Monitor unterbringen kann, schon die Schubladen sind mit Werkzeug belegt,  und keine Überstunden oder Arbeit am Samstag? Generation Z müsste man sein).

Ich interessiere mich nicht nur für die Raumfahrt, sondern auch die Antike. Das brachte mich auf die Idee mal etwas über die römische Armee zu schreiben, schließlich begründete sie das römische Weltreich und erhielt dieses über lange Zeit. Die römische Armee änderte sich im Laufe der Zeit, daher eine Einteilung in drei Perioden. Heute geht es um die Armee der frühen Republik bis etwa 100 v. Christus.

Die Armee der Republik

Rom war anfangs nur ein kleiner Stadtstaat wie es ihn damals viele in Italien gab. Die etruskischen Nachbarn hatten z.B. einen 12-Städtebund. Sehr früh hatten die Römer ihren (wahrscheinlich etruskischen) König verjagt und eine Republik gegründet. Schon damals führte Rom dauernd Kriege, brauchte aber weil es selbst nur eine Stadt war bis etwa 200 v. Christus um die italienische Halbinsel zu erobern, also mindestens 300 Jahre. In dieser Zeit war die Armee die eines Stadtstaates.

Rom verfolgte von Anfang an eine Expansionspolitik. Verlor man einen Krieg so schloss man Frieden, wartete auf die Schwäche des Gegners und begann erneut Krieg. Langsam aber sicher breitete sich so Rom aus. Die Expansion begann nach der Besetzung Roms durch die Gallier 387 v. Chr. vielleicht anfangs aus dem Bedürfnis heraus durch ein größeres Gebiet stark genug zu sein, dass dies nicht mehr vorkommt. Über die Frühzeit Roms (es wurde nach archäologischen Befunden wohl Mitte des 7-Jahrhunderts v.Chr. bis Ende des sechsten Jahrhunderts v.Chr.. gegründet, Römer legten die Gründung auf 753 v. Christus, was aber mindestens 100 Jahre früher ist) gibt es nur wenige Überlieferungen.

Die erste Armee Roms war eine Einberufenen Armee. Gab es Krieg, so versammelte man sich auf dem Marsfeld vor dem Krieg und durch die Tribunen wurden die Einwohner herausgesucht die zum Militärdienst verpflichtet wurden. Alle Einwohner zwischen 17 und 46 Jahren die zu den Besitzenden zählten, mussten sich melden. Besitzende bedeutet: sie hatten so viel vermögen, das sie davon leben konnten und nicht durch Arbeit ihr Auskommen verdienen mussten Sie wurden dann in vier Klassen eingeteilt, dazu kamen noch die Ritter, das waren die reichsten die die Reiterei stellten.

Die Velites waren die Ärmsten, denn die Einberufenen mussten ihre Rüstung selbst stellen. Sie hatten nur Wurfspeere und einen kleinen runden Schild. Sie eröffneten meist die Schlacht indem sie mit den Wurfspeeren versuchten eine starre Schlachtordnung aufzubrechen.

Die beiden folgen Gruppen war Hastati und Príncipes. Ursprünglich gab es ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den beiden. Die Hastati waren schlechter bewaffnet und hatten ursprünglich nur einen Speer, langen ovalen Schild und eine kleine rechteckige Brustplatte. Die Príncipes dagegen einen vollständigen Panzer mit Helm, Beinschiene und ein Ketten- oder Plattenpanzer. Aber auch innerhalb der Príncipes dürfte die Ausrüstung je nach Einkommen variiert haben, so sind Kettenpanzer flexibler, aber aufgrund der handwerklichen Verknüpfung tausender Eisenringe auch deutlich teurer als Plattenpanzer aus einzelnen mit Scharnieren verbundenen Eisenplatten. In der späteren Republik als die Armee zur Manipel Taktik überging verschwand der Unterschied zwischen Hastati und Príncipes weitestgehend und beide erhielten anstatt eines langem Speers einen Wurfspieß mit einer dünnen Eisenspitze und einem Gewicht am Ende des Holzteiles. Er verbog sich beim Aufprall und konnte so nicht zurückgeworfen werden.

Der letzte Truppenteil waren die Triari. In ihr dienten Veteranen und allgemein ältere Soldaten (Kriegshandwerk hatte damals auch viel mit Kraft zu tun). Sie hatten einen großen ovalen Schild, einen Helm und Platten- oder Schuppenpanzer und eine lange Lanze. Im Normalfall griffen sie nicht in die Kämpfe ein, sondern waren als Reserve gedacht, verlief die Schlacht schlecht so bildeten sie mit den Speeren eine Linie die es ermöglichte den anderen Truppenteilen sich zurückzuziehen.

Dazu kamen die Bundesgenossen. Das waren besiegte italienische Gebiete die im Kriegsfall ebenfalls Truppen stellen mussten. Ihre Ausrüstung war dann regional verschieden. Auffällig war, das die Bundesgenossen einen Großteil der Reiterei stellten. Die römische Reiterei Equites war klein, sie wurde von den reichsten Einwohnern gestellt.

Wir wissen recht wenig über die frühe römische Armee. Man nimmt aber an das sie anfangs wie andere Armeen als Phalanx kämpfte, das heißt eine Schlachtreihe in der jeder mit dem Schild sich und die linke Seite des Nebenmanns schützt. Die Speere meistens etwa 3 m lang wurden vor die Phalanx gehalten, sodass es sich für den Gegner als Speer- und Schildwald darstellte. Zum Ende der Blütezeit der Phalanx, erreichte bei der makedonischen Phalanx die Speerlänge 5-6 m und er musste mit beiden Händen gehalten werden. Die ersten Speere ragten über die Phalanx hinaus, die folgenden wurden schräg nach oben gehalten und sollten Pfeile ablenken. Mit dieser Phalanx siegte Alexander über die Perser.

Später ging die römische Armee auf die Manipel Taktik über. Die Ausrüstung wandelte sich und Hastati und Príncipes wurden mit einem Wurfspieß ausgerüstet und hatten dann auch die gleiche Rüstung. Die Manipel Taktik teilte eine Zenturie in zwei Manipel zu je 50 Soldaten auf, die einen 5 x 10 Block bildeten (5 Männer Breit, 10 Männer Tief). Zwischen beiden gab es eine kleine Lücke, zwischen den Manipeln ebenfalls, nur deutlich größer, etwa so breit wie ein Manipel. Zu Beginn der Schlacht war auch der Abstand zwischen den Soldaten rund 2 Meter. Näherte man sich dem Feind, so rückte das Manipel zusammen, die Lücken zwischen den Manipeln blieben aber. Durch sie konnten die Velites zurückweichen nachdem sie ihre Wurfspeere geworfen hatten. Danach schloss man auch diese Lücken indem jeweils ein hinteres Manipel in die Lücke vorrückte. Dahinter bildeten die Triari die letzte Verteidigungslinie. Die Equites sicherten die Flanken oder griffen die feindliche Reiterei an. Schon in der Republik war die römische Armee aber vor allem eine Armee von Fußsoldaten.

Die Gegner hatten damals eine Phalanx als starre Schlachtordnung. Solange diese keine Lücken hatte, war sie auch eine schlagfähige Formation. Die römische Taktik bestand darin aus kurzer Distanz die Wurfspeere einzusetzen und die Phalanx mit Speeren einzudecken. Selbst wenn man einen Legionär nicht traf, so verhakte sich der Wurfspeer im Schild und dieser wurde zu schwer um ihn zu halten. So wurde die Phalanx angreifbar. Die Legionäre rückten dann im Nahkampf mit Kurzschwert vor, selbst geschützt durch einen fast mannshohen Schild. Diese Taktik war sehr flexibel und kompensierte einen Nachteil des römischen Heers: da es einberufene Soldaten waren waren sie wenn sie selbst eine Phalanx gebildet hätten den ausgebildeten Berufssoldaten der Gegner unterlegen, denn eine Phalanx erfordert viel Disziplin. Ein Soldat muss seinen Platz halten, auch wenn er in vorderster Linie den Angriffen ausgesetzt ist. Ist eine Phalanx aufgebrochen so nutzt der lange Speer dem Soldaten nichts mehr, Nahkampfwaffen waren unüblich. Bei der makedonischen Phalanx brauchte man sogar beide Hände um den Speer zu halten. Ohne Deckung durch den Schild oder andere Speere war der Soldat dann wehrlos. Dann setzte oft ein völliger Zerfall der Schlachtordnung ein und jeder lief nur weg um sein Leben zu retten, was auch die oft so ungleichen Verluste bei Antiken schlachten erklärt, denn fliehende abzuschlachten ist viel einfacher als im Kampf Soldaten zu töten. Die Manipeltaktik basierte so mehr auf den Nahkampfähigkeiten der Soldaten, als auf ein Training in Schlachtformation wofür bei einberufenen Soldaten auch wenig Zeit war. Die Manipel Taktik hatte auch den Vorteil das sie ein geeignetes Schlachtgelände erforderte. Eine Phalanx konnte durch Bodenunebenheiten oder Hindernisse leicht auseinandergerissen werden.

Große Taktiken gab es bei den Römern keine. Sie zielten meist darauf ab das Zentrum der feindlichen Phalanx zu brechen, und dann den Rest aufzureiben. Dies scheiterte bei der Schlacht von Cannae kläglich, als Hannibal im Zentrum immer weiter zurückwich und schließlich so von den Flügeln her die Armee einkesseln konnte.

In den ersten Jahrhundert musste die römische Armee trotzdem viele Niederlagen hinnehmen und verlor auch einige Kriege. Das daraus ein Weltreich wurde, lag daran dass man niemals sich mit einer Niederlage abgab. Rom wollte andere Gebiete beherrschen, Die Gegner wollten eigentlich niemals Rom einnehmen sondern nur ihr Land schützen. So war klar das auf längere Sicht Rom gewinnen würde. Diese Politik sieht man auch daran ,dass man schon in der Frühzeit dazu überging Straßen zu den neu eroberten Gebieten zu bauen um schneller Truppen verlegen zu können und begann Kolonien anzulegen. Das waren Militärlager in besetzten gebieten aus denen sich dann meistens Städte bildeten, denn die Soldaten generierten im Umland eine Nachfrage nach Gütern und Versorgungsbedarf. So wurden die Gebiete romanisiert - mit Erfolg. Als Hannibal um 217 v. Christus in Italien einrückte hoffte er darauf das viele der in den letzten 200 Jahren unterworfenen gebiete zu ihm überlaufen würden, doch das taten nur wenige. Die wichtigste Ausnahme war die Stadt Capua in Süditalien.

Soviel für heute in den nächsten Tagen mehr über die römische Armee zwischen 100 v. Christus bis 27. n. Christus.

25.8.2016: Ich werde alt ...

So bevor ich morgen mit dem Teil zwei der Serie über die römische Armee fortfahre, heute mal ein Beitrag in der Rubrik: "Verschiedene Dinge die mir so auffallen". In der letzten Zeit waren das einige Sachen bei denen ich den Kopf geschüttelt habe. Vor allem habe ich mich gefragt, warum ich da der erste und anscheinend einzige bin.

Fangen wir mal mit der ct' an. Sie ist die einzige Computerzeitschrift die ich lese. Früher waren auch Zeitschriften über meinen damaligen Heimcomputer (CPC464), die Chip und ab und zu PC Professionell bei meiner Lektüre. Die ct' habe ich eher selten gelesen. Es kam zu wenig für mich interessantes drin, dafür viele Bastelprojekte, die für mich mit zwei linken Händen nichts waren (oder die falsche Hardware). Seit 1996 bin ich Abonnement, auch weil die Bastelprojekte weniger wurden und mehr und mehr über den PC kam. Seit einigen Jahren habe ich eher das Gefühl ich bin über das Niveau der Zeitschrift herausgewachsen. Es kommen immer mehr Beiträge mit denen ich gar nichts anfangen kann wie über Smartphones und vor allem internetfähige Geräte die keine Computer sind. Da gibt es ja schon den Bereich der Heimautomation, also steuerbare Heizungsregelungen, Lichtschalter und Steckdosen. Ich betrachte das alles als Spielerei. Sicher mag es für jemanden interessant sein, wenn er später oder früher nach Hause kommt von einer App aus die Heizung zu regeln. Aber meiner Erfahrung reicht es auch sie hochzudrehen wenn man ankommt, so lange dauert es nicht bis es warm wird und man wird die App wahrscheinlich wenn man sowieso im Stress ist sowieso vergessen. Das naheliegende beherrschen die Geräte noch nicht: Anstatt dass sie über eine App gesteuert werden (also eher umständlich anstatt einfach auf einen Schalter zudrücken oder einen Regler zu drehen) sollte es über die Anwesenheit des Menschen geschehen, also über einen Bewegungsmelder oder anderen Sensor. Dann ginge das Licht automatisch an und aus und die Heizung wurde die Temperatur absenken, wenn man den Raum verlässt. Zumindest für mich, der ich ein ganzes Haus bewohne, aber nur in einem Raum zu einer Zeit bin, wäre das eine sinnvolle Anwendung. Nur befürchte ich wird das nicht so leicht. Den Bewegungssensor für ein Nachtlicht lösen z.B. schon meine Katzen aus und die streifen dauernd durchs Haus ...

Warum ich mir alt vorkomme? Nun für die Heimautomation habe ich noch Verständnis, doch wenn das IoT nun auch in andere Geräte hereinwandert. Da gab es schon Brotbackautomaten und Küchenmaschinen und nun in der aktuellen Ausgabe Kaffeemaschinen und eine elektrische Zahnbürste. Der einzige Nutzen der Kaffeemaschine scheint zu sein, dass man sie über eine App starten kann. Vorbereiten muss man sie in jedem falle von Hand, so was wie einen Vorratspack für diese Aludöschen mit Kaffeepulver (extrem teuer und umweltschädlich) gibt es nicht. Dafür 250 bzw. 350 Euro auszugeben? Ich versteh es nicht. Mir war schon die Kaffeemaschine mit Zeitschaltuhr überflüssig genug. Die muss man auch am Abend vorher vorbereiten und wenn man das vergisst hat man nur heißes Wasser. Die 10 Minuten die eine Kaffeemaschine morgens braucht kann ich auch so nutzen. Meist kaufe ich Brötchen, manchmal räume ich auch die Spülmaschine ein oder aus oder brauche sie nur um richtig wach zu werden.  Immerhin befand auch die ct' das die Kaffeeautomaten mit App-Anbindung nichts erleichtern (befüllen muss man sie nach wie vor einzeln mit diesen Kapseln) sondern nur einen zusätzlichen Stressfaktor bedeuten. Es besteht also noch Hoffnung.

Mich wundert auch, das niemand sich mehr über den verrückten Vorschlag unseres Innenministers aufregt. Gut es gab Kommentare, doch die waren zu harmlos. Wenn er ernsthaft meint, das bei uns die Bedrohungslage durch Terrorismus so groß ist, das man einen 10-Tages Vorrat an Lebensmitteln braucht, dann sollte er sein Amt aufgeben. Wenn er das macht nur um Aufmerksamkeit zu erregen oder vielleicht in rechten Wählerkreisen zu fischen ebenfalls. Nicht mal als es noch den kalten Krieg gab und in der DDR eine halbe Million Sowjetsoldaten standen, kamen Politiker auf die Idee das man einen 10-Tagesvorrat an Essen braucht für den Notfalls das die Russen einmarschieren. Vor allem passt das nicht zu den Anschlägen, die ja bisher Anschläge auf Versammlungen waren. Wenn man die Lebensmittelversorgung lahmlegen will müsste man die Transportwege unbrauchbar machen oder die Fabriken. Wahrscheinlicher ist wohl eher das de Maiziere wenn mal was passiert eine 10-tägige Ausgangssperre verhängen will und die Leute vielleicht so schon drauf einstimmen will. Bei jemand der so beschränkt denkt ist das nicht ausgeschlossen. Seit Jahren will er die persönlichen Freiheiten einschränken und tut das auch. Immer mit dem Hinweis auf eine Gefahr komischerweise passiert niemals was bei uns, obwohl man in Frankreich die Attentäter alle vorher kannte und auch nichts gegen sie im Vorfeld unternahm. So oft höre ich aber nicht das man bei uns alle einkassiert bevor was passiert. Ich glaube nur wir sind nicht ein so großes Ziel wie Frankreich die direkt im Syrienkonflikt involviert sind.

Wenn die Attentäter wirklich die Gesellschaft im Mark treffen wollen, dann legen sie das Stromnetz lahm, das soll durch Internetanbindung von Kraftwerken tatsächlich möglich sein. Aber de Maiziere hält wohl Islamisten für doof. Denn nur bei doofen Terroristen die keine Verschlüsselung benutzen und dann natürlich sich auch nicht in die Steuerung eines Kraftwerks hacken können (was deutlich komplizierter ist) machen seine Totalüberwachungsgesetze mit Vorratsdatenspeicherung einen Sinn.

Der letzte Vorschlag ist nun ja ein Rucksackverbot bei öffentlichen Veranstaltungen. Soweit ich weiß finden die Anschläge bisher aber meist mit Sprengstoffgürteln statt, die kann man bequem daheim anlegen und die fallen nicht so auf als wenn man in einer Menge eine Bombe aus dem Rucksack herausholt. Aber de Maiziere wird das sicher auch noch herausfinden. Dann kommt das Verbot für Dicke Menschen (Sprengstoffgürtel machen dicker) bei Versammlungen und wenig später darf man dann nur noch nackt oder in durchsichtiger Kleidung zu Veranstaltungen. Zumindest geben dann die Politiker die wahrscheinlich immer noch angezogen kommen ein gutes Ziel ab.

Genauso dämlich ist die Forderung der AFD Vorsitzenden Frauke Petri das man Schusswaffen für den privaten Gebrauch erlauben soll. Ach ja? Hat das in den USA wo fast jeder eine Waffe hat den Anschläge verhindert? eher das Gegenteil. Vor allem sterben auch sonst viele Leute an Schusswaffen viel mehr als an allen Anschlägen weltweit zusammen. Als Politiker wäre ich doppelt vorsichtig, denn die sind bevorzugtes Ziel von Attentaten. Vier US-Präsidenten wurden schon erschossen auf zahlreiche andere wurden Attentate knapp verhindert. Wenn man so extreme Positionen wie Petri vertritt wäre man dann sogar noch gefährdeter.

Dann kam heute die Meldung das der Staat 18,5 Milliarden Euro mehr eingenommen hat. Auch ich habe mich mit 900 Euro dabei beteiligt und gleich kommt die Forderung doch dann Steuern zu senken. Hä? als erstes dauert es bis Gesetze umgesetzt sind. Und ewig gibt es die Mehreinnahmen nicht. Bis ein Gesetz gilt kann es schon wieder ganz anders sein. Zum andern hat der Staat immer noch hohe Schulden. So könnte man die mal abtragen anstatt nur keine neuen zu machen. Meine Vorstellung mit Schulden ist das man sie macht wenn man knapp bei Kasse ist und wenn man Geld hat dann zahlt man sie wieder zurück. Nur beim Staat scheint man permanent immer neue Schulden zu machen.

Soviel dazu. Was meint ihr dazu und wo habt ihr das Gefühl tickt ihr ganz anders als der Rest der Republik?

26.8.2016: Die römische Armee Teil 2

Im zweiten Teil über die römische Armee geht es um die Armee zwischen etwa 100 v. Chr. bis 27. n. Christus. Es ist die römische Armee der Bürgerkriegszeit. Nachdem Karthago im Jahre 146. V. Christus gefallen war, hatte Rom im Mittelmeer keinen ebenbürtigen Gegner mehr. Zwar hatte Rom damals noch viele Gebiete nicht erobert die später zu seinem Herrschaftsbereich gehörten, es umfasste damals Teile Spaniens rund um die Südküste, das Gebiet um Tunis, Griechenland und die Mittemeerküste der Türkei. Doch es gab nun keine Großmächte mehr die ein wirklicher Gegner waren. In Spanien, Frankreich, Mittel und Westeuropa gab es z.B. anstatt eines Staates viele kleine Stämme. Die beiden verbliebenen Diadochenreiche (das mazedonische wurde 168 besiegt) waren militärisch schwach. Ägypten hatte schon Probleme sein eigenes gebiet zu verteildigen und das letzte Diadochenreich, die Seleukiden das die Nachfolge des Perserreiches antrat war im Abwehrkampf mit den Pathern aus Iran.

So fragt man sich warum die Römer ihre Armee änderten. Sie war doch so erfolgreich? Nun zwar hatte man inzwischen zahlreichen italienischen Bürgern das Bürgerrecht verliehen, damit waren diese auch zum Kriegsdienst verpflichtet (das Bürgerrecht war so wichtig, das es zwischen 91 und 88 v.Chr. sogar einen Krieg zwischen Rom und seinen italienischen Bundesgenossen gab. So gab es eigentlich so viele potentielle Rekruten, dass man zu einer Freiwilligenarmee überging. Die Soldaten wurden also nicht mehr eingezogen, sondern sondern meldeten sich freiwillig zum Dienst, allerdings gab es immer noch die Unterteilung nach Ständen und jeder Soldat musste seine Ausrüstung selber stellen. Vor allem für Adelige und die die eine höhere staatslaufbahn anstrebten war der Militärdienst wichtig, ohne ihn hatte man im Staat keinen Anspruch auf ein politisches Amt.

Der Kriegsdienst war eine doppelseitige Sache. Bei den meist siegreichen Feldzügen winkte den beteiligten Soldaten eine fette Beute, denn sie bekamen einen Anteil an dem gut das geplündert wurde. Zog sich dagegen ein Krieg lange hin, so konnte dies den wirtschaftlichen Untergang der Soldaten bedeuten. Vor allem die Bauern litten im zweiten punischen Krieg, der sich über ein Jahrzehnt auf der italienischen Halbinsel abspielte. Am Ende waren ganze Gegenden entvölkert, denn die Rückkehrer konnten ohne Vieh und Saatgut nicht einfach dort fortfahren wo sie aufgehört hatten. So kam man auf das Freiwilligensystem.

Doch auch ihm war keine lange Dauer bescheiden, denn 154 v. Christus begann Rom mit der Eroberung des restlichen Spaniens. Die Keltiberer hatten jedoch eine andere Taktik als die großen Gegner die Rom bisher hatte, sie vermieden große Schlachten und führten stattdessen einen Partisanenkrieg mit vielen Scharmützeln. Der Krieg dauerte 21 Jahre, länger als jeder andere Konflikt vorher und es wurde sehr schwer Freiwillige zu finden die weiter Krieg führen wollten. Das setzte sich wenig später im ebenso langwierigen Algerienkrieg fort.  Dem Problem, dass Rom enorm schnell wuchs, auch weil viele Bauern nach dem Kriegsdienst verschuldet waren und ihr Land verloren dafür große Latifundien mit Sklaven entstanden versuchten die Graccus Brüder um 133 v. Chr. mit Reformen zu begegnen, doch vergebens. Wenig später wurde die Republik aufgerüttelt als zwei germanische Stämme (Kimbern und Teutonen) die Römer besiegten und bis nach Italien einrückten und die Numidier in Nordafrika sich erfolgreich gegen eine Expansion über das Gebiet rund um Karthago wehrten.

Die alte Armee war für eine dauerhafte Expansionspolitik nicht schlagkräftig genug und vor allem fehlte es an Rekruten. Je weiter die Kriegsschauplätze von Rom wegrückten und je länger der Krieg dauerte desto schwerer waren Soldaten zu finden. Der römische Konsol und Feldherr Marius erkannte das Problem und reformierte die Armee. Es wurde nun eine Berufsarmee, bei der ein Rekrut 25 Jahre diente. Danach wurde er nicht nur entlassen, sondern bekam als Veteran auch ein Stück Land zur Versorgung und für eine Nachkommen. Das eröffnete die Armee für alle Besitzlosen, und es gab nun Rekruten in Hülle und Fülle. Damit musste aber auch die Ausrüstung geändert werden. Denn nun konnte der Legionär nicht mehr selbst die Rüstung und Waffen stellen. Die Unterschiede die es vorher zwischen Triari, Hastati, Príncipes und Velites gab wurden abgeschafft. Jeder Soldat hatte als Rüstung ein Kettenhemd das bis zur Hüfte reichte, einen Helm, der auch die Wangen schützte, einen großen ovalen Schild, ein Kurzschwert und zwei Wurfspieße, einen leichteren für etwas größere Entfernungen und einen schwereren für die Nahdistanz. Die grundsätzliche Taktik hatte sich nicht gewandelt. Noch immer versuchte man feindliche Formationen mit zwei Salven aus Wurfspießen aufzubrechen und ging dann mit dem Schwer zum Nahkampf über. Die leichten Velites gab es nicht mehr. Anstatt der Reiterei hatte eine Legion die es nun in konstanter Größe (30 Manipel in 10 Kohorten zu etwa 5000 Mann gab nur noch eine kleine Reiterei von 400 bis 500 Mann pro Legion die als Kundschafter und Meldereiter dienten. Die Armee war nun endgültig zu einer Infanteriearmee geworden. Die Ausrüstung blieb weitestgehend so. Da sie nun einheitlich war begann eine richtige Massenproduktion von Helmen Schilden und Schwertern.

Später schaffte Maris auch noch den Tross ab. Er transportierte bisher die ganze Ausrüstung und das Essen. Stattdessen mussten die Soldaten das nun selbst tun. Sie führten neben Werkzeug und einigen Tagesrationen auch ein Zelt mit sich, das in zerlegter Form auf die Insassen verteilt wurden. Die Armee wurde dadurch schneller, denn der Tross war langsam, zog sich beim Marsch nicht so lange hin, was sie weniger verwundbar machte. Die Offiziere stammten von den Adeligen und hatten wie vorher nur eine kurze Dienstzeit die nötig war um Stadt aufzurücken. Das wurde meist durch einen vom Feldherrn ernannten Berufsoffizier den Legaten ausgeglichen, der über den eigentlichen Offizieren, den Tribunen stand. Eine Karriere in dem Sinne, das man wie bei der heutigen Armee im Rang aufrücken konnte gab es nicht. Ein einfacher Soldat konnte später eine Gruppe oder als Zenturio eine Hundertschaft anführen, doch er konnte nicht weiter aufrücken.

Die Armee wurde nun als Berufsarmee auch so bezahlt, dass die Soldaten davon leben konnten. Es ergab sich aber eine Abhängigkeit vom Feldherrn die noch fatal werden sollte. Eroberte ein Feldherr ein neues Gebiet so zog er zuerst einmal die Beute ein, die man zu Geld machen konnte und verteilte einen Teil unter seinen Soldaten. In jedem falle erhielt er den Sold und nicht die Soldaten direkt vom Staat. Es gab also ein Abhängigkeitsverhältnis und in der Folge nutzten Feldherren die ihnen unterstellten Truppen nicht nur für Feldzüge, sondern auch um eigene Interessen durchzusetzen. Julius Cäsar nutzte seine Truppenaus um Diktator zu werden, doch das war nur der Beginn. Später wurde es üblich das Armeen ihre Feldherren zum. Kaiser auszurufen. Nach dem Tod Neros kämpften sogar drei Feldherren darum Kaiser zu werden. Die Armee die ihn zum Kaiser erhob bekam dann später ein üppiges Geschenk.

In diese Zeit fällt ein Großteil der Eroberungen Roms, aber er endete auch in einem langjährigen Bürgerkrieg, der mit der Machtergreifung Cäsar begann, der gegen Pompejus kämpfte und mit dem Sieg Augustus gegen Marc Antone über 20 Jahre später endete.

Die Berufsarmee war nun eine hervorragend trainierte Armee. Sie war ja nicht nur in Feldzügen und wenn dann nicht die ganze Armee. So wurde sehr viel trainiert, sowohl Taktiken wie Nahkampf, aber auch regelmäßige Fußmärsche gemacht, schließlich musste man mit Rüstung fast 50 kg Ausrüstung tragen. Die Schlagkraft wuchs. In antiken Schlachten siegte nicht immer die am besten ausgerüstete Armee (obwohl auch hier die römische Armee einen hohen Standard hatte) sondern die disziplinierteste. Eine Schlacht war dann entschieden, wenn die Schlachtordnung sich auflöste, dazu musste es nicht mal viele Verluste bis dahin gegeben haben, es reichte das Soldaten befürchteten nicht mehr zu siegen oder um ihr Leben fürchteten. Wenn dann einer flieht, so reist das nicht nur ein Lücke, sondern das infizierte auch die umgebenen. Disziplin und Training führten dazu dass die Soldaten ihr Trainingsprogramm auch unter extremen Belastungen abspulten und die Schlachtordnung hielt.

Es gab aber auch so viel zeit und so wurde die römische Armee sehr wichtig für die Infrastruktur. Sie legten Straßen durch das ganze römische Reich an, sehr zuverlässig gebaut, bis über 50 cm tief wurde der Boden durch mehrere Schichten von Sand, Kies und Geröll ausgetaucht und oben mit Platten abgedeckt. Diese dienten der schnellen Verlegung der Truppen, warne aber auch für Handel und Zivilbevölkerung wichtig. Pioniertruppen bauten Brücken - Cäsar leis einmal eine über den Rhein errichten und wenige Tage später abreisen nur um zu zeigen das er jederzeit übersetzen konnte. Im Feindesland bzw. unterworfenen Gebieten wurden Legionslager gebaut, die dann mit Aquädukten versorgt wurden. Die Legionäre bauchten Güter und schufen einen Nachfragemarkt, gründeten Familien so bildeten sich um die Legionslager Städte. Köln war ursprünglich mal ein Legionslager um das sich eine Stadt bildete und wurde innerhalb eines Jahrhunderts zur größten Stadt nördlich der Alpen.

De Fakto brachte so die römische Armee auch das römische Leben und Sitten in viele Länder. Das trug wahrscheinlich mehr zum römischen Frieden bei als die Militärpräsenz, denn viele (wenn auch nicht alle eroberten) fanden die neue Ordnung nicht so schlecht und das römische Leben ganz angenehm. Was die praktische Zivilisation anging waren die Römer vielen ihrer Unterworfenen voraus, so verfügten sie schon über Kanalisation, fließendes Wasser, Bäder und Sauna. Städte hatten Steinhäuser, verfügten über ein Forum als Versammlungs- und Marktplatz und Theater. es gab Gerichte und es gab so etwas wie ein Staats- oder Gemeinwesen.

Die Bürgerkriege führten dazu dass die vielen Parteien auf eigene Faust Legionen anwarben und als Augustus um 30 v. Chr. schließlich siegte gab es 71 Legionen. Augustus löste viele auf und es begann eine neue Phase das Kaisertum in de das römische Reich kaum noch wuchs und man stattdessen das eroberte sicherte., Das ist der Inhalt des letzten Teils.

28.6.2016: Die römische Armee Teil 3

Der letzte Teil meiner kleinen Serie beschäftigt sich mit der römischen Armee des Kaiserreiches. In der Ausrüstung unterschieden sie sich kaum von denen der Periode vorher. Etwa zur Zeit Tiberius (14-37 nach Christus) reformierte man die Ausrüstung und zwar dahingehend, das sie wirtschaftlicher herzustellen war. Anstatt des flexiblen Kettenhemdes erhielten die Legionäre einen Gliederplattenpanzer. Der bestand aus einzelnen Eisensegmenten, die mit Haken und Ösen miteinander verbunden wurden. So musste man nicht tausende von Eisenringen verflechten und konnte trotzdem durch die Abmessungen der Segmente den Panzer die Körperform anpassen. Der ovale Schild blieb noch im Einsatz bei Stadtkohorten, dem Gegenstück zur heutigen Polizei. Die Legionen bekamen aber einen hohen, rechteckigen, nach vorne gewölbten Schild, der wenn die Legionäre ihn nebeneinanderstellten, eine feste Wand bildeten. 16 Legionäre konnten auch die Schilde nach außen und oben drehen und bildeten so eine vollständig gepanzerte Einheit die „Schildkröte", die zum Einsatz kam, wenn man bei Belagerungen unter dem Pfeilhagel heranrücken mussten. Auch der Helm wurde vereinfacht, es war kein individueller mehr, sondern ein standardisierten mit einem Nackenschutz und zwei drehbaren Wangenschutzteilen. Die Waffen bleiben gleich. Die Soldaten muss ich eigentlich nicht besonders beschrieben, wann immer in Filmen Soldaten zu sehen sind, treten sie in der Rüstung der Kaiserzeit auf, selbst wenn der Film zur Zeit Cäsars spielt.

Die Reiterei ging weiterhin zurück. Eine Legion wurde zwar Mitte des ersten Jahrhunderts von 5.000 auf 5.500 Mann aufgestockt (die erste Kohorte hatte doppelt so viele Soldaten), hatte aber nur 120 Reiter. Reiter stellten vor allem die Hilfstruppen, das waren angeworbene Soldaten, die nicht das römische Bürgerrecht hatten. Sie stammten oft aus dem Osten und setzten den Reflexbogen ein. Die Hilfstruppen waren aber bunt gemischt. Es gab auch leicht bewaffnete Infanterie oder Bogenschützen, aber auch Soldaten mit Kettenhemd, Speer und Schwert. Die Hilfstruppen waren teilweise genauso umfangreich wie die Legionen. Sie erfreuten sich großer Beliebtheit, bewarben sich um den Dienst, denn nach 25 Dienstjahren bekam der Soldat und seine Kinder das römische Bürgerrecht.

Was ich auch änderte, war dass zahlreiche Katapulte zur Standardausrüstung einer Legion gehörten. Schon vorher gab es Belagerungsmaschinen wie Rammböcke oder Türme. Doch sie wurden vor Ort zusammengebaut. Nun nahm man die kleineren Katapulte mit. Sie konnten auch bei Feldschlachten eingesetzt werden. Die Katapulte benutzten zwei Seilstränge die jeweils eine Hälfte eines Bogens hielten. Beim Verdrehen der Stränge speicherten sie Torsionskraft und diese wurde frei beim Entspannen. Größere Exemplare konnten bis zu 45 kg schwere Steine gegen Mauern schießen. Die kleinen verschossen Pfeile, dafür mit hoher Geschwindigkeit.

Diese Armee war die lange Zeit leistungsfähigste Weltweit. Weniger wegen der Ausrüstung als vielmehr aufgrund des Berufssoldatentums und des dauernden Trainings., Trotzdem endete nun die Expansion Roms. Schon Augustus erweiterte nach Amtsantritt das Reich kaum noch. Er verkleinerte die Legionszahl sogar von 60 auf 28. Die waren quer über das Reich verstreut, meistens zwei oder drei in einer Provinz, je nach Gefährdungspotential durch Angriffe von Außen, vor allem aber durch Aufstände. Dass man am Ende der Expansion war zeigte sich auch an der Position: 13 der 28 Legionen waren an Rhein und Donau den Grenzen im Osten stationiert, weitere 6 an den grenzen im Osten. In ganz Nordafrika und ganz Ägypten jedoch nur jeweils eine.

Augustus Nachfolger ignorierten seinen Ratschlag konnten aber das Imperium kaum noch erweitern. Nach Osten noch bis zum Neckar, nach Norden von Mittelengland nach Schottland. Im Süden zog die Wüste Sahara eine Grenze, im Westen gab es kein weiteres Land mehr und bei der Grenze zu Asien wo man sich mit den Parthern Scharmützeln lieferte. Alle Eroberungsversuche, die größten unter Trajan liefen ins Leere. Die Parther die kein stehendes Heer hatten zogen sich in ihr Kernland zurück stellten ein Heer auf und eroberten die gerade von Rom annektierten Gebiete zurück. Die Parther hatten ein Reiterheer und beschossen die Römer vom Pferd aus anstatt dass sie ihnen eine offene Feldschlacht lieferten. Zu Trajans Zeiten 117. n.Christus hatte das römische Reich seine maximale Ausdehnung erreicht Schon sein Nachfolger gab seine Eroberungen in Syrien und dem Irak auf, er hätte dazu zu viele Legionen dauerhaft dort stationieren müssen.

Im Laufe der Jahrhunderte in denen die römische Armee nun immer weniger Feldschlachten führte veränderte sich die Armee. Auch wenn die Einheiten noch Legionen hießen, wurden sie doch kleiner. An befestigten Grenzen aber auch zur Absicherung neu eroberter Gebiete war es besser viele kleine Militärlager anstatt einem Großen zu haben. Etwa nach 260 n. Christus ging man wieder über zum flexiblen Kettenhemd als Rüstung über und es wurde ein Speer und ein runder Schild eingesetzt. Mit dem kleineren Schild ist man agiler und ein Speer ist bei der Abwehr von Gegnern von Grenzbefestigungen wie dem Limes besser geeignet als Wurfspeere. Vor allem nahm die Bedeutung der Reiterei dauernd zu, Die Heere der Gegner im Osten (Parther, später Sassaniden) waren Reiterheere, die Hunnen die später auftauchten ebenso. Bei befestigten Grenzen die es in Deutschland und England gab konnte die Reiterei den Gegner stellen, wenn er die Grenze durchbrochen hatte.

Aber auch die Reformen konnten das römische Reich nicht halten. Es gab dafür viele Gründe, nicht nur militärische so ging die Wirtschaft bergab, die Inflation stieg an und damit auch die Einnahmen des Staates. Vor allem lösten aber die Hunnen einen Schneeballeffekt auf. Er führte dazu dass nun nicht mehr einzelne germanische Stämme die immer wieder vorher in das römische Reich einfielen nun viele Stämme nahezu zeitgleich die Grenzen überschritten. Was Augustus schon befürchtet hatte war eingetreten. Auf lange Zeit konnte Rom nicht diese ausgedehnten Grenzen kontrollieren. Das römische Reich hatte zu Christi Geburt etwa 54 Millionen Einwohner. Die 28 Legionen mit gleich vielen Hilfstruppen entsprachen etwa 280.000 Mann. Das bedeutete dass in etwa die Militärquote vergleichbar mit der BRD war die auch mal bei 64 Millionen Einwohnern 497.000 Soldaten hatte. Allerdings mussten diese nicht 500 km Grenze, sondern mehrere Tausend Kilometer Grenze beschützen und das überforderte sie auf Dauer. 


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