Home Site Map Sonstige Aufsätze Weblog und Gequassel counter

Web Log Teil 543: 24.12.2018 - 1.1.2019

24.12.2018: DAB+ und UKW

Ich habe seit zwei Jahren neben einem alten UKW-Radio auch eines mit dem neuen digitalen Standard DAB+, genauer gesagt habe ich sogar mehrere: da ich jeden Tag mindestens eine Stunde draußen unterwegs bin habe ich seit 2016 Kombigeräte im Einsatz die MP3 und Radio spielen können. Mir war es irgendwann zu dumm den MP3-Player regelmäßig neu zu befüllen um immer wieder was neues zu hören. Die Mehrzahl („Geräte“) weil die Player nach Rückzug der Markenhersteller meist nicht lange halten. Das derzeitige ist seit 11 Monaten im Einsatz, was schon lange ist. Damit habe ich aber auch Erfahrungen mit dem Empfang von DAB+ unter widrigen Bedingungen.

Solange das Radio ortsfest ist, ist es kein Problem. Bei meinem Technisat-Gerät im Büro muss ich zwar die Antenne ausfahren (UKW-Empfang ist auch ohne ausgefahrene Antenne möglich). Beim mobilen Empfang ist es anders. Der Empfang ist generell schlechter. Zum einen haben die Geräte eine kleinere Antenne, oftmals wird der Draht zum Kopfhörer dazu missbraucht. Wahrscheinlich ist auch die Elektronik nicht so ausgefeilt.

Auf meiner Dauerstrecke kann man den Unterschied zwischen DAB+ und UKW recht gut machen. Jetzt im Winter gehe täglich einmal ins Neckartal runter – etwa 50 m von meinem Haus entfernt geht es schon bergab, bis ich in Weil etwa auf Neckarniveau angekommen bin, dann weder hoch, wobei ich im Nachbarstadtteil rauskomme und dann zurück, das sind nach Google Maps 5,9 km für die ich knapp eine Stunde brauche. Bedingt durch die Hanglage kann man den DAB+ Empfang dann vergessen. Beim ersten portablen DAB+ Radio gab es dauernd Unterbrechungen. Es war trotzdem vom Empfang her das beste Gerät das ich hatte. Leider kam nach wenigen Monaten über den Kopfhöhreranschluss kein Ton mehr raus. Beim derzeitigen, wohl nicht so guten ist der Empfang nach etwa der halben Höhe komplett weg. DAB+ reagiert auf schlechte Signalqualitäten anders als UKW. Während sich dort immer mehr Rauschen oder andere Störungen einschleichen, ist bei DAB+ der Empfang klar bis zu einer Schwelle und dann auf einmal weg. Je nach Situation für einen Sekundenbruchteil oder einige Sekunden – oder eben einige Minuten, wenn man dauerhaft im Schatten eines Hangs ist. Zuggebenserweise ist der Empfang im Normallfall mit demselben Radioim UKW-Band auf derselben Strecke schlecht und so verrauscht, dass ich dann MP3s abspiele. Das ist abhängig vom Radio, das erste Gerät das leider irgendwann mal einen Wackelkontakt beim Kopfhörer hatte, gab auf derselben Strecke UKW brauchbar ab, wenn auch immer wieder mit Rauschen.

So habe ich lange nur den UKW-Teil genutzt auch auf anderen Strecken, weil ich auch andere Nachteile von DAB+ entdeckte: Wenn man durch Straßen geht ist auch der Empfang weg, wenn die Häuserfronten zu nahe an der Straße sind, was bei den heute wegfallenden Vorgärten immer öfters der Fall ist, und das auch beim teureren Gerät.

Das ist jetzt kein Nachteil des DAB+ Standards, sondern liegt einfach am Frequenzband. UKW nutzt den Bereich von 88 bis 108 MHz, DAB+ zwischen 175 und 219 und 1453 bis 1490 MHz. Je höher die Frequenz ist, desto eher muss man eine Sichtlinie zwischen Sender und Empfänger haben, während UKW Wellen noch empfangen werden können, wenn das nicht der Fall ist und auch besser Hindernisse durchdringen können geht das beim höheren Frequenzband von DAB+ nicht so gut. UKW konnte ich als ich mal als Student in einem EMV-Labor arbeitete, also einem metallisch vollkommen abgeschirmten Raum trotzdem noch empfangen, auch wenn nur ein Sender gut ging und der hat die damals aktuellen Hits in Endlosschleife dauern abgespielt. Bis heute kann ich keine Lieder von Shania Twain hören die damals (Sommer 2003) gerade en Vogue war.

DAB+ habe ich daher mobil nicht genutzt bis letzten April. Da bin ich wieder ins Allgäu gefahren und mit UKW habe ich da keine Chance meinen Lieblingssender zu empfangen. Mit DAB+ kein Problem. Ein Scan, und er war wieder unter der Sendeliste. Dann fiel mir auf, dass ich dort ungestörten Empfang hatte – der Sendemast ist etwa 10 km entfernt auf einem Berg. Weg war der Empfang nur, wenn ich im Untergeschoss arbeitete oder im Ort eben an den Häuserfronten vorbeikam. Bei der Rückreise fiel mir dann auf, dass der Empfang relativ gut auch unter widrigen Bedingungen war, wie einer Lärmschutzwand neben dem Zug, sogar noch, als ich in Ulm im Tunnel war. Lediglich im ICE war nichts zu machen, übrigens auch nicht mit UKW. Ärgerlich fand ich nur, dass man eine lästige Eigenschaft von UKW beibehalten hat – als ich etwa bei Illertissen war, war der Empfang weg und ein neuer Scan ergab dann wieder Empfang, aber auf einer anderen Frequenz. Ist es unmöglich deutschlandweit einen Sender auf derselben Frequenz zu lassen?

Daheim war wieder alles wie vorher – UKW Empfang auf den Fildern (also der Ebene) gut bis sehr gut, DAB+ Empfang immer wieder mit Abbrüchen und wenn es ins Neckartal ging ganz weg. Bis diesen Herbst. Ich habe dann mal wieder DAB+ eingeschaltet, weil sie bei meinem Sender eine Werbung für die DAB+-Radios machten und ich mir schon diesen Blog vornahm (es dann aber wieder vergessen habe). Seit die Blätter von den Bäumen weg sind, ist auch bei DAB+ meine Stammstrecke ohne Einbrüche hörbar, oder nur mit kurzen. Daran sieht man: es ist ein Frequenzproblem.

Die Frage die ich mir stelle: wenn DAB+ im Prinzip die Chance hat ,vieles besser zu machen. Warum es immer noch nicht Standard ist. Als man DVB-T 2006 einführte, hat man die analogen Fernsehkanäle per Funk abgeschaltet und deren Frequenzen genutzt. Satelliten folgten bald und auch über Kabel gibt es längst keine analogen Kanäle mehr. Neben der besseren Qualität gibt es ja auch den Vorteil das man für eine bestimmte Qualität eine viel kleinere Bandbreite braucht, also mehr Kanäle übertragen kann. Warum stellt man UKW nicht komplett auf DAB+ um und macht dann gleich etwas besser?

Wichtig fände ich das man z.B. bundesweit einen Sender auf einer Frequenz hat und diese nicht beim Reisen wechseln muss.

Dem Grundproblem, das unterhalb einer bestimmten Schwelle der Empfang komplett weg ist, was meiner subjektiven Ansicht nach viel nerviger ist als ein schlechter Empfang, könnte man dadurch begegnen, dass man das Signal in dreierlei Bitraten z.B. 128 , 64, 32 kbit/s überträgt und die niedrigen Bitraten zeitlich etwas nach vorne versetzt. Mit etwas RAM, das heute jeder Mikrokontroller hat, kann dieser die Daten zwischenspeichern und bei schlechtem Empfang auf diesen Cache zugreifen (da es Datenpakete sind, ist ein sofortiger Wechsel meist nicht sinnvoll). Sicher hört man den Abfall an Qualität aber wer mal im Telefon die Situation hatte, dass er nichts hört, kennt, das – das ist viel schlimmer, als wenn man den anderen schlecht versteht. Wenn man etwas mehr RAM einbaut oder gar Flash, dann könnte das Radio sogar eine Musiksammlung aufbauen – die Daten, was gerade gesendet wird, und wann ein Lied beginnt und aufhört, sendet DAB+ ja mit und die werden vom Radio angezeigt. Das die Signale zeitversetzt sind ist nicht schlimm, denn DAB+ ist nicht zeitsynchron zu UKW. Es hinkt immer einige Sekunden hinterher. Das ist noch wenig, Fernsehsignale kommen, seit alles digital ist, noch später. Bei der Fussball-WM zeigte eine Übersicht der ct', das je nach Quelle digitale Signale bis zu 2 Minuten Verzögerung haben.

Wenn man die heutigen UKW-Frequenzen für DAB+ nutzt und 300 Khz pro Sender reserviert (200 KHz für eine Gesamtdatenrate von 192 kbit/s) und 100 KHz Sicherheitsabstand zum nächsten Frequenzband bekäme man bei den 20,5 MHz im UKW-Band rund 68 Sender unter – mein Vorschlag 30 öffentliche und 38 private. Von den 30 öffentlichen 20 die im ganzen Bundesgebiet gleich sind und 10 regionale. Denn natürlich gibt es mehr als 68 Sender in der ganzen BRD. Man hätte dann den besseren Empfang durch UKW mit der Vielfalt von DAB+ durch mehr Sender kombiniert. Die 200 KHz Bandbreite habe ich aufgrund der Kodierung 1 Bit/Hz gewählt. WLAN erreicht in etwa dieselbe Effizienz pro Hertz, mit einer Sende/Empfangsantenne auf Anwendungsebene. Die Bitraten von 128, 64, 32 kbit aufgrund der Erfahrung mit MP3. Allerdings verwendet DAB+ den effizienteren Kodec MPEG-4 (MP3: MPEG-2) und so sollte man mit 200 anstatt 224 KHz auskommen.

Ich glaube auf die Zahl von 68 Sendern kommt man alleine bei öffentlich-rechtlichen Sendern. Der SWR hat alleine fünf Sender und in Rheinland-Pfalz sind das wieder andere als in Baden Würrttemberg. Daher wird man auch regionale Sender haben. Es ist trotzdem noch mehr als heute. DAB+ hat bei mir 38 Sender und UKW 34 mit minimalem Abstand von 200 KHz zwischen den Sendern. DAB+ nutzt derzeit übrigens je nach Sender nur 48 bis 112 KBit/s.

Warum sich UKW noch so gut hält,anders als analoges Fernsehen? Ich denke das sind mehrere Faktoren. Das eine war, das die Umstellung damals zeitgleich erfolgte mit dem Preisverfall von großformatigen Flachbildschirmen. Diese digitalen Displays mit dem alten analogen Signal zu bestücken ging zwar, doch dann werden die Pixel so vergrößert, dass man es sieht. Zudem sehen analoge Signale, die auf einem Röhrenmonitor wiedergegeben werden, anders und meist besser aus als auf einem digitalen Display. Es gibt viel mehr scharfe Kanten. Das zweite war der offensichtliche Vorteil: Fernsehen braucht viel mehr Bandbreite und man konnte durch die Kompression bei den Kanälen drei anstatt einem Kanal pro Frequenzkanal unterbringen. Für Radio mit einem viel kleineren Frequenzband pro Sender fand man leicht noch Lücken im Frequenzspektrum für DAB+ und hat das daher zusätzlich zum UKW eingeführt.

Ich glaube aber in Zeiten, in denen viele anders als früher dauernd etwas machen müssen, vor allem Smartphones checken, denke ich haben die Sender die Befürchtung, dass sie massiv an Reichweite, sprich Hörern verlieren, wenn diese ein neues Gerät kaufen müssen. Dann wird sich der eine oder andere das überlegen. So in der Art „Wie oft höre ich noch Radio?“ oder „Höre ich bloß nebenher und ist mir das wichtig?“. Bei den vielen in Autos eingebauten ist das ja auch eine Kostenfrage. Ein UKW-Radio, das als Gerät für die Steckdose vielleicht 30 Euro kostet, ist als Autoradio ja gleich um ein vielfaches teurer.

Mein Vorschlag: es sollte eine Vereinbarung geben, dass auch die Industrie aktiv das neu Format fördert, z.B. indem es keine reinen UKW-Geräte mehr gibt, sondern nur noch Kombigeräte. Das gilt auch für die Radios, die in Smartphones verbaut sind, aber wahrscheinlich sind das schon Internetradios. (In meinem Billig-Phone ist es aber nur UKW). Das Grundproblem ist, das man Radio meist nebenher hört und die Geräte lange halten. Das UKW-Radio in meiner Küche ist 15 Jahre alt. Ein Fernseher hätte in der Zeit massiv an Bildqualität verloren und wäre wohl ersetzt worden. Aber anders wird man den Standard nicht durchsetzen können. In Deutschland ist seit 2004 DAB im Einsatz, seit 2010 auch der Nachfolgestandard DAB+. Das sind nun fast 15 Jahre. Deutschland soll mit 10 Millionen Empfängern zwar in der Spitzengruppe sein. Aber wenn ich mal von mindestens einem Empfänger pro Person ausgehe (bei mir sind es alle, auch nicht mehr benutzte, zusammengezählt fünf Empfänger, zwei Radios, zwei in Handy/Mobilgerät einer in der Stereoanlage) dann ist das immer noch wenig. Immerhin scheint in den Neuwagen nun vor allem DAB+ drin zu sein, da dank unserer Automobilindustrie mit Abwrackprämie für neue Diesel ein Auto nur noch einige Jahre hält, dürften so bald fast alle Autos DAB+ haben. Zeit für eine Abwrackprämie für UKW-Radios ….

25.12.2018: Schnell und langsam zum Mond

Nein, heute gibt es keinen weihnachtlichen Blog. Ich bin alleine und da hat Weihnachten nicht die Bedeutung wie für andere, die Familie haben. Aber Siegfried von Marquard. Dauer-Troll auf verschiedenen Webseiten hat mir heute ein Steilvorlage für ein Thema geliefert. Er hat mal wieder versucht bei mir einen Kommentar zu hinterlassen, ist bei mir aber gesperrt, sodass er nur bei mir zur Vorlage landete. Diesmal hat er sich selbst übertroffen. Ich zitiere mal:

„Innerhalb von ca. 8 Tagen gelangt man nicht vom Mond und zurück zur Erde. Dazu sind astrophysikalisch gesehen mindest ... Mit dem 3. Keplerschen Gesetz, wonach sich die Quadrate der Radien der Flugbahnen/Ellipsen, wie die Kuben der Umlaufzeiten verhalten (r1³;r2³=T1²:T2²) gelangt man zu akkurat 28 Tagen, wie die Mondumlaufzeit um die Erde.“

Aaaalso damit hat Siegfried Marquard etwas geschafft, was Mathematiker seit zwei Jahrtausenden versuchen – die Quadratur des Kreises! Eine schnelle Bahn zum Mond ist hyperbolisch, das ist in erster Näherung eine Gerade zwischen Erdmittelpunkt und Mond. Der Mond selbst hat in ebenfalls erster Näherung eine Kreisbahn. Wenn wir also die Bahn vom Erdmittelpunkt zur Mondumlaufbahn mal als „Radius“ bezeichnen und die Mondumlaufbahn als „Kreis“ dann hat Siegfried Marquard beweisen das gilt:

Radius = Kreisumfang

und, da der Kreisumfang ja auch sein soll:

Kreisumfang = 2 * π * Radius

folgt:

π = 0,5

Wie Siegfried Marqurd beweisen hat, ist π also keine gebrochene rationale Zahl mit unendlichen Dezimalstellen, sondern ein einfacher Bruch.

Aber damit sind wir beim Thema wie komme ich schnell zum Mond und wie brauche ich wenig Energie?

Schnell ist relativ einfach. Nach der Vis Viva Gleichung kann man die Geschwindigkeit an jedem Bahnpunkt errechnen, auch hyperbolischen, also nicht geschlossenen Bahnen. Dann just nur die Halbachse negativ.

V² = GM * (2/r – 1/a)

v: Geschwindigkeit

r: Abstand

a: Halbachse der Bahn (für Marquard: Warum heißt es Halbachse?, machen sie ihre Berechnung mal mit dem Mond oder einem Satelliten und dem, was sie für die Halbachse halten)

GM: Produkt aus Masse des Himmelskörpers und der Gravitationskonstante

Man erkennt leicht, dass wenn man a und GM als konstant ansieht, was ja ohne Korrekturmanöver auch gilt, dass die Geschwindigkeit abnehmen muss, je weiter man sich entfernt.

Will ich bei gegebenem Abstand r die Geschwindigkeit maximieren, um möglichst schnell zum Mond zu kommen, so muss ich den Term 1/a verkleinern. Also die Halbachse möglichst groß machen. Wird 1/a negativ (Hyperbel) so ist der Effekt sogar noch größer.

Das Berechnen der Flugzeit ist nicht so ganz einfach, für Ellipsen gibt es noch eine einfache Formel, für Hyperbeln muss man iterativ die wahre Anomalie errechnen. Ich habe das mal ausgehend von einer 170 km hohen Kreisbahn berechnet:

Startgeschwindigkeit

Altes Apogäum

Endgeschwindigkeit

Zeit bis Mond

11.000 m/s

958.291,52 km

2.420,9 m/s

2 d 8 h 27 m 12 s

11.500 m/s

-89.415,69 km

4.333,1 m/s

1 d 2 h 17 m 26 s

12.000 m/s

-48.892,35 km

5.534,9 m/s

19 h 54 m 23 s

12.500 m/s

-36.095,23 km

6.552,5 m/s

16 h 37 m 31 s

13.000 m/s

-29.833,77 km

7.446,6 m/s

14 h 30 m 12 s

13.500 m/s

-26.126,46 km

8.279,7 m/s

12 h 59 m 13 s

14.000 m/s

-23.679,58 km

9.066,1 m/s

11 h 49 m 50 s

14.500 m/s

-21.946,67 km

9.816,7 m/s

10 h 54 m 34 s

15.000 m/s

-20.657,11 km

10.538,1 m/s

10 h 9 m 8 s

15.500 m/s

-19.661,58 km

11.236,1 m/s

9 h 30 m 55 s

16.000 m/s

-18.870,95 km

11.914,7 m/s

8 h 58 m 9 s

16.500 m/s

-18.228,75 km

12.576,6 m/s

8 h 29 m 39 s

Die erste Bahn ist wie man an dem Apogäum sieht noch elliptisch, alle folgenden sind dann hyperbolisch (negatives Apogäum und damit negative Halbachse). Wie man an der Geschwindigkeit, mit der der Mond erreicht wird, sieht, steigt diese rapide an, entsprechend sinkt auch die Zeitdauer, um den Mond zu erreichen ab. 16,5 km/s erreichte bisher eine Raumsonde New Horizons. Sie sollte nach achteinhalb Stunden die Mondbahn kreuzen.

Es geht also (fast) beliebig schnell zum Mond. Das Licht schafft die Strecke in weniger als 4 Sekunden. Der Zeitgewinn wird aber immer kleiner. Damit man einige Vergleichswerte hat: 11,5 km/s haben typisch Raumsonden zur Venus oder Mars beim Start. 13,5 km/s wäre die Geschwindigkeit für einen direkten Flug zu Merkur und 14,5 km/s hatten die Voyagers beim Start. Ulysses war mit knapp 15,4 km/s unterwegs.

Doch wenn man nicht auf dem Mond aufschlagen oder vorbeifliegen will, ist man eigentlich an einer möglichst geringen Geschwindigkeit am Mond interessiert. Daher noch mal eine Tabelle, diesmal mit der Differenz zur Fluchtgeschwindigkeit einer Bahn um den Mond:

Start-V, Offset angepasst

Altes Apogäum

Differenz Mondflucht

Monddistanz

Neues Perigäum

Neues Apogäum

Differenz Kreisbahn

Periode

Teiler zur Mondbahn

10.950,0 m/s

402.789,71 km

162,4 m/s

100,00 km

111.507,01 km

1.791.863,08 km

697,2 m/s

107 d 23 h 35 m 49 s

3,94

10.960,0 m/s

456.376,77 km

206,2 m/s

100,00 km

30.289,09 km

678.242,33 km

708,7 m/s

24 d 22 h 32 m 27 s

1,10

10.970,0 m/s

525.896,02 km

249,2 m/s

100,00 km

110,24 km

547.644,43 km

722,4 m/s

17 d 2 h 1 m 19 s

1,61

10.980,0 m/s

619.693,32 km

291,6 m/s

100,00 km

-6.360,79 km

487.060,59 km

738,1 m/s

14 d 2 h 41 m 27 s

1,94

10.990,0 m/s

753.176,81 km

333,4 m/s

100,00 km

-999,64 km

449.216,81 km

755,6 m/s

12 d 17 h 48 m 18 s

2,15

11.000,0 m/s

958.291,52 km

374,5 m/s

100,00 km

11.191,75 km

422.732,77 km

774,6 m/s

12 d 3 h 41 m 36 s

2,26

Man sieht: Die Differenz zur Fluchtgeschwindigkeit und auch um in eine Kreisbahn, (hier in 100 km Abstand) einzuschwenken, steigt mit zunehmender Ankunftsgeschwindigkeit an, und zwar schneller als die Startgeschwindigkeit. Ich erkaufe also eine schnellere Ankunft mit einem höheren Energieaufwand. Im obigen Beispiel sind es zwischen erstem und letztem Tabellenwert 50 m/s mehr beim Start und 77 m/s beim Einschwenken in die Umlaufbahn. Dafür braucht die erste Bahn 3 Tage 14 Stunden, die letzte nur noch 2 Tage 9 Stunden.

Geschwindigkeiten minimieren

Schaut man sich die Tabelle der erzeugten Bahnen an, so sieht man neben den meist hyperbolischen Bahnen auch andere. In der Tabelle sowohl welche in denen das Perigäum abgesenkt wurde (negativer Zahlen bedeuten, es liegt unter der Erdoberfläche, wie auch welche in denen es angehoben wurde, z.B. bei 10950 m/s.

Das ermöglicht es den Energieaufwand zu minimieren, um in einen Mondorbit einzuschwenken. Die Vorgehensweise ist folgende:

Die erste Mondtransferbahn ist eine, bei der der Mond die Sonde so umlenkt, das wieder eine Erdumlaufbahn resultiert. Die sollte folgende Eigenschaften haben:

Das Apogäum ist dagegen relativ unwichtig. Wenn es zu hoch ist, so genügt bei dieser Distanz ein relativ kleiner Schubstoß um es wieder abzusenken. Mit etwas Probieren bekommt man folgende Bahn:

Die neue Bahn hat ein Perigäum in 60.839 km Höhe und ein Apogäum in 722.911 km. Das Wichtige daran ist aber, dass die Umlaufdauer ein 2/3-faches der Mondumlaufbahn ist. Das Resultat, wenn es kein Antriebsmanöver gibt, zeigt die Simulation der Bahn über 45 Tage. Der Mond lenkt die Bahn um, und zwar in eine 30.217 x 539.211 km Bahn. Es kommt also zu einer erneuten Begegnung. Schon jetzt könnte man in eine Umlaufbahn einschwenken, doch tut man dies nicht, so resultiert eine 58.305 x 426.114 km Bahn, also mit einem niedrigeren Apogäum und höherem Apogäum. Man sieht dies auf der Grafik. Würde man die Sonde sich selbst überlassen, sie würde noch mehrfach den Mond passieren, in einem Jahr Ingesamt fünfmal, doch die günstigste Bahn ist die zweite. Der Lohn:

beim ersten Mal hat die Sonde eine Geschwindigkeit von 642 m/s über der Fluchtgeschwindigkeit, entsprechend 933 m/s zu einer Kreisbahn. Warte man 40 Tage, so sinkt sie auf 51,2 m/s bei der zweiten Begegnung. Das reduziert die Geschwindigkeit für eine Kreisbahn auf 680 m/s. Das ist nicht viel, weil man für eine 100-km-Kreisbahn alleine 678 m/s benötigt, was den Großteil ausmacht.

Es gibt sogar noch günstigere Bahnen. Beim Spielen kam ich auf eine Bahn ausgehend von einer 250 km Bahn bei der erde mit einem Vorbeiflug in 107,2 km Distanz vor dem Mond (in Bewegungsrichtung) bei einer Startgeschwindigkeit von 10993 m/s. Sie hat ein Perihel in 147.020 km und ein Aphel in 426.635 km Distanz. Die Umlaufzeit beträgt exakt 2/3 der Mondumlaufbahn und so erreicht sie erneut den Mond nach zwei Umläufen des Mondes oder drei Umläufen mit nur 24 m/s Überschuss. Man muss nur noch leicht die Bahn drehen, da der zweite Vorbeiflug in 18.000 km Distanz erfolgen würde.

Anders sieht die Rechnung mit der Überschussgeschwindigkeit aus, wenn man eine höhere Bahn anstrebt, denn dann macht die Überschussgeschwindigkeit mehr am Gesamtenergieaufwand aus. Für eine 3.000 km hohe Bahn sind es nur noch 432 m/s zu viel bei der zweiten Bahn gegenüber 558 m/s bei der ersten Begegnung.

Für heutige Verhältnisse, in denen die Reisezeit keine Rolle spielt, ja die lange Reisezeit sogar den Vorteil hat, dass man zwischen erster und zweiter Begegnung man die Sonde durchchecken und in Betrieb nehmen kann, ist der Vorteil eher gegeben als in den Sechziger Jahren bei Ranger, Lunar Orbiter und Surveyor, die allesamt ein automatisches Programm abspulten.

Das ist auch ein Grund für die langsamen Bahnen, die man heute bei Reisen zum Mond hat. Seit Clementine (1994) ist es üblich das eine Raumsonde nicht direkt zum Mond fliegt, sondern zuerst in einen Erdorbit. Den weitet sie mit dem eigenen Antrieb mehrmals auf, um dann beim letzten Umlauf dann in eine Umlaufbahn einzuschwenken. Dieses Faktum ist auch Herrn Marquard entgangen, woraus er den Schluss zog, dass alle unbemannten Missionen mit Flugzeiten zum Mond von weniger als 28 Tagen Dauer auch nicht stattgefunden haben! Der Hauptgrund ist aber das die Sonden mit eigentlich zu leistungsschwachen Raketen gestartet wurden. Die Träger waren wie die PSLV oder Titan II eigentlich für erdnahe Bahnen vorgesehen. Da aus physikalischer Sicht man immer die Gesamtmasse im Orbit betrachten muss, nimmt die Nutzlast, da die Trockenmasse der letzten Stufe ja konstant bleibt, sehr stark ab, wenn man die Zielgeschwindigkeit erhöht. Bei Chandrayaan 1 wiegt die letzte Stufe 920 kg. Chandrayaan dagegen beim Start 1.390 kg und ohne Treibstoffe 523 kg. Bei einem typischen Verhältnis von Voll/Leermasse von 7 für das Antriebssystem macht dieses davon 145 kg aus. Der eigene Antrieb spart also viel Gewicht ein. Mit der Oberstufe wäre die Nutzlast auf 830 kg für eine Mondtransferbahn gesunken. Allerdings gelangte Chandrayaan 1 nicht in eine erdnahe Umlaufbahn sondern eine subsynchrone Umlaufbahn mit einem Apogäum von 22.864 km. In dieser Umlaufbahn verbraucht die Sonde weiteren Treibstoff, um erst eine Mondtransferbahn zu erreichen. Doch in der Summe darf sie schwerer sein als bei einem direkten Start.

Das Problem: bei fast 1.400 kg Startmasse von Chandrayaan-1 hat sie nur ein Triebwerk mit 400 N Schub. Für die 990 m/s, die noch zur Mondtransferbahn fehlen, müsste es 2940 s lang brennen. Doch, während es arbeitet, gewinnt die Sonde an Höhe und verliert Geschwindigkeit. Bei nur einer Brennphase, also einem direkten Flug kommt man auf eine Endmasse von 817 kg. Das Perigäum steigt auf 1818 km Höhe und anstatt 990 m/s muss man 1425 m/s aufbringen also 435 m/s mehr. Bei zwei Brennperioden sinkt der Zusatzaufwand schon auf 44 m/s und die Endbahn hat ein 360 km hohes Perigäum. Die Nutzlast steigt auf 990 kg. Bei drei Brennperioden sind es 25 m/s mehr Aufwand, ein Perigäum in 305 km Höhe und die Nutzlast 997 kg.

Ist der Schub noch kleiner, wie bei Ionenantrieben, so kann es Monate dauern den Mond zu erreichen, wie bei Smart-1.

Zurück zum Mondvorbeiflug. Die Technik die Umlaufbahn durch einen Vorbeiflug zu ändern wurde mehrmals genutzt. Japan nutzte das klassische Swing-By bei ihren Sonden Hiten und Nozomi, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Die Anhebung der Bahn wurde beim Transfer von Asiasat-3 in den GEO genutzt. Sollte Russland mal auf die Idee kommen von Plessezk aus geostationäre Satelliten zu starten, so kann man zeigen, das von diesem hohen Breitengrad der Umweg über den Mond energetisch günstiger ist, als die Bahnneigung im GTO abzubauen. Eine Bahn, die den Mond erneut anfliegt, wurde für den Impaktor von LCROSS genutzt.

26.12.2018:Warum hat sich der Monotheismus durchgesetzt?

Mir ist dann doch noch ein Blog zu Weihnachten eingefallen. Zumindest mit einem religiösen Thema. Es geht darum, dass der Großteil der Weltbevölkerung an einen Gott glaubt, also zu den monotheistischen Religionen gehört. Als da wären Judentum, Christum, Islam. Der Buddhismus hat ja eigentlich keinen Gott, wenn man sich die Buddhastatuen in den Tempeln anschaut, dann komme ich zumindest auf die Idee, dass dort Buddha auch als Gott verehrt wird.

Die einzige polytheistische Religion, die ich kenne, mit einer großen Zahl von Gläubigen, ist der Hinduismus.

Zuerst war der Polytheismus

Eigentlich ist der Monotheismus geschichtlich jung. Man geht davon aus, dass die Menschen schon lange religiös waren, wie genau das weiß man natürlich nicht für den Großteil der Geschichte. Doch es gibt schon bei den Neandertalern Gräber mit Grabbeigaben in der die Toten so bestattet wurden als würden sie schlafen. Offensichtlich glaubten sie an ein Leben nach dem Tod. Dann findet man in der ganzen Jungsteinzeit Kunstwerke und Schnitzereien. Auch wenn man die genaue Funktion nicht kennt, liegt doch nahe, dass ein religiöser Zweck zumindest mitschwingt wie die Beschwörung des Jagdglückes, oder die Besänftigung der Seelen der erlegten Tiere.

Dann fand man vor einigen Jahren bei Gobleki Tepe einen Tempel, der vor 11.000 Jahren entstand. Damals gab es dort aber noch keine sesshaften Kulturen. Es müssen sich also dort kurzzeitig Jäger und Sammler aus dem Umland getroffen haben. Dabei entstanden 200 Pfeiler mit Motiven, bis zu 6 m hoch und 20 t schwer, also Kunstwerke die man nicht mal gerade eben so errichtet. Das kann man schon als Religion ansehen, denn alleine die Versorgung der Menschen erforderte koordinierte Absprache.

Was man von den alten Religionen weiß waren die immer polytheistisch, sowohl bei Ägyptern, Sumerern, Griechen und Römer. Auch bei den Germanen und Kelten. Den ersten Ansatz für den Monotheismus finden wir unter Echnaton, der 1.350 v.Chr. Aton als einzigen Gott einführte. Er scheiterte. Meine Idee ist, dass er dem immer weiter gehenden Einfluss der anderen Religionen eindämmen wollte. Vor allem der Amun-Kult wurde zu einer zweiten Macht im Staate. Schließlich war es sogar so, dass die Amunpriester in den letzten Jahrhunderten des ägyptischen Reiches die Kontrolle über den Staat übernahmen.

Wenn die Geschichte der Bibel stimmt, dass sie damals Zwangsarbeiter in Ägypten waren, könnten diese den Gedanken des Monotheismus übernommen haben, denn im Judentum kommt er kurze Zeit später auf. Allerdings nicht mit Exklusivanspruch. In den ersten Jahrhunderten des Jundetums gab es durchaus noch viele Nebengötter. Erst als man die 10 Gebote aufstellte, bei dem das erste nicht umsonst heißt „Du sollst keine Götter neben mir haben“, begann auch im Judentum die Intoleranz gegenüber anderen Göttern. Etwas später entstand der Zoroastrismus der etwa 700 v. Christus entstand. Auch er ist monotheistisch. Es folgte im 6. Jahrhundert vor Christus der Buddhismus, im ersten Jahrhundert nach Christus das Christentum und im Siebten der Islam.

Vergleicht man dies mit mindestens 12.000 Jahren des Kultes bei Gobleki Tepe und mindesten 5.500 Jahren bei den überlieferten Religionen der Sumerer und Ägypter mit überlieferten Tempelanlagen und Ritualen, dann ist dies geschichtlich jung.

Warum also hat sich der Monotheismus durchgesetzt?

Ich glaube nicht an einen Gott mit allem, was daran hängt. Auch wenn ich nicht gefeit bin gegen religiöse Anfeindungen. Als Beispiel: Im März dieses Jahres musste ich meine alte Katze wegen Krebs einschläfern. Inzwischen habe ich eine neue Mieze, die sich leider nicht mit meinem Kater versteht und lange auch vor mir Angst hatte. Je nach Laune denke ich manchmal, meine alte Katze könnte aus dem Katzenhimmel der Neuen mal eine „göttliche Eingebung“ schicken oder das wäre die Strafe von ihr, weil sie sie so schnell „ersetzt“ habe. Der Fehler liegt aber bei mir: die vorherigen Katzen habe ich mir im Tierheim ausgesucht. Diese habe ich nach einem Foto ausgesucht, sie war eine Fundkatze aus Bulgarien. Ich bin davon ausgegangen dass ich einfach das angenehme Verhalten meiner letzten Katze mit dem guten Aussehen, der neuen kombiniert bekomme.

Kurzum: der Glaube an etwas Göttliches, oder eine höhere Macht ist menschlich.

Doch wenn man davon ausgeht, dass es keine Götter oder himmlische Mächte gibt – ich möchte ja nicht ausschließen, dass Menschen ihr Verhalten abrupt ändern können – dafür gibt es genügend Beispiele in der Geschichte, meist nach Schicksalschlägen – aber Naturgewalten reagieren sicher nicht auf Götter – dann hat man ein Erklärungsproblem. Man kann eine Gottheit anbeten oder ihr Opfer bringen, aber das Schicksal ändert sich nicht. Man erkrankt trotzdem, Menschen sterben oder es gibt Katastrophen, menschengemachte und natürliche. Mit mehreren Göttern ist man da fein raus. Dann hat man eben dem falschen Gott angebetet und damit vielleicht sogar den die Katastrophe auslösenden verärgert.

Ich habe mal die Ilias und Odyssey durchgelesen. Das ist in dieser Hinsicht sehr aufschlussreich. Die Ilias erklärt recht gut, warum die Heere zehn Jahre lang vor Troja kämpften. Immer wenn die Griechen kampfmüde sind, taucht ein Gott in Menschengestalt wie Mars Athene, Aphrodite oder Neptun auf und treibt den Kampf voran. So könnte der Kampf natürlich zu Ende gehen, doch dann ruft das einen anderen Gott auf Seite der Trojaner auf den Plan, der das verhindert. In der Folge bleibt das Patt bestehen und man kann das wechselnde Kriegsglück erklären. Die Odyssey dauert auch so lange, weil die Götter bei der Reise Odysseus immer wieder Hindernisse in den Weg legen.

Die Intoleranz des Monotheismus

Aufgrund dessen sind Gesellschaften mit Polytheismus auch meist tolerant gegenüber anderen Göttern – man kann ja nie wissen, ob nicht diese Götter sich sonst gegen einen wenden. Das das Christentum im römischen Kaiserreich verfolgt wurde war nicht wegen des Monotheismus. Es war, weil das erste Gebot verbot dem Kaiser, der automatisch Gott war, ein Opfer zu seinem Geburtstag zu bringen und das war damals so etwas wie eine verschärfte Form von Majestätsbeleidigung. Dabei hätten sich die Christen nur mal Matthäus 22,21 ansehen müssen „Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist und Gott, was Gott ist“ und sie wären fein raus gewesen. Bekanntlicherweise findet man ja in der Bibel für alles eine Stelle, was für mich auch gegen ein Werk spricht, das den Gläubigen als Führung dienen soll. Es sollte widerspruchsfrei sein und eine durchgehende rote Linie haben. Doch da die Bibel von Menschen und Dutzenden von Autoren stammt, ist dem eben nicht so.

Dagegen waren und sind alle monotheistischen Religionen intolerant gegenüber anderen Göttern. Das fing schon bei Echnaton an, der die Tempel der anderen Götter stürmen und plündern lies. Setzte sich im Judentum fort und als das Christentum Staatsreligion im späten vierten Jahrhundert wurde, wurden dann auch alle anderen Tempel gestürmt und verwüstet. Man sieht sich selbst ja im Besitz der endgültigen Weisheit und die anderen Götter sind dann nur Götzen, von denen man die Menschen abbringen muss. Intoleranz ist die Kehrseite des Monotheismus. Das hört nicht mal auf, wenn nur Teile der Religion geändert werden, was ja später vorkam. Sowohl bei Gründung der Anglikanischen Kirche wie auch wenn im Zuge der Reformation Regionen ihren Glauben von katholisch in protestantisch und umgekehrt wechselten wurden Klöster und Kirchen geplündert und verwüstet, in England sogar komplett geschleift. Noch heute tobt im Irak der Krieg zwischen den beiden Hauptglaubensrichtungen der Sunniten und Schiiten.

Weltweit haben sich die Religionen daher auch durch Eroberungen durchgesetzt. Das Christentum in Europa durch das Römische Reich und die Germanen, später durch die Kolonialisierung durch die europäischen Mächte weltweit und die Ausbreitung des Islams korrespondiert auch mit den Eroberungszügen der Araber.

Das ist für mich der wahre Grund, warum so viele Leute an den Monotheismus glauben. Es gibt eben wenige Regionen, die nicht mal von einer Macht erobert wurden, die eine monotheistische Religion hatten. Es gab immer wieder mal tolerante Phasen in den Religionen, im Islam im Mittelalter, doch da hatte er schon die Regionen vereinnahmt, die heute islamisch sind. Im Christentum kann man erst die letzten beiden Jahrhunderte als tolerant ansehen. Die Hexenverbrennungen als Symptom der Intoleranz endeten ja auch erst kurz von 1800. Daraus ableiten, dass der Monotheismus eine bessere Religion ist, kann man aber nicht. Inzwischen boomen ja die Ersatzgötter. Sie heißen Geld, Macht und Jugend.

27.12.2018: Jahresrückblick SpaceX

Das Jahr soll nicht enden ohne das ich meiner Lieblingsfirma nicht noch einen Blog widme. Ich beschränke mich auf SpaceX, auch wenn es von Musk ansonsten genug Neuigkeiten gab. Probleme bei Tesla, mit der Börsenaufsicht, nachdem er versucht hat, den Aktienkurs zu pushen und mit Drogen. Doch ich verfolge die „Nicht-SpaceX“- Aktivitäten von Musk nicht und entsprechende Links posten schon andere hier in den Kommentaren.

Fangen wir mal an mit einer kleinen Zusammenfassung an. Space hat zu Jahresanfang angekündigt, 24 bis 27 mal zu starten. Geworden sind es 21 Starts, immerhin die größte Annäherung an eine Vorhersage bisher.

Ebenfalls fand sieben Jahren nach Ankündigung und fünf Jahre nach prognostiziertem Erststart der Jungfernflug der Falcon Heavy statt. Mindestens 20 der 21 Starts glückten auch. „Mindestens“ weil es seitens der US-Verteidigungsministeriums keinem Kommentar zur Zuma-Mission gibt, die wenige Stunden nach dem Start zusammen mit der Stufe deorbitiert wurde. Da der Start nicht versichert war, wird es da auch keine Aufklärung geben. Es gibt ja nicht mal eine offizielle Aussage, ob die Mission gescheitert ist oder nicht. Pikant ist auch das keiner zuständig sein will. Da der Adapter zur Oberstufe von Grumman stammt, sieht SpaceX den Start als erfolgreich an, die Oberstufe hat schließlich den Orbit erreicht. Ich sehe es etwas anders. Es muss ja Sensoren geben die anzeigen, ob sich die Nutzlast wirklich gelöst hat und wenn das Computerprogramm dies nicht mal prüft und einfach so die Nutzlast versenkt, dann mag zwar Grumman die Hauptschuld treffen, aber nicht die ganze. Denn für den Kunden wäre es sicher besser gewesen, eine Nutzlast wenn auch mit einem Klotz am Bein zu haben die dann wahrscheinlich nur einen Bruchteil der Operationszeit hat (der Lagerelungstreibstoff muss ja mehr Masse bewegen) als gar keinen Satelliten. Interessanterweise gab es ja wenige Wochen später eine „Anomalie“ wie es in Fachkreisen o heißt bei Ariane 5. Da hat jemand da dies der erste subsynchrone Start für Ariane 5 war den Bordcomputer falsch programmiert und es resultierte eine falsch geneigte Bahn. Anders als bei SpaceX hat der Computer trotz falschem Orbit aber alles getan um diesen zu erreichen, bis der ESC-A der Treibstoff ausging. So sind trotzdem beide Satellitenbetreiber zufrieden und haben keinen Versicherungsfall gemeldet und beide Starts stehen nun als erfolgreich in den Startlisten.

Dann konnte SpaceX ihr Launchmanifest abbauen. Am 3.1.2018 verzeichnet ihre Webseite 52 Starts im Launch Manifest, heute (26.12.2018) sind es noch 40. Es sind also 12 Starts weniger oder anders ausgedrückt. Die Firma hat nur 8 neue Starts hinzugewonnen. Schon letztes Jahr hat sie von den kommerziell frei ausgeschriebenen Starts nur sechs erhalten, neun dagegen Arianespace. Dazu kommen aber noch etliche nicht frei ausgeschriebene und vor allem Starts der US-Regierung für die sich nur US-Anbieter bewerben dürfen. Vergleicht man die Liste, so fallen vor allem mehr Regierungsstarts auf. Kommerzielle Starts, die ja von der europäischen Raumfahrtindustrie als Begründung für die Ariane 6 angeführt wurde, gab es dagegen wenige neue.

Das ist eine gute Nachricht. Denn damit ist SpaceX endlich ein „normaler“ Launch Service Provider geworden. Einer bei dem Kunden nicht jahrelang warten müssen, bis der Start erfolgt. So erfolgten dieses Jahr auch etliche Starts, die seit Jahren in den Büchern steht wie Coronae und für Iridium. Vor allem aber hat damit SpaceX Kapazitäten frei. Kapazitäten, die sie für Star Link Netzwerk braucht, das nun eine zweite Ausbaustufe bekommen hat – anstatt 4.425 Satelliten ist nun von 12.000 die Rede. Zwei Testsatelliten hat die Firma schon gestartet. Das war notwendig, sonst wäre eine Frequenzreservierung verfallen. Ansonsten scheint es aber keine gute Neuigkeiten von dem Projekt zu geben. Musk hat die Verantwortlichen für das Projekt gefeuert. Es ginge zu langsam und die Satelliten seien zu schwer – die beiden Testsatelliten sollen um die 500 kg wiegen. OneWebs Satelliten werden zwar auch schwerer als geplant, liegen aber nicht unter 200 kg. Dabei sollten doch Startkosten bei SpaceX keine Rolle spielen. Hat man doch nun die Block 5, zehnmal startbar ohne Überholung, hundertmal insgesamt. Die würde ja, wenn es diese vielen Satelliten nicht gäbe kaum gebraucht. Aber 12.000 Satelliten zu je 500 kg sind rund 6 Millionen kg Masse, oder rund 400 Starts wenn jeder 15 t transportiert (Verluste durch Bergung und höhere Bahnneigung schon mit eingerechnet). Die müsste SpaceX mit nur vier Block 5 Erststufen abwickeln können. Mit der Falcon Heavy braucht man dreimal weniger Starts und weil es drei geborgene Erststufen anstatt einer gibt, wird es sogar noch billiger.

Ja wenn man dem den glaubt. Denn was zählt ist, was hinten rauskommt und nach Website hat die Wiederverwendung nichts am Preis geändert. Nicht nur dort. Nach dem letzten Report, der OIG, dem Gegenstück zu unserem Bundesrechnungshofes ist, SpaceX inzwischen im CRS-Programm der teuerste Anbieter obwohl die Firma als einzige der Anbieter Raumschiff und den größten Teil der Trägerrakete wiederverwendet. Wie beim Space Shuttle! Wiederverwenundung ist teurer als Wegwerfen. Verwunderlich auch, dai Sierra Nevada wohl mehr verlangen müssen als Orbital und SpaceX, denn sie haben nicht wie diese Firmen Subventionen durch das COTS-Programm erhalten und kein Geld in Runde 1 von CRS verdient, müssen diese Mehrkosten für die Entwicklung also auf die CRS-2 Flüge umlegen.

Wunderlich ist auch das Statement von SpaceX. Im März gab die FCC bekannt, das SpaceX die Hälfte des ersten Batches, also 2213 von 4425 Satelliten innerhalb von sechs Jahren starten muss. Das wäre nach SpaceX Angaben unmöglich. In sechs Jahren würde man ein Drittel starten. Komisch, hat die Firma nicht angekündigt enorm viele Starts durchzuführen, zu einem Hundertstel des derzeitigen Preises, was wohl auch hundertmal mehr Starts pro Jahr entspricht? Nun stellen rund 200 Starts in sechs Jahren, also nur etwas mehr als 30 Falcon 9 oder 10 Falcon Heavy pro Jahr die Firma vor unüberwindliche Probleme? Hat die firma nicht schon 2011 angekündigt 40 Cores pro Jahr zu produzieren – die würden locker reichen um die Satelliten zu starten und man könnte noch 10 andere Starts durchführen. Erst im Mai hat der große Vorsitzende das noch mal auf Twitter wiederholt.

Wie immer passen Aussagen und Wirklichkeit nicht zusammen. Würde man wirklich Starlink angehen dann müssten zum einen wesentlich mehr Leute in der Redmondabteilung für das Projekt arbeiten, die derzeit nur einige Hundert Beschäftigte hat. Dann gäbe es auch mehr offene Stellen ausgeschrieben. Dann würde die Firma auch ihren neuen Weltraumbahnhof, von dem man auch nichts mehr hört, zügig ausbauen, denn dank Wiederverwendung ist nun ja nicht die Produktion das Haupthindernis, sondern die Startvorbereitungen.

Nichts mehr hört man auch von der Falcon Heavy. Nach einem erfolgreichen Jungfernflug sollten doch nun die Kunden kommen. Nur sie kann auch die meisten Anforderungen des DoD erfüllen – die meisten Satelliten des DoD in den GEO haben keinen eigenen Antrieb. So gelangt neben dem Satelliten auch die dritte Stufe in den Orbit, und da diese bei der Falcon mindestens 4, eher bis 5 t wiegt dürfte die Performance sonst zu klein sein. Eine Centaur wiegt eben nur 2,3 t, das ist schon ein Unterschied. Inoffiziell ist sie schon abgekündigt. Die meisten Kunden für die Falcon Heavy haben gewechselt und von den 40 Starts im Manifest sind nur vier für die Falcon heavy.

Abgekündigt wurde auch die „Gray Dragon“, die ja eigentlich vor Jahresende noch starten soll. Der japanische Gast wird dafür mit der BFR starten, die ja dann alles richten wird. Wir immer. Die Zukunft ist rosig und in der Gegenwart gibt es keine Fortschritte.

Nun ja, mit den Einkommen über Starts wird er die BFR mit geschätzten Kosten von 5 bis 10 Mrd. Dollar nicht finanzieren können, erst recht nicht bei sinkendem Launchmanifest. Dafür braucht er Starlink, wobei SpaceX auch da hinterherhinkt und selbst wenn, dann glaube ich nicht das dieses Geschäftsmodell aufgeht. Es war schon immer teurer über Satellit Internet zu haben. So viele Kunden wird es also nicht geben. Vor allem sitzen die in den Industrieländern und dort ist ja das irdische Netz gut ausgebaut. Dort wo der Nutzen am höchsten ist – in dünn besiedelten Regionen oder bei schlechter Infrastruktur, gibt es aber zu wenig zahlungskräftige Kunden. Diese Kritik gilt nicht nur Starlink, sondern auch Oneweb. Dass ist ja auch nicht neu. Schon bei Iridium hat man angenommen es gäbe viel mehr Kunden als es dann waren. Und Iridium ist vergleichen mit Starlink preiswert. Für die zweite Generation werden Gesamtkosten von 3 Mrd. Dollar genannt. Selbst wenn es SpaceX gelingt, die Satelliten für 1 Million Dollar/Stück zu bauen (so viel Kosten anscheinend die von OneWeb) und man dann 400 Starts mit der Falcon 9 braucht, dann ist man bei 7 Mrd. Dollar für die erste Phase. Und die muss man erst mal vorschießen. Ich glaube auch das man sie nicht so schnell wieder hereinbekommt, wenn überhaupt. Vor allem kann man mit Starlink keine BFR finanzieren, wenn die firma nach eigenen Angaben in sechs Jahren nicht mal ein Drittel der Satelliten starten will, die BFR aber schon in vier Jahren starten soll.

Nach wie vor verblüfft die Firma mit ihren Starts – und ich meine das nicht positiv. Der letzte Start in diesem Jahr war der eines GPS-Satelliten. Er wiegt 4,4 t. Schon vorher hat sich die Air Force über die mangelnde Performance beschwert. Vor dem Start wurde dann bekannt, das der 4,4 t schwere Satellit eine Landung der Erststufe nicht erlaubt.

Ich habe ja vor Jahren schon gesagt, das die SpaceX Angaben auf der Website nicht stimmen und zum Jahresausklang hat dies SpaceX auch endlich mal bestätigt:

„On a launch due east from Cape Canaveral into a geostationary transfer orbit stretching more than 22,000 miles above Earth, the Falcon 9 Block 5 rocket — which introduced an uptick in performance in addition to reusability improvements — can loft a payload of more than 14,330 pounds (6,500 kilograms) if SpaceX bypasses a landing opportunity and devotes all of the launcher’s propellant to the payload, Koenigsmann said during an October presentation at the International Astronautical Congress in Bremen, Germany.

Committing some of the Falcon 9’s propellants to landing the first stage on a drone ship in the Atlantic Ocean reduces the rocket’s capacity to the same orbit to roughly 12,125 pounds (5,500 kilograms), Koenigsmann said. The maneuvers required to return the first stage to landing back at Cape Canaveral trim the Falcon 9’s geostationary transfer orbit lift capability to around 7,716 pounds (3,500 kilograms), he said.“

Also ohne Wiederverwendung 6,5 t und nicht 8,3 t wie auf der Webseite ausgelobt in den GTO. Ich habe mir schon das gedacht, weil alle bisher gelandeten Stufen entweder eine deutlich leichtere Nutzlast, als die 5,5 t für die ein Preis angegeben ist, (es ist anzunehmen, dass dies der Preis für die Wiederverwendung ist, sonst macht es keinen Sinn 8,3 t Nutzlast anzugeben) der, wenn es tatsächlich mal 5,5 t Nutzlast waren nur ein subsynchroner GTO erreicht wird. Wieder eine Wette gewonnen, wieder mal SpaceX der Lüge überführt!

Für Musk ist das egal, denn es geht nicht um Starts oder die BFR oder den Mars, denn wenn es wirklich um Marspläne ginge, hätte er längst seine Red Dragon umgesetzt, um zumindest einen Schritt dahin zu tun. Stattdessen schickt er seinen abgetakelten Tesla mit der Falcon Heavy auf die Reise. Es geht darum, Geld einzunehmen. Das geht bei SpaceX mit Investorenrunden. Es gab im Oktober wieder eine Investorenrunde, die dritte dieses Jahr mit fast 1 Milliarde Dollar Einnahmen. Dafür gibt Musk Anteile ab, nach der ersten Runde im Februar hielt er noch 54 Prozent des Unternehmens. Nach der zweiten Runde war das Unternehmen schon 24 Milliarden Wert. Daran orientiert sich auch, wie viel die Investoren vom Unternehmen bekommen, also bei 24 Milliarden Unternehmenswert und 500 Millionen bei der letzten Runde sind das 2,08 Prozent. Irgendwann platz die Blase. Spätestens, wenn die Investoren Geld sehen wollen, oder gar ihre Anteile verkaufen. Denn ansonsten passt dieser Unternehmenswert nicht zu den anderen Zahlen. Bei deutschen Aktienunternehmen, deren Wert, ja leicht durch die Börsennotierung überprüft werden kann, haben bei etwa gleichem Wert viel mehr Angestellte. SpaceX war vor der vorletzten Runde in etwa so wertvoll wie Eon, nur beschäftigt Eon 43.000 und nicht 6.000 Angestellte und noch wertvoller als die deutsche Bank mit 97.000 Mitarbeitern. Es passt auch nicht zum Umsatz. Nehmen wir an es, sollen nur 3 % Rendite erwirtschaftet werden – das ist der Durchschnitt der DAX-Unternehmen vor Steuern, Technologiefirmen liegen oft höher – dann müssten das bei 24 Mrd. Dollar Unternehmenswert rund 720 Millionen Dollar Gewinn pro Jahr sein. Bei 20 Starts im letzten Jahr also 36 Millionen Dollar Nettogewinn bei 62 Millionen Dollar Umsatz pro Start? Klar, ein SpaceX Fan glaubt das, doch sonst keiner. Nicht mal Apple macht einen so hohen Nettogewinn und die verkaufen ihre Smartphones teurer und nicht billiger als die Konkurrenz. Vor allem muss mit dem Gewinn einiges finanziert werden: die BFR, der Aufbau des Startplatzes in Brownsville (SpaceX Pendant zum BER), die Starlink Satelliten die ja auch erst mal Kosten verschlingen, bis sie vielleicht einmal einnahmen einbringen.

Das es Musk vor allem um steigende Kurse geht zeigte ja auch sein Tweed, mit dem er die Kurse von Tesla pushen wollte. Nur ging der nach hinten los.

Kommt noch eine Voraussage für nächstes Jahr. Eigentlich muss man kein Prophet sein. Da das Launchmanifest schmilzt, wird man wohl genügend Träger haben (es reicht ja bei 20 Starts pro Jahr eine Block 5 Erststufe reicht dann für fünf Jahre...) um an den Aufbau von Starlink zu gehen. Die ersten Satelliten sollen ja schon Mitte des Jahres starten. Angesichts gefeuerter Mitarbeiter und Neukonzeption würde ich mich Wundern, wenn sie es bis Jahresende schaffen. Musk hat ja schon bei etlichen Ankündigungen gezeigt, das er keinen Bezug zur Realität hat und meiner Erfahrung nach erreicht man mit dem Umkonstruieren von Satelliten und das Feuern von Mitarbeitern nicht das man schneller vorwärtskommt. Das Regierungsgeschäft läuft gut. Die meisten neuen Aufträge kamen von der Regierung. Davon stammen auch die einzigen veröffentlichten Startpreise, die Zahl von 62 Millionen für eine Falcon 9 steht zwar auf der Website, aber es gibt wohl keinen Kunden, der auch diese bezahlt. Der Start dieses GPS 3 kostete 82,3 Millionen Dollar. Die nächsten vier GPS sind noch teurer: 97 Millionen Dollar pro Stück. Das ist dann nicht mehr billiger als eine Proton. Wie anders kann man sonst erklären, das jetzt, wo die Falcon 9 zuverlässig fliegt, die kommerziellen Aufträge zurückgehen. Zum Glück für SpaceX ist die amerikanische Regierung aber patriotischer, als Unsere, die immer nach dem billigten Starts sucht. Und ist SpaceX erst mal wichtig genug, dann gibt es auch Stützmaßnahmen seitens der Regierung, wie für ULA als Anfang des Jahrtausends es keine kommerziellen Aufträge für Delta und Atlas gab. Einen Strich durch die Rechnung könnten nur die anderen Firmen machen – die USAF fördert derzeit Lockheed, Grumman/ATK und Blue Origins Trägerraketen und wird zwei der drei Modelle auch übernehmen. Dann gibt es genügend Alternativen zur Falcon.

1.1.2019: Jahresnachlese und Ausblick

Etwas spät, der 31.ste ist schon um, aber ich bin vorher nicht dazu gekommen ein kleiner Jahresrückblick. Fangen wir mit der Raumfahrt an.

Dieses Jahr gab es wieder einen Rekord an Nutzlasten. Noch kann ich die Statistik nicht abschließen, aber alleine drei Starts mit zahlreichen Cubesats in den letzten Wochen dürften, wenn ich sie zum letzten Stand von 3.11. addiere, mehr sein als im letzten Jahr. Die Flut von Nutzlasten beruht vor allem auf diesen kleinen Satelliten. Es werden aber auch mehr Starts sein. Insgesamt gibt es seit einigen Jahren einen aufsteigenden Trend der Startzahlen. Inzwischen ist der Stand Ende der Achtziger Jahre erreicht, bevor vor allem Russland immer weniger startete.

Es gab dieses Jahr vier Raumsondenstarts, ebenfalls mehr als ind en letzten Jahren. Darunter zwei lange erwartete: Die Parker Solar Probe und BepiColombo. Indiens Chandrayaan-2 Mission ist auf 2019 verschoben.

Das aus deutscher Sicht öffentlichkeitswirksamste Ereignis war sicher der zweite Aufenthalt von Alexander Gerst an Bord der Iss, diesmal sogar als Kommandant. Es war zeitweise peinlich wie dann Wissenschaftsmagazine Hofberichtserstattung betrieben.

Die Firma Rocketlab etablierte sich als Launchserviceprovider und führte drei Starts durch, darunter zwei operationelle und die letzten beiden im Abstand von nur 35 Tagen. Auch wenn vieles des Gebahrens des Chefs an Elon Musk erinnert, so das Drängen in die Öffentlichkeit, die schräge Benennung von Flügen „Still testing“, „Its business time“ und die mageren Details zur Rakete, so gibt es doch einen enormen Unterschied. Während SpaceX bei ihrer Falcon 1 dauernd viele Flüge ankündigte und vier Versuche bis zum ersten gelungen Start und drei Jahre brauchte, schaffte das Rocketlab im zweiten Anlauf und der Hälfte der Zeit. SpaceX hat auch eine neue Rakete gestartet, sie aber gleichzeitig abgekündigt. Dort ist es wichtiger, Autos ins All zu schießen und tolle Bilder zu produzieren als Gewinn zu machen.

Das für mich wichtigste Ereignis kommt erst noch: Heute morgen früh um 6:33 fliegt New Horizons an Ultima Thule, einem KBO vorbei. Sensationelle Bilder wird es nur wenige geben, dazu ist der Körper zu klein, die besten werden gerade das Blickfeld der Telekamera füllen, aber es ist das erste Objekt, das so untersucht wird. Leider dauert es wegen der Entfernung und des schwachen Sendesystems sehr lange, bis alle Daten auf der erde angekommen sind: 20 Monate um die 7 Gigabyte zu übertragen.

Die Raumfahrt steht dieses Jahr aber für mich etwas im Schatten. Es gab zu viel anderes Bedeutsames. Den Rekordsommer mit seiner Trockenheit bei uns und Überschwemmungen in Südeuropa und Brände in Kalifornien. Der Kommentar des dümmsten Präsidenten aller Zeiten „Das wäre nicht passiert, wenn man im Wald mehr aufgeräumt und gefegt hätte“. So einfach ist die Welt bei Donald Trump. Überhaupt war es turbulentes Jahr.

Vor allem Trump fiel auf. Er hat es in Rekordzeit fertiggebracht, die USA international zu isolieren. Bricht einen Handelskrieg mit China und Europa vom Zaun, der eigentlich niemanden nützt, nur Produkte teurer macht. Man muss nur denken, wo überall "Made in China" draufsteht und ich denke in den USA wird es nicht anders als bei uns sein. Da gibt es gar keine Alternative in den USA und so werden die Produkte nur teurer, die heimische Industrie hat aber nichts davon. Seitdem treten die USA überall auf die Bremse oder treten aus Organisationen aus. Zum Jahresende will er auch noch Truppen aus aller Welt abziehen. Das ist das genaue Gegenteil von „Make America great again“. Eine Nation, die keine Verantwortung in der Welt übernehmen will, ist nicht groß, sondern ganz klein.

Klein werden auch die Briten. Theresa May steht vor dem Dilemma, das die EU-Reststaaten zwar keine Zollschranken zu England aufbauen will, es aber natürlich noch einen Unterschied zu dem Verweilen in der EU und nicht geben muss. Es kann ja nicht sein, das man sich um die Zahlungen an die EU drückt und alle Vorteile mitnimmt. Das ist ihren eigenen Leuten zu wenig. Eine Rücknahme des Breakxits kommt aber auch nicht in Frage und so sieht es so aus, als würde am 29.3.2019 England ganz ohne Vertrag aus der EU ausscheiden, was für das Land noch schlimmer wäre. Mal sehen, ob das Land vorher noch die Kurve kriegt.

Bei uns sieht es nicht besser aus. Wir haben nach meiner Ansicht die schlechteste Bundesregierung aller Zeiten. Das zeigt sich nicht nur am Dauer-Rüppel Seehofer, der die Stirn hat, die Kanzlerin zu erpressen und das wegen etwas, was schon längst kein großes Thema mehr ist: Flüchtlinge. Ja wir hatten 2015 eine Menge, aber inzwischen sind die meisten von damals wieder zurückkehrt und es kommen immer weniger nach. Ich muss nur mal durch meine Ortschaft fahren und ich sehe den Unterschied, dazu brauche ich nicht mal Statistiken. Wenn Seehofer nun das Thema wieder aufgreift, um seinem Spezi Söder im Landtagswahlkampf zu helfen, dann ist das so dumm, dass solche Leute für ein Ministeramt unqualifiziert sind. Es ging natürlich nach hinten los. Nicht nur für Seehofer, sondern auch für die CSU in Bayern. Er ist ja nicht der Einzige der meint, von der AFD Stimmen abgreifen zu müssen. Dabei zeigte die Geschichte, es gab ja schon mal solche Strömungen, wenn auch eher bedeutend auf Landesebene alös Bundesebene, das jedes Anbiedern an deren Positionen nur zu Stimmenverlust führt. Das war so bei der NPD, den Republikanern und der DVU. Getoppt wurde das dann ja durch seine Beförderung von Maaßen. Das die auch von der CDU und SPD toleriert wurde zeigt, wie weit der Einfluss des Mannes inzwischen geht. Das der Mann nicht zu halten ist, hat er ja später in seiner Abschiedsrede selbst gezeigt. Nun ist er im vorläufigen Ruhestand – mit vollen Bezügen. Auch nicht gerade ein wünschenswerter Zustand.

Ansonsten fallen auch andere Minister durch Inkompetenz auf. Die erste Aussage, die man von Dorothea Bär vernimmt, ist das „Flugtaxis“ wichtiger als Digitalisierung seien. Auch für die Forschungsministerin Karliczek ist ein Mobilfunknetz nicht so wichtig, Man benötige 5G nicht an jeder Milchkamme. Die eine kümmert sich nicht um das, was wichtig ist, sondern hängt Visionen hinterher und die andere meckert über die Aufgabe, anstatt was zu tun. Karliczek fiel auch sonst durch extrem konservative Äußerungen auf. Wenn jemand heute Studien fordert, ob Kinder aus homosexuellen Ehen benachteiligt sind, dann lebt er entweder auf dem Mars oder im 19-ten Jahrhundert. Zum einen gibt es diese, zum anderen ist klar, dass die Kinder durch die noch nicht so vorhandene gesellschaftliche Akzeptanz benachteiligt sind, aber nicht durch ihre Eltern. Glöckner als Landwirtschaftsministerin, sorgt für eine Verlängerung des Einsatzes von Glyphosphat und will einen Abschuss für Wölfe. Auf den naheliegenden Gedanken, dass bei uns mal Schäfer wie in anderen Ländern eben mal Tiere schützen müssen, kommt sie nicht. Sei es durch Zäune oder Hütehunde, kommt man nicht. Ich bin ja mal gespannt, wann dann die Forderung nach dem Abschuss von Terroristen kommt. Die Argumentationskette wäre ja dieselbe.

Der absolute Pannenminister ist der Verkehrsminister Andreas (Be)scheuer(t). Wo es nur geht, Protektionismus für die Automobilindustrie. Das Leugnen, das es einen Zusammenhang zwischen Feinstaub und Dieselfahrzeugen gibt, das Abwehren aller Versuche die Industrie nur in die Pflicht zu nehmen, dass sie für schon verkaufte Fahrzeuge durch Nachrüstung nur den Zustand herstellen, der eigentlich nach Herstellerangaben herrschen sollte, auch in Bezug auf Emissionen. Als krönender Abschluss dann auf die unabhängige Zulieferindustrie enorm große Hürden aufstellen. Die Lösung für das Überschreiten von Grenzwerten in 60 Städten ist denn auch einfach die Grenzwerte anzuheben. Politik kann so einfach im Merkelland sein.

Dann tritt man überall auf die Klimabremse. Der Netzausbau kommt nicht voran. Der Hambacher Forst wird geräumt – wegen Verstoß gegen die Bauvorschriften und man bringt es nicht mal fertig, sich auf einen Ausstiegszeitraum aus der Kohle zu einigen. Kein Wunder, das wir im Ranking in nahezu allen internationalen Erhebungen gefallen sind. Sowohl, wenn es um Bildung, wie Klimaschutz oder Zufriedenheit geht.

Besserung ist nicht in Sicht. Mit AKK wird ja eine Merkelvertraute CDU-Chefin. Nicht das mir die anderen Kandidaten sympathischer gewesen wären. Sie gelten ja als noch konservativer. Mir ist die CDU längst schon zu konservativ, insbesondere, wenn ich mal dran denke, wie viele Freiheiten wie in den letzten Jahren unter Merkel verloren haben. Überwachung im öffentlichen Raum, Überwachung der Telekommunikation, Staatstrojaner. Alles begründet wegen Terrorismusvorbeugung. Das zieht immer. So hat schon Hitler den Reichtagsbrand genutzt, um die Gesetze zu verschärfen. Natürlich korrespondiert das nicht mit den Gefahren. Man muss nur mal die Zahl der Toten durch Terrorismus denen durch den Autoverkehr gegenüberstellen und dann mal dafür auch dieselben Gesetze fordern wie totale Überwachung, Tempolimit, Beschränkungen des Zugangs. Es legt ja nicht nur die AFD zu, sondern die auch die Grünen. Also genau die Partei, die sich gegen alle diese Begrenzungen wendet und die in Sachen Klimapolitik genau den gegenteiligen Kurs fährt.

Mit der AFD ist ja nun eine Pöbelpartei im Bundestag. Wenn man sich die Debattenbeiträge ansieht, dann stößt man nicht nur auf grenzenlose Dummheit – in einer Debatte über wölfe werden diese mit Flüchtlingen verglichen – sondern vor allem auf eine Diskussionskultur, die man bisher in der Öffentlichkeit nicht gewohnt ist – sprich Beleidigungen, Unterstellungen, Klischees als Tatsachen auszugeben. Das alles ist man mittlerweile ja vom Netz gewohnt. Nur denke ich haben die wenigsten, die einen Post verfassen, auch den Schneid das auch persönlich jemanden ins Gesicht zu sagen, geschweige denn vor einem Plenum und aufgezeichnet fürs Fernsehen. Man muss schon ziemlich moralisch und ethisch tief gefallen sein, wenn man wie die AFDler so im Bundestag redet.

Ansonsten fiel die Partei auch dadurch auf, dass bekannt wurde, das alles, wogegen sie sich bei den von ihr als "Altpartien" bezeichneten anderen Parteien, sie viel schlimmer umsetzt. Vetterleswirtschaft, Korruption, frisierte Bilanzen und Unterschlagungen. Zuletzt noch durch ausländische Spenden, die nicht angegeben wurden und mit denen Alice Weidel – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – bei Facebook „Likes“ gekauft hat. Wie tief muss man sinken, wenn man das nötig hat!

Persönlich endet für mich das Jahr gut. Ich lebe im Wohlstand – zumindest wenn man ein Zitat von Helmut Nahr, einem Unternehmer nimmt: „Wohlstand ist das Zwischenstadium zwischen Armut und Unzufriedenheit“. Da ist einiges wahres dran, wie ich nicht zuletzt bei meiner Familie mit zwei reicheren Geschwistern weiß. Finanziell stehe ich heute schlechter dran als vor einem Jahr. Aber ich bin gesund. Ich habe dieses Jahr bei meinem Kunden endlich nach drei Jahren die Version 2.0 meiner Software fertiggestellt, die „das beste PATS aller Zeiten“ geworden ist. Der Spruch stammt zwar von Persil, klingt aber unglaublich gut und ist, wenn man darüber nachdenkt, so unglaublich banal – wenn es nicht das beste Produkt aller Zeiten wäre, könnte man ja einfach auf das die schon existierende letzte Version / Rezeptur zurückgreifen. Auf jeden Fall freue ich mich auf die Rückmeldungen. Schon die letzte Version kam gut an und gegenüber der gab es einen deutlichen Sprung.

Dann habe ich eine neue Katze. Meine Letzte muss ich im März einschläfern lassen. Sie hatte Krebs. Bei der neuen habe ich den Fehler gemacht sie nach einem Bild auszusuchen und nicht wie bisher persönlich. Sie hatte Angst vor mir und vor allem vor meinem Kater, war zwischenzeitlich bei einer Nachbarin untergekrochen, doch ich habe mich um sie bemüht, das Verhältnis zu mir ist gut, wenn auch noch nicht innig und das Anbrummen des Katers nimmt, leicht ab. Vor allem war sie jetzt die letzten vier Wochen wieder vor allem bei mir und nicht auf dem Nachbargrundstück. Auch da wird es langsam besser.

Das einzige, das sich verschlechtert hat, ist meine finanzielle Situation. Aber wie schon geschrieben – ich bin nicht arm und noch nicht so reich, dass ich deswegen unzufrieden sein müsste. Das neue Jahr beginnt ja schon ganz gut. Wie schon gesagt, New Horizons flog um 6:33 an Ultima Thule vorbei. Einige Bilder gibt es vielleicht am 2.1. Also mal auf der Rohbilderseite vorbeischauen.

8.1.2019: Die SLS – aufgerüstet

Ich denke es ist mal Zeit für einen Blog. Ich mache mich nicht aus Themenmangel rar, sondern weil ich nachdem ich es etwas schleifen haben lasse wieder mehr an meinem Apollobuch arbeite. („Apollobuch“, weil es sich kürzer schreibt als der momentane Titel „Apollo - Raumfahrzeuge und Saturn“). Es ist das eingetreten was ich befürchtet habe. Ich stecke fest. Das Problem ist anders als bei den Büchern über Gemini und Mercury, dass es nicht zu wenig, sondern zu viel Informationen gibt. Es gibt so vieles durchzulesen und durchzuarbeiten, ohne das man im Text weiter kommt. Fertig sind eigentlich nur zwei kleine Artikel über den Anzug (immerhin auch schon 30 Seiten) und die Fernsehkameras. Sie zeigen auch ein zweites Problem das ich habe: Projektgeschichte. Die meisten US-Bücher behandeln die ausführlich, ich wollte sie aber weglassen. Es geht aber nicht. Es gab so viele Änderungen während des Programms. Beim Anzug ist es extrem: es gab sieben Versionen des Anzugs und ebenso viele des Backpacks. Das lag an Problemen, aber auch das man mehrfach die Anforderungen revidiert hat. Anfangs hatte man z. B. viel zu niedrige Anforderungen an die abzuführende Energie – das System das eingesetzt wurde führte schließlich 2,4 mal mehr Wärme ab als in der ersten Ausschreibung stand.

Das ist symptomatisch für das Apolloprogramm. Auch wenn es woanders nicht 7 Versionen gab, so doch zumindest zwei des CSM. Mein Eindruck ist, das man in den ersten Jahren, so bis etwa 1966 erst mal vieles probiert und die Anforderungen ermittelt hat. Erst dann ging es in die Umsetzung. Der Auftrag für den Mondlander wurde z. B. erst zwei Jahre nach dem CSM vergeben, da man erst den Weg zum Mond (EOR – LOR oder direkte Landung) festlegen musste. 1965 ordnete die NASA beim LM einen Feature-Freeze an, damit Grumman nicht weiter am Design feilt. So war der ursprüngliche Plan auch ein anderer als der spätere Ablauf. 1967 war das CSM und die Saturn IB startbereit, daher sollten erst mal einige Erdrorbitmissionen stattfinden. Durch den Brand von Apollo 1 hat man dann erst den späteren, fokussierten, Plan umgesetzt.

Kurzum. So Projektgeschichte hält auf, und der Umfang steigt. Es sind schon 260 Seiten und das ohne irgendwelche Bilder die erfahrungsgemäß etwa ein Viertel des Umfangs ausmachen.

Immerhin, man hat das Apolloprogramm in acht Jahren umgesetzt. Heute braucht die NASA und US-Industrie für eine einfache ISS-Zubringerkapsel schon länger. Fast eben solange werkelt man an der SLS. Da man für diese nicht das klassische Finanzierungsmodell anstrebt, das eine Spitze zu Ende der Entwicklung (bei Apollo z.B. 1967) hat, sondern die Kosten gleichmäßig hoch oder eher gesagt niedrig sein sollen, wird diese ja erst mal ohne Oberstufe entwickelt und die Booster sind nicht die endgültigen.

Ich will das heute mal beleuchten und mit meiner Aufstiegssimulation durchgerechnete Ergebnisse präsentieren. Zuerst mal die Daten von denen ich ausgehe:

Rakete: SLS

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

Inklination
[Grad]

2.546.808

93.000

7.839

2.000

3,65

130,00

180,00

241,00

90,00

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

32.453

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

Modus

Vorgabe

180 km

241 km

130 km

Abbruch wenn ZielApo überschritten, Orbitsim wenn Kreisbahngeschwindigkeit erreicht

Real

180 km

242 km

130 km

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

28,0 Grad

181 km

180 km

93.000 kg

93.342 kg

461,2 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Zeitpunkt

75,6 s

147,0 s

320,0 s

402,0 s

Winkel

81,5 Grad

24,0 Grad

12,0 Grad

-8,8 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Die Daten über Masse und spezifischen Impuls stammen von der NASA. Die anderen Daten habe ich aus der Aufstiegssimulation abgeleitet. Wie man sieht hat die SLS eine Nutzlast von 93 t, deutlich unter Saturn V Niveau von 130 t. Das reicht natürlich nicht für eine Mondlandung nach dem LOR-Verfahren, zumal wohl heute viele Komponenten eher schwerer als leichter zu Apollozeiten sein dürfte. Die NASA gibt 95 t Nutzlast an.

Vorerst gibt es nur eine Zwischenoberstufe, die nichts anderes als eine Delta 4 Zweitstufe ist. Diese kann 25 bis 29 t auf Mondkurs befördern. 29 t ist es wenn es eine unveränderte DCSS wäre, 26 t wenn man wie bei Apollo noch die Adapter zur Nutzlast und eine viel größere Steuerung die ja auch die ersten beiden Stufen steuern soll hinzurechnet.

Die NASA plant zwei Upgrades. Zum einen soll es eine bessere Oberstufe geben – die DCSS wiegt nur knapp über 30 t. Dann sollen die Booster verändert werden. Ich will diese mal untersuchen.

Eine neue Oberstufe

Über die neue Oberstufe EUS gibt es nur wenige Daten. Die NASA hat zwar das J-2X qualifiziert und dann die Entwicklung beendet, da es keine Mittel für eine Oberstufe gab, will nun aber vier RL-10 für die Oberstufe nutzen. Die Treibstoffzuladung soll 129 t betragen. Nimmt man den gleichen Strukturfaktor wie die DCSS an, so kommt man auf folgende Rakete:

Rakete: SLS / EUS

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

2.638.308

40.000

11.029

2.677

1,52

160,00

180,00

241,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

32.400

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

144.500

15.500

4.520

440,0

440,0

1325,20

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

180 km

241 km

160 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

330 km

-244.112.476 km

160 km

0 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

19,6 Grad

762 km

762 km

40.000 kg

41.332 kg

1.776,5 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Zeitpunkt

191,0 s

320,0 s

550,0 s

Winkel

37,8 Grad

15,0 Grad

-5,9 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Durch den geringen Schub hat die Rakete ein sehr hohes Perigäum. Alle Simulationen gehen übrigens von einer Kreisbahn als ersten Übergangsbahn aus. Bei einem direkten Aufstieg wäre es noch etwas günstiger, vor allem bei so schubschwachen Stufen wie der EUS.

Nun ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wie sähe dieselbe Rakete aus, wenn man das J-2X in der EUS nimmt, (1000 kg Mehrmasse, da größeres Gewicht)?

Die Nutzlast steigt um rund 5 t, obwohl das J-2X einen geringeren spezifischen Impuls hat und die Masse der EUS um 1 t größer ist, weil die Aufstiegsverluste um 500 m/s kleiner sind:

Rakete: SLS / EUS J-2XL

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

2.644.208

44.900

11.029

2.140

1,70

160,00

180,00

180,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

32.405

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

145.500

16.500

4.393

1309,0

1309,0

432,90

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

180 km

180 km

160 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

200 km

-126.025.789 km

160 km

0 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

23,5 Grad

308 km

308 km

44.900 kg

44.966 kg

897,7 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Zeitpunkt

175,6 s

320,0 s

550,0 s

Winkel

36,8 Grad

15,0 Grad

-13,5 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Denkbar wäre auch der Ersatz der RL-10 durch eines oder zwei BE-3, die ja auch auf 670 kN Schub gesteigert werden sollen. Da es aber praktisch keine Daten von diesem Triebwerk gibt habe ich dies nicht simuliert.

Ariane 6 LLPM als Oberstufe

Da die SLS nur selten fliegen wird, maximal einmal alle zwei Jahre halte ich persönlich eine zweite Lösung für besser: Die Übernahme der Ariane 6 LLPM als Oberstufe. Für die Liberty Rakete wollte UA die Ariane 5 EPC als Oberstufe einsetzen. Wenn das geht, dann müsste man auch die zentrale Stufe der Ariane 6 als Oberstufe nutzen können. Die Trockenmasse derer ist unbekannt. Ich habe eine höhere Masse als bei der EPC angesetzt, entsprechend dem Mittel der Strukturfaktoren von H-IIA Erststufe und Delta 4 Erststufe. Das habe ich auch deswegen gemacht, weil ich sonst nicht auf die niedrigen Nutzlastangaben der ESA komme. Die Ariane 6 müsste eigentlich wegen der leistungsfähigeren Booster eine höhere Nutzlast als die Ariane 5 ME haben und die lag über 12,5 t. Ariane 6 aber nur bei 12 t. Wenn die LLPM so leicht wie die EPC wird, erhöht das die Nutzlast nochmals um 6 t. Die Lösung ist zwar nicht leistungsfähiger als die EUS, da der spezifische Impuls des Vulcain 2 kleiner ist und der Strukturfaktor auch, aber sie hat einen Vorteil: sie existiert ohne Entwicklungskosten. Man müsste nur jeweils eine Stufe aus der Produktion nehmen und für die SLS anpassen. Dazu gehört eine gemeinsame Steuerung der NASA für alle drei Stufen, ein Adapter auf 8,38 m Basisdurchmesser und eine Anpassung des Vulcain für den Start in Höhe (notfalls baut man mehrere Feststofftriebwerke unten ein, die bis das Triebwerk hoch gelaufen ist 1 g Brschleunigung erzeugen).

Rakete: SLS / Ariane 6 LPPM

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

2.663.658

40.500

11.029

2.180

1,52

160,00

180,00

180,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

32.401

29

90

8.210

230

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

169.350

20.350

4.248

1390,0

1390,0

455,36

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

180 km

180 km

160 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

185 km

27.450.724 km

160 km

0 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

23,2 Grad

286 km

286 km

40.500 kg

40.526 kg

920,3 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Zeitpunkt

149,8 s

318,0 s

550,0 s

Winkel

45,5 Grad

15,5 Grad

-9,5 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Ares V EDS

Anders als für die bisherigen Stufen gibt es für die Oberstufe des Vorgängers Ares V genügend Daten. Allerdings war die Ares V von anderem Kaliber. Sie hätte erheblich mehr Nutzlast als die SLS befördert und nicht nur ihre eigene Nutzlast, sondern auch die separat gestartete Orion zum Mond befördert.

Diese Stufe ist überdimensioniert. Die Nutzlast ist kleiner als bei den anderen Alternativen. Das liegt vor allem an einem sehr steilen Aufstieg wegen der schweren Stufe wird kurzzeitig eine Höhe von 280 km erreicht. Doch ich komme noch mal auf sie zurück:

Rakete: SLS / Ares EDS

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

2.769.308

37.000

11.029

2.498

1,34

160,00

180,00

180,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

32.397

29

90

8.210

260

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

278.500

24.200

4.393

1309,0

1309,0

853,40

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

180 km

180 km

160 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

199 km

748.824 km

160 km

-1 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

19,8 Grad

280 km

276 km

37.000 kg

37.012 kg

1.318,4 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Nr. 5

Zeitpunkt

77,4 s

152,8 s

328,0 s

538,0 s

1.240,0 s

Winkel

71,0 Grad

48,9 Grad

42,9 Grad

13,4 Grad

-19,0 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Neue Booster?

Phase zwei des Ausbaus sieht neue Booster vor. Die SLS nutzt ja noch Space Shuttle SRB nur um ein Segment auf fünf Segmente verlängert. Ich halte davon nichts.

Bei einer Serienstufenrakete bringt eine Reduktion der Leermasse um 12 bis 15 kg nur 1 kg mehr Nutzlast. Zwar haben die SRB eine hohe Leermasse, aber das alleine würde so nur etwa 6.000 kg mehr in den Erdorbit bringen. Erheblich mehr bringt ein höherer spezifischer Impuls. Er wirkt sich exponentiell auf die Nutzlast aus. Ich habe trotzdem einmal neue Booster mit einem Strukturfaktor von 16:1 und je fünf BE-4 Triebwerken moduliert. Der spezifische Impuls des BE-4 ist geschätzt. Die Masse orientiert sich nach einer Startbeschleunigung von 12,5 m/s. Das erhöht die Nutzlast für einen LEO auf 124 t. Mit dem Ariane 6 LLPM sind es dann 48 t auf die Mondtransferbahn, also in etwa die Nutzlast der Saturn V.

Rakete: SLS BE-4 Booster / Ariane 6 LLPM

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

2.485.012

48.000

11.025

2.090

1,93

130,00

185,00

185,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

31.048

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

2

640.000

50.000

3.300

12000,0

12900,0

150,93

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

169.350

20.350

4.248

1390,0

1390,0

455,36

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

185 km

185 km

130 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

169 km

-282.395.576 km

130 km

0 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

23,7 Grad

327 km

327 km

48.000 kg

48.026 kg

920,3 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Zeitpunkt

73,6 s

151,2 s

320,0 s

402,0 s

Winkel

76,5 Grad

30,0 Grad

5,0 Grad

2,6 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Mehr SRB

Viel einfacher denke ich ist es die SRB-Anzahl zu verdoppeln. Damit spart man Entwicklungskosten, bekommt eine höhere Startbeschleunigung und kann eine schwerere Oberstufe mitführen. Mit vier anstatt zwei SRB kommt man auf 165 t Nutzlast in den LEO, also 40 t mehr als mit den beiden flüssigen Boostern und fast die doppelte Nutzlast der Basisversion. Auch hier zuerst die von mir favorisierte Variante mit Ariane 6 Oberstufe:

Rakete: SLS 4 SRB / Ariane 6 LLPM

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

4.153.304

64.000

11.029

0

1,54

160,00

180,00

180,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

57.784

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

4

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

169.350

20.350

4.248

1390,0

1390,0

455,36

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

180 km

180 km

160 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

219 km

-112.443.800 km

160 km

0 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

24,1 Grad

473 km

473 km

64.000 kg

64.628 kg

918,4 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Zeitpunkt

47,2 s

147,0 s

321,4 s

426,0 s

Winkel

68,5 Grad

15,0 Grad

12,0 Grad

0,0 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Sie schafft 64 t auf eine Mondtransferbahn, also ein Drittel mehr als bei der Lösung mit neuen Boostern und ein gutes Polster für ein Habitat auf dem Mond, das mehr wiegt als der leichtgewichtige LM von Apollo.

Diese leuchtstärkere Version kann dann auch die größere Oberstufe der Ares V transportieren. Dies bringt nochmals etwas mehr Nutzlast – 71 t zum Mond.

Rakete: SLS 4 SRB / Ares V EDS

Startmasse
[kg]

Nutzlast
[kg]

Geschwindigkeit
[m/s]

Verluste
[m/s]

Nutzlastanteil
{Prozent]

Sattelpunkt
[km]

Perigäum
[km]

Apogäum
[km]

C3
[km²/s²]

4.269.454

71.000

11.029

0

1,66

160,00

180,00

180,00

-

Startschub
[kN]

Geographische Breite
[Grad]

Azimut
[Grad]

Verkleidung
[kg]

Abwurfzeitpunkt
[s]

Startwinkel
[Grad]

Konstant für
[s]

Starthöhe
[m]

Startgeschwindigkeit
[m/s]

57.791

29

90

8.210

210

90

5

10

0

Stufe

Anzahl

Vollmasse
[kg]

Leermasse
[kg]

Spez.Impuls (Vakuum)
[m/s]

Schub (Meereshöhe)
[kN]

Schub Vakuum
[kN]

Brenndauer
[s]

Zündung
[s]

1

4

733.073

82.230

2.671

12680,0

13013,0

133,59

0,00

2

1

979.452

85.420

4.420

6992,0

8564,0

461,42

0,00

3

1

278.500

24.200

4.393

1309,0

1309,0

853,40

465,00



Simulationsvorgaben

Azimuth

Geografische Breite

Höhe

Startgeschwindigkeit

Startwinkel

Winkel konstant

90,0 Grad

28,8 Grad

10 m

0 m/s

90 Grad

5,0 s

 

Perigäum

Apogäum

Sattelhöhe

C3

Modus

Vorgabe

180 km

180 km

160 km

0 km2/s2

Fluchtbahn

Real

232 km

-76.980.131 km

160 km

0 m/s

Inklination

Maximalhöhe

Letzte Höhe

Nutzlast

Maximalnutzlast

Dauer

20,5 Grad

483 km

483 km

71.000 kg

71.667 kg

1.316,2 s

Umlenkpunkte

Nr. 1

Nr. 2

Nr. 3

Nr. 4

Zeitpunkt

18,2 s

147,0 s

321,4 s

626,0 s

Winkel

60,5 Grad

40,0 Grad

12,0 Grad

0,0 Grad

Freiflugphase

Startbedingung

Startwert

Endbedingung

Endwert

Nicht definiert

Fazit

Man muss nichts neu entwickeln – wenn man die SLS international versteht – am Servicemodul der Orion ist ja schon Europa beteiligt dann kann man sich die Entwicklung einer eigenen Oberstufe sparten und die Ariane 6 Zentralstufe übernehmen – kostengünstiger wäre es in jedem Fall. Ebenso sind vier Booster eine bessere Alternative als neue Booster zu entwickeln. Nur befürchte ich in der NASA-Kultur „Wir müssen dauernd etwas neu entwickeln“. Das nicht zulässt.


Sitemap Kontakt Neues Impressum / Datenschutz Hier werben / Your advertisment here Buchshop Bücher vom Autor Top 99