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Voyager: Sounds of Earth

Ein kleines Gimmick an Bord von Voyager erregte vor dem Start die meiste Aufmerksamkeit: Eine vergoldete, 30 cm große Schallplatte, samt Bauanleitung für einen Schallplattenspieler. Die Platte ging auf einen Vorschlag von Carl Sagan zurück, der schon Pioneer 10+11 mit einer Plakette ausstattete. Nach kurzer Diskussion im Management vergab man den Auftrag über 25.000 Dollar an Carl Sagan. Sagen arbeitete mit Frank Drake zusammen, der schon über das Arecibo-Radioteleskop eine Botschaft an Außerirdische geschickt hatte. Die ursprüngliche Idee einer Plakette wurde verworfen. Es sollte etwas Besseres sein.

So kamen Sagan und Drake auf die Idee einer Schallplatte, die anders als eine normale Schallplatte auch Bilder enthielt. Es handelte sich um eine Publicity Aktion. Bei den Ingenieuren, die bei der Sonde um jedes Gramm feilschen mussten, war die Mitnahme der 2 kg schwere Platte umstritten.

Die Schallplatte hat einen Durchmesser von 12 Zoll (30,48 cm), dem Standardmaß für Langspielplatten. Die Spiellänge der beiden Seiten beträgt 53 bzw. 54 Minuten. Das ist deutlich länger als bei einer normale Langspielplatte (typisch 20 bis 25 Minuten, maximal 30 Minuten). Dafür wurde die Rotationsgeschwindigkeit von 33 1/3 Umdrehungen pro Sekunde auf 16 2/3 Sekunden reduziert, was die Abspieldauer verdoppelte.

Die Platten aus vergoldetem Kupfer befinden sich in einer kreisförmigen, ebenfalls vergoldeten Hülle aus Aluminium. Sie dient nicht nur als Schutz vor Mikrometeoriten. Die Hülle enthält die Gebrauchsanweisung zum Bau eines Plattenspielers, dem Abspielen der Platte und der Abspielgeschwindigkeit. Eine Karte von elf Pulsaren, die sich schon auf der Pioneer Plakette befand, informiert über den Standort der Erde. Zwei Wasserstoffatome werden als Referenz für Längen und Zeit dargestellt. Sie liefern die Basiseinheit für die Zeit: 0,704 ns, entsprechend der Frequenz von 1.420.405.751.766,7 Hz, bei der neutraler Wasserstoff beim Hyperfeinstrukturübergang im 1s-Grundzustand Strahlung abgibt. Diese Frequenz (H1-Linie) ist durch Wasserstoffgas ubiquitär in der Galaxis. Jede Zivilisation, die Radiowellen im Gigaherzbereich empfängt, wird auf sie stoßen. Außerdem ist sie äußerst konstant: die obige Frequenz schwankt nur um 0,0009 Hz. Damit ist die H1-Linie prädestiniert für eine Zeitangabe.

Aus der H1-Linie kann man sowohl eine Längeneinheit (Lichtgeschwindigkeit/Frequenz) wie auch Zeiteinheit (1/Frequenz) ableiten. Mit ihr wurde die Abspielgeschwindigkeit binär angegeben, und zwar als Zeit für eine Umdrehung (3,6 Sekunden). Angegeben ist auch, wie man die mitgeführte Saphirnadel benutzt, um die Platte abzuspielen. Den Arm, Teller und Verstärker müssen die Außerirdischen aber selbst bauen. Die Audiosignale können wiedergegeben werden, indem die mechanische Bewegung der Saphirnadel direkt in elektrische Ströme umgewandelt werden und sie eine Spule in einem Magnet durchläuft, an den eine Membran angeschlossen ist. Das zieht die Membran unterschiedlich an. Ihre Schwingung erzeugt Töne.

Auf der Hülle war eine Zone mit reinem Uran-238 eingalvanisiert. Diese hatte eine geringe Radioaktivität von 10 Becquerel. Diese Strahlung ist zwar messbar, aber völlig ungefährlich. Allein das radioaktive Isotop Kalium-40, das jeder Mensch im Körper hat, gibt mit 4.400 Becquerel ein Vielfaches dieser Strahlung ab. Die Uranmenge beträgt nur 1/100.000 g. Uran-238 zerfällt sehr langsam mit einer Halbwertszeit von 4,47 Milliarden Jahren. Untersucht eine Zivilisation die Zone und misste den Gehalt an Zerfallselementen, kann sie feststellen, wann die Sonde losgeschickt wurde. Dann kann sie die realen Rotationsraten der Pulsare mit den Angaben auf der Hülle vergleichen. Über Milliarden von Jahren geht das aber nicht. Das Edelgas Radon ist Bestandteil der Zerfallskette. Als Gas kann es in das Vakuum des Alls verschwinden. Von Bedeutung dürften die beiden Zwischenstufen Thorium-230 und Radium-236 sein. Der Zerfall zu ihnen dauert 244.500 und 77.000 Jahre. Von ihnen gibt es daher nennenswerte Mengen.

Auch Pulsare werden immer langsamer und verstummen dann. Das Alter der Sonde kann maximal auf einige Millionen Jahre bestimmt werden.

Komplizierter war die Darstellung von Bildern. Hier musste man die Außerirdischen informieren, wie sie aufgezeichnet wurden. Das geschah über die Darstellung der Aufzeichnung und der Zeit pro Spalte (8,34 Millisekunden pro Spalte, 512 Spalten pro Bild). Damit die Außerirdischen eine Referenz hatten, zeigte das erste Bild nur einen vollkommenen Kreis, der auch auf dem Cover abgebildet war. Anders als bei Fernsehbildern erfolgte die Abtastung spaltenweise. Ein Bild wurde bei 8,34 ms pro Spalte in 4,27 Sekunden wiedergegeben. Der Vorteil dieser Vorgehensweise: Die Höhe des Bildes war variabel. So konnten auch Hochkant stehende Bilder wiedergegeben werden.

In der Realität lies die Abbildung auf dem Cover viel offen, so das genaue Aufzeichnungsformat. Es beginnt mit einem Hochzählen von 1 auf 512, um anzugeben, das es 512 Spalten sind. Wie viele Pixel auf eine Zeile und wie viele Bits auf ein Pixel entfallen ist offen. Die Speicherung erfolgt als Lautstärke, d.h. ein maximal helles Pixel hat die maximale Lautstärke, ein „Nullpixel“ ist stumm. Töne hören wir, indem das Gehör diesen Lautstärkewechsel über kurze Zeit als Wellen einer Frequenz wahrnimmt. Als Audio abgespielt, hört man ein Brummen.

Jedes Bild begann mit einem Pieps, einem Sinuston. Nach jedem Bild gab es eine Pause, sodass zwischen den Bildern 5,75 Sekunden lagen. Es wurden beide Stereokanäle für unterschiedliche Bilder genutzt.

Jede Spalte begann mit einem Signal in Maximallautstärke als Synchronisationsimpuls. Auf diesen Impuls musste reagiert werden. Er kam nicht immer zur gleichen Zeit, sondern alternierend nach 3.100 und 3.300 Samples. Wie die ~3200 Samples auf Pixel aufgeteilt werden, musste erst herausgefunden werden. Ein Computerenthusiast, der sich an die Aufgabe machte, die alten Bilder zu dekodieren und darzustellen, nutzte seine Kenntnis vom Fernsehformat. Er nahm 384 Pixel in der Höhe an. Bei 8 Bits pro Pixel kommt man auf 400 Pixel in der Höhe. Es scheinen aber nur 364 Pixel mit Daten zu sein, der Rest wird für den Strahlrücklauf benötigt (die Bilder wurden wie bei den Kameras von Voyager mit Vidicons digitalisiert). Farbige Bilder wurden in drei Bilder aufgeteilt, die jeweils einen Farbauszug in den drei Grundfarben zeigten. Ein Bild der Sonne, wo sie dreimal nur in Rot, Grün und Blau abgebildet ist, dient als Referenz. Unter den Bildern befinden sich auch Schwarz-Weißzeichnungen.

Beim Dekodieren des Audiosignals vom Master-Magnetband zeigen sich zahlreiche Artefakte. Schatten und starke Kontraste führen zu vertikalen Schlieren. Die Bilder sind oben heller als unten. Um die Bilder kontrastreich aufzeichnen zu können, hätte man Audioequipment gebraucht, dass eine Frequenz von 43 kHz aufzeichnen kann. So etwas existierte in den Siebziger Jahren nicht. Ein anderer Teil der Artefakte geht auf die Videotechnik zurück. So haben die reinen Schwarz-Weißbilder größere Fehler als Graustufen- oder Farbbilder. Die Qualität der realen Bilder dürften noch schlechter sein als die Reproduktionen (gleiches gilt für Töne), die vom Mastertape stammen. Soweit es dem Autor bekannt ist, hat niemand jemals den Versuch gemacht, eine Schallplatte auf diese Weise auszulesen. Der Fehler war, die Abspielrate zu halbieren. So bekam man zwar doppelt so viel auf die Platte. Man vergaß aber, dass sich die Anforderungen für die Audioverarbeitung und das Herstellen des Masters verdoppelten. Dies ist auch an den Audiosamples zu erkennen, die nur eine geringe Qualität haben.

Heute sind von den 115 Aufnahmen (114 echte Aufnahmen und der Kreis als Referenz) nur wenige öffentlich zugänglich: aus Copyrightgründen. Nach der Diskussion über die Pioneer Plakette verzichtete man auf die Darstellung von nackten Menschen. Es wird ein Paar als Schattendarstellung abgebildet, bei der die Frau ein Baby im Bauch trägt. Das Paar soll 20 Jahre alt sein, aber das dürften nicht mal Menschen aus der Abbildung herauslesen können. Bei einem Bild über die Evolution wurden die „Nackten“ dann doch eingeschmuggelt. Aber ob die Außerirdischen wissen, das viele der dort abgebildeten Lebewesen bereits ausgestorben sind?

Golden Record bei der UntersuchungIn vielen Bildern sind Zahlenangaben eingebettet. Zum Beispiel ist bei Planetenfotos der Durchmesser in Kilometer eingefügt oder bei der Atmosphäre der Erde die Zusammensetzung (damals noch 0,03 Prozent Kohlendioxid, heute sind es schon 0,04). Damit Außerirdische das verstehen, gibt es auf den Bildern 3 und 4 eine Hilfe. Bild 3 enthält die binäre Darstellung der Dezimalzahlen und einige Grundrechenarten sowie die Potenzdarstellung. Bild 4 definiert über die H1-Linie die Längeneinheiten von Angstrom bis Kilometer (warum man nicht Nanometer als SI-Einheit genommen hat, bleibt das Geheimnis von Frank Drake, der die Abbildung gestaltete). Ebenso wird mit der Schwingung der H1-Linie die Sekunde und darauf aufbauend Tag und Jahr definiert. Dann müssen die Außerirdischen einen geistigen Sprung machen, denn ohne Zeichnung wird das Gramm als Vielfaches der Masse eines Wasserstoffatoms definiert. Als weitere Einheiten für die Masse gibt es das Kilogramm und die Erdmasse. In einer anderen Abbildung findet man einfache Darstellung der Orbitale der Elektronen einiger Elemente, um diese zu definieren. Sie werden für die Zusammensetzung der Erdkruste und die Strukturformel der DNA benötigt.

Heute wirken viele Bilder wie ein Zeitzeugnis. Das UN-Gebäude ist zweimal vorhanden, einmal bei Tag und einmal beleuchtet bei Nacht. Die Darstellung von Essen und Trinken wirkt wie eine römische Orgie. Und selbst mir als Mensch entzieht sich die Kenntnis, was die Außerirdischen aus einer Straße mit einem Stau oder (ein anderes Bild) mit einer nahezu leeren Autobahn ableiten sollen. Sind die Metalllebewesen ausgestorben? Es gibt relativ wenige Bilder von Natur oder Tieren. Stattdessen gibt es viele Bilder von Menschen und der von ihnen geschaffenen Dinge und Tätigkeiten. Hier meine Seite mit den dekodierten Bildern.

Der größere Teil der Abspieldauer war Tönen vorbehalten. Die Platte enthielt Geräusche, Grüße und Musik von der Erde. Unter anderem enthielt sie Grüße in 55 Sprachen, darunter auch in Deutsch. Die Stimme eines Kindes steuerte Nick Sagen bei, der damals sechsjährige Sohn von Carl Sagan. Es gab eine Begrüßung durch UN-Sekretär Kurt Waldheim (seltsamerweise in Englisch, obwohl es an die Außerirdischen ging und österreichisch als Sprache fehlte) und eine Botschaft von US-Präsident Jimmy Carter. Die Botschaft Waldheims war die längste aufgezeichnete. Bei den Sprechern suchte man vor allem innerhalb des JPL nach Personen, welche die Sprache beherrschten, anstatt Muttersprachler zu bemühen.

Dazu kamen die „Sounds of Earth“, so war auch die Platte beschriftet. Es handelte sich um 35 natürliche und menschliche Geräusche (Plätschern, Erdbeben, Gorilla Geschrei, Donner, Wind, Wellenschlag, Hundegebell, Froschgequake, Vogelgezwitscher, aber auch Morsecode, Traktoren, Düsenflieger, Zug). Den meisten Aufwand machte das Aufnehmen des Kusses. Verwendet wurde schließlich ein Wangenkuss von Timothy Ferris (Produzent der Platte) und Ann Druyan (NASA Verantwortliche für das Auftreiben der Geräusche). Die NASA machte zur Auflage, dass es ein „erkennbar heterosexueller“ Kuss ist. Wie die Außerirdischen diesen aber von einem homosexuellen Kuss unterscheiden sollen, bleibt wohl das Geheimnis der NASA. Er hört sich zumindest sehr unverbindlich an. Dazu kamen 27 Musikstücke (in Ausschnitten) z. B.: Eine Fuge von Bach, Blues von Louis Armstrong, Flötenmusik aus Japan, ein bulgarisches Hirtenlied, Gesang von Navaho Indianern oder das Initationslied zairischer Pygmäenmädchen.

InstallationUm ein Stück gibt es eine moderne Legende: angeblich war geplant, die Platte mit „Here comes the Sun“ von den Beatles beginnen zu lassen. Die vier Beatles sollen einverstanden gewesen sein, doch ließen sich die Urheberrechte nicht klären. Angeblich soll EMI 50.000 Dollar für die Rechte bei nur zwei Schallplatten verlangt haben. Da die Gesamtproduktion nur 18.000 Dollar kostete, hätte man auf den Song verzichtet. Das schreibt Carl Sagan erstmals in seinem Buch „Murmors of Earth“, 1978. Das wurde seitdem so weiterverbreitet. Doch Carl Sagen war zwar Ideengeber, aber nicht für die Produktion zuständig. Der zuständige Produzent, Timothy Ferris verneinte dies. „Here comes the Sun“ sei für die Platte nie auch nur in Betracht gekommen.

Ich halte das für die plausiblere Erklärung. Zum einen wäre EMI gar nicht zuständig gewesen, da es sich nicht um eine Schallplatte für die Öffentlichkeit handelt. Es war eine Zweitverwertung, wie sie auch bei Musik, die für Werbung oder Filme genutzt wird, der Fall ist. Damit wäre der Urheberhalter Northern Songs Ltd gewesen, eine Firma, die John Lennon und Paul McCartney gründeten. Sie hielt damals alle Rechte an den Beatles Songs. Das nächste ist, dass es keinerlei Aussagen von den Beatles zu der Schallplatte gibt. Es ist unwahrscheinlich, dass sie in den über 40 Jahren nicht einmal dazu befragt wurden. Zum Schluss gibt es nur ein Rock-/Pop-Musikstück auf der Platte. Es fällt schwer zu glauben, dass dieses Musikstück bei der US-Zentriertheit der US-Bürger von einer britischen Gruppe stammt. Zudem hat „Here comes the Sun“ nichts mit der Erde zu tun (nach Ansicht des Autors wäre „Wonderful World“ von Louis Armstrong die bessere Wahl gewesen, doch der war bereits mit einem anderen Stück vertreten). Gewählt wurde schließlich „Jonny B. Goode“ von Chuck Berry, der das Stück bei der Party nach dem Neptun-Encounter 1989 noch einmal spielte. Deutsche Komponisten waren gut vertreten: Je zweimal Bach und Beethoven.

Neben dieser Schallplatte gab es sechs weitere Platten an Bord von Voyager. Die Aluminiumplatten, jede 4 × 5 Zoll (10,8 × 12,7 cm) groß, enthielten die Signaturen von 5.400 am Voyager Projekt beteiligten Personen in miniaturisierter Form. Sie waren im Innern der Sonde untergebracht. In der Innenzone der Platte, die nicht bespielt ist, wurde von Hand eingraviert: „To the makers of music – all worlds, all times“. Über die Entstehung der Schallplatte gibt es das Buch „Murmors of Earth“ von Carl Sagan. Es erschien 1978, als Neuauflage 1992 als CD-ROM mit der Kopie der Platte. Gefertigt wurden acht Platten, nur zwei wurden ins All gestartet.

Der Aufbau der Golden Record nach den Bildern:

Bilder

Kreis

Mathematische Definitionen

Position des Sonnensystems relativ zu Pulsaren

Definition von Zeiteinheiten, Massen und Längen

Größe, Masse, Distanz, Rotationsperiode von Sonne, Merkur, Venus, Erde, Mars

Größe, Masse, Distanz, Rotationsperioden von Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto

Spektrum

Merkur

Mars

Jupiter

Erde

Frau stillend

Ägypten, Rotes Meer, Erdatmosphäre und ihre Zusammensetzung

DNA Struktur als Strukturformel und Doppelhelix

Doppelhelix vergrößert und gesplittet

Spermium und Eizelle mit Größenangaben (Schattenzeichnung)

Embryo und Baby mit Zeit und Größenangaben (Schattenzeichnung)

Paar (Frau Schwanger) (Schattenzeichnung)

Definition der Elemente H, C, O, N, P und Strukturformeln der DNA-Basen

Menschen verschiedenen Alters mit Alters- und Gewichtsangaben (Schattenzeichnung)

Kontinentaldrift: Die Kontinente in verschiedenen Erdzeitaltern

Innerer Aufbau der Erde

Evolution der Wirbeltiere

Jagdszene mit Speer

Heron Island

Sprinter

Mann aus Guatemala

Klassenzimmer mit Schülern und Lehrer

Hand und Röntgenaufnahme einer Hand

Straßenszene in Indien (mit Autos und Pferdekarren)

Fischerboot mit Netzen

Essen und Trinken

Hausbau in Afrika (Hütte)

Fertiges Haus in Afrika

Modernes Haus in Mexiko

UN-Gebäude bei Tag

UN-Gebäude bei Nacht

Kinder und Globus

Frau, die in ein Mikroskop schaut

Supermarkt

Stau in Bangkok

Highway in den USA

Seite aus Newtons Buch über die Gravitationsgesetze

Inneneinrichtung eines Hauses Künstler / Feuer

Startendes Verkehrsflugzeug

Radioantenne in Arecibo

Titan IIIE Centaur Start

Notenblatt mit Violine

Die Sonne

Zellen und Zellteilung

Anatomie 1

Anatomie 2

Anatomie 3

Anatomie 4

Anatomie 5

Anatomie 6

Anatomie 7

Anatomie 8

Menschliche Sexualorgane

Befruchtung einer Eizelle

Befruchtete Eizelle

Fötus

Geburt

Vater und Tochter (Malaysia)

Gruppe Kinder

Familienporträt

Küste

Snake River und Grand Tetons

Sanddünen

Monument Valley

Wald mit Pilzen

Blatt

Gefallene Blätter

Schneeflocke über Sequoia

Baum mit Narzissen

Fliegendes Insekt und Blumen

Seeschnecke (Xancidae)

Delphine

Fischschule

Baumfrosch

Krokodil

Adler

Wasserloch

Buschmänner bei der Jagd

Balinesische Tänzerin

Mädchen aus den Anden

Thailändischer Handwerker

Elefant

Alter Mann mit Brille und Bart

Alter Mann mit Hund und Blumen

Bergsteiger

Turner

Baumwollernte

Orangenpflücker

Unterwasserszene mit Taucher

Fischzubereitung

Chinesisches Essen

Chinesische Mauer

Hausbau (Amish country)

Haus (New England)

Astronaut im Weltraum

Taj Mahal

Oxford

Boston

Sydney Opera House

Handwerkerin mit Bohrer

Innenansicht einer Fabrik

Museum

Golden Gate Bridge

Eisenbahn

Flughafen

Antarktisexpedition

Westbork Radioteleskop

Sonnenuntergang mit Vögeln

String Quartett



Noch eine Bemerkung: bei Plutos Distanz von der Sonne wurde eine „0“ vergessen (591 anstatt 5910). Die Angaben über Pluto (14.000 km Durchmesser, 0,9 Erdmassen ,0,7 Tage Rotationsdauer) waren 1977 nicht mehr aktuell. Auch die Durchmesser von Uranus und Neptun (47.600 / 44.600 km) entsprachen nicht den aktuellen Erkenntnissen.

Hier eine Seite mit allen Bildern und zwar dekodiert aus dem Mastertape

Grüße

Bei den Grüßen gibt es eine englische Übersetzung. Wer die Liste durchgeht, wird feststellen, dass viele indische Sprachen dabei sind. Das ist bei 22 offiziellen Sprachen auf dem Subkontinent nicht verwunderlich. Der Autor war eher erstaunt über die Aufnahme von drei Sprachen, die man nur in Schriftform kennt: Akkadisch (2600 v. Chr. - 100 n. Chr.), Sumerisch (3.300 v. Chr. – 100 n. Chr.) und Hethitisch (1.750 – 1.200 v. Chr.). Anders als bei Latein gibt es bei diesen Sprachen keine mündliche Überlieferung. Ob die Sprachen wohl korrekt ausgesprochen wurden? Dafür hat man keine von „native Americans“ gesprochene Sprache aufgenommen. Bei den Musikstücken gibt es einen Navahjo-Gesang.

Akadisch: „May all be very well“

Amoy (cinesischer Dialekt): „Friends of space, how are you all? Have you eaten yet? Come visit us if you have time.“

Arabisch: „Greetings to our friends in the stars. We wish that we will meet you someday.“

Aramäisch: „Peace“

Armenisch: „To all those who exist in the universe, greetings.“

Bengali „Hello! Let there be peace everywhere.“

Burmesisch: „Are you well.“

Kantonesisch: „Hi. How are you? Wish you peace, health and happiness.“

Tschechisch: „Dear Friends, we wish you the best.“

Holländisch: „Heartfelt greetings to everyone.“

Englisch: „Hello from the children of planet Earth.“

Französisch: „Hello everybody.“

Deutsch: „Herzliche Grüße an alle“

Griechisch: „Greetings to you, whoever you are. We come in friendship to those who are friends.“

Gujarati (Indien): „Greetings from a human being of the Earth. Please contact.“

Hebräisch: „Peace.“

Hindi: „Greetings from the inhabitants of this world.“

Hethitisch: „Hail.“

Ungarisch (Magyar): „We are sending greetings in the Hungarian language to all peace-loving beings in the Universe.“

Ila (Sambia): „We wish all of you well.“

Indonesisch: „Good night ladies and gentlemen. Goodbye and see you next time.“

Italienisch: „Many greetings and wishes.“

Japanisch: „Hello? How are you?“

Kanaresisch (Südindien): „Greetings. On behalf of Kannada-speaking people, 'good wishes.'“

Quechua (Andenraum): „Hello to everybody from this Earth, in Kechua language.“

Koreanisch: „How are you?“

Lateinisch: „Greetings to you, whoever you are; we have good will towards you and bring peace across space.“

Luganda (Bantusprache in Süd-Uganda): „Greetings to all peoples of the universe. God give you peace always.“

Mandarin Chinesisch: „Hope everyone's well. We are thinking about you all. Please come here to visit when you have time.“

Marathi (Indien): „Greetings. The people of the Earth send their good wishes.“

Nepalesisch: „Wishing you a peaceful future from the earthlings.“

Nguni (Zulu): „We greet you, great ones. We wish you longevity“

Nyanja (Malawi, Mosambik): „How are all you people of other planets?“

Oriya (Indien): „Greetings to the inhabitants of the universe from the third planet Earth of the star Sun.“

Persisch: „Hello to the residents of far skies.“

Polnisch: „Welcome, creatures from beyond the outer world.“

Portugiesisch: „Peace and happiness to all.“

Punjabi (Pakistan): „Welcome home. It is a pleasure to receive you.“

Rajasthani (Nordindien): „Hello to everyone. We are happy here and you be happy there.“

Rumänisch: „Greetings to everybody.“

Russisch: „Greetings! I Welcome You!“

Serbisch: „We wish you everything good from our planet.“

Singhalesisch (Sri Lanka): „Wish You a Long Life.“

Sotho (Sesotho): „We greet you, O great ones.“

Spanisch: „Hello and greetings to all.“

Sumerisch: „May all be well.“

Schwedisch: „Greetings from a computer programmer in the little university town of Ithaca on the planet Earth“

Telugu (Südindien): „Greetings. Best wishes from Telugu-speaking people.“

Thai: „We in this world send you our good will“

Türkisch: „Dear Turkish-speaking friends, may the honors of the morning be upon your heads.“

Ukrainisch: „We are sending greetings from our world, wishing you happiness, goodness, good health and many years.“

Urdu (Pakistan): „Peace on you. We the inhabitants of this earth send our greetings to you.“

Vietnamesisch: „Sincerely send you our friendly greetings.“

Walisisch: „Good health to you now and forever.“

Wu (China): „Best wishes to you all“.

 Musik

Geräusche

Vulkane, Erdbeben, Donner

Schafe hüten, schmieden, Sägen

Tritte, Herzschlag, Gelächter

Die ersten Werkzeuge

Grillen, Frösche

Vögel, Hyänen, Elefant

Schimpanse

Wildhund

Schlammtopf

Feuer, Gespräch

Wind, Rain, Wellen

Haushund

Music of The Spheres

Traktor, Niethammer

Morse Code, Schiffe

Pferdefuhrwerk

Eisenbahn

Traktor, Bus, Auto

F-111 Flyby, Saturn 5

Kuss, Mutter und Kind

EEG, Pulsar

 

 

 

Es sind 35 Geräusche. Kurze Geräusche wurden in eine Sequenz zusammengefasst, so der Kuss (der nur einige Sekunden dauert), mit einem schreienden Baby und der beruhigenden Mutterstimme.

Referenzen / Links:

Alle Bilder dekodiert vom Mastertape:

NASA Voyager Website mit den Bildern der golden Record:
https://voyager.jpl.nasa.gov/
How to decode the images on the Voyager Golden Record:
Sehr ausführlicher Artikel wie die Bilder vom Mastertape dekodiert wurden mit Video.
https://boingboing.net/2017/09/05/how-to-decode-the-images-on-th.html


© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.

Bücher vom Autor über Raumsonden

Lang Zeit gab es von mir nur ein Buch über Raumsonden: die beiden Mars-Raumsonden des Jahres 2011, Phobos Grunt und dem Mars Science Laboratory. Während die russische Raumsonde mittlerweile auf dem Grund des Pazifiks ruht, hat für Curiosity die Mission erst bekommen. Das Buch informiert über die Projektgeschichte, den technischen Aufbau der Sonden und ihrer Experimente, die geplante Mission und Zielsetzungen. Die Mission von Curiosity ist bis nach der Landung (Sol 10) dokumentiert. Einsteiger profitieren von Kapiteln, welche die bisherige Marsforschung skizzieren, die Funktionsweise der Instrumente erklären aber auch die Frage erläutern wie wahrscheinlich Leben auf dem Mars ist.

2018 wurde dies durch zwei Lexika, im Stille der schon existierenden Bücher über Trägerraketen ergänzt. Jedes Raumsonden Programm wird auf durchschnittlich sechs bis acht Seiten vorgestellt, ergänzt durch eine Tabelle mit den wichtigsten zeitlichen und technischen Daten und Fotos der Raumsonde, bzw., Fotos die sie aufgenommen hat. Ich habe weil es in einen band nicht rein geht eine Trennung im Jahr 1990 gemacht. Alle Programme vorher gibt es in Band 1. Die folgenden ab 1990 gestarteten dann in Band 2. In Band 2 ist ein Raumsonden Programm meist eine Einzelsonde (Ausnahme MER). In Band 1 dagegen ein Vorhaben das damals zumeist aus Doppelstarts bestand, oft auch mehr wie z.B. neun Ranger oder sieben Surveyor. Beide Bänder sind etwa 400 Seiten stark. In Band 1 gibt es noch eine gemeinsame Einführung für beide Bände über Himmelsmechanik und Technik der Instrumente. Beide Bände haben einen Anhang mit Startlisten, Kosten von Raumsonden und Erfolgsstatistiken. Band 2 hatte Redaktionsschluss im Januar 2018 und enthält die für 2018 geplanten Missionen über die es genügend Daten gab.

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