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OmegA

Omega-SkizzeNicht nur ULA entwickelt mit der Vulcan eine neue Trägerrakete, auch Orbital ATK wurde von der Air Force gefördert und hat ein Konzept entwickelt.

Die Firma Orbital/ATK hat schon über 70 Trägerraketen gestartet, allerdings bisher vor allem kleine. Die Orbital/ATK entstand 2015 aus Fusion von Orbital Science Corporation und ATK Aerospace and Defense. Orbital betrieb vor der Fusion schon die Trägerraketen Pegasus, die verschiedenen Versionen der Minotaur (auch wenn die Raketen teilweise aus ICBM-Stufen bestehen, werden sie von Orbital umgerüstet, mit Avionik und Oberstufen versehen und von Orbital der Start durchgeführt) und die Antares. ATK war unter dem früheren Firmennamen Alliant für die Produktion der Space Shuttle Feststoffraketen und der Booster für die Titan Raketen verantwortlich. Orbital ATK fertigt zudem für zahlreiche militärische Raketen von ICBM bis hin zu Flugabwehrraketen die Raketen oder deren Antriebe.

Die Kompetenz der Firma liegt daher auf dem Gebiet von Feststoffraketen. Einzige Rakete mit flüssigen Treibstoffen im Arsenal ist die Antares und diese besteht vornehmlich aus Teilen anderer Träger, so dem RD-191 Triebwerk der Angara und den Tanks der Zenit. Auch bei ihr setzt Orbital in der einzigen selbst entwickelten Stufe, der Oberstufe, einen Castor 30 Feststoffantrieb ein.

So verwundert es nicht, das Orbitals Vorschlag eines NGL (Next Generation Launcher) vornehmlich feststoffbetrieben ist. Es gibt zwei Versionen, die anfänglich NGL Intermediate und NGL Heavy hießen. Sie wurden seit 2014 in einem von der USAF geförderten Programm entwickelt. Bis April 2017 wurde das Konzept perfektioniert, sodass nun eine Entscheidung über die eigentliche, deutlich kostenintensivere Entwicklung gefällt werden kann. Am 17.4.2017 wurde die NGL in OmegA umbenannt. Die kleinere Version NGL Intermediate, heißt nun „Omega 500“ und die NGL Heavy „Omega 500XL“. Der Name OmegA mit dem großen „A“ erinnert sowohl an das Alpha und Omega, also den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, wie auch an die beiden Anfangsbuchstaben der Firma Orbital ATK die durch die Fusion entstand.

Beide Versionen setzen eine kryogene Oberstufe ein, für die Orbital am 17.4.2017 das RL-10C als Triebwerk selektierte. Ebenso untersuchte die Firma den Einsatz des BE-3 von Blue Origin, das diese bisher in ihrer suborbitalen Rakete „New Shepard“ einsetzte und inzwischen auch für die zweite Stufe ihrer Trägerrakete New Glenn selektiert hat. Orbital bekam im Januar 2016 sogar einen Auftrag der USAF für das BE-3 eine ausfahrbare Düse zu entwickeln. Beide Triebwerke unterscheiden sich stark. Das BE-3 ist ein Triebwerk mit klassischem Nebenstromverfahren und 490 kN Vakuumschub, der auf 670 kN gesteigert werden soll. Das RL-10C ist eine Mischform von Rl10A und B und soll beide Varianten in der Atlas und Vulcan ersetzen. Sein Schub beträgt nur 106,3 kN. Wahrscheinlich war das BE-3 einfach zu schubkräftig für die Oberstufe. Noch 2017 sah es so aus, als würde das BE-3 das Rennen machen. Offiziell fiel die Wahl auf das RL10C wegen seiner Ausgereiftheit und seiner Flughistorie, die sich über 50 Jahre erstreckt. Zeitlich auffällig ist, dass die Entscheidung nur zwei Wochen nach der Bekanntgabe von Blue Origin kam, das BE-3 in der Oberstufe der New Glenn einzusetzen, nachdem vorher dort das nächstgrößere Triebwerk BE-4 vorgesehen war. Die Oberstufe hat nach den Diagrammen denselben Durchmesser wie die Nutzlasthülle, also 5,25 m, setzt zwei Triebwerke ein und hat getrennte Tanks für Sauerstoff (unten) und Wasserstoff (oben). Aufgrund der Größe des Wasserstofftanks kann anhand von Schnittdiagrammen die Treibstoffzuladung auf etwa 32 t geschätzt werden. Zwei Triebwerke sind bei dieser Treibstoffzuladung nötig, weil die Stufentrennung zumindest bei der Omega 500 wahrscheinlich bei niedriger Geschwindigkeit stattfinden wird. Mit nur einem Triebwerk wäre die Brenndauer zu lange. Verwendet wird eine neue Version, das RL10C-X, das vor allem in der Fertigung durch neue Technologien wesentlich preiswerter ist.

VergleichDie Nutzlasthülle hat einen Durchmesser von 5,25 m und ist in 15 und 20 m Länge verfügbar. Die Heavy Version (Omega 500 XL) wird die 20 m und 15 m lange Version einsetzen, die kleinere Version nur die Nutzlasthülle von 15 m Länge.

Ebenso gemeinsam ist die zweite Stufe. Die „Castor 300“ getaufte Stufe ist nichts anderes als ein Segment eines Space Shuttle SRB, der aus vier Segmenten besteht. Gegenüber dem Vorbild wurde das Gehäuse aber aus Kohlefaserverbundwerkstoffen anstatt Stahl gefertigt, was das Leergewicht deutlich absenkt. Wahrscheinlich kommt auch eine neue Treibstoffmischung zum Einsatz. Die Space Shuttle SRB setzen als Binder Polybutadienactylnitril (PBAN) ein. Heute wird als Binder meist Hydroxyterminiertes Polybutadien eingesetzt (HTPB). HTPB erlaubt einen höheren Aluminiumanteil in der Mischung. Er beträgt heute meist 19 %, bei den Shuttle-SRM sind es 16 %. Als Folge kann man den spezifischen Impuls steigern. Zudem erlaubt das CFK-Gehäuse einen höheren Brennkammerdruck. Die Shuttle SRM arbeiten mit 43 bis 55 bar, je nach Segmentzahl. Der P120C als neu entwickelter Feststoffbooster für die Vega C/Ariane 6 dagegen mit bis zu 105 bar. Mit einem Kohlefasergehäuse kann daher nicht nur die Trockenmasse um mindestens ein Drittel gesenkt werden, daneben steigt auch der spezifische Impuls an.

Die Unterstufen unterscheiden sich. Bei der Intermediate Version ist es ein Castor 600, das ist ein Shuttle-SRB mit zwei Segmenten, wie der Castor 300 modernisiert und bei der Heavy Version dann ein Castor 1200, ein modernisierter Space Shuttle SRB, wie dieser besteht er aus vier Segmenten.

Beide Versionen können dann noch von zwei bis sechs GEM 63XL, den Boostern der Vulcain ergänzt werden. Die GEM 63XL bleiben bei der Castor 600 verbunden bis zu deren Brennschluss, bei der Castor 1200, die doppelt so viel Treibstoff, aber nur 50 % mehr Schub als die Castor 600 Stufe hat, werden sie dagegen nach Brennschluss der GEM 63XL abgeworfen. Eine Bergung oder Wiederverwendung ist nicht vorgesehen, obwohl die Shuttle SRB dafür qualifiziert sind und dies bei 135 Shuttle Flügen auch 134-mal klappte (einmal ging einer von zwei Boostern verloren). Ebenso ist nach Firmenangaben eine Wiederverwendung nicht vorgesehen.

Die OmegA 500 soll so je nach Boosterzahl zwischen 4.900 und 10.100 kg in einen GTO bringen. Das ist in etwa die Performance der Atlas V oder Falcon 9 und auch der Bereich, in dem der Großteil der kommerziell gestarteten Kommunikationssatelliten liegt.

Die Omega 500XL hat eine noch höhere Nutzlast, die derzeit viel zu hoch erscheint. Sie kann 5.250 bis 7.800 kg direkt in einen geostationären Orbit bringen. 250 Millionen Dollar haben bisher USAF und Orbital in die Rakete gemeinsam investiert. Die genaue Aufteilung ist unbekannt, doch die USAF erwartet bei dem Programm, das die Firma mindestens ein Drittel der Kosten selbst trägt und Orbitals Anteil soll höher als dieses Minimum sein. Würde die USAF das Projekt weiter fördern, so könnte die OmegA 500 im Frühjahr 2021 ihren Erstflug absolvierten und nach zwei Testflügen Ende 2021 von der Air Force zertifiziert werden. Die 500 XL Version soll 2024 zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Erste Tests der Booster könnten schon 2019 erfolgen.

Die Startrate wurde bewusst niedrig mit drei bis vier Einsätzen angesetzt. Orbital hofft zum einen auf Regierungsaufträge, zum anderen hebt die Firma hervor, dass sie Kunden ein integriertes Paket anbieten kann: Orbitals ist diversifiziert und baut nicht nur Feststoffbooster, sondern auch Antriebssysteme mit lagerfähigen Treibstoffen, Satellitenbusse und ganze Kommunikationssatelliten, allerdings bisher vor allem kleinere Kommunikationssatelliten. Für diese ist die Omega zu groß. Wahrscheinlich will die Firma einem Kunden alles aus einer Hand verkaufen: Satellitenbau und Start von derselben Firma.

AufbauDie OmegA nutzt im Kennedy Space Center den Startisch Nummer 3 der Saturn Trägerraketen und wird wie diese im VAB, ebenfalls errichtet für die Saturn V, vertikal integriert. Die Starts sollen vom Startplatz 39B erfolgen, einem früheren Startplatz der Saturn V und des Space Shuttles, der nun gemeinsam von SLS und Orbital genutzt wird. Das ist bei nur einem Start einer SLS alle zwei Jahre problemlos möglich.

Für Starts von Vandenberg aus soll entweder der Delta 2 Startplatz SLC 2 West oder der Delta 4 Heavy Startplatz SLC 6 umgerüstet werden. Die Delta 2 hat ihren letzten Start 2018 von Vandenberg aus. Die Delta 4 Heavy wird in den frühen 2020-ern zum letzten Mal abheben. Allerdings wird von Vandenberg aus meist in niedrige, sonnensynchrone Umlaufbahnen gestartet, für die meisten Nutzlasten in diesen Orbit ist selbst die kleinere Version der OmegA zu groß.

Es ist nicht der erste Vorstoß Orbitals für eine Trägerrakete. Wenige Jahre zuvor schlug die Firma die Liberty als Ares I Ersatz, ebenfalls auf Basis der SRB des Space Shuttles vor. Das fand keinen Anklang bei der NASA. Von 2014 bis 2017 fördert die USAF vier Firmen, die alle an größeren Trägerraketen entwickeln. ULA mit der Vulcan die den Bereich der Atlas bis etwa zur doppelten Nutzlast der Atlas V abdeckt, Blue Origin mit der New Glenn, die im Bereich der Falcon Heavy also etwa 50 t in einen LEO und 13 t in einen GTO liegt, SpaceX mit den Plänen für eine Rakete mit 150 t Nutzlast (BFR: Big Falcon Rocket) und eben Orbital.

Die Beteiligung der Air Force ist bisher weit gestreut aber mit geringem Budget, es reicht in allen Fällen nur zum Design der Rakete oder es wird technische Hilfe geboten wie im Falle SpaceX Tests des Raptor Triebwerks im Stennis-Testcenter der NASA. Mit Sicherheit wird die USAF nicht alle vier Projekte weiter fördern. Orbital hat in diesem Zusammenhang die schlechtesten Karten. Blue Origin und SpaceX werden ihre Träger auch ohne Fremdmittel bauen, das haben die Firmeneigner, die anders als bei börsennotierten Unternehmen ULA und Orbital die Anteile selbst halten und keinen Gewinn ausweisen müssen, schon angekündigt. ULA und Orbital setzen dagegen darauf, dass die USAF den Großteil der Kosten übernimmt. ULAs Vulcan setzt aber schon erprobte Komponenten ein: Die Centaur wird unverändert übernommen, die GEM 63XL existieren bereits und Blue Origin wird das Zentraltriebwerk BE-4 auch ohne ULAs Finanzspritze für seine eigene Trägerrakete New Glenn fertig entwickeln. Dagegen muss Orbital die Oberstufe neu entwickeln und die gekürzten SRB erst qualifizieren, zumal diese durch den Übergang von Stahl auf CFK-Materialien auch als Neukonstruktionen anzusehen sind. Einen Synergieeffekt mit der SLS, die ebenfalls SRB einsetzt, gibt es dadurch nicht.

Im April 2017 arbeiteten 200 Personen an der OmegA. Modelle des Castor 300 wurden fertiggestellt. Bis Ende 2019 soll die Zahl der Beschäftigten auf 1.000 ansteigen.

Die folgende Tabellen enthalten die Werte für RSRM Motoren auf Basis der Shuttle-SRB, die ATK schon 2008 veröffentlichte. Die Castor 300, 600 und 1200 dürften durch die CFK-Werkstoffe eine kleinere Trockenmasse und höheren Brennkammerdruck aufweisen. Ob Orbital noch die alte PBAN-Mischung einsetzt oder auf das neuere HTPB wechselt, ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich. Alleine durch den höheren bekannten Schub von Castor 600 (2,1 Mlbf) und Castor 1200 (3,1 Mlbf) dürften sich die Booster in Brennzeit, Gesamtimpuls und spezifischem Impuls deutlich von den Shuttle-RSRM unterscheiden. Anders wäre mit einer rund 870 t schweren Rakete wie der Omega 500 keine GTO-Nutzlast von 10,1 t möglich.

Am 23.10.2018 vergab die US-Air Force Fördergelder an ULA, ATK/Grumman und Blue Origin. Für die Entwicklung der OmegA erhielt ATK/Grumman (nach der Fusion mit Grumman) 792 Millionen Dollar. Weniger als ULA für die Vulkan (967 Millionen Dollar) aber mehr als Blue Origin für die NewGlenn. Allerdings wird sie von den drei Raketen nur zwei mit Aufträgen versehen, die dritte Firma muss die Gelder zurückzahlen. In diesem Trio ist die OmegA der schwächste Mitbewerber. ULA hat schon Gelder für die Vulkan bekommen und kann auf der Atlas V aufbauen, die erste Version wird keine neue Oberstufe einführen. Blue Origin ist weiter in der Entwicklung mit der New Glenn und hat schon kommerzielle Startaufträge erhalten.

1 Segment RSRM (Daten vergleichbar Castor 300)

Höhe

12,69 m

Durchmesser:

3,71 m

Startmasse:

183.527 kg

Trockenmasse:

31.012 kg

Davon Treibstoff:

152.214 kg

Davon Motorgehäuse:

14.001 kg

Davon Düse:

7.258 kg

Davon Verschiedenes

9.754 kg

Brennschlussmasse

29,970 kg

Brennzeit:

115,8 s

Schub:

3.570 kN Mittel

Gesamtimpuls:

41,37 MNs

Brennkammerdruck:

52,1 bar

Spezifischer Impuls:

2717 m/s im Mittel

Düse:

Maximaler Durchmesser 237 cm, Entspannungsverhältnis 10,75



2 Segment RSRM (Daten vergleichbar Castor 600)

Höhe

21,84 m

Durchmesser:

3,71 m

Startmasse:

326.442 kg

Trockenmasse:

45.662 kg

Davon Treibstoff:

280.780 kg

Davon Motorgehäuse:

23.798 kg

Davon Düse:

7.258 kg

Davon Verschiedenes

12.787 kg

Brennschlussmasse

42.219 kg

Brennzeit:

114,1 s

Schub:

6.663 kN Mittel (Castor 600: ~ 9.300 kN)

Gesamtimpuls:

76 MNs

Brennkammerdruck:

55,1 bar

Spezifischer Impuls:

2706 m/s im Mittel

Düse:

Maximaler Durchmesser 301 cm, Entspannungsverhältnis 10,4



4 Segment RSRM (Daten vergleichbar Castor 1200)

Höhe

38,42 m

Durchmesser:

3,71 m

Startmasse:

569.420 kg

Trockenmasse:

67.712 kg

Davon Treibstoff:

501.708 kg

Davon Motorgehäuse:

44.792 kg

Davon Düse:

10.860 kg

Davon Verschiedenes

12.059 kg

Brennschlussmasse

65.412 kg

Brennzeit:

122,2 s

Schub:

10.815 kN Mittel (Castor 1200 ~ 13.800 kN)

Gesamtimpuls:

132,1 MNs

Brennkammerdruck:

42,8 bar

Spezifischer Impuls:

2685 m/s im Mittel

Düse:

Maximaler Durchmesser 380 cm, Entspannungsverhältnis 7,72

Datenblatt OmegA 500

Einsatzzeitraum:

Starts:
Zuverlässigkeit:

Abmessungen:
Startgewicht:

Max. Nutzlast:
Nutzlasthülle:

Startkosten:


59,83 m Höhe, 5,25 m maximaler Durchmesser

550 – 870 t

4.900 – 10.100 kg in einen GTO (0/6 GEM 63 Booster)

15 m Länge, 5,25 m Durchmesser


GEM 63XL

Castor 600

Castor 300


Oberstufe

Länge:

21,95 m

21,84 m?

12,87 m?

~ 9 m

Durchmesser:

1,60 m

3,71 m

3,71 m

5,25 m

Startgewicht:

53.400 kg

326.442 kg?

183.527 kg?

~ 38 t

Trockengewicht:

5.400 kg

45.662 kg?

31.011 kg?

~ 6 t

Schub Meereshöhe:

1.353 kN?

6.662 kN (Mittel)?

3.570 kN (Mittel)?

Schub Vakuum:

2.000 kN (Max)

9.300 kN (Max)

2 x 106,3 kN

Triebwerke:

1-6 × GEM-63 XL

2-Segment SRM

1-Segment SRM

2 x RL10C

Spezifischer Impuls
(Meereshöhe):

2427 m/s

Spezifischer Impuls (Vakuum):

2697 m/s

2706

2717 m/s

4411 m/s

Brenndauer:

90 s?

114,1 s

115,8 s

663 s

Treibstoff:

HTPB / Aluminium /
Ammoniumperchlorat

HTPB oder PBAN / Aluminium /
Ammoniumperchlorat

HTPB oder PBAN / Aluminium /
Ammoniumperchlorat

LOX/LH2


Datenblatt OmegA 500 XL

Einsatzzeitraum:

Starts:
Zuverlässigkeit:

Abmessungen:
Startgewicht:

Max. Nutzlast:
Nutzlasthülle:

Startkosten:


68,4 m Höhe, 5,25 m maximaler Durchmesser

813 – 1.132 t

5.250 –7.800 kg in einen GEO (0/6 GEM 63 Booster)

15 m oder 20 m Länge, 5,25 m Durchmesser


GEM 63XL

Castor 600

Castor 300

Oberstufe

Länge:

21,95 m

37,84 m?

12,87 m?

~ 9 m

Durchmesser:

1,60 m

3,71 m

3,71 m

5,25 m

Startgewicht:

53.400 kg

589.420 kg?

183.527 kg?

~ 38 t

Trockengewicht:

5.400 kg

67.712 kg?

31.011 kg?

~ 6 t

Schub Meereshöhe:

1.353 kN?

6.662 kN (Mittel)?

3.570 kN (Mittel)?

Schub Vakuum:

2.000 kN (Max)

13.800 kN (Max)

2 x 106,3 kN

Triebwerke:

1-6 × GEM-63 XL

4-Segment SRM

1-Segment SRM

2 x RL10C

Spezifischer Impuls
(Meereshöhe):

2427 m/s

Spezifischer Impuls (Vakuum):

2697 m/s

2706

2717 m/s

4411 m/s

Brenndauer:

90 s?

122,2 s

115,8 s

663 s

Treibstoff:

HTPB / Aluminium /
Ammoniumperchlorat

HTPB oder PBAN / Aluminium /
Ammoniumperchlorat

HTPB oder PBAN / Aluminium /
Ammoniumperchlorat

LOX/LH2


Quellen:

https://spaceflightnow.com/2018/04/12/orbital-atk-confident-new-rocket-will-win-air-force-support/

https://www.orbitalatk.com/flight-systems/space-launch-vehicles/NGL/docs/NGL_Factsheet.pdf

http://spacenews.com/orbital-atk-selects-aerojet-rocketdynes-rl10c-for-newly-christened-omega-rocket/

https://spacenews.com/air-force-funding-three-new-rockets-to-compete-with-spacex-but-only-intends-to-buy-launch-services-from-two-providers/

 

Büchertipps

Von mir gibt es mehrere Bücher zum Thema Trägerraketen. Zum einen zwei Werke über alle Trägerraketen der Welt und zum Zweiten Bücher über die europäische Trägerraketenentwicklung.

Mein bisher umfassendstes Werk ist ein zweibändiges Lexikon über Trägerraketen mit 700 bzw. 600 Seiten Umfang. In ein Buch passten schlichtweg nicht alle Träger in ihren Subversionen so gibt es einen Band nur für US-Träger, einen zweiten für "internationale" Trägerraketen, sprich alle anderen Nationen. Beide Bände haben denselben Aufbau:

Nach einem einleitenden Kapitel über die Arbeitsweise von Raketen kommt ein einführendes Kapitel über die Raumfahrtbestrebungen des Landes und der Weltraumbahnhöfe, bei den USA ist dies natürlich nun eines. Danach kommen die Träger geordnet nach Familien mit gleicher Technologie in der historischen Entwicklung. Zuerst wird die Technologie und Entwicklungsgeschichte beim ersten Exemplar einer Familie beschrieben, dann folgt bei den einzelnen Mitgliedern nur noch die Veränderungen dieses Modells und dessen Einsatz.

Ich habe soweit möglich technische Daten zum schnelleren Nachschlagen in Tabellen ausgelagert, Querschnittsdiagramme, Grafiken über den Einsatz und bei den US-Trägerraketen auch komplette Startlisten komplettieren dann jedes Kapitel. Dazu gibt es von jedem Träger ein Startfoto.

In jedem Buch stecken so über 100 Subtypen, was den Umfang bei dieser ausführlichen Besprechung auf 600 Seiten (internationale Trägerraketen) bzw. 700 Seiten (US-Trägerraketen getrieben hat). Ich denke sie sind mit 34,99 und 39,99 Euro für den gebotenen Inhalt trotzdem sehr günstig.

Speziell mit der Geschichte der Trägerraketenentwicklung in Europa beschäftigt sich das zweibändige Werk Europäische Trägerraketen 1+2. Band 1 (Europäische Trägerraketen 1: Von der Diamant zur Ariane 4) behandelt die nationalen Trägerprogramme (Black Arrow und Diamant sowie die deutsche OTRAG), das OTRAG-Projekt, die glücklose Europa-Rakete und die Ariane 1-4. Band 2: die aktuellen Projekte Ariane 5 und Vega. Sowie die Weiterentwicklungen Ariane 6 und Vega C. Beide Bücher sind voll mit technischen Daten, Details zur Entwicklungsgeschichte und zu den Trägern. Diese Bücher sind gedacht für Personen, die wirklich alles über die Träger wissen wollen. Der nur an allgemeinen Infos interessierte, wird mit dem Buch internationale Trägerraketen besser fahren das sich auf die wichtigen Daten beschränkt.

Es gibt von den europäischen Trägerraketen, da die Programme weitestgehend unabhängig voneinander sind, auch die Möglichkeit, sich nur über einen Träger zu informieren so gibt es die gleiche Information auch in vier Einzelbänden:

Auf einen eigenen Band für Ariane 5 und 6 habe ich verzichtet, weil dieser nur wenig billiger als Band 2 der europäischen Trägerraketen wäre, da Ariane 5+6 rund 2/3 des Buches ausmachen. Aber vielleicht erscheint ein eigener Band über die Ariane 6 wenn diese mal einsatzbereit ist und es mehr Informationen über sie gibt,

Meine Bücher sind alle in Schwarz-Weiß. Das hat vor allem Kostengründe. Bei BOD kostet jede Farbseite 10 ct Aufpreis. Es gibt jedoch ein Buch, das für Einsteiger gedacht ist und jeden Trägertyp nur auf zwei Seiten, davon eine Seite mit einem meist farbigen Foto abhandelt: es ist das Buch "Fotosafari durch den Raketenwald". Es ist weniger für den typischen Leser meiner Webseite gerichtet, die ja auch in die Tiefe geht, als vielmehr für Einsteiger und als Geschenk um andere mit der Raumfahrt zu infizieren. Etwa 70 TZrägerraketen die sich äußerlich voneinander unterscheiden werden in diesem Buch kurz vorgestellt - auf je einer Doppelseite.

Sie erhalten alle meine Bücher über den Buchhandel (allerdings nur auf Bestellung), aber auch auf Buchshops wie Amazon, Libri, Buecher.de und ITunes. Sie können die Bücher aber auch direkt bei BOD bestellen.

Mehr über diese Bücher und weitere des Autors zum Themenkreis Raumfahrt, finden sie auf der Website Raumfahrtbucher.de.




© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.
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