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Web Log Teil 506: 27.7.2017 - 3.8.2017

27.7.2017: Die Dreistufen-Lösung für den Weltraumtourismus

Ein Geschäftszweig, der seit Langem auf seinen Durchbruch wartet, ist der Weltraumtourismus. Erste Mitfluggelegenheiten gab es erst während der Aufbauphase der ISS. Russland kündigte zwar an, die Mir für Touristen zu nutzen doch zu einer Umsetzung kam es nie. Solange die ISS nicht genügend Strom und Platz hatte, konnten nur zwei Astronauten auf ihr wohnen. Eine Sojus hat drei Sitze. Der Dritte wurde für Kurzbesuche genutzt oder für Touristen. Da üblicherweise die alte Besatzung erst nach der neuen zurückkehrte, waren so etwa 7 Tagesaufenthalte möglich. Das ende mit dem Vollausbau der ISS 2009. Bis dahin gab es in acht Jahren acht Flüge von sieben Personen (Charles Simony ist zweimal geflogen). Kurzum: Das ist ein Markt, der angebotsbegrenzt ist. Ich denke es gibt mehr Interessenten als Fluggelegenheiten. Schwer also diese Vorlage als Basis zu nehmen, ob sich das Ganze lohnt.

Nun wird der Weltraum ja schon kommerziell genutzt. Wenige Jahre nach Beginn der Raumfahrt gab es die ersten von Firmen finanzierten Kommunikationssatelliten. Seit der Jahrtausendwende ist die kommerzielle Erderkundung hinzugekommen und seit einigen Jahren auch der rein kommerzielle Start (das man mit schon existierenden und mehr oder weniger von anderen Institutionen finanzierten Raketen kommerzielle Starts durchführt, gab es schon vorher). Warum also nicht auch den Tourismus kommerzialisieren?

Nun es gibt einige Unterschiede. Der Erste sind die Einstiegskosten. Einen kommerzieller Satellit kostet mit Start 200 bis 300 Millionen Dollar, doch eine eigene Raumstation mit Zubringerdienst? SpaceX als billiger der beiden bei CCDev geförderten Firmen wird über 3,5 Milliarden Dollar für die Entwicklung der Dragon erhalten (alle Aufwendungen zusammenaddiert). Für die ersten 12 Flüge rechnet die NASA mit Aufwendungen von 3,4 Milliarden Dollar also 283 Millionen Dollar pro Flug. Immerhin ist das bezifferbar. Wie viel eine Raumstation ist, weiß dagegen keiner. Die einzelnen Druckmodule sind relativ preiswert, so kostet das Druckmodul für die Cygnus nur 20 Millionen Euro, doch man benötigt ja ein Umweltkontrollsystem, eine Stromversorgung, Avionik, Einrichtungen für die Besatzung und und und …

Kurzum: Es ist ein hohes finanzielles Risiko, wenn man alles selbst machen will, mit hohem Finanzaufwand. Auf der anderen Seite kann man aus den wenigen Flügen kaum ableiten, wie viele Interessenten es gibt, denn diese Investitionen müssen ja auch wieder durch Gewinne hereingeholt werden. Ich glaube aber es gibt einen genügend großen Markt. Es gibt 2257 Milliardäre auf der Welt. Wenn nur 10 % dieser einen Trip in den Weltraum machen wollen, dann sind das über 200 potenzielle Kunden. Ein Trip kostet derzeit 50 Millionen Dollar, so viel wurde für die Reise von Sarah Brightman angegeben, die ihren 2015 absagte. Nach NASA Auskunft sollen ja die kommerziellen Deinste billiger als ihre bei Roskosmos gebuchten Sitze sein, also kann man damit rechnen, dass die Preise nur für die Startservices sinken. Nun sind 50 Millionen für einen Milliardär aber nur 5% seines Vermögens. Deutsche haben in der mittleren Altersgruppe (zwilchen 40 und 60) im Mittel etwa 100.000 Euro auf der hohen Kante. Prozentual entspricht das also, wenn jemand mit diesem Vermögen 5000 Euro ausgibt – so viel kostet eine Luxuskreuzfahrt für zwei Personen oder ein Gebrauchtwagen auch und das leisten sich viele. Wenn man nach dem obigen Artikel die Milliardäre 2016 ihren Reichtum um 16% steigern konnten, dann entsprechen 50 Millionen Dollar nicht mal dem Gewinn die sie durchschnittlich pro Jahr eingesackt haben. Man muss nur auch mal sehen was sich Reiche leisten – eigene Flugzeuge nicht nur kleineren Ausmaßes, sondern sogar A-380, Jachten, die dreistellige Millionenbeträge kosten, und beides wird auch nur gelegentlich genutzt bestimmt nicht häufiger pro Jahr als die Dauer eines Trips ins All. Kurzum: ich glaube nicht, dass es an kaufkräftiger Kundschaft fehlt.

Für diese Klientel spielt aber noch eine andere Sache eine Rolle. Bisher müssen alle Weltraumtouristen wie die Astronauten ein Basistraining im Sternenstädtchen absolvieren. Das dauert Monate. Ob dazu jeder bereit ist? Auch der Erbe eines Milliardenerbes oder ein saudischer Prinz, der es gewöhnt ist, sonst von vorne bis hinten bedient zu werden? Ich glaube das ist bisher ein größeres Hindernis, als die Kosten. So verwundert es nicht, das alle bisher gestarteten Raumfahrer ihren Reichtum selbst erwirtschaftet haben. Solche Leute wissen auch das man nichts geschenkt bekommen und sich anstrengen muss und sie erachten es nicht als selbstverständlich von allen hofiert zu werden. Der kommerzielle Weltraumtourismus kann hier eigene Standards setzen. Wenn wirklich Flüge ins All Routine werden sollen, dann muss es auch so sein wie woanders: Wer einen Flug bucht oder eine Kreuzfahrt macht, bekommt eine kurze Einweisung, was im Notfall gemacht werden muss. Er muss aber weder das Flugzeug steuern können noch die Rettungsboote zu Wasser lassen. Ich sehe diesen Trend: die beiden Mondfahrer, die nächstes Jahr mit einer Falcon Heavy starten (bei der Musk gerade mal die Erwartungen auf „wenn die Rakete die Startrampe nicht zerlegt, dann wäre ich schon zufrieden) reduziert hat werden keinen geschulten Astronauten als Kollegen haben, sondern werden passive Passagiere sein, in einem von der Bodenstation oder dem Bordcomputer gesteuerten Raumschiff – für die US-Raumfahrt was Neues, aber in Russland waren schon die ersten Kosmonauten in Wostok Kapseln reine Passagiere. Möglich ist das schon. Fank TDRS hat man selbst dann Funkkontakt wenn die Kapsel durch die Plasmawolke beim Weidereintritt keinen Kontakt zur Bodenstationen mehr hat. Heute experimentieren wir mit selbstfahrenden Autos, die eine viel komplexere Aufgabe lösen müssen. Eine Raumfähre autonom steuern konnte Russland schon 1988 bei der Buran und die ist nicht mal wie die Kapsel selbststabilisierend.

Doch erst mal muss man investieren und hier mein Vorschlag für die Umsetzung des Weltraumtourismus:

Phase 1: Erweiterung der ISS

Phase 0 – Gäste an Bord der ISS haben wir ja schon hinter uns. Der nächste Schritt ist auch von der NASA angedacht. Sie bietet an, kommerzielle Module aufzunehmen. Diese können dann als Behausung für Touristen genutzt werden. Für den Anbieter hat das folgende Vorteile: Er muss nur das Modul mit den Einrichtungen für die Besatzung konstruieren. Die Stromversorgung stellt die ISS, ebenso die Versorgung mit allen Gütern und das Umweltkontrollsystem. Ebenso wenig ist eine Aufrechterhaltung der Bahn nötig, auch das führt die NASA mit der ISS selbst durch. Die Astronauten würden die Dragon 2 und den Starliner nutzen. Die NASA wird vier Sitze pro Transport nutzen, bleiben drei freie Plätze in jedem Transporter für Touristen.

Natürlich müsste der Anbieter der Flüge sich angemessen an den Kosten beteiligen. Das bedeutet mindestens die kosten für den Mehrverbrauch an Fracht tragen, konsequent wäre es auch sich bei den Startkosten zu beteiligen (hat für die NASA den Vorteil das diese auf bis zu 4/7 sinken könnten) und wenn die NASA ganz keck ist, auch an den langfristigen Unterhaltskosten – so muss man mal die Solararrays auswechseln, sie verlieren dauernd an Leistung and en Kosten könnten sich die Touristen beteiligen. Zudem könnten die Touristen zumindest Routinetätigkeiten durchfuhren, dann hätten die Astronauten mehr Zeit für die Experimente. Ich denke auch in die Forschung könnte man sei einbinden – es gibt ja neben komplexen Arbeiten auch da einfache Dinge zu erledigen. Dann hätten die Raumfahrtagenturen sogar einen Vorteil durch den Tourismus.

Trotzdem ist das die billigste Möglichkeit. Wie bisher gäbe es zwei mögliche Dauern eines Flugs: Entweder man ist etwa 1 Woche an Bord und fliegt mit der Besatzung nach Hause die dann zurückkehrt, nicht der, mit der man gekommen ist, oder man bleibt länger Bord, wahrscheinlich 90 Tage, da die NAA vier Flüge pro Jahr plant. Kurzzeitig könnten dann bis zu 16 Astronauten an Bord der ISS sein – deutlich mehr als früher, man müsste wissen ob das Umweltkontrollsystem, das schafft.

Phase 2: eigene Station, aber Shuttle Service mit der ISS

In Phase 2 startet der Anbieter eine eigene Raumstation, die dann autonom sein muss, also eigene Stromversorgung, Umweltkontrollsystem, Lageregelung und Bahnkorrektur, Vorratshaltung etc. beinhaltet, so wie es Bigelow vorhat. Wenn der Anbieter diese Station auf derselben Orbitebene wie die ISS platziert aber etwas oberhalb oder unterhalb dieser so kann man beide Stationen leicht gemeinsam versorgen. Eine Station in 456 km Höhe hat z.B. eine genau um 1 Minute längere Umlaufszeit als die ISS. Alle 90 Umläufe (5,7 Tage) überholt die ISS sie dann. So gibt es alle 5,7 Tage eine Gelegenheit von der ISS zur Station oder umgekehrt zu wechseln. Es bietet sich an, zuerst die Touristen abzusetzen und dann die ISS anzufliegen. Beim Rückflug ist es dann umgekehrt. Für Kurzzeittrips erhöht sich dann die Aufenthaltsdauer etwas, um mindestens zwei Tage. Eine eigene Raumstation macht aber in meinen Augen vor allem dann Sinn, wenn die Touristen dann dort längere Zeit sind. Sie sind aber wie in Phase 1 angebunden an den Crewwechsel der ISS, beliebige Aufenthaltsdauern gehen so nicht. Weitere Kosten kommen durch den Frachttransport: Pro Astronaut und Tag 6 Kg Verbrauchsgüter, dazu noch Treibstoff für die Aufrechterhaltung der Bahn (auch daher der Vorschlag eine höhere Bahn einzuschlagen, da ist dieser geringer). In 456 km Höhe kommt man mit 100 kg pro Jahr aus, wenn die Station 20 t wiegt und eine Oberfläche von 100 m² hat (60 m² Solarzellen, 40 m² Station).

Der Starliner kann nach Boeing Angaben neben Astronauten auch Fracht transportieren. Die NASA lehnte das ab, doch hier könnte man es nutzen, allerdings nur, wenn man nicht alle Sitze belegt. Wahrscheinlich wäre es aber besser der Anbieter bucht einen eigenen Frachttransport.

Phase 3: Selbstständigkeit

In Phase drei ist der Anbieter selbst für seine Station verantwortlich. Er bucht dann Starts und muss selbst sehen, dass er die Kapseln voll bekommt. Rettung durch die ISS ist dann auch nicht mehr möglich, es wäre nützlich, wenn einer der Insassen ein ausgebildeter Astronaut ist, schon alleine um den anderen zu sagen was die im Notfall zu tun haben und um Panik zu verhindern.

Man könnte gleitend in diese Phasen übergehen, indem man erst ein Modul an die ISS ankoppelt, dieses nach einigen Jahren abkoppelt und entweder durch ein zweites mit den notwendigen Systemen ergänzt oder in der Zwischenzeit durch Versorgungsflüge die notwendigen Systeme in den Orbit gebracht und eingebaut hat, damit es selbstständig betrieben werden kann. Der Übergang zu eigenen Starts ist dann relativ einfach. Die Chancen sind da: noch nie war die Bereitschaft seitens der NASA so groß und noch nie gab es zwei Systeme zum Astronautentransport und vier Versorgungssysteme (nur für den CBM Anschluss, rechnet man die russischen Dockingadapter zu, so sind es noch drei Systeme mehr). Ich könnte mir auch denken, dass die Chinesen, die ja von der NASA nicht an der ISS beteiligt werden, auf die Idee kommen, dann ihre Station für Touristen zu öffnen. Die beiden unterschiedlichen Dockingadapter sind nicht das Problem, die gibt es ja auch an der ISS. Eher ein Problem ist, dass die CBM nicht für eine aktive Ankopplung gedacht sind. Dort wird der Transporter oder das Modul mit einem Kran der Transporter manuell durch die Besatzung angekoppelt. Daher werden für die neuen Crew-Vehikel derzeit auch neue Kopplungsadapter IDA installiert. Dann müsste ein Anbieter, der aber alles unterstützen will – unbemannter Frachttransport mit Cygnus, Dragon, HTV: CBM. Bemannter Transport und Frachttransport russische Adapter: Progress, Sojus, Shenzhou und bemannter US-Transport: IDA Adapter für Dragon 2 und Starliner drei Adapter. Alternativ und wahrscheinlich einfacher rüstet man die Vehikel um, was zumindest bei den US-Systemen gehen sollte. Der stufenweise Übergang ermöglicht es auch Anbietern zu prüfen, ob das Konzept tragfähig ist. Gibt es zu wenige Interessenten, so zeigt sich dies schon in der ersten Phase. Wichtig wäre natürlich das die NASA auch auf die Umsetzung dieser Stufen besteht, denn für den Anbieter der „Reisen“ ist es natürlich verlockend in Phase I zu bleiben – da sind die Kosten am kleinsten und man setzt sich ins gemachte Nest inklusive Absicherung im Katastrophenfall. Die Weltraumbehörden werden also die Dauer die ein Modul angekoppelt werden darf begrenzen müssen. Eine weitere Motivation dürfte sein, dass an Bord der ISS wohl kein Tourist ohne Astronautentraining geht – wie schon gesagt nicht jeder Milliardär ist bereit außer dem Geld auch 6 Monate seiner Zeit nur das Training zu investieren.

Die größeren Trägerraketen könnten auch Raumschiffe um den Mond herum schicken. Eine Proton oder Ariane 5 oder Atlas 551 können ohne Probleme ein Sojusraumschiff zum Mond transportieren. Russland http://www.spaceadventures.com/experiences/circumlunar-mission/, seitdem hat man aber nichts mehr gehört und vielleicht entwickelt sich der bisher einmalige mit zwei Touristen durch SpaceX auch zu einem weiteren Angebot.

Kostenabschätzung

Die ISS wird 30 Jahre lang betrieben werden, selbst wenn eine kommerzielle Station kürzer betrieben wird, dann kann man ihre Herstellungskosten und Startkosten auf viele Touristen umlegen – bei einer Dauerbesatzung von 6 zahlenden Touristen und 4 Flügen pro Jahr, sind das schon 24 Touristen pro Jahr, in 10 Jahren über 200. Dann spielen die Herstellungskosten keine Rolle. Höher sind die Transportkosten und Frachtkosten. 283 Millionen Dollar pro Flug der NASA umgelegt auf 6 Touristen sind 47 Millionen pro Person. Die benötigte Frachtmenge hängt von der Dauer ab. Bei SpaceX als billigerem US-Anbieter kostet ein Kilogramm rund 90.000 $, ohne Treibstoff für die Bahnerhaltung kostet so jeder Tag Aufenthalt weitere 540.000 $, ein 90 Tagestrip also zusätzliche 48,6 Millionen Dollar. Schon alleine deswegen werden die Aufenthalte wohl kürzer sein, ich denke so 15-30 Tage im Mittel. Das spart auch viel Zeit an Bord ein um den Muskelabbau zu verhindern, der bei langen Aufenthalten verhindert werden muss. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Kosten sinken, alleine dadurch, dass mehr Starts erfolgen. Bei doppelt so vielen Start alleine durch die Lernkurve um rund 15 %. Dazu könnte natürlich ein Konkurrenzkampf kommen – Russland wird Plätze auf ihren Sojus freihaben, die nun ja nicht mehr von US-Astronauten belegt werden und die Chinesen sind auch noch da. Vielleicht wird dann der Dreamchaser doch noch für bemannte Missionen umgerüstet dann gäbe es genügend Konkurrenz um die zahlungskräftige Kundschaft.

31.7.2017: Der DAV und die "So Called" Verbrauchersendungen

Heute mal wieder etwas Abwechslung und kein Raumfahrtaufsatz. Mir fallen auch andere Dinge negativ auf, vor allem „So Called Verbrauchersendungen“. Mein absoluter Liebling ist Yvonne Willicks, die durch ihre profunde Vorbildung (studierte vier Jahre lang Sozialpädagogik, brach das Studium ab und machte schließlich eine Lehre zu Hauswirtschaftsmeisterin richtig geeignet ist für Sendungen über Lebensmittel und Ernährung. Und da kam wieder ein von ihr diesmal mit fachkundiger Unterstützung von jemand, der dumme Fragen stellte (Jon Christoph Berndt, hat Politologie studiert und arbeitet nun als Unternehmensberater, ist also noch höher qualifiziert als Willicks) und einer Gruppe ausgesuchter DAV. Als Mitglied der Tschernobyl und Harrisburg-Generation weiß ich natürlich, was ein GAU ist. Später lernte ich als Programmierer noch den DAU, den Dümmsten Anzunehmenden User kennen und seit ich Verbrauchersendungen anschaue, kenne ich noch den DAV – den dümmsten anzutreffenden Verbraucher. Dort werden Selbstverständlichkeiten als Sensation aufgebaut und alles ist Betrug. Das geht soweit, dass solche Sendungen monieren, das Kalbsleberwurst keine Kalbsleber enthält – das hat sie noch nie, obwohl das Rezept traditionell ist, mindestens seit 1953 in der ersten Ausgabe der Leitsätze steht, wahrscheinlich aber noch älter Kalbleberwurst heißt so, weil sie Kalbfleisch enthält. Das ist so erfolgreich, das es tatsächlich inzwischen Kalbsfleisch-Leberwurst im Supermarkt gibt. Ein Tipp: Bierwurst (auch Bierwecken) enthält kein Bier, Teewurst keinen Tee und Jägerwurst keine Jäger. Damit kann Willicks noch drei Sendungen füllen. Diesmal ging es wieder um zwei Dauerbrenner das eine waren Werbeversprechen auf Lebensmittel und das zweite waren Lebensmittel mit „Zusatznutzen“ oder Functional Food wie man auch dazu sagt. Zu letzterem Originallaut Berndt (ja der heißt so): „Da steht: Mit Antioxidantien, wissen sie, was das ist?“ Natürlich wusste keiner der anwesenden DAV, was Antioxidantien sind. Also viel gestelzter ging es nicht mehr. Sorry, aber nach Jahrzehnten, in denen die Industrie den Leuten erfolgreich eingebeult hat, das Antioxidantien gesund sind und je nach Auslegung Erkältungen heilen, Krebs vorbeugen oder das Altern verzögen – keine der Behauptungen ist übrigens wissenschaftlich belegt – noch Leute zu finden, die noch nie den begriff „Antioxidantien“ gehört haben ist schon eine Leistung. Weitere Leistungen des Comoderators bei einem der „üblichen Verdächtigen“ (einem Lebensmittel das garantiert in jeder zweiten Verbrauchersendung auftaucht) Cornflakes für Kinder war die Frage „30 Prozent weniger Zucker als Was?“ Ja als was wohl. Der Mann meint, die Aussage wäre sinnlos, jeder normale würde wohl auf die richtige Antwort kommen: Weniger als normale Cornflakes. So ist das sogar EU-weit sanktioniert. Man muss nicht angeben weniger als was, sondern gemeint ist immer das herkömmliche Produkt. Bei solchen Sendungen beschleicht mich immer das Gefühl, die gängige Vorstellung, dass der IQ einer Gausschen Verteilungskurve folgt, kann nicht stimme, das passt auch zu meiner Beobachtung – es gibt definitiv mehr Doofe als Schlaue. Ich meine, ja der IQ gehorcht der Geschwindigkeitsverteilung bei Gasen (Maxwell-Bolzmannverteilung), das ist eine Kurve, bei der der Mittelwert nicht beim häufigsten Wert liegt, sondern links davon. Die Kurve läuft spitz aus, was sehr seltene Hochbegabungen erklärt – wäre der IQ wie eine Gausskurve verteilt so müsste es für einen IQ von 150, der ab und an vorkommt auch einen mit 50 als Gegengewicht geben.

In der Sendung ging es auch um Versprechen, die nun ja weitestgehend von der EU gekippt wurden und um „Gesunde Lebensmittel“ und die Kennzeichnung. Immerhin hat man dort erkannt, dass die „Ampel“ keine Lösung ist. Schlicht, und einfach weil Lebensmittel zu unterschiedlich sind und selbst von Ernährungsorganisationen empfohlene Lebensmittel bei der Ampelkennzeichnung einige Rote Marken bekommen würde, wie Käse z.B. für Salz, Fett und gesättigte Fettsäuren. Stattdessen sollen nach Ansicht einer Ernährungswissenschaftlerin nun auch die positiven Stoffe ausgezeichnet werden – macht es dann wieder kompliziert und die Ampel soll ja gerade alles vereinfachen. Aber die hat das ja auch studiert und ist daher für eine solche Sendung völlig ungeeignet als Berater. Aber es geht ja um gesunde Produkte.

Ja wirklich: „Gesundes Essen“. Alle DAV bitte nun aufhören zu lesen, ihr könntet was lernen: Es gibt kein gesundes Essen. Alles ist gesund, auch Schokolade, Chips und rotes Fleisch. Es kommt nur auf die Menge an. Wasser baucht jeder zum Leben. Ohne Wasser stirbt man nach wenigen Tagen während man auf die meisten Lebensmittel Wochen oder monatelang bei vielen lebenslang, verzichten kann. Man kann sich aber auch in kürzester Zeit mit Wasser umbringen. So schon mehrmals bei Trinkwettbewerben geschehen. Trinkt man zu viel Wasser in zu kurzer Zeit, so können die Nieren es nicht mehr ausscheiden und man stirbt. Auch andere so als gesund postulierte Lebensmittel sind nicht so gesund wie gedacht. Man hat einmal in einem Experiment rausfinden wollen, in wie weit wir uns in der Ernährung von unserem nächsten Verwandten den Menschenaffen entfernt haben und ob wir noch mit deren Kost zurechtkämen. So bekamen Probanden das Gleiche wie die Schimpansen im Zoo: rohe Früchte und Gemüse. Also Dinge, die ganz gesund sind und die wir doch viel und häufig essen sollen. Die DGE hat sogar eine eigene Kampagne dazu laufen. Das Experiment musste bald abgebrochen werden. Alle Probanden hatten verschiedene wenn auch leicht unterschiedliche Bauch- und Armbeschwerden. Die Wissenschaftler kamen zu zwei Schlüssen: Erstens die Probanden konnten die für die Energieversorgung notwendige Menge gart nicht essen - bei den 8400 kJ die man für eine 60 kg schwere Frau als Normbedarf angibt, sind das bei typisch 150 bis 300 kJ pro 100 g Energiegehalt von Obst rund 2,5 bis 5 kg am Tag, bei Gemüse, das unterhalb von 100 kJ pro 100 g liegt noch mehr. Der Kauapparat ist nicht für diese Mengen an roher Nahrung ausgelegt. Das wundert nicht: kochen wir doch die Nahrung seit Hunderttausenden von Jahren und Werkzeuge zum Zerkleinern gibt es noch länger. Doch abbrechen musste man, weil das Verdauungssystem mit den Nahrungsmengen nicht fertig wurde. Es kann hier daran liegen, dass man die Nahrung nicht ausreichend zerkleinert hat und so die Passagezeit zu lang war, aber die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass unser Körper auch bei püriertem Obst nicht mit der Menge zurechtkommt. Also: zu viel Obst und Gemüse ist nicht gesund!

Umgekehrt, mal als Tipp für die Hersteller von den von diesen Sendungen als „Bäh-Produkte“ gebrandmarkten, wie hier die Cornflakes von Vitalis: Belegt eure Aussagen einfach mal wissenschaftlich. Ihr braucht dazu nur ein Flüchtlingscamp, am besten eines, wo Hungerflüchtlinge sind, z. B. aus Äthiopien, es gehen aber auch andere Flüchtlinge, die schon Strapazen und eine Odyssee hinter sich haben. Die Anwesenden teilt ihr in zwei Gruppen ein, die Versuchsgruppe und die Kontrollgruppe. Die Kontrollgruppe bekommt ihre UN-Nahrungsration und die Versuchsgruppe nun noch zusätzlich das Produkt, dass ihr bewerben wollt, wie Knuspermüsli, Chips, Joghurts mit lebenden Kulturen. Ihr untersucht regelmäßig den Gesundheitszustand und bestimmt elementare Blutwerte. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Versuchsgruppe nach kurzer Zeit nicht besser dasteht. Ganz einfach weil die Rationen gerade mal den Mindestbedarf decken. Für Leute, die schon Gewicht verloren haben oder unter Mangelernährung leiden, sind diese so von Willicks und Berndt gebrandmarkten Produkte nämlich höchst „gesund“. Und die nehmen gerne auch das Müsli mit normalem Zuckergehalt. Das dürfte sogar noch „gesünder“ sein als das mit reduziertem – zumindest bei dieser Personengruppe. Die Formen könnten dann mit wahren, wissenschaftlich abgesicherten Botschaften werben, wie „Hilft Mangelernährung vorzubeugen“.

Kurzum: ob etwas gesund ist oder nicht hängt von der Menge ab und vom eigenen Gesundheitszustand. Das hat schon Paracelsus erkannt der wusste, dass nur die Dosis ein Gift ausmacht und heute nutzen wir viele Gifte als Medikamente von Botulinus-Toxin über Digitalis bis zu Atropin. Es kommt nur auf die Dosis an. Etwas zu viel Botulinis-Toxin und man hat eingefrorene Mimik und viel zu viel und man ist tot.

Schön für die „So called Verbrauchersendungen“, dass es den DAV gibt. So kann man ganze Sendungen über Selbstverständlichkeiten machen, und weil der DAV das Erinnerungsvermögen eines Goldfisches hat, kann man das wiederholen – nichts von den Themen in dem reißerischen Titel „WDR-Achtung Mogelpackung! Yvonne Willicks deckt irreführende Gesundheitsversprechen auf“ war neu. Leider bedeutet der Erfolg dieser Sendungen, dass man immer mehr solcher Sendungen mit einem Informationsgehalt bekommt, der gegen Null geht. Ich möchte nicht wissen, wo das Fernsehen in 20 Jahren ist? Da wo heute schon RTL II ist oder noch etwas tiefer?

Vielleicht sollte ich das auch mal probieren. Blogs schreiben mit dem Titel: „ Achtung Mogelpackung! Bernd Leitenberger deckt irreführende SpaceX-Versprechen auf“ und dann ganz banales schreiben, wie das die Falcon Heavy schon 2013 starten sollte. Aber dann würde ich mich wohl nur auf das Niveau der DESA (Dümmste existierende SpaceX Anhänger“ begeben ...

1.8.,2017: Der Testpilot und das Raumfahrtprogramm

Als die USA das Mercury Programm initiierten, kam natürlich sofort eine Frage auf: Wer soll in die Kapsel rein?

Manche plädierten für die Ingenieure, die sie gebaut hatten, weil sie sich am besten mit den Systemen auskannten, doch die meisten fokussierten sich auf eine Berufsgruppe, die sie per se für am geeignetsten für den Job hielten: Testpiloten. Die Argumentation war einfach und logisch: Testpiloten fliegen schon unerprobte Flugzeuge sind also schon geschult, bei Gefahren schnell zu reagieren und einen kühlen Kopf zu behalten. Sie haben große Erfahrung mit Düsenflugzeugen, die man aufgrund der Geschwindigkeit für am vergleichbarsten mit einem Raumfahrzeug hielt. Aufgrund der Geschwindigkeit ist es bei Düsenflugzeugen am wahrscheinlichsten, das eine Störung oder ein Ausfall in einer Katastrophe endet.

Die sieben Mercury Astronauten wurden nach etlichen medizinischen Tests und Vorselektion aufgrund ihrer Vita schließlich offiziell vorgestellt und schon da zeigte sich schon das mediale Interesse. Die Astronauten wurden schnell zu Superhelden und bekamen einen 500.000 $ Vertrag mit dem Life Magazine das von nun an über ihr Leben und Ausbildung berichtete. Das stieg wohl einigen zu Kopf. Kelly schreibt in seinem Buch Moon Lander, das man bei Grumman, wenn ein Astronaut vorbeikam, sei es für Besprechungen, um etwas zu testen oder zur Ausbildung man ihm einen Testpiloten von Grumman zur Seite stellte, weil er sich mit „normalen“ Angestellten und sei es auch der Projektleiter (Kelly) nur ungern redete und sie von oben herab behandelte. Das war auch in der NASA so. Capccoms waren ebenfalls Astronauten und so war es bald so, dass die Astronauten sich nicht als ein Bestandteil des Programms ansahen, sondern als die wichtigste Person im Programm und damit auch in der Position zu entscheiden wie die Missionen gestaltet werden, und wie das Raumschiff gebaut werden muss.

Beim Mercuryprogramm konnten sich nicht mehr viel beeinflussen. Sie waren auch weitestgehend passive Passagiere. Mehr als die Steuerung der Lage und Aktivieren des Bremstriebwerks hatten sie nicht zu tun – zumindest im technischen Sinn. Doch selbst das konnte auch von der Missionskontrolle durchgeführt werden, schließlich startete man die Kapseln zuerst mit Affen als Besatzung, um sie zu testen. Trotzdem schaffte Scott Carpenter es, dass er durch zu hohen Treibstoffverbrauch seine Mission gefährdete, weil er seinem Experimentiertrieb nachging.

Eine größere Rolle kam den Astronauten im Geminiprogramm zu. Dieses sah schließlich Ankopplungen im Orbit vor und Arbeiten außerhalb des Raumschiffs vor, um diese beiden Punkte für das Apollo-Programm zu erproben. Schon hier zeigten sich aber die Grenzen: Als man bei Gemini 3 erstmals versuchte sich an eine Titan Zweitstufe zu nähern und Grissom, Veteran aus dem Mercuryprogramm probierte es, wie er es bei Flugzeugen machte – Geschwindigkeit aufnehmen. Aufgrund der Orbitalgesetze kam er aber dadurch auf eine elliptische Umlaufbahn mit einer höheren Umlaufszeit, womit er sich weiter von der Stufe entfernte. Das musste abgebrochen werden, als der Treibstoffverbrauch kritisch wurde. Alle folgenden Bahnänderungen wurden vom Bordcomputer durchgeführt. Die Pilotenausbildung nützte also nichts, war aber bis zum Ende des Shuttleprogramms Voraussetzung um Pilot oder Copilot eines Raumschiffs zu werden. Lediglich die Endankopplung führten im Gemini-Programm die Astronauten durch.

Ungleich komplexer sollte das Apolloprogramm werden. Astronauten waren hier aktiver beteiligt als bei den anderen beiden Programmen. Sie waren am Innendesign der Raumschiffe beteiligt. So beamen die Mondlander kleine dreieckige Fenster anstatt eines großen Fensters, da diese nach Tests mit den Astronauten sich als ausreichend erweisen. Die Luke wurde rechteckig anstatt rund und Sitze entfielen. Bei allen Entscheidungen waren Astronauten beteiligt bzw. bei der Luke wurde die Änderung durchgeführt, nachdem sich in Versuchen zeigte, das die Astronauten mit dem Tornister kaum durch die runde Luke kamen. Es zeigte sich aber auch, dass die Astronauten nun alles taten, um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Das Apolloprogramm war so komplex, das es ohne Computer nicht ging. Doch die Astronauten bestanden darauf die volle Kontrolle zu basalten. So wurden zwar alle Daten an den Computer durch die Bodenstationen überspielt, doch die Astronauten mussten dazu einen Schalter umlegen, damit er sie auch akzeptierte. Bei allen Bahnmanövern wurden die Ausgaben des Computers zur Besatzung mündlich übermittelt, dann von diesen aufgeschrieben, vorgelesen und nach dem Manöver mit der realen Anzeige vergleichen – reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, denn die Daten lagen auch über die Telemetrie bei der Bodenstation vor. Es zeigte sich bald, dass eine Apollomission mehrere Tausend Tastendrücke erforderte und die Missionskontrolle schlug vor einen Fernschreiber zu installieren – abgelehnt. Die Astronauten wollten nicht „Befehlsempfänger“ werden. Dabei ging es nur darum sei von dem manuellen Aufscheiben von Werten zu entlasten. Es gab genügend Dinge an Bord die nur von der Besatzung erledigt werden konnten, wie das Ankoppeln der Mondfähren im Erd- und Mondorbit, die Navigation mittels Sexanten etc. Prinzipiell war aber die gesamte Mission unbemannt möglich. Bei der Mondlandung waren sie nur in der letzten Phase beteiligt, wenn die Mondfähre von dem Computer in 200 m Höhe auf nahezu null abgebremst wurde, dürften sie die Steuerung übernehmen – musste aber nicht. Es gab einen automatischen Landemodus, der aufgrund des Radars sogar das Bodenprofil berücksichtigte. Lovell wollte ihn ausprobieren, doch bekanntlicherweise landete er nie. Shepard verhinderte bei Apollo 14 den Test einer Toilette für Skylab. Immerhin wurde der Druck seitens der Wissenschaft so groß auf die NASA, dass sie eine eigene Astronautengruppe aus Wissenschaftlern aus der Taufe hob. Doch Slayton Ex-Astronaut teilte diese keiner Mission zu. So wandten sich die Wissenschaft an den NASA-Chef und so wurde bei der letzten Mission Apollo 17 dann von oben herab bestimmt, das Harrison Schmidt als Einziger der Gruppe noch auf dem Mond landen dürfte.

Bei Skylab war der Einfluss weitaus geringer. Zum einen war das Programm mehr wissenschaftlich orientiert. Es ging weniger um das Fliegen. Stattdessen gab es an die 100 Experimente durchzuführen. Zudem war auch im Chor wenig Interesse an dem Programm teilzunehmen, sodass hier die Wissenschaftsastronauten zum Einsatz kamen und auch der Fernschreiber, gegen den sich die Astronauten bei Apollo so vehement wehrten.

Die Astronauten setzen auf das seit 1969 geplante Space Shuttle. Das sollte eine Art Flugzeug im Orbit sein, eigentlich das ideale Gefährt für Testpiloten. Slayton votierte stark für das Programm und verwies auf die bemannten Gleitflüge, die man mit F-104 durchführte. Die NASA evaluierte das Konzept selbst mit dem X-24 Gleitflugzeug. Das Problem: Das Space Shuttle sieht aus wie ein Flugzeug ist aber nur im letzten Bereich der Landung auch ein Flugzeug. Es ist anders als die Kapseln in allen anderen Phasen des Aufstiegs und Wiedereintritts instabil und muss sowohl beim Start wie auch beim Weidereintritt vom Computer laufend in der stabilen Lage gehalten werden. Erstmals waren Astronauten nicht mal als Backup-Systeme bei Start und Landung beteiligt. Damit gab es auch keine Notwendigkeit mehr für einen Testpiloten. Stattdessen wurden immer mehr ingenieurtechnische und wissenschaftliche Qualifikationen gefordert. Der Einfluss der Astronauten war aber noch groß. So gab es beim Space-Shuttle den Piloten und Copiloten. Sie waren Testpiloten und mit dem Shuttle als Raumfahrzeug vertraut. Dann gab es die Missionsspezialisten sie waren für die Mission verantwortlich, kannten sich z. B. mit dem Spacelab aus. Noch eine Nummer kleiner im Anspruch waren die Nutzlastspezialisten, die sich nur mit einer Nutzlast auskannten. Wenn z. B. einen Satelliten, der ausgesetzt wurde oder einigen Experimenten, die durchgeführt wurden. In der Reihenfolge nahm auch der Trainingsaufwand ab. Immerhin eines konnten die Astronauten noch durchsetzen: Das Space Shuttle konnte komplett unbemannt fliegen, genauso wie dies Russland mit der Buran tat. Damit das nicht vorkam, setzten sie einen Hebel durch, der das Landefahrwerk ausfuhr. Als nach dem Verlust der Columbia man über Rettungen im Orbit nachdachte und dann das Shuttle bei einer Beschädigung unbemannt landen wollte mussten die Astronauten vorher die Bodenplatte öffnen und von Hand die Drähte mit denen der Fahrwerksteuerung verbinden, damit dies klappen konnte.

Trotzdem behielten die Testpiloten ihre Altitude. Ulf Merbold schreibt in seinem Buch über die STS-9 Mission, wie er auch von den US-Astronauten meist von oben herab behandelt wurde, er war ja „nur“ Missionsspezialist. Die Testpiloten verloren nun aber rasch an Einfluss, auch weil das Chor unheimlich aufgebläht wurde. Slayton meinte mit den vorhandenen Astronauten könnte man alle Flüge absolvieren. Beherrscht man das Shuttle einmal, so muss man nichts mehr neu trainieren und sich nur noch an die Nutzlast anpassen, doch die NASA sah das anders und rekrutiere enorm viele Astronauten. Die meisten flogen nur wenige Male ins All, obwohl sich das Shuttle Programm über 3 Jahrzehnte hinzog. Zudem standen sie nicht mehr so im öffentlichen Interesse. Damit wurde aber auch die Qualifikation als Testpilot immer unwichtiger.

In Russland, wo der Einzelne sowieso einen anderen Stellenwert hatte, verlief die Entwicklung völlig anders. Auch hier wurden Piloten die ersten Kosmonauten – aber normale Piloten aus dem Militär. Sie waren in der Wostok nur passive Passagiere. Sie konnten nichts selbst steuern. Auch später setzte man weitestgehend auf Automatismen, entwickelte z. B. Für die Progress und Sojus das Igla-System zur automatischen Ankopplung und später das bedeutend zuverlässigere Kurs-System, das bis heute eingesetzt wird. Nur einmal wollte man davon abkommen, das endete in einer Katastrophe: Kurs wurde in der Ukraine gebaut und nach dem Zerfall der Sowjetunion war dies Ausland. So sollte die Mir-Besatzung eine manuelle Ankopplung der Progress erprobte, was schließlich zur Kollision der Mir mit Progress M-34 führte.

Bei der Orion wird die Ankopplung erstmals auch in den USA durch den Computer erfolgen. Ähnliches ist bei den kommerziellen Zubringern geplant, anders könnte SpaceX zwei Touristen ohne „Berufsastronauten“ nicht auf eine Mondbahn schicken.

Was wäre passiert, wenn der Einfluss der Testpiloten kleiner gewesen wäre? Ich denke bei den ersten Programmen waren die Auswirkungen gering. Bei Apollo bekamen alle Astronauten einen geologischen Kurs um Gesteine unterscheiden und einordnen zu können. Das reicht bei den Tätigkeiten (Proben nehmen) aus, zumal die Aufenthaltsdauer auf wenige Stunden begrenzt war. Geologiekenntnisse braucht man später für die Auswertung. Beim Space Shuttle denke ich hat der Einfluss der Astronauten auch verhindert, dass ein unbemannter Shuttle als reines Startgefährt, z. B. um nur Satelliten auszusetzen, niemals aus dem Planungsstadium herauskam. Hätte ein solcher „Carrier Shuttle“existiert, so hätte man nach dem Challenger und Columbia-Desaster den Flugbetrieb zumindest unbemannt weiterführen können. Daneben hätte diese Option den Flugplan entlastet und wäre kosteneffizienter gewesen. Es gab ja mehrere Optionen, die einfachste war, einfach alle Systeme für die Besatzung auszubauen schon das hätte die Nutzlast um 15 t angehoben, mehr als die Hälfte der Maximalnutzlast in einem niedrigen Orbit. Für einen polaren Orbit wäre sie sogar verdoppelt worden. Wer weiß, vielleicht würde das Shuttle noch heute fliegen, müsste es nicht unbedingt bemannt sein, was mit die Schuld der Astronauten ist, die bei Beginn der Planung noch fast alle Testpiloten waren.

3.8.2017: Gibt es eine zeitliche Abhängigkeit von Starts?

Und zwar nicht in dem Sinne eines Startfensters. Ich kam drauf durch den Kommentar von JPO234, dass die Cape Canaveral Air Force Station (CCAF) im Juli geschlossen sei. Nun bemerkte ich davon nichts und ich habe mein Launchlog Programm um eine Funktion für die monatliche Auswertung erweitert und das kam heraus:

CCAF Starts

Das ist zwar nicht gleich verteilt (aber wegen der unterschiedlichen Monatslänge und kleinen Datenmenge auch nicht zu erwarten, aber der Juli ist nicht der Monat mit den wenigsten Starts. Es sind im Januar und Oktober wenig. Einen deutlichen Einfluss würde ich erwarten, wenn das Klima eine Rolle spielt. Da fällt mir spontan Plesetsk ein. Gelegen bei 65 Grad nördlicher Breite, nahe des Polarkreises würde ich im Winter weniger Starts erwarten. Doch gerade im Dezember gibt es am zweitmeisten Starts:


Immerhin, im Sommer wird hier die Spitze erwartet und sie ist da. Wo sollte es dann eine Gleichverteilung geben. Vielleicht da wo das Klima immer gleich ist, also z.B. am Äquator? Dann müsste das beim Csg (Centre Spatial Guyanais) zutreffen, doch siehe da, auch hier ist von einer Gleicherteilung nicht die Rede:

CAG Starts

Bis auf Januar und Dezember ist es nahezu gleich verteilt. Trotzdem war ich doch etwas verwundert, dass der Dezember so heraus sticht. Immerhin für den Einbruch im Januar habe ich eine Erklärung. Wir haben ja Ende Dezember Weihnachten, dann kommt Sylvester und in einigen Gegenden ist auch der 6.1 (Heillige Drei Könige) noch ein Feiertag. Zumindest bei uns haben die meisten Angestellten in diesen 2-3 Wochen rund um Weihnachten Urlaub. Wahrscheinlich auch in Französisch Guyana. Da eine Rakete aber Wochen für den Zusammenbau braucht, kann es sein, dass man im Dezember gar nicht mehr mit größeren Vorhaben anfängt und damit rutscht der Start im Januar nach hinten. Derselbe Grund könnte für die vielen Starts im Dezember verantwortlich sein. Man will eben den Start noch vor den Weihnachtsferien als Deadline abwickeln. Da die meisten Starts im CSG kommerzieller Natur sind, könnte es auch eine Rolle spielen, dass ein Satellit vor dem 31.12. im Orbit ist, weil er dann noch in die Bilanz dieses Jahres zählt.

Aber zurück zum CCAF. Wenn es dieses regelmäßige Warten im Juli gibt, müsste es bei der Vandenberg Air Force Base (VAFB) anders sein, und in der Tat: Der Juni ist hier der am häufigsten frequentierte Monat und der Juli liegt im oberen Drittel.

VAFB Starts

Aber gibt es ein Beispiel für eine extreme Verteilung von Starts? Ja da fällt mir Japan ein. Aufgrund von Vereinbarungen mit der Fischereiindustrie konzentrieren sich die Starts auf den Winter und im Sommer gibt es kaum welche:

Japan Starts

Die Verteilung ist extrem ungleichmäßig. Im Februar fanden 40 Starts statt, im Juni kein Einziger! Das ist auch ein Grund (neben den hohen Startkosten), warum die H-2A bisher nur einen kommerziellen Start absolvierte.

Was mich wunderte ist, dass ich außer dem Jahreswechsel keinen „Sommereffekt“ sehe. Zumindest im Westen haben die meisten ja im Sommer Urlaub. In manchen Ländern sogar alle zur gleichen Zeit (nun ja nicht der Urlaub, aber die Schulferien sind dort in jeder Region gleich, und weil die meisten Eltern ja mit den Kindern in den Urlaub gehen, müsste man so einen Einbruch im Sommer sehen).

Zuletzt noch ein Diagramm über alle Starts weltweit zusammengefasst. Wegen der größeren Zahl an Starts mitteln sich Unterschiede heraus. Auffällig sind lediglich drei Monate: Der „Weihnachten-Neujahreffekt", den ich schon angesprochen habe und als Gegenpol der November. Fast scheint es, als müsste man im Dezember die Starts vom November nachholen, doch warum gibt es in dem Monat so wenige Starts? Eine Frage, die ich selbst nicht beantworten kann. Immerhin im Sommer fällt nur der Juli etwas zurück, aber nicht signifikant.

Globale Starts

Zurück nun zum Aufhänger. Mag sein, dass das CCAF im Juli geschlossen ist, die VAFB aber nicht und hier stehen etliche Irdium-Starts an. Nach dem 2010 abgeschlossenen Vertrag sollten ja alle Satelliten zwischen 2015 und 2017 ins All kommen, sind also überfällig. Iridium hat das schon in finanzielle Nöte gebracht und sie mussten um eine Verlängerung eines 1,8 Mrd. Dollar Kredits nachsuchen. Es stehen noch 6 Starts an, doch der nächste ist erst für den 30.9 angesetzt. Aber ich bin sicher auch dafür hat SpaceX wieder eine Entschuldigung.

Wer das Programm auch nutzen möchte, man kann interessante Auswertungen damit anstellen, unter anderem habe ich alle Charts in meinen Büchern und die Jahreslisten und Startlisten damit erstellt, findet es hier. Leider ohne Dokumentation, aber einigen Online Seiten mit Hilfen.

Zuletzt noch eine Tagesstatistik. Wie zu erwarten fängt das Jahr langsam an. Der absolute Spitzentag ist der 21.12. Auch der 25 und 26.12 sind beliebte Starttage - Weihnachten ist in Russland nicht an diesem Datum, da der orthodoxe Kalender nach dem Julianischen Kalender arbeitet, also pro 400 Jahren um 3 Tage dem gregorianischen nachhinkt das sind inzwischen 15 Tage Verschiebung. Das erklärt auch die niedrigen Startraten Anfang Januar. Insgesamt ist die Verteilung sehr ungleichmäßig es gibt bis zu 33 Starts an einem Tag. aber auch nur 4.

Datum Starts Erfolge Erfolgreich [%] Erfolg summiert
01.01 1 1 100,00 100,00
02.01 1 1 100,00 100,00
03.01 1 1 100,00 100,00
04.01 1 0 0,00 75,00
05.01 5 5 100,00 88,89
06.01 8 8 100,00 94,12
07.01 9 8 88,89 92,31
08.01 4 4 100,00 93,33
09.01 11 11 100,00 95,12
10.01 11 11 100,00 96,15
11.01 11 11 100,00 96,83
12.01 11 11 100,00 97,30
13.01 8 7 87,50 96,34
14.01 11 10 90,91 95,70
15.01 13 12 92,31 95,28
16.01 15 15 100,00 95,87
17.01 12 11 91,67 95,49
18.01 11 10 90,91 95,14
19.01 9 8 88,89 94,77
20.01 19 18 94,74 94,77
21.01 14 13 92,86 94,62
22.01 14 12 85,71 94,00
23.01 14 13 92,86 93,93
24.01 20 18 90,00 93,59
25.01 18 15 83,33 92,86
26.01 14 14 100,00 93,23
27.01 7 7 100,00 93,41
28.01 12 11 91,67 93,33
29.01 13 13 100,00 93,62
30.01 20 17 85,00 93,08
31.01 10 9 90,00 92,99
01.02 14 11 78,57 92,40
02.02 9 9 100,00 92,59
03.02 20 19 95,00 92,72
04.02 10 7 70,00 92,13
05.02 18 16 88,89 91,98
06.02 18 16 88,89 91,85
07.02 18 17 94,44 91,95
08.02 16 16 100,00 92,24
09.02 11 11 100,00 92,42
10.02 11 10 90,91 92,39
11.02 23 22 95,65 92,54
12.02 18 16 88,89 92,41
13.02 4 4 100,00 92,47
14.02 19 18 94,74 92,55
15.02 15 15 100,00 92,75
16.02 16 14 87,50 92,61
17.02 20 18 90,00 92,52
18.02 12 12 100,00 92,67
19.02 21 18 85,71 92,43
20.02 12 10 83,33 92,26
21.02 20 18 90,00 92,19
22.02 13 11 84,62 92,04
23.02 6 6 100,00 92,11
24.02 9 8 88,89 92,07
25.02 12 11 91,67 92,06
26.02 21 20 95,24 92,16
27.02 15 15 100,00 92,32
28.02 20 17 85,00 92,12
01.03 11 10 90,91 92,11
02.03 15 14 93,33 92,13
03.03 13 13 100,00 92,26
04.03 11 9 81,82 92,12
05.03 21 18 85,71 91,95
06.03 11 11 100,00 92,06
07.03 8 7 87,50 92,01
08.03 9 9 100,00 92,10
09.03 6 6 100,00 92,15
10.03 11 11 100,00 92,25
11.03 12 12 100,00 92,36
12.03 14 13 92,86 92,37
13.03 15 14 93,33 92,38
14.03 12 12 100,00 92,48
15.03 18 17 94,44 92,52
16.03 20 20 100,00 92,68
17.03 16 16 100,00 92,80
18.03 17 16 94,12 92,82
19.03 10 10 100,00 92,89
20.03 10 9 90,00 92,86
21.03 14 13 92,86 92,86
22.03 21 19 90,48 92,82
23.03 10 10 100,00 92,88
24.03 21 17 80,95 92,65
25.03 22 20 90,91 92,62
26.03 18 16 88,89 92,56
27.03 12 10 83,33 92,46
28.03 18 15 83,33 92,31
29.03 4 4 100,00 92,34
30.03 15 14 93,33 92,35
31.03 18 18 100,00 92,47
01.04 11 10 90,91 92,46
02.04 16 15 93,75 92,47
03.04 14 13 92,86 92,48
04.04 22 22 100,00 92,61
05.04 15 12 80,00 92,46
06.04 14 13 92,86 92,46
07.04 20 20 100,00 92,58
08.04 19 18 94,74 92,61
09.04 21 20 95,24 92,65
10.04 8 7 87,50 92,62
11.04 15 15 100,00 92,70
12.04 15 14 93,33 92,71
13.04 15 11 73,33 92,50
14.04 11 10 90,91 92,49
15.04 23 22 95,65 92,54
16.04 15 15 100,00 92,62
17.04 13 12 92,31 92,62
18.04 15 13 86,67 92,55
19.04 16 15 93,75 92,57
20.04 22 21 95,45 92,61
21.04 15 14 93,33 92,62
22.04 13 12 92,31 92,61
23.04 16 15 93,75 92,63
24.04 21 20 95,24 92,66
25.04 20 18 90,00 92,63
26.04 31 26 83,87 92,46
27.04 18 16 88,89 92,42
28.04 25 24 96,00 92,47
29.04 17 16 94,12 92,49
30.04 8 7 87,50 92,47
01.05 5 5 100,00 92,49
02.05 3 3 100,00 92,50
03.05 4 2 50,00 92,40
04.05 11 11 100,00 92,45
05.05 17 16 94,12 92,47
06.05 10 10 100,00 92,51
07.05 18 18 100,00 92,59
08.05 7 7 100,00 92,62
09.05 9 8 88,89 92,60
10.05 4 2 50,00 92,50
11.05 9 9 100,00 92,54
12.05 10 10 100,00 92,58
13.05 13 13 100,00 92,64
14.05 16 15 93,75 92,65
15.05 28 24 85,71 92,54
16.05 14 13 92,86 92,54
17.05 20 17 85,00 92,46
18.05 19 19 100,00 92,54
19.05 16 15 93,75 92,55
20.05 25 24 96,00 92,59
21.05 17 14 82,35 92,50
22.05 20 19 95,00 92,53
23.05 16 15 93,75 92,54
24.05 25 21 84,00 92,43
25.05 21 18 85,71 92,36
26.05 15 15 100,00 92,42
27.05 15 13 86,67 92,38
28.05 19 17 89,47 92,35
29.05 19 19 100,00 92,42
30.05 15 14 93,33 92,43
31.05 16 15 93,75 92,44
01.06 13 11 84,62 92,39
02.06 12 12 100,00 92,43
03.06 17 15 88,24 92,40
04.06 8 8 100,00 92,43
05.06 21 18 85,71 92,36
06.06 14 14 100,00 92,41
07.06 16 16 100,00 92,47
08.06 23 22 95,65 92,50
09.06 11 9 81,82 92,45
10.06 25 24 96,00 92,48
11.06 11 11 100,00 92,52
12.06 20 17 85,00 92,46
13.06 9 9 100,00 92,49
14.06 17 16 94,12 92,50
15.06 20 18 90,00 92,48
16.06 22 21 95,45 92,50
17.06 14 13 92,86 92,51
18.06 21 17 80,95 92,41
19.06 17 17 100,00 92,46
20.06 14 13 92,86 92,46
21.06 22 17 77,27 92,33
22.06 11 9 81,82 92,28
23.06 18 18 100,00 92,34
24.06 23 23 100,00 92,40
25.06 22 19 86,36 92,35
26.06 18 13 72,22 92,21
27.06 28 26 92,86 92,22
28.06 15 15 100,00 92,26
29.06 14 14 100,00 92,30
30.06 23 21 91,30 92,30
01.07 20 19 95,00 92,32
02.07 14 10 71,43 92,21
03.07 15 13 86,67 92,18
04.07 12 11 91,67 92,17
05.07 15 14 93,33 92,18
06.07 14 14 100,00 92,22
07.07 13 13 100,00 92,26
08.07 20 20 100,00 92,31
09.07 9 9 100,00 92,34
10.07 23 21 91,30 92,33
11.07 10 9 90,00 92,32
12.07 15 12 80,00 92,26
13.07 13 12 92,31 92,26
14.07 17 16 94,12 92,27
15.07 15 15 100,00 92,31
16.07 21 18 85,71 92,26
17.07 18 17 94,44 92,27
18.07 13 13 100,00 92,31
19.07 17 17 100,00 92,35
20.07 15 15 100,00 92,39
21.07 11 8 72,73 92,32
22.07 14 11 78,57 92,25
23.07 19 18 94,74 92,27
24.07 12 12 100,00 92,30
25.07 19 18 94,74 92,32
26.07 13 11 84,62 92,28
27.07 9 7 77,78 92,24
28.07 18 17 94,44 92,25
29.07 17 16 94,12 92,26
30.07 9 8 88,89 92,25
31.07 13 13 100,00 92,29
01.08 12 12 100,00 92,32
02.08 16 15 93,75 92,32
03.08 19 18 94,74 92,34
04.08 13 10 76,92 92,27
05.08 17 16 94,12 92,28
06.08 12 12 100,00 92,31
07.08 18 17 94,44 92,32
08.08 17 17 100,00 92,36
09.08 16 15 93,75 92,37
10.08 19 17 89,47 92,35
11.08 12 12 100,00 92,38
12.08 16 14 87,50 92,36
13.08 14 14 100,00 92,39
14.08 10 10 100,00 92,41
15.08 12 10 83,33 92,38
16.08 11 11 100,00 92,41
17.08 19 14 73,68 92,30
18.08 14 13 92,86 92,30
19.08 22 19 86,36 92,26
20.08 13 13 100,00 92,29
21.08 11 11 100,00 92,32
22.08 18 14 77,78 92,24
23.08 16 15 93,75 92,25
24.08 16 14 87,50 92,23
25.08 17 13 76,47 92,15
26.08 11 9 81,82 92,12
27.08 21 19 90,48 92,11
28.08 20 18 90,00 92,10
29.08 26 26 100,00 92,16
30.08 21 18 85,71 92,12
31.08 15 13 86,67 92,10
01.09 11 8 72,73 92,04
02.09 17 12 70,59 91,94
03.09 15 14 93,33 91,94
04.09 11 11 100,00 91,97
05.09 11 10 90,91 91,96
06.09 14 14 100,00 91,99
07.09 16 15 93,75 92,00
08.09 13 13 100,00 92,03
09.09 25 22 88,00 92,00
10.09 14 14 100,00 92,03
11.09 14 14 100,00 92,06
12.09 17 15 88,24 92,04
13.09 8 7 87,50 92,03
14.09 22 22 100,00 92,08
15.09 11 10 90,91 92,08
16.09 22 21 95,45 92,10
17.09 22 21 95,45 92,12
18.09 17 16 94,12 92,12
19.09 14 14 100,00 92,15
20.09 14 12 85,71 92,13
21.09 10 9 90,00 92,12
22.09 15 14 93,33 92,13
23.09 21 18 85,71 92,09
24.09 17 17 100,00 92,13
25.09 21 20 95,24 92,14
26.09 21 17 80,95 92,09
27.09 23 20 86,96 92,06
28.09 22 22 100,00 92,10
29.09 21 19 90,48 92,09
30.09 22 21 95,45 92,11
01.10 14 14 100,00 92,14
02.10 10 10 100,00 92,16
03.10 16 15 93,75 92,16
04.10 10 9 90,00 92,16
05.10 19 17 89,47 92,14
06.10 19 18 94,74 92,16
07.10 12 12 100,00 92,18
08.10 11 9 81,82 92,15
09.10 14 14 100,00 92,18
10.10 8 8 100,00 92,19
11.10 18 16 88,89 92,18
12.10 17 15 88,24 92,16
13.10 15 15 100,00 92,19
14.10 14 14 100,00 92,22
15.10 24 21 87,50 92,19
16.10 16 15 93,75 92,19
17.10 16 15 93,75 92,20
18.10 18 17 94,44 92,21
19.10 13 13 100,00 92,23
20.10 19 19 100,00 92,27
21.10 17 17 100,00 92,30
22.10 18 18 100,00 92,33
23.10 18 14 77,78 92,27
24.10 18 15 83,33 92,23
25.10 17 15 88,24 92,22
26.10 21 21 100,00 92,25
27.10 16 13 81,25 92,21
28.10 22 21 95,45 92,23
29.10 14 14 100,00 92,25
30.10 23 22 95,65 92,27
31.10 17 17 100,00 92,30
01.11 15 14 93,33 92,30
02.11 16 15 93,75 92,31
03.11 13 13 100,00 92,33
04.11 19 17 89,47 92,32
05.11 10 7 70,00 92,27
06.11 12 12 100,00 92,29
07.11 8 8 100,00 92,30
08.11 11 10 90,91 92,30
09.11 9 8 88,89 92,29
10.11 8 8 100,00 92,31
11.11 19 17 89,47 92,29
12.11 13 12 92,31 92,29
13.11 9 9 100,00 92,31
14.11 13 13 100,00 92,33
15.11 15 14 93,33 92,33
16.11 15 14 93,33 92,34
17.11 16 16 100,00 92,36
18.11 12 12 100,00 92,38
19.11 10 10 100,00 92,40
20.11 26 26 100,00 92,44
21.11 17 16 94,12 92,44
22.11 16 14 87,50 92,43
23.11 15 14 93,33 92,43
24.11 22 19 86,36 92,40
25.11 8 7 87,50 92,39
26.11 16 15 93,75 92,40
27.11 15 15 100,00 92,42
28.11 23 20 86,96 92,40
29.11 15 12 80,00 92,36
30.11 13 11 84,62 92,34
01.12 13 11 84,62 92,32
02.12 20 18 90,00 92,31
03.12 23 22 95,65 92,33
04.12 16 14 87,50 92,31
05.12 20 16 80,00 92,26
06.12 16 14 87,50 92,25
07.12 10 10 100,00 92,26
08.12 20 19 95,00 92,27
09.12 10 8 80,00 92,25
10.12 21 20 95,24 92,26
11.12 22 19 86,36 92,24
12.12 18 18 100,00 92,26
13.12 17 17 100,00 92,29
14.12 21 20 95,24 92,30
15.12 18 18 100,00 92,33
16.12 26 25 96,15 92,35
17.12 19 18 94,74 92,35
18.12 19 19 100,00 92,38
19.12 25 23 92,00 92,38
20.12 24 22 91,67 92,38
21.12 33 32 96,97 92,40
22.12 25 22 88,00 92,38
23.12 17 15 88,24 92,37
24.12 16 14 87,50 92,36
25.12 15 13 86,67 92,34
26.12 23 23 100,00 92,37
27.12 26 25 96,15 92,39
28.12 21 19 90,48 92,38
29.12 18 18 100,00 92,41
30.12 5 5 100,00 92,41
31.12 1 1 100,00 92,42
Gesamt Starts Erfolge Erfolgreich [%]
Gesamt 5631 5204 92,42
Monatschart

Ach ja: nach meinem Programm ist nun die Vega nach dem gestrigen Start auf Platz 5 der erfolgreichsten Trägerfamilien aufgerückt - nur wenige Träger hatten vorher seit dem Jungfernflug 10 Starts ohne Fehlstart in Folge.


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